Ein hell leuchtender Stern am Himmel der Fantasy!
I Am the BladeAllgemeines:
„I am the Blade“ ist am 29.06.26 bei Lübbe als Klappenbroschur erschienen. Die erste Auflage hat einen wunderschönen Farbschnitt, die zweite ist aber bereits im Handel und verzichtet auf ebendiesen. ...
Allgemeines:
„I am the Blade“ ist am 29.06.26 bei Lübbe als Klappenbroschur erschienen. Die erste Auflage hat einen wunderschönen Farbschnitt, die zweite ist aber bereits im Handel und verzichtet auf ebendiesen. Das tut dem Buch jedoch keinen Abbruch. Vielleicht sticht es dadurch auch eher heraus in diesem Farbschnittdschungel. Autorin Marie Graßhoff hat mit diesem 608 Seiten starken Buch den Auftakt zu einer Dilogie verfasst.
Inhalt:
„»Das Haus« entscheidet über Leben und Tod, um die Welt vor der alles verzehrenden Dunkelheit zu retten - und Seren ist die Assassine, die von ihm geschickt wird, um zu richten. Als sie den Rebellen Vale tötet, wird seine Seele zur mächtigsten Waffe in ihrem Besitz. Doch er lässt sich nicht einfach bändigen. Seren will seine Kraft, Vale will ihren Tod. Als ein Verrat das Haus erschüttert, müssen sie sich entscheiden: einander vernichten oder Seite an Seite überleben? Doch in dem Netz aus Lügen, Gewalt und Verrat wächst etwas zwischen ihnen, das ebenso gefährlich sein könnte wie die Dunkelheit selbst.“ (Quelle: Verlagshomepage)
Meine Meinung:
Ich habe „I am the Blade“ auf Lovelybooks entdeckt. Zunächst war ich unsicher, hatte ich doch noch gar nichts von Marie Graßhoff gelesen. Aber der Inhalt überzeugte mich. Und ich habe es nicht bereut. Am liebsten würde ich sogar gleich im zweiten Band weiterlesen.
Graßhoff erschafft hier eine wirklich einzigartige Welt mit einem Magiesystem, von dem ich so noch nicht gelesen habe. Und das will im Fantasybereich wirklich was heißen.
Das Buch wird als „Dark Fantasy“ beworben und ich denke, dass es gut so ist, dass es mit einer Art „Warnung“ daherkommt. Generell finde ich es nicht „darker“ als andere Bücher und falls du als Leserin Sorge hast, dass es um Dark Romance geht, kann ich Entwarnung geben. Das spielt keine Rolle. Außerdem schafft Graßhoff etwas, was momentan in diesem leider existierenden Einheitsbrei an Romantasy fast niemandem gelingt: sie bettet ihre Liebesgeschichte ein. Sie steht nicht im Vordergrund und wird nicht prominent inszeniert. Die Autorin legt Wert auf die Entwicklung der Geschichte und eben nicht (wie so viele andere momentan) auf eine „spicy“ Szene nach der anderen (etc.). Endlich mal wieder ein richtig, richtig gutes Fantasybuch - mit ALLEM, was dazu gehört. Danke dafür!!!
Kurz zurück zur Triggerwarnung: Insgesamt finde ich das Buch wirklich auch nicht explizit blutig etc., da habe ich schon ganz andere Sachen gelesen und ich bin eigentlich empfindlich. Aber ihr stoßt auf eine düstere, von Intrigen geprägte Welt, Morde und auch deren Beschreibungen. Gut finde ich die Warnung also dennoch, denn das Buch eignet sich inhaltlich in meinen Augen wirklich eher für erwachsenere Leserinnen - was der ein oder andere durch das farbenfrohe Cover vielleicht zuerst eher nicht annehmen könnte. Übrigens… die Details des Covers und auch der Bilder in den Klappen - exzellent!
Wer den Klappentext aufmerksam liest, weiß, dass Graßhoff ein kleines Tabu bricht und der „Feind“ (erfahrene Leser*innen würden ihn vielleicht als zukünftigen Love Interest betiteln) wird bereits zu Beginn der Handlung getötet. Ähnlich mutig sind wenige Autoren und das verleiht diesem Buch schon von Beginn an das gewisse Etwas. Es spielt mit Elementen, die danach schreien, weiter lesen zu wollen.
Des Weiteren trefft ihr hier auf glaubhafte Gesellschaftskritik, die nach und nach reflektierend erworben wird. Dadurch wirkt sie deutlich realistischer als in so manch anderem Buch. Fanatismus und verschiedene Weltanschauungen werden so aufgegriffen und in die Handlung eingebettet, dass man das Gefühl entwickelt, gemeinsam mit den Charakteren dazu zu lernen.
Auch Graßhoffs Protagonisten sind nicht 0-8-15, sondern jeder für sich ganz eigen. Am meisten habe ich wohl Seren ins Herz geschlossen. Ihr Bedürfnis nach Liebe und Geborgenheit in einer Welt, die dem Untergang geweiht zu sein scheint, ist wirklich berührend. Aber auch diejenigen, die eigentlich eher nebenher laufen, sind besonders.
Ihr merkt: Die Autorin hat so vieles so gut gemacht, dass ich kaum aus dem Schwärmen herauskomme. Um nicht zu viel vorwegzunehmen, beende ich an dieser Stelle meine Rezension und komme zu meinem Fazit.
Fazit:
Für mich ist „I am the Blade“ ein Must Read im Fantasydschungel. Unbedingt lesen, verschlingen und in den Sog dieser faszinierenden Geschichte ziehen lassen!