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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Spannendes Szenarium auf Helgoland

Hell-Go-Land
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Anna Krüger hat traumatisches erlebt auf Helgoland. Und doch kehrt sie nach einer längeren Abwesenheit wieder auf die Insel zurück und übernimmt die stellvertretende Leitung der Polizeistation. Offensichtlich ...

Anna Krüger hat traumatisches erlebt auf Helgoland. Und doch kehrt sie nach einer längeren Abwesenheit wieder auf die Insel zurück und übernimmt die stellvertretende Leitung der Polizeistation. Offensichtlich wurde sie schon erwartet, denn bereits am ersten Tag ihres Dienstes erwartet sie ein merkwürdiges Geschenk. Auf ihrem Arbeitsplatz liegt ein Daumen. Wem gehört dieser Daumen? Wer hat diesen dort, als Geschenk verpackt, an sie geschickt? Auch die Weiterentwicklung hat es in sich! Ihr müsst dieses Buch lesen, es lohnt sich in jedem Fall.

Dieses Buch lebt von der Geschichte von Anna Krüger. Ihr ist in ihrer Vergangenheit etwas Traumatisches geschehen. Man will erfahren, was ist ihr geschehen? Wieso konnte sie trotzdem auf die Insel zurückkehren? Und dann sind da noch diese merkwürdigen Geschenke. Alle beziehen sich auf ihr traumatisches Erlebnis. Beim Lesen wird klar, dieses Geschehnisse haben alle mit Anna und ihrem persönlichen Schicksal zu tun. Anna ist das auch klar und sie kämpft gegen einen unsichtbaren Gegner, gegen den mörderischen Sturm, gegen sich selbst und vor allem gegen ihre schlimme Migräne. Auch dieser Durchhaltewillen, der wirklich beachtenswert ist, macht dieses Buch umso lesenswerter.

Tim Erzberg ist hier ein wirklich spannendes Buch gelungen. Ihm gelingt es fortwährend den Spannungsbogen zu halten und weiter zu steigern. Mit psychologischer Raffinesse wird die Spannung von Kapitel zu Kapitel gesteigert. Auch das Finale am Ende hat noch einmal für eine Überraschung gesorgt.

Ich kann dieses spannende Buch unbedingt allen empfehlen und vergebe wirklich verdiente 5 Lesesterne.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Es geht weiter mit der Familie de la Grip

Ein einziges Geheimnis
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Im zweiten Teil der Trilogie um die Familie de la Grip aus Schweden geht es um den jüngsten Sohn Alexander. Die Familie hat sich um den großen Skandal, der mit der Hochzeit von Natalie ans Licht kam, komplett ...

Im zweiten Teil der Trilogie um die Familie de la Grip aus Schweden geht es um den jüngsten Sohn Alexander. Die Familie hat sich um den großen Skandal, der mit der Hochzeit von Natalie ans Licht kam, komplett entfremdet und auch die Firma ist verloren. Natalie ist mit David glücklich verheiratet.

Doch in diesem Buch geht es um ihren jüngeren Bruder Alexander. Dieser wird mit seinem Lebensstil dem eines Playboys gerecht. Das er Isobel Sörensen kennenlernt ist ihrer Initiative zu verdanken. Sie bittet mit Nachdruck um weitere Spenden für ihre Hilfsorganisation Medpex. Von Alexander als Mensch ist sie in jeder Hinsicht enttäuscht. Nur wegen weiterer Spenden hält sie den Kontakt zu ihm aufrecht. In einem Wechsel zwischen den Protaginsten Isobel und Alexander erfahren wir mehr von ihren Emotionen und Wünschen. Und doch ist da mehr.

Wie und ob sich da etwas entwickelt, dass muss schon jeder selbst herausbekommen. Mir hat auch dieser Teil wieder gut gefallen. Besonders beeindruckend ist Isobel. Sie engagiert sich aktiv als Ärztin im Tschad und in der eigenen Hilfsorganisation. Die Konfrontation mit Alexander, der quasi im Geld schwimmt, ist da schon sehr bezeichnend. Auch ihre Art mit ihm umzugehen ist nachvollziehbar und beeindruckend. Und im Epilog wird bereits aufgezeichnet, dass da noch mehr kommt.

Ich vergebe für dieses Buch 4 Lesesterne und freue mich bereits auf den nächsten Teil.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Verdeckte Ermittlungen spannend erzählt

Puppenruhe
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Johannes Thiebeck, ehemaliger Beamter der Mordkommission, soll als verdeckter Ermittler im Drogenmilieu Berlins ermitteln. Eigentlich soll er Spuren finden zu einer neuen Droge die in Berlin aufgetaucht ...

Johannes Thiebeck, ehemaliger Beamter der Mordkommission, soll als verdeckter Ermittler im Drogenmilieu Berlins ermitteln. Eigentlich soll er Spuren finden zu einer neuen Droge die in Berlin aufgetaucht ist. Während seines Undercover Einsatzes werden jedoch mehrere verstümmelte Tote aus dem Drogenszene gefunden. Alle waren in Führungspositionen in der Drogenszene aktiv. Es entsteht relativ schnell der Verdacht, dass die Konkurrenz versucht durch die Morde, den Markt neu zu organisieren und zu übernehmen.

Johannes Thiebeck lässt sich als Jonny Tinkel mit allen Risiken auf dieses Spiel ein. Das dabei nicht alles so läuft wie geplant, ist klar. Das Buch ist spannend und niemals vorhersehbar. Actionreich verlaufen dann auch etliche seiner Aktionen. Interessant war für mich mal einen Eindruck über die verdeckten Ermittlungen zu bekommen und was alles so dahinter steckt. Erschreckend wiederum die Erkenntnis, dass es mit den Drogen in Berlin schon so schlimm ist?!

Wer an spannender, actionreicher Ermittlungsarbeit interessiert ist, dem kann ich dieses Buch uneingeschränkt empfehlen. Von mir gibt es für dieses Buch dafür 4 Lesesterne.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Familiengeschichte mit kriminellem Hintergrund

Die rubinrote Kammer
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Die junge Victoria Bredon lebt im Jahr 1907 völlig unkonventionell mit ihrem Butler zusammen. Sie haben keine Beziehung, es ist eher eine Zweckgemeinschaft. Victorias Vater, ein angesehener Gerichtsmediziner, ...

Die junge Victoria Bredon lebt im Jahr 1907 völlig unkonventionell mit ihrem Butler zusammen. Sie haben keine Beziehung, es ist eher eine Zweckgemeinschaft. Victorias Vater, ein angesehener Gerichtsmediziner, ist vor kurzem verstorben. Er hat testamentarisch verfügt, dass Victoria, obwohl sie noch nicht volljährig ist, weiter in der väterlichen Wohnung unter Aufsicht des Butlers leben darf. Obwohl ihr Vater adliger Abstammung war, hat er sich durch eine nicht standesgemäße Heirat von der Familie abgewandt und sein Geld durch Arbeit verdient.

Auch Victoria und ihr Butler haben kaum Geld für den täglichen Lebensunterhalt. Victoria verdient sich ihr Geld durch den Verkauf von Fotografien, die sie selbst aufnimmt und entwickelt. Sie sympathisiert mit den Suffragetten und kämpft für das Wahlrecht der Frauen. Auch Hopkins trägt seinen Anteil zum Unterhalt durch das Schreiben von Kolumnen für eine Zeitschrift bei.
Bis dahin ist alles in Ordnung. Und doch gerät ihre relativ heile Welt in Unordnung, als sie mit einem Geheimnis aus ihrer Kindheit konfrontiert wird. Die für sie offenen Fragen können nicht mehr geklärt werden, da ihr Vater und auch ihre Mutter tot sind. Was ist damals passiert? Was will der Staatsbeamte von ihr, als er sie mit diesen offenen Fragen konfrontiert? Und es kommt noch schlimmer, dieser Beamte wird kurze Zeit nach einem Streit zwischen Victoria und ihm ermordet aufgefunden? Plötzlich steht Victoria unter Verdacht Sir Francis, den Staatsbeamten, ermordet zu haben.
Jetzt fragt ihr euch, wie es weitergeht? Lest selbst, es passiert noch so viel.

Als ich mit diesem Buch begonnen habe, dachte ich, es handelt sich um eine Art Familiengeschichte. Ich ahnte nicht, dass ich in diesen spannenden Krimi mit historischem Hintergrund geriet. Pauline Peters ist es gelungen, mich mit dieser historische Geschichte angenehm zu unterhalten. Ihr gelingt es dem Leser zu zeigen, wie anstrengend und schwer das Leben in dieser Zeit gerade für Frauen war. Auch der Kampf um das Frauenwahlrecht ist zu dieser Zeit schon ein wichtiges Thema gewesen. Auch das gelingt ihr passend mit in dieses Buch einzubeziehen. Mir haben besonders die beiden Protagonisten Victoria und Hopkins gefallen. Hier ist sicher noch Potential für weitere unkonventionelle Erlebnisse aus dem Leben der beiden. Ich hoffe auf weitere Bücher und freue mich jetzt schon darauf.

Von mir für dieses Buch verdiente fünf Lesesterne und eine ausgesprochene Leseempfehlung an alle.

  • Einzelne Kategorien
  • Atmosphäre
  • Charaktere
  • Handlung
  • Lesespaß
  • Cover
Veröffentlicht am 15.09.2016

Wieder ein spannender Thriller von Chris Carter

I Am Death. Der Totmacher
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Es ist fast bizarr, Nicole die junge Frau, die an diesem Abend bei einem Ehepaar auf deren Kind aufpassen soll, ist über das Auftauchen des jungen Mannes in der Küche geschockt. Seine Erklärung für sein ...

Es ist fast bizarr, Nicole die junge Frau, die an diesem Abend bei einem Ehepaar auf deren Kind aufpassen soll, ist über das Auftauchen des jungen Mannes in der Küche geschockt. Seine Erklärung für sein Erscheinen ist glaubhaft, es erscheint alles normal. Er sei der Cousin, der zu einem Vorstellungsgespräch in der Stadt ist. Doch dann ruft die Kindsmutter an, um nachzufragen, ob alles in Ordnung wäre. Es ist alles in Ordnung, sie hat jedoch keinen Cousin und alarmiert sofort die Polizei. Für Nicole ist das jedoch in dem Moment zu spät. Sie wird verschleppt und bleibt verschwunden. Tage später wird sie ermordet aufgefunden. Ihr Körper wurde so abgelegt, dass er in der Form eines Sterns liegt. Bei den ermittelnden Polizisten Garcia und Hunter entsteht schnell der Verdacht das es sich um einen Ritualmörder handeln könnte. Doch es kommt noch schlimmer, im Hals der Toten steckt eine Nachricht "Ich bin der Tod". Auf der Suche nach Spuren tappen beide Ermittler lange Zeit im Dunkeln. Dann wird die nächste Leiche gefunden...

Chris Carter lässt hier seine beiden Ermittler Robert Hunter und Carlos Garcia wieder in einem scheinbar fast unlösbaren Fall ermitteln. Gekonnt versuchen beide in jedem noch so kleinen Detail eine Spur zu entdecken. Und sie entdecken auch die kleinsten Teilchen und können so erste Erfolge erzielen. Durch den Wechsel der Erzählperspektive von der Polizei zum Mörder wird die Spannung noch zusätzlich gesteigert. So erfahren wir nicht nur die Fortschritte der Ermittler sondern auch vom Alltag des Täters.

Der Schluss, ist wie allen Krimis bei Chris Carter, nicht vorhersehbar. Wenn man denkt, man ist auf der richtigen Spur, gibt es noch mal die alles entscheidende Wendung, die einen mit einem Überraschungseffekt zurücklässt.

Eine klare Leseempfehlung und verdiente 5 Lesesterne für dieses spannende Buch.