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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.07.2021

Genialer vierter Teil

Angstrichter (Ein Grall-und-Wyler-Thriller 4)
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Der Fund einer grausam zerstückelten Leiche in Nürnberg versetzt die Stadt in Unruhe. An den vier Stadttoren hängen die einzelnen Körperteile der Leiche für alle sichtbar. Die Feststellung der Identität ...

Der Fund einer grausam zerstückelten Leiche in Nürnberg versetzt die Stadt in Unruhe. An den vier Stadttoren hängen die einzelnen Körperteile der Leiche für alle sichtbar. Die Feststellung der Identität ist schwierig, da keine Ausweispapiere vorhanden sind. Kurze Zeit später taucht ein Video über die grausame Hinrichtung durch einen Scharfrichter im Internet auf.
Jan Grall und Rabea Wyler habe sich beruflich getrennt, leben auch in verschiedenen Städten. Doch der Hilferuf einer Professorin für Mittelalterkunde bei Jan Grall lenkt seine Aufmerksamkeit auf diesen mysteriösen Fall. Schnell wird ihm klar, allein schafft er das nicht und bittet Rabea trotz ihrer Auszeit um Hilfe und Unterstützung.

Mit Hilfe der Professorin erkennen beide, dass hier die mittelalterlichen Rituale wieder belebt wurden. Es gibt offenbar jemand, der Menschen grausam richtet und er hört nicht auf. Kurze Zeit später wird das nächste Opfer gefunden.

Auch bei diesem Fall arbeiten beide Ermittler beeindruckend zusammen und ergänzen sich oft gewinnbringend. Aber es ist kompliziert und so tappen beide lange Zeit im Dunkeln.

Der Autor hat hier nach den drei Vorgängerbänden wieder eine extrem spannende Fortsetzung geschrieben. Die Spannung baut sich binnen kürzester Zeit auf und lässt zu keiner Zeit nach. Beeindruckend fand ich die Auflösung des Falls, sowohl von den beiden Ermittlern, als auch von dem Autor, der hier einen absolut spannenden Thriller geschaffen hat.
Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.

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Veröffentlicht am 18.07.2021

Absolut spannend

Ausweglos
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Noah holt spätabends die Wäsche von Trockenboden. Plötzlich ist da dieser maskierte Mann, der ihm ein Messer an die Kehle hält und in seine Wohnung, zu seiner Frau möchte. Noah reagiert schnell. Er hat ...

Noah holt spätabends die Wäsche von Trockenboden. Plötzlich ist da dieser maskierte Mann, der ihm ein Messer an die Kehle hält und in seine Wohnung, zu seiner Frau möchte. Noah reagiert schnell. Er hat den Schlüssel der Nachbarn, die im Urlaub sind. Dorthin geht er mit dem Maskierten und erhält einen Schlag auf dem Kopf. Als er wieder zu sich kommt, liegt Emma Falk tot auf dem Bett, brutal ermordet. Das die Polizei ihn für den Tatverdächtigen hält, ist relativ schnell klar. Aber es gibt auch viele Ungereimtheiten.

Und ich würde sagen, von den Ungereimtheiten lebt das Buch. Immer dann, wenn man beim Lesen denkt, so könnte es gewesen sein, dann war es so natürlich nicht. Erzählt wird in einzelnen Abschnitten immer jeweils aus Sicht der Hauptprotagonisten. Das sind in dem Buch eigentlich nur drei Personen Noah, seine Frau Linda und der ermittelnde Kommissar Elias.
Dem Autor ist es gelungen einen Thriller zu verfassen, der mich von der ersten Zeile weg fesselte. Ich musste einfach wissen, was weiter passiert. Seite um Seite vertiefte ich mich in den Fall und merkte schnell, dass nichts zueinander passt. Auch der klägliche Versuch eigene Theorien aufzustellen, schlug fehl. Denn immer wenn ich dachte, ist doch klar, so muss es sein, tauchte eine Wendung auf, die den Fall in eine andere Richtung lenkte. Zusätzliche Spannung entstand in dem Moment, als klar wurde, dass nicht alle immer unbedingt die Wahrheit sagen und offensichtlich etwas verbergen.

Das Buch konnte voll bei mir punkten und ich vergebe nur zu gerne fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es von Herzen weiter.

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Veröffentlicht am 18.07.2021

Da wäre mehr möglich gewesen

Die Skrupellosen
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Dan und Bea leben das durchschnittliche Leben einer Londoner Familie. Beide arbeiten viel, das Geld ist knapp. Es gibt nur wenige Rücklagen und die Eigentumswohnung muss auch finanziert werden. Bea ist ...

Dan und Bea leben das durchschnittliche Leben einer Londoner Familie. Beide arbeiten viel, das Geld ist knapp. Es gibt nur wenige Rücklagen und die Eigentumswohnung muss auch finanziert werden. Bea ist trotz allem sehr erfüllt von ihrer Arbeit als Psychotherapeutin. Dan hat eigentlich Kunst studiert, arbeitet jetzt aber viel als Immobilienmakler. Er ist damit weniger glücklich als Bea, hat sich aber damit arrangiert.

Es ist Bea, die die Idee hat, für einen längeren Zeitraum auszusteigen und Europa zu bereisen. Eines ihrer Ziele soll Burgund sein. Dort hat ihr Bruder Alex ein Hotel. Das Zusammentreffen von Bea und Dan mit Alex verändert alles. Von Alex erfährt er, wie unfassbar reich die Familie von Bea und Alex ist. Das Beas Vater früher einen Privatjet besessen hat, ist für ihn unfassbar.
Was macht es mit den Menschen, wenn sie plötzlich erfahren, dass ihr Ehepartner eigentlich über sehr viel Geld verfügen könnte? Verändern sie sich? Findet die Veränderung auch in Bezug auf ihren Partner statt? Ist man plötzlich bereit Zugeständnisse zu machen, zu denen man vorher nie bereit war?

Alle diese Fragen entstehen beim Lesen und bewegen nicht nur mich, sondern auch Dan.

Und dann geschieht dieser Unfall. Oder war es vielleicht gar kein Unfall? Alles verändert sich. Auch mit den Menschen im Buch geschieht eine Wandlung. Oft wusste ich gar nicht mehr, was wahr und was falsch ist. Je mehr man über diese Familie liest umso klarer wird, wie zerrüttet diese ist.
Das Buch las sich wirklich gut, aber irgendwie bin ich mit dem Ende unzufrieden. Für mich war das Ende zu abrupt und vielleicht auch vorhersehbar. Vielleicht habe ich mir auch mehr davon versprochen.

Zusammenfassend kann ich sagen, ja das Buch lässt sich zur Unterhaltung ganz gut lesen, bekommt aber insgesamt nur drei Lesesterne aus den genannten Gründen von mir.

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Veröffentlicht am 28.06.2021

Lesevergnügen pur

Mordsabend
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Genau zum richtigen Zeitpunkt, passend zur Urlaubssaison, erscheint der neueste Fall für die beiden Ermittler Tammo Anders und Fenna Anders. Sie sind mittlerweile heimisch in Sankt Peter Ording und haben ...

Genau zum richtigen Zeitpunkt, passend zur Urlaubssaison, erscheint der neueste Fall für die beiden Ermittler Tammo Anders und Fenna Anders. Sie sind mittlerweile heimisch in Sankt Peter Ording und haben sich in ihrem Viergenerationenhaus perfekt eingerichtet.

Ein alter Bekannter aus Greetsiel, Kimmo Hofinga, will im besten Hotel von Sankt Peter Ording mit seinen engsten Angestellten das Firmenjubiläum feiern. Für Frido ist das die Gelegenheit am Abend mit Kimmo über alte Zeiten zu schwelgen. Alle scheinen ausgelassen und fröhlich und doch wird am nächsten Tag eine Leiche gefunden.

Für die beiden Ermittler scheint es fast zu einfach. Alles ist zu offensichtlich und dann doch wieder nicht. Die beiden Kommissare müssen vieles überdenken und werden das eine oder andere Mal von der Autorin gekonnt aufs Glatteis geführt.

Es ist bereits der 11. Fall der beiden Ermittler. Sie sind mir schon fast ans Herz gewachsen. Spannend finde ich bei allen ihren Fällen, dass wir nicht nur an der Lösung des Falles beteiligt werden, sondern auch immer wieder Neues und auch Aufregendes aus dem Familienleben der Großfamilie erfahren. Letztlich haben auch die Probleme, wie wir alle.

Von mir gibt es erneut eine Leseempfehlung für diesen angenehmen Sommerkrimi von Ulrike Busch und verdiente fünf Lesesterne.

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Veröffentlicht am 06.06.2021

Emotional und bewegend

Weil ich an uns glaubte
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Die Geburtstagsfeier von Susanne ist für ihre Tochter Lena jedes Jahr anstrengend. Dieses Jahr wollten sie beide in den Geburtstag hinein feiern. Spätabends als Lena müde von dem Sekt im Bett liegt, hört ...

Die Geburtstagsfeier von Susanne ist für ihre Tochter Lena jedes Jahr anstrengend. Dieses Jahr wollten sie beide in den Geburtstag hinein feiern. Spätabends als Lena müde von dem Sekt im Bett liegt, hört sie ihre Mutter laut telefonieren. Diese echauffiert sich so sehr, dass Lena bald jedes Wort verstehen kann. Es geht um Marlies, die es wagt, sich an ihrem Geburtstag nach Lenas Telefonnummer zu fragen. Doch wer ist diese Marlies? Warum will sie die Telefonnummer von Lena?

Erschüttert erfährt Lena, dass ihre totgeglaubte Großmutter Marlies lebt. Spontan nimmt sie zu ihr Kontakt auf. Ihre Gespräche mit Marlies finden in einer Vertrautheit statt, die sie bis dahin nur bei ihrem Opa Peter gespürt hatte.

Es ist aber auch die Geschichte von Marianne und Günther. Beide werden nach dem Krieg in der DDR zusammen groß. Ihr Zusammengehörigkeitsgefühl rührt sicher daher, dass beide nicht so recht dazugehören. Zusammen fühlen sie sich wohl, am wohlsten fühlt sich Marianne bei Günther zu Hause.

Und doch geschieht es, dass Günther über Nacht verschwindet, ohne Marianne. In seinem letzten Brief an Marianne verspricht er ihr, dass sie auf jeden Fall in Verbindung bleiben. Ob das so klappt? Lest selbst, wie sich alles entwickelt und wie die Geschichte ausgeht!
Für mich sind die Bücher von Heike Fröhling immer etwas ganz Besonderes. Ihr gelingt es mit sanften, einfühlsamen Worten die Situationen so exakt darzustellen, dass es mir ein Leichtes ist, mich in die Gefühle und Gedanken der Protagonisten hineinversetzen zu können. Dadurch ist vieles der komplizierten Familiensituation verständlicher und die Handlungen der Familie sind leichter nachzuvollziehen. Dabei ist es nicht so, dass ich beim Lesen diese automatisch billige. Aber ich konnte mir selbst ein Urteil bilden.

Bei diesem Buch war es so, dass es mich emotional sehr berührte. Gerade die Erlebnisse von Marianne sind es, die mich fassungslos machten. Ich habe mit Marianne gelitten und gehofft, dass alles gut ausgeht.
Gespannt bin ich jetzt bereits auf den nächsten Teil, denn dieses Buch war als "Die Zeit der Schattenfrauen 1" angekündigt.

Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.

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