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Veröffentlicht am 26.05.2020

Spannender Start für Sarah Pirohl

Bornholmer Schatten
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Der erste eigene Fall der ehrgeizigen Kommissarin Sarah Pirohl geht gründlich schief. Der Hauptverdächtige im Mordfall des ermordeten Mädchens nimmt sich in der Haft das Leben. Als kurze Zeit später ein ...

Der erste eigene Fall der ehrgeizigen Kommissarin Sarah Pirohl geht gründlich schief. Der Hauptverdächtige im Mordfall des ermordeten Mädchens nimmt sich in der Haft das Leben. Als kurze Zeit später ein weitere Tote gefunden wird, die auf die gleiche Art und Weise getötet wurde, ist klar der Täter ist noch auf freien Fuß und mordet offensichtlich weiter.

Sarah nimmt sich eine Auszeit und fährt nach Bornholm. Hier fühlte sie sich in ihrer Kindheit und Jugend immer wohl. Hier will sie zur Ruhe kommen und überlegen, ob sie überhaupt wieder zur Polizei zurück möchte. Das Auffinden eines weiteren Opfers spricht für einen Serientäter. Aber erst der Fund einer weiteren Leiche auf Bornholm macht Sarah klar, dass sie offenbar doch stärker in den Fall involviert ist als gedacht. Ist sie möglicherweise auf Bornholm selbst in Gefahr? Der Mörder verhöhnt sie im Netz und wirft ihr Unfähigkeit vor.

Ich kenne bereits viele Bücher von Katharina Peters, aber ich fand dieses in seiner Art anders und auch fast noch spannender als ihre anderen Bücher. Die Kommissarin, die im Moment keine ist und auch die fortschreitende Handlung, die sich anders gestaltet als von mir vermutet. Gut gefallen hat mir auch, dass Hannah Jacob - eine Ermittlerin aus ihren anderen Krimis - auftaucht und Sarah Pirohl unterstützt.

Sarah Pirohl als Protagonistin fand ich auch gut gelungen. Sie, deren Karriere eigentlich von den Eltern vordefiniert ist, bricht aus diesem System aus und versucht ihren eigenen Weg zu finden. Das dieser Weg für sie nicht einfach ist, zeigt das u.a. das in ihren Augen gescheiterte Ende ihres ersten Falls. Auch die Überlegungen, ob der eingeschlagene Weg möglicherweise doch der Falsche ist, sind nachvollziehbar. Umso beachtlicher ist ihr Entwicklungsprozess und die Entscheidung weiterzumachen.

Ich bin auf weitere Krimis mit Sarah Pirohl gespannt und empfehle das Buch sehr gerne weiter. Von mir gibt es auf jeden Fall verdiente fünf Lesesterne.

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Veröffentlicht am 26.05.2020

Wunderbar

No Mercy. Rache ist weiblich
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Es ist die Geschichte von drei völlig unterschiedlichen Frauen aus den verschiedensten
Gesellschaftsschichten in Schweden. Ingrid Steen war mal eine sehr erfolgreiche Journalisten mit viel Preisen ausgezeichnet. ...

Es ist die Geschichte von drei völlig unterschiedlichen Frauen aus den verschiedensten
Gesellschaftsschichten in Schweden. Ingrid Steen war mal eine sehr erfolgreiche Journalisten mit viel Preisen ausgezeichnet. Für Lovisa, ihre kleine Tochter, gibt sie alles auf und macht damit auch den Weg frei für ihren Mann Tommy dem erfolgreichen Chefredakteur.

Victoria Brunberg lebte einst in Rußland und führte dort ein gutes Leben. Das Problem war nur, dass ihr Freund ermordet wurde und sie nur durch Zufall entkommen konnte. Ihre Rettung war die Ehe mit Malte einem scheinbar gutmütigen Schweden, der ihr so halt unterzutauchen.

Birgitta Nilsson ist schon viele Jahre mit Jacob verheiratet. Die gemeinsamen Zwillinge sind ihr ein und alles. Aber Birgitta hat ein dunkles Geheimnis, eines dass sie sogar die regelmäßigen Untersuchungen beim Arzt geschwänzt hat.

Was verbindet diese Frauen miteinander? Das es Rache ist, verrät ja schon der Titel. Aber da ist eben auch noch mehr. Und auch wenn es bei der Umsetzung der Rache schon öfter die beschriebenen Varianten gab, es gibt einem beim Lesen ein gutes Gefühl.

Camilla Läckberg hat in diesem Buch sich den unterdrückten, misshandelten, betrogenen Frauen angenommen, die versuchen einen Ausweg aus dieser für sich schlimmen Situation zu finden.
Mir hat dieser wirklich kurze Krimi, es sind leider nur 160 Seiten, trotz allem gut gefallen. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.

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Veröffentlicht am 24.05.2020

Thematik gut, aber die Umsetzung hat mir nicht gefallen

Der Funke des Lebens
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Als der Polizeiunterhändler Hugh McElroy zu einer Geiselnahme in der Frauenklinik in Jackson, Mississippi gerufen wird, ahnt er nicht was ihn dort erwartet. Der Schütze, der in die Klinik eingedrungen ...

Als der Polizeiunterhändler Hugh McElroy zu einer Geiselnahme in der Frauenklinik in Jackson, Mississippi gerufen wird, ahnt er nicht was ihn dort erwartet. Der Schütze, der in die Klinik eingedrungen ist, hat dort wild um sich geschossen. In der Phase der Aufregung und Anspannung für die beteiligten Polizisten erreicht ihn ein Hilferuf seiner 15jährigen Tochter. Was er nicht ahnte, sie ist unter den Geiseln hat große Angst und fürchtet um ihr Leben. Aber sie ist nicht allein, der Geiselnehmer hat auch noch andere Frauen als Geiseln und einige sind bereits verletzt.

Es war die Thematik dieses Buches, die mich angesprochen hat. Schwangerschaftsabbruch in den USA ist nicht einfach. Es gibt Bundesstaaten, in denen der Abbruch nach wie vor illegal ist. In anderen wiederum ist es erlaubt, dann mit einem Aufklärungsgespräch und einem obligatorischen Ultraschall. Aber das Bild was sich vor den Kliniken zeigt, ist fast überall gleich. Die Abtreibungsgegner, die die Frauen versuchen von ihrem Vorhaben abzuhalten bzw. umzustimmen. Dabei gehen sie auch nicht unbedingt immer behutsam vor. Auch das wird in diesem Buch dargestellt und mit in die Handlung eingearbeitet.

Soweit zum Inhalt des Buches. Aber ich muss eben auch schreiben, dass mir die Umsetzung des Buches überhaupt nicht gefallen hat. Ich weiß nicht, was sich die Autorin dabei gedacht hat, die Ereignisse in umgekehrter Reihenfolge zu schreiben. Das heißt das Buch beginnt mit dem Ende und arbeitet sich zum Anfang durch. In jedem Abschnitt erfährt man einiges über die Protagonisten, ihre Gefühle und Beweggründe, warum sie sich in der Klinik befinden. Aber es ist eben auch so, dass ich bereits am Anfang weiß, wer alles stirbt und dann erst lese, was diesen Menschen bewegt. Meiner Meinung nach verliert sich die Autorin dann aber zum Teil auch in den Schilderungen der einzelnen Schicksale. Damit vergibt sie sich jede Chance sich intensiver mit den Lebensereignissen der Protagonisten zu beschäftigen.

Das es zum Ende dann noch einiges an Überraschungen gab hat mich überrascht. Ich empfehle dieses Buch eingeschränkt, denn die Thematik dieses Buches ist auf jeden Fall lesenswert.

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Veröffentlicht am 24.05.2020

Neuanfang auf Island

Der Sommer der Islandtöchter
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Dass Hannah sich zu einem Sabbatical auf Island entschließt, hat mehrere Gründe. Zum einen ist sie in der Trennungsphase von Eric, ihrem Mann. Ein zweiter Grund ist noch viel gravierender. Sie kann ihren ...

Dass Hannah sich zu einem Sabbatical auf Island entschließt, hat mehrere Gründe. Zum einen ist sie in der Trennungsphase von Eric, ihrem Mann. Ein zweiter Grund ist noch viel gravierender. Sie kann ihren Traumberuf als Geigerin im Orchester nie mehr ausführen. Aus gesundheitlichen Gründen kann sie das Instrument kaum noch benutzen. Da ist die Auszeit auf Island gerade richtig um mit ihrem Max neu anzufangen und sich neue Ziele und Aufgaben zu suchen.

Es ist schön zu lesen, wie schnell Hannah zu den Isländern Kontakt bekommt. Die Grundkenntnisse der Sprache hat sie versucht in einem Crashkurs zu lernen. Interessant fand ich auch, dass sie unter den Einheimischen immer wieder Menschen findet, die auch Deutsch sprechen oder verstehen. Durch die Aufgeschlossenheit findet Hannah auch schnell einen Job im Kaffee und so eine neue Aufgabe.

Aber es gibt einen zweiten Handlungsstrang um Monika, die zusammen mit ihrer Familie 1978 Freunde auf Island besucht. Monika träumt von davon Malerin zu werden. Die Familie hat da ganz andere Pläne. Die Hochzeit mit Peter ist bereits geplant und auch der Einstieg ins Firmenimperium. Monikas Bekanntschaft mit Kristian, der ihr nicht nur die Schönheiten von Island zeigt, sondern auch Gefühle in ihr weckt, die sie bei Peter nie hatte, hat Folgen mit denen niemand gerechnet hätte.

Was hat nun Monikas Geschichte, die ja zum Teil in Island spielt, mit der von Hannah zu tun? Wen es interessiert, der sollte das Buch auf jeden Fall lesen.
Mir hat die Umsetzung dieser Geschichte, auch der Wechsel in den Zeitabschnitten zwischen Hannah und Monika, sehr gut gefallen. Aber mir haben auch die anschaulichen Erzählungen über Hannahs Erlebnisse auf Island sehr gut gefallen. Und auch in diesem Buch wurde wieder einmal mehr gezeigt, wie schlimm es sein kann, wenn Familienmitglieder meinen über das Leben ihrer erwachsenen Kinder bestimmen zu müssen und sogar noch für ihre Zwecke beeinflussen.
Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.

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Veröffentlicht am 13.05.2020

Interessante Fortsetzung

Die Patientin
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Jeden Monat besucht der blinde Nathaniel mit seinem Pflegesohn Silas dessen Mutter Carole Stein, die in einem Berner Spital seit vier Jahren im Koma liegt. Nur an diesem Tag ist das Bett plötzlich leer. ...

Jeden Monat besucht der blinde Nathaniel mit seinem Pflegesohn Silas dessen Mutter Carole Stein, die in einem Berner Spital seit vier Jahren im Koma liegt. Nur an diesem Tag ist das Bett plötzlich leer. Die Pfleger können auch nicht direkt Auskunft geben, ob Carole nun gestorben ist, oder aber was mit ihr passiert ist. Nathaniel ist verunsichert und bittet seine alte Freundin Milla die Journalistin um Hilfe. Auch sie kennt die Geschichte von Carole und ist gleich alarmiert. Ihre Recherchen ergeben, das weitere Komapatientin spurlos verschwunden sind. Beerdigungen für diese fanden auch nicht statt. Und dann gibt es auch innerhalb kürzester Zeit mehrere Todesfälle an der Aare.

Dieses Mal arbeitet Sandro Bandini von der Polizei an der Aufklärung der Todesfälle, während sich Milla neben ihrem Job auch noch um Recherchen über das Verschwinden von Carole Stein kümmert. Da sie als Journalistin immer auf der Suche nach einer guten Story ist, verrät sie ihre Rechercheergebnisse ihrem Freund Sandro nicht, sondern berät sich mit Nathaniel. Beide versuchen auf ihre eigene Art und Weise an eigenen Informationen und geraten dabei nicht nur in merkwürdige Erlebnisse, sondern begeben sich auch in Gefahr.

Ob Carole Stein noch lebt und ob sie gerettet werden kann, das lest bitte unbedingt selbst.

Die Faszination, die von diesem Krimi ausgeht, rührt sicher daher, dass es wieder Nathanael ist, der hier versucht zu ermitteln. Als Blinder ist es für ihn besonders schwer, demzufolge sind seine Erfolge auch nicht so groß. Aber er gibt zumindest immer wieder den richtigen Denkanstoß. Interessant fand ich aber auch die verschiedenen Richtungen, in die ermittelt wird. Es ist nicht einfach die richtige Spur zu finden.

Schade fand ich, dass die Rolle von Nathanael in diesem Buch weitaus kleiner war, als im Vorgängerband "Blind". Dadurch bekam Milla einen sehr viel größeren Handlungsspielraum. Spannend war das Buch jedoch in jedem Fall. Und auch der Fall war außergewöhnlich. Gerne empfehle ich diesem Krimi weiter und vergebe vier Lesesterne.

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