Profilbild von Zeilenliebe

Zeilenliebe

Lesejury Star
offline

Zeilenliebe ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Zeilenliebe über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.06.2026

Hätte tiefgründiger sein können

Red Star Rebels
0

Allgemeines:
„Red Star Rebels“ ist der neue Science Fiction Roman von Amie Kaufman, der als Taschenbuch bei Knaur erschienen ist. Das Taschenbuch hat 320 Seiten und sticht durch ein wüstenrotes Cover hervor, ...

Allgemeines:
„Red Star Rebels“ ist der neue Science Fiction Roman von Amie Kaufman, der als Taschenbuch bei Knaur erschienen ist. Das Taschenbuch hat 320 Seiten und sticht durch ein wüstenrotes Cover hervor, das an den roten Planeten, auf dem es spielt, erinnern soll. Amie Kaufman ist dem ein oder anderen mit Sicherheit durch ihre Zusammenarbeit mit Jay Kristoff zu den Illuminae Files bekannt.

Inhalt:
„2067: Die UN-Station auf dem Mars wird evakuiert. Zurück bleiben nur Hunter Graves, Sprössling des Mega-Konzerns, der für die Besiedelung verantwortlich ist, und Cleo, illegale Einwanderin. Hunter ist gutaussehend, ehrgeizig – und in Cleos Augen ein arrogantes Trustfund-Baby. Doch um zu überleben, müssen sie sich zusammentun. Die Evakuierung war nur eine Ablenkung, und jetzt gilt es, eine Bombe zu entschärfen – und sich nicht zu verlieben …“ (Quelle: Verlagshomepage)

Meine Meinung:
Ich habe mich im Vorfeld sehr auf diesen Roman gefreut, da mich die Autorin innerhalb ihrer Zusammenarbeit mit Jay Kristoff zu den Illuminae Files sehr von sich überzeugt hat. Nun würde das eine Geschichte, die ebenfalls im Weltraum spielt doch gewiss auch tun, habe ich mir gedacht.

Leider hat mich dieses Buch jedoch ein wenig unbefriedigt zurückgelassen. Es ist nicht schlecht, versteht mich bitte nicht falsch. Wir lernen zwei Protagonisten kennen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Beide sind auf ihre Art und Weise wirklich sympathisch und nähern sich natürlich wie im Klappentext versprochen einander an. Aber irgendwie bleibt dabei die Story rundherum auf der Strecke. Ich hätte so gerne noch viel mehr erfahrenen, mehr gelesen, wäre gerne deeper in die Thematik eingestiegen. Aber es sind eben nur 320 nicht so eng beschriebene Seiten. Dadurch ist die Story, die in der Erzählzeit auch nur auf acht Stunden limitiert ist, ebenfalls limitiert. Sie mutet beinahe wie eine Art Escaperoom an und ist wirklich spannend erzählt. Man fiebert mit und möchte wirklich, dass die beiden es lebend aus ihrer Situation heraus schaffen und die Welt verändern. Ich hätte davon sehr gerne mehr gelesen und kann mir auch vorstellen, dass da noch mehr kommen wird. In diesem Fall wäre es vielleicht hilfreich gewesen, wenn man die Story direkt in einem möglicherweise ersten Band tiefgründiger gemacht hätte. Ich glaube, dass das Buch dann besser bei den Leser*innen ankommen würde.

Fazit:
Ein Buch, das mehr hätte sein können. So war es eine nette Geschichte für zwischendurch. Ich würde mir mehr davon wünschen und dann bitte tiefgründiger.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.06.2026

Trash vom Feinsten

Mean Moms
0

Allgemeines:
„Mean Moms“ ist am 13.05.26 als Taschenbuch bei Bertelsmann erschienen. Der Roman hat 368 Seiten und stammt von der Autorin Emma Rosenblum. Der Titel in seiner provozierenden Form passt sehr ...

Allgemeines:
„Mean Moms“ ist am 13.05.26 als Taschenbuch bei Bertelsmann erschienen. Der Roman hat 368 Seiten und stammt von der Autorin Emma Rosenblum. Der Titel in seiner provozierenden Form passt sehr gut zu den für das Cover gewählten Neonfarben. Man wird sofort auf das Buch aufmerksam und möchte gerne mehr wissen. Im Buchladen springt es direkt ins Auge.

Inhalt:
„Die Atherton Academy ist die beste Privatschule in Manhattan und zieht nur die Reichen und Mächtigen an. Morgan, Belle und Frost, ein Power-Trio aus New Yorker Geldadel und neureichen Trophy Wives, regeln das gesellschaftliche Leben an der Schule. Zwischen Pilatesstunde und Mimosa-Lunch genießen sie es, dass die anderen Eltern voller Ehrfurcht und Neid zu ihnen aufblicken.

Doch als am ersten Schultag die geheimnisvolle Sofia aus Miami auftaucht, gerät die perfekte Welt der drei ungekrönten Königinnen ins Wanken. Sofia integriert sich schnell in die Clique, was nicht jedem gefällt. Plötzlich häufen sich merkwürdige und unschöne Vorfälle. Bedauernswerte Zufälle oder gezielte Sabotage? Bald müssen sich die Freundinnen fragen: Hat es jemand auf sie abgesehen? Ist der Neid ihrer Freundinnen in Hass umgeschlagen? Und was, wenn eine von ihnen eine eiskalte Soziopathin ist?“ (Quelle: Verlagshomepage)

Meine Meinung:

Es hätte so gut sein können. Ist es irgendwie auch. Aber gleichzeitig auch nicht. Während der Lektüre hat man nämlich das Gefühl, einer Trashserie zu folgen. Leider fehlt dieser Serie aber an der ein oder anderen Stelle wirklich ein Stück ihrer Story und alles bleibt etwas platt.
Schade eigentlich, denn die eingeführten „Mean Moms“ sind alle Charaktere für sich. Die Frauen könnten unterschiedlicher nicht sein. Sie erinnern ein bisschen an die Desperate Housewives. Wobei die deutlich tiefgründiger sind. Man kann sich die Frauen aber wirklich gut vorstellen und erfreut sich vieler Blicke hinter die Kulissen unglaublicher Dekadenz. Teilweise ist diese jedoch auch nur inszeniert. Vermutlich genau wie in der echten Welt der Reichen und Schönen. Ich hatte meine Momente mit diesem Buch, war ab und zu wirklich fasziniert. Aber dann blieb es leider doch relativ platt, der überraschende Twist am Ende war überhaupt nicht überraschend und die Storyline wurde nicht so ausgebaut, dass es alles wirklich rund gewesen wäre. Potential war also da, die Umsetzung ist jedoch nicht gelungen. Auch das Genre des Thrillers ist für mich nicht getroffen worden. Es war schon spannend an einigen Stellen, aber nicht so, dass man da an einen Thriller denkt oder das Gefühl hat, einen Roman aus diesem Genre zu lesen.

Fazit:
Trash vom Feinsten. Man fliegt so durch, obwohl es flach ist. Überwiegend vorhersehbar und definitiv kein Thriller.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.05.2026

Für immer Sommer

Kein Sommer ohne August
0

Allgemeines:
„Kein Sommer ohne August“ ist am 01.06.26 als Taschenbuch bei Lübbe erschienen. Der Roman hat 416 Seiten und stammt von der Autorin Lucy Aster. Nicht nur durch den Titel, sondern auch durch ...

Allgemeines:
„Kein Sommer ohne August“ ist am 01.06.26 als Taschenbuch bei Lübbe erschienen. Der Roman hat 416 Seiten und stammt von der Autorin Lucy Aster. Nicht nur durch den Titel, sondern auch durch die Aufmachung des Buches wird deutlich, dass es sich um ein Sommerbuch handelt. Die gewählten Farben werden im Buchschnitt aufgegriffen und runden das Gesamtbild ab. Die matte Haptik lässt einen an laue Strandabende denken.

Inhalt:
„Zwei Kinder, die die Liebe zu Büchern teilen. Zwölf Sommer, in denen sie gemeinsam erwachsen werden. Eine Entscheidung, die alles verändert. Und zehn Tage, um ein neues Kapitel zu schreiben.

Charlie Henderson hat ihr Herz hinter dicken Mauern verschlossen und lebt ein scheinbar perfektes Leben in London - bis eine Erbschaft sie zurück nach Liberty Beach im Nordosten der USA ruft. Den Ort ihrer Kindheit und den Ort, den sie vor zehn Jahren Hals über Kopf verlassen hat. Dort erwartet sie nicht nur die Buchhandlung One Last Chapter, in der sie als Kind unzählige Stunden verbracht hat, sondern auch August Green, bester Freund aus Kindestagen, ihre erste große Liebe - und der Grund, warum sie damals aus Liberty Beach geflohen ist. Zwischen Regalen voller Geschichten und den Erinnerungen an schmerzhafte Verluste muss Charlie sich entscheiden: Bleibt sie Gefangene ihrer Angst oder wagt sie ein neues Kapitel?“ (Quelle: Verlagshomepage)

Meine Meinung:
Wo fange ich an und wo höre ich auf?

Meine Erwartungshaltung war vor dem Lesen gar nicht so spezifisch. Ich hatte Lust auf dieses Buch und wollte gerne mehr über die Welt zwischen seinen Bücherdeckeln erfahren. Was ich dann aber darin fand, hat mich wirklich überrascht und es mir unmöglich gemacht, das Buch aus der Hand zu legen. Dadurch habe ich es innerhalb von zwei Tagen verschlungen und war dann wirklich traurig, dass es schon wieder vorbei war.

Lucy Aster gelingt es, eine Geschichte voller Magie zu kreieren, obwohl sie kein Fantasybuch geschrieben hat. Eigentlich bin ich gar nicht in diesem Genre des romantischen Romans zuhause. Aster hat mich das jedoch überhaupt nicht bemerken lassen. Von der ersten bis zur letzten Seite habe ich die Geschichte von August und Charlie geliebt. Ich habe mit ihnen gelitten, mir für sie andere Schicksale gewünscht und um sie gebangt.

Aster verwendet Rückblenden auf die bisher vergangenen Sommer und wechselt so zwischen den Perspektiven der Vergangenheit und der Gegenwart. Als Leser weiß man, dass irgendwas passiert sein muss und fiebert dem entgegen, was die Protagonisten wohl entzweit haben mag. Beide Perspektiven steuern gleichzeitig auf ihre Höhepunkte zu, was es nochmal spannender macht.

Erwähnenswert ist an dieser Stelle natürlich auch der so besondere Bezug zum Lesen, zu einem Buchladen und zu dem magischen Einfluss, den Bücher auf einzelne Menschen haben können. Lest mehr Bücher, liebe Leute. Sie können Leben retten und verändern.

Fazit:
Dieses Buch vermittelt das Gefühl, dass irgendwann wirklich für immer Sommer sein könnte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.05.2026

Story wird in Alkohol und Drogen ertränkt

Weird Girls
0

Allgemeines:
„Weird Girls“ ist als gebundenes Buch bei Kiepenheuer & Witsch erschienen. Der Roman hat 320 Seiten und stammt aus der Feder der Autorin Gráinne O‘Hare. Durch seine besondere Aufmachung sticht ...

Allgemeines:
„Weird Girls“ ist als gebundenes Buch bei Kiepenheuer & Witsch erschienen. Der Roman hat 320 Seiten und stammt aus der Feder der Autorin Gráinne O‘Hare. Durch seine besondere Aufmachung sticht dieses Buch sofort hervor: Es hat einen Einband in Leoootik, einen Leofarbschnitt und passende lavendelfarbene Elemente. Insgesamt ein echter Hingucker!

Inhalt:
„In einer WG in Belfast haben die Freundinnen Maggie, Harley und Róise ihre wilden Zwanziger erlebt . Doch nach dem schrecklichen Verlust ihrer Freundin Lydia droht die Freundschaft zu zerbrechen. »Weird Girls« ist eine bittersüße Geschichte darüber, dass das Leben nicht rosarot ist, aber echte Freundinnen immer füreinander da sind.“ (Verlagshomepage)

Meine Meinung:

Vor Beginn meiner inhaltlichen Rezension muss ich an dieser Stelle nocheinmal ein Lob an dieses Buchdesign aussprechen. Erstmal passen das Leo und dieses Lila ja perfekt zusammen. Und ich finde auch, dass der Leolook perfekt zum Alter der Protagonistinnen passt. Zum Titel ja sowieso und in der Kombination ist es irgendwie perfekt gewählt.

Anfangs hatte ich Schwierigkeiten, in das Buch reinzukommen, weil ich den Schreibstil als etwas holprig und an einigen Stellen auch unpassend empfunden habe. Vielleicht gewöhnt man sich dran und liest dann darüber hinweg oder es wird besser. Ich weiß es nicht. Relativ schnell war ich jedoch in der Geschichte drin und habe die einzelnen Schicksale unserer Protagonistinnen verschlungen. Da haben sich ja wirklich Freundinnen fürs Leben gefunden, die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber durch die beworbene Girlhood verbunden sind.

Einzelne Teile dieses Romans habe ich sehr genossen. Ich habe den Einblick in das Leben der Freundinnen genossen und mit ihnen gelitten. Alle tragen ihr Päckchen, alle leiden anders unter einem großen Verlust oder vielleicht auch unter dem Stillstand ihrer eigenen Weiterentwicklung. Man wünscht ihnen geradezu, dass sie ihr individuelles Glück finden.
Nach und nach stellte sich für mich jedoch heraus, dass ich zwar die grundlegende Story der Mädels mag, es mir in diesem Buch aber leider zu sehr um einen Drogensumpf geht als um alles andere. Alkohol und Lines stehen in der gesamten Geschichte so im Vordergrund, dass es mich wirklich gestört hat. Das mag bestimmt Lebensrealität einiger Menschen sein, aber für mich war es too much.
Zwischenzeitlich hatte ich wirklich Hoffnung für die positive Entwicklung einiger Handlungsstränge, aber das Ende eines jeden Abschnittes war dann irgendwie doch wieder ein Absturz.

Fazit:
Nette Grundidee, die in einem Sumpf aus Drogen und Alkohol ertränkt wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.04.2026

Hat Potential, leider aber keine Tiefe!

The Wolf King (Wolf King 1)
0

Allgemeines:
„The Wolf King“ ist am 01.04.26 bei Cove (Carlsen) erschienen. Das gebundene Buch hat in der ersten Auflage eine besondere Ausstattung mit veredeltem Cover, Motivfarbschnitt und Lesebändchen. ...

Allgemeines:
„The Wolf King“ ist am 01.04.26 bei Cove (Carlsen) erschienen. Das gebundene Buch hat in der ersten Auflage eine besondere Ausstattung mit veredeltem Cover, Motivfarbschnitt und Lesebändchen. Falls man darauf Wert legt, lohnt es sich also, schnell zu sein, da der Preis der gleiche sein wird. Das Buch hat 480 Seiten und bildet den Auftakt zu einer Reihe.

Inhalt:

„Prinzessin Aurora sehnt sich nach Freiheit fern der Palastmauern, doch stattdessen erwartet sie eine arrangierte Ehe mit einem grausamen Lord. Am Abend vor ihrer Hochzeit rettet sie bei einem brutalen Werwolf-Kampf das Leben eines jungen Wolfs – und gerät dadurch ins Visier von dessen Gegner, dem gefährlichen Alpha Callum. Noch in derselben Nacht gelingt Callum die Flucht, und er entscheidet sich, Aurora zu entführen und in das wilde Land jenseits der Grenze zu bringen, wo sich die Werwolf-Clans gegen die Menschen vereinen. Denn er glaubt, dass sie der Schlüssel zum Sieg der Wölfe ist.

Je mehr Zeit der Alpha und die Prinzessin miteinander verbringen, desto größer wird die verbotene Anziehung zwischen ihnen. Während Aurora erkennt, dass nicht alle Wölfe grausam sind, wird Callum klar, dass nicht alle Clans dieselben Ziele verfolgen. Und so gerät das ungleiche Paar schon bald zwischen alle Fronten.“ (Carlsen)

Meine Meinung:

Ich bin nur so durch die ersten Seiten geflogen und muss sagen, dass ich in mir selbst sehr lange sehr zwiegespalten war, was meine endgültige Meinung zu diesem Buch angeht. Aber nun habe ich die Handlung noch einmal reflektiert und bin zu einem persönlichen Fazit gekommen: Man fühlt sich gut unterhalten, aber leider auch nicht mehr.
Doch wie kommt es zu diesem Eindruck?

Zum einen gefällt mir die Grundidee der Geschichte sehr gut. Auch der Schreibstil, der locker und leicht ist, unterhält mich. Zum anderen weiß ich aber, dass ich normalerweise lieber komplexere Fantasy lese und habe während der Lektüre die Tiefe innerhalb der Geschichte schlicht und ergreifend vermisst. Ich brauche mehr Tiefe, mehr Storyline und mehr von etwas, das passiert. Ich mag die Geschichte, ich mag den Vibe, ich mag dieses ganze Wolf/Prinzessinnen-Ding, Callum, Blake…. Ich mag das alles. Aber es geht irgendwie die ganze Zeit nicht voran und spielt sich in einem sehr kleinen Handlungsradius ab.

Ich glaube, man darf dieses Buch einfach nicht so infrage stellen, denn dann ist man ganz schnell bei ganz vielen Klischees und ehrlicherweise auch nicht bei viel Neuem in diesem Buch. Wenn man das aber schafft zu ignorieren, dann fühlt man sich sehr gut von der Geschichte unterhalten, dann hat man auch richtig Lust auf mehr und möchte wissen, wie es weitergeht.

Fazit:
Wenn man nichts Tiefgründiges oder Komplexes erwartet, wird man gut unterhalten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere