Leider kein Thriller. Vielmehr eine Survivalgeschichte mit einigen Logik-Löschern.
Stranded - Die InselStranded – Die Insel / acht Fremde. Ein Mörder. Kein Ausweg
Allein diese Aussage machte mich hungrig auf diesen Thriller. Und als ich noch den Klappentext gelesen habe, dachte ich mir, dass das einfach ...
Stranded – Die Insel / acht Fremde. Ein Mörder. Kein Ausweg
Allein diese Aussage machte mich hungrig auf diesen Thriller. Und als ich noch den Klappentext gelesen habe, dachte ich mir, dass das einfach ein gutes Buch werden muss.
Aber hat mich der erste Eindruck getäuscht?
Klappentext:
Für Maddy wird ein Traum wahr: Sie nimmt an einem neuartigen Fernsehexperiment teil, in dem acht Fremde auf einer einsamen schottischen Insel überleben müssen, ein Jahr lang, mit nur minimaler Ausrüstung und ohne Kontakt zur Außenwelt. 18 Monate später ist Maddys Traum zum Albtraum geworden. Die Behörden greifen die junge Frau in einem Fischerdorf auf dem Festland auf. Verzweifelt berichtet sie, wie das Boot, das die Teilnehmer nach einem Jahr abholen sollte, nicht kam. Und davon, wie in den folgenden Wochen einer nach dem anderen starb, nicht durch Hunger oder Krankheit, sondern durch menschliche Hand. Und wie schafft sie es, die Insel lebend zu verlassen?
Schreibstil:
Das Buch lässt sich angenehm lesen. Die Autorin schafft es, die Düsterheit der Geschichte und Tristheit des schottischen Wetters gut rüberzubringen. Ich konnte mich sehr gut in die Geschichte hineinversetzten und mit fiebern.
Inhalt/Charaktere:
„Acht Fremde“, die mir leider auch bis zum Schluss fremd geblieben sind und leider gar keiner sympathisch/emphatisch wurde. Genau wie auch die Geschichte selbst.
Aufgrund des Klappentextes hatte ich mir etwas vollkommen anderes vorgestellt. Eine Geschichte über das Überleben auf der Insel, weil jemand aus der eigenen Reihe oder vielleicht auch jemand Fremdes sein Unwesen treibt. Weit gefehlt. Vielmehr war es eine Abenteuer- oder Survivalgeschichte. Der größte Teil der Geschichte passiert leider fast gar nichts und es gibt Passagen, die sich immer und immer wieder Wiederholen. Auch gab es einige Logikfehler, über die ich leider nicht hinwegsehen konnte.
Das Buch hatte so viel potenzial, da gerade der Plot neu ist und so viel hergibt, aber für mich leider letzten Endes zu wenig draus gemacht wurde.
Für Leser, die sich gerne auf eine Survivalgeschichte einlassen wollen, ist das Buch in der Tat allein aufgrund seiner Grundstimmung empfehlenswert. Einen packenden Thriller bekommt man hier jedoch nicht.