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Veröffentlicht am 03.03.2019

Die Botschaft des Buches ist mir sehr ans Herz gegangen und hat mich mitfiebern lassen!

Broken Beautiful Hearts
1

Das Buch beginnt mit einem tollen Einstieg! Man bekommt sofort Peyton und ihr Umfeld mit, ohne, dass man mit zu vielen Informationen zugeschmissen wird. Die Anspannung zwischen ihr und ihrem Freund ist ...

Das Buch beginnt mit einem tollen Einstieg! Man bekommt sofort Peyton und ihr Umfeld mit, ohne, dass man mit zu vielen Informationen zugeschmissen wird. Die Anspannung zwischen ihr und ihrem Freund ist deutlich spürbar und ihr Missfallen gegenüber seinen Aktivitäten ebenso.
Dann, kurze Zeit später: Die Offenbarung und der Unfall. Krass, wirklich krass! Mehr als diese Worte fallen mir dazu nicht ein, obwohl ich hundert Gedanken gleichzeitig beim Lesen hatte. Die Szene war so emotional und mitreißend und ich habe mitgefühlt und innerlich geweint. Es ist heftig, was Menschen machen können, wozu sie fähig sind.

Als Peyton danach wie eine Lügnerin aussieht. Boah, mir sind fast alle Sicherungen durchgebrannt. Ich bin so wütend geworden. Wenn Peyton meine Freundin wäre, hätte ich die Übeltäter kopfüber in die nächste Mülltonne gesteckt!
Umso mehr kann ich ihre Mutter verstehen, die ihre Tochter von all dem Hass und Mobbing weghaben will. Sie ist der absolut großartigste Mensch, den ich mir vorstellen könnte. Wie sie alle zur Schnecke macht und ihre Tochter beschützt. Hach, ich liebe sie mit all ihrer Sympathie!
Die Autorin hat die Situation so hautnah und authentisch dargestellt, dass ich erschüttert war. Diese unbändige Wut und die Drohungen. Mir ist jetzt noch übel bei dem Gedanken.

Peyton lässt sich auf das Angebot ein, die Schule zu wechseln und landet bei ihrem Onkel und seinen beiden Zwillingssöhnen. Die kleinen Raufbolde und der große Mann mit dem ebenso großem Herz haben sich gleich in mein Herz geschlichen.

In der Abgeschiedenheit kann sie sich ganz auf sich konzentrieren und lernt schon bald zickige Cheerleaderinnen, großspurige Machos und kämpferische Raufbolde kennen. Das völlig normale Highschool Drama eben. Und mittendrin begegnet sie Owen. Der ist nicht nur geheimnisvoll und super heiß, er ist auch mitfühlend und sensibel.

Mit dem Verlauf habe ich Peyton immer besser kennengelernt. Ihre Zielstrebigkeit bekommt seit dem Unfall einen Knacks und sie lässt sich auf der neuen Schule gerne auf die eine oder andere Zickerei ein. Dass sie auch hier immer wieder ins Visier gerät, bleibt nicht aus. Sie ist nämlich stur, eigensinnig und lässt sich nichts sagen. Außerdem ist es ihr ein Graus Hilfe anzunehmen - einerseits verständlich, anderseits, meine Güte, es würde sie nicht umbringen, sich in einen Jeep helfen zu lassen.

Es ist schade, dass sie so sehr an sich zweifelt, dass sie voreingenommen ist und keinem Menschen traut. Diese Vorurteile führen zu unsinnigen Streit, den ich der vernünftigen Peyton nicht zugetraut hätte. Sie hat nicht das Recht andere zu verurteilen, tut es aber trotzdem. Deswegen konnte ich mich nicht bei jedem Abschnitt mit Peyton anfreunden.
Aber mit der Zeit lernt sie wieder zu Leben, zu Lachen und Menschen in ihr Herz zu lassen. Ich bin froh, dass Peyton eine wahre Freundin findet und auch Owen sie nicht kalt lässt.

Mir hat es sehr gefallen, dass ich immer hautnah dabei war, den Unfall selbst miterlebt habe und nicht erst 200 Seiten rätseln musste, was für ein Geheimnis Peyton birgt. Das ist mal neu und erfrischend. Sonst sitze ich oft vor einem Buch und frage mich WAS genau denn passiert ist und wie es dazu kam.
Dazu noch der authentische, mitreißende Schreibstil und die Gefühle, die in jeder Seite steckten.

Das einzige was mich wirklich genervt hat: Diese ganze Gewalt im Buch. Jeder geht auf jeden los. Es wird nicht viel geredet, denn hey, man kann stattdessen auch Fäuste schwingen. Man muss auch keine Situationen aufklären oder jemanden zu Wort kommen lassen. Gebrochene Nasen, Blut und geprellte Rippen sagen doch so viel mehr aus, oder nicht?
Dann kommen noch die ganzen Zicken. Vorsicht: Teenie-Alarm! Der Hang zum Übertreiben dringt durch das ganze Buch und es läuft so einiges aus dem Ruder. Sehr viel Drama-Baby!
Und dafür, dass Peyton nichts mehr mit Männern am Hut haben will, schmeißt sie sich ja regelrecht dem sexy Owen an die Brust.
Eine Stelle hat mich ebenfalls gestört: Für Peyton bricht eine Welt zusammen, als sie erfährt, dass Owen ein Geheimnis vor ihr hat. Warum? Sie hat ihm ebenfalls nichts von ihrem Geheimnis erzählt. Was für eine Heuchlerin …

Trotz der Prügeleien und den teilweise nervigen Charakteren, ist mir die Botschaft des Buches sehr ans Herz gegangen und hat mich mitfiebern lassen. So eine schlimme Erfahrung sollte wirklich niemand machen!

Fazit: Es geht um Mobbing, Aggressionen und das-nicht-wahrhaben-wollen. Um Zurückweisung und die Folgen daraus. Aber vor allem handelt es davon seine Ängste zu überwinden, neuen Lebensmut zu finden und sich zu öffnen. Selbst wenn der Weg nicht der einfache ist und die Steine einem zum stolpern zwingen, kann man ihn bestreiten. Und genau das hat mir das Buch auf authentische Weise vermittelt.
Das ganze Highschool Drama drumherum hat das Leseerlebnis geschmälert, aber nicht die Wichtigkeit der Botschaft genommen!

Veröffentlicht am 20.02.2019

Eine schöne Liebesgeschichte, der es leider an Tiefe für die Thematik fehlte!

Hold You Close
1

Die Handlung fängt mit einem spannenden Einblick an, der viel verspricht. Doch schon danach kommt die Ernüchterung: es plätschert vor sich hin. Es passiert auf den ersten Seiten nicht viel und wenn doch, ...

Die Handlung fängt mit einem spannenden Einblick an, der viel verspricht. Doch schon danach kommt die Ernüchterung: es plätschert vor sich hin. Es passiert auf den ersten Seiten nicht viel und wenn doch, dann sehr ausführlich beschrieben. Ich bin ein Freund der aktiven Handlung und der abwechslungsreichen Dialoge. Wenn aber nur Geschehnisse beschrieben werden und nicht aktiv in einem Dialog besprochen werden, wird es nach einiger Zeit zu trocken und statisch.

Daher hatte ich auch Probleme mit dem Schreibstil. Es fühlte sich nicht flüssig an. Ich habe mich immer gefühlt, als wäre ich gar nicht dabei, sondern würde nur durch ein Fenster zuschauen. Leider zogen auch vulgäre Ausdrücke durch das Buch.
Als das erste Mal eine spannende Situation eintrat, war ich so perplex aufgrund ihrer Abstrusität. Sie hat sich mir vorne und hinten nicht erschlossen, selbst als sie aufgeklärt wurde.

Jaxon und Lucy wollen ihre Beziehung neu aufleben lassen und suchen nach einer Verbindung zueinander. Ein schöner Gedanke, wenn nicht jahrelange Pause dazwischen lägen, er aber trotzdem so tut, als würde er mitbestimmen können. Er hat unendlich viel Wut in sich angestaut, die er gerne an ihr auslässt.

Lucy wirkt immer so verloren und kämpft mir ihren Problemen, den Panikattacken und Ängsten. Und ich frage mich: Wo ist ihre Therapie? Wieso wird nicht tiefgründiger auf sie eingegangen?
Gerade nachdem sie mehrere Flashbacks hat und sich endlich an vieles zurück erinnern kann. Da wäre der Ansatz gewesen mehr zu tun! Aber das einzige Gespräch mit einer Therapeutin, das im Buch vorkommt geht über zwei Seiten und war in meinen Augen auch nicht ausgereift. Es passiert in die Richtung nichts. Und das hätte ich so wichtig gefunden!
Auch der Gedanke, dass sie endlich zu ihrem Bruder zurückfindet ist unheimlich schön, wird aber kaum behandelt. Als er ihr dann noch ein verschollenes Familienmitglied präsentiert, auf das ebenfalls kaum eingegangen wird, war ich noch trauriger.

Man sieht: das Buch behandelt schwierige Themen. Missbrauch, Vergewaltigung, Gewalt, Schläge, Wut, Alkohol und Verdrängung. Der Ansatz ist definitiv da und auch die Charaktere weisen die Anzeichen dafür auf. Sie haben Ecken und Kanten, dadurch ergeben sich viele Möglichkeiten. Gerade deshalb finde ich es so schade, dass nur an der Oberfläche gekratzt wurde.
Ich hatte das Gefühl alles dreht sich nur um diese Blase in der sie mit Julian gefangen ist und all die Zwischensequenzen, die Probleme und die anderen Charaktere, bleiben außen vor. Schade!

Das Buch hat mich definit unterhalten, das möchte ich an dieser Stelle betonen. Die Liebesgeschichte für sich alleine war süß, zart und so zerbrechlich! Aber: wenn solch schwierige Themen angesprochen und behandelt werden, dann wünsche ich mir auch, dass darauf eingegangen wird.

Fazit: Die Geschichte beginnt polternd und mit viel Potenzial, plätschert aber im Verlauf vor sich hin. Die Charaktere haben zwar Ecken und Kanten, aber außer Lucy und Julian bleiben sie weitestgehend blass. Die Liebesgeschichte zwischen den Beiden war eine schöne und zarte und hat mich gut unterhalten. Leider wurde mir die Schwere der Thematik nicht tiefgründig genug dargelegt. So kann ich nur sagen, dass mich das Buch leider nicht überzeugt hat.

Veröffentlicht am 28.05.2019

Kurzweilige Unterhaltung mit königlichem Flair!

Crown Prince. Zofen küsst man nicht (Modern Princess 3)
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Die Geschichte um Sarafina, Isabella und Caroline geht weiter. Nach dem Ende von Band 2 habe ich richtig Lust bekommen auf den Folgeband. Auch hier sind keinerlei Vorkenntnisse nötig, sodass man fluffig ...

Die Geschichte um Sarafina, Isabella und Caroline geht weiter. Nach dem Ende von Band 2 habe ich richtig Lust bekommen auf den Folgeband. Auch hier sind keinerlei Vorkenntnisse nötig, sodass man fluffig leicht in die Geschichte kommt.
Was mich trotzdem gefreut hat, war das Wiedersehen mit all den liebgewonnen Charakteren. Allen voran natürlich Izzy, die Rebellin mit dem großen Herzen und der lauten Klappe.

In Crown Prince bewegen wir uns drei Jahre nach der Geschichte von Izzy. Man merkt, dass die Charaktere an Reife gewonnen haben und mehr Verantwortung tragen. Vor allem Sarafina, die schon bald zur Königin gekrönt werden soll, war mir unheimlich sympathisch. Ihre besonnene Art, ihr liebevoller Umgang und ihr großes Herz haben mich sehr beeindruckt. (Vielleicht muss ich doch noch Band 1 lesen!). Izzy dagegen konzentriert sich ganz auf ihre Hobbys, schließlich hat sie ihren großen Bruder Martin, der in die königlichen Geschäften einbezogen wird.

Aber in diesem Band geht es nicht um die Prinzessinnen. Nein, dieses Mal erleben wir die Geschichte aus der Sicht von Caroline, der Zofe von Isabella.
Caroline ist wie eine zarte Blume, die erst nach und nach erwacht. Erst streckt sie nur die grünen Blätter aus, fühlt hinaus in die Welt und plötzlich öffnet sich die Blüte. Nach und nach. Aber nicht zu schnell, sondern mit Bedacht und Vorsicht.
Es war ganz anders diese Sicht zu erleben. Im Gegensatz zu Izzy ist sie höflich, zuvorkommend und benimmt sich nach der Etikette. Man könnte sie als vorbildlich bezeichnen. Sie arbeitet rund um die Uhr und übernimmt sogar extra Aufgaben.
Als sie durch einen Vorfall bei Martin landet und ab sofort seine Zofe sein soll, gerät alles in ihr durcheinander. Nicht nur, dass ihr Herz viel zu schnell schlägt, auf einmal ist sie unkonzentriert, macht Fehler und bringt sich in unangenehme Situationen. Woran das wohl liegt?
Ich fand es süß, dass Martin Carolines Wesen so durcheinander bringt und er aus ihr ein reines Nervenbündel zaubert. Wir erleben Seiten an Caroline, die sie mal verzweifelt, aufgelöst oder wütend zeigen.
Ich hätte so oft heulen können vor Ungerechtigkeit. Sie ist ein so liebenswerter Mensch, zuvorkommend und nett und trotzdem wird sie ausgeschlossen, sobald sie nach ihrem Herzen handelt.

Caroline ist ein spannender und vielseitiger Charakter, der allerhand durchstehen muss.
Aber kennt ihr das, wenn in Geschichten die Gedanken der Protagonistin ständig wiederholt werden? Wenn sie sich weiter entwickelt, einen Schritt voraus geht, um dann einen Rückzieher zu machen und wieder in dem Gedanken-Teufelkreis feststeckt?
Wer andere Rezensionen von mir kennt, der weiß, dass mich so etwas stört. Ich kann ihre Gedanken durchaus nachvollziehen, genauso ihre Verzweiflung, ihr Misstrauen und ihren Schmerz. Aber sie muss ihn mir nicht immer wieder und in gleicher Form erzählen. Denn ich bin ein aufmerksamer Leser und weiß es spätestens nach dem zweiten Mal.

Wisst ihr wer mich dafür immer wieder zum Lachen bringen konnte? Izzy. Ich fand es schön, dass sie ihre flapsige Art beibehalten hat, aber trotzdem erwachsener geworden ist. Man merkt, dass sie sich in ihre Rolle eingelebt hat und immer noch sie selbst geblieben ist. Eine Person, die sich treu bleibt!

Ihr Bruder ist ein ganz anderes Kaliber. Ernst, verantwortungsbewusst, königlich und nicht für Späße aufgelegt. Aber selbst der hartgesottene Kerl weicht langsam auf und Caroline entdeckt Seiten an ihm, die zärtlich und überaus sympathisch sind! Wie man sich in jemanden täuschen kann. Denn hinter seinem bezaubernden Lächeln steckt so viel mehr ...

Wer mir auch nach zwei Büchern nicht ans Herz wachsen konnte, waren die königlichen Hoheiten. Diese sind erst einmal strickt gegen alles, was nicht dem Protokoll entspricht und kein bisschen «gewachsen» und mit der heutigen Zeit gegangen. Modern wäre wirklich das letzte Wort, was mir für die beiden einfallen würde.

Die Handlung hat mich amüsiert, unterhalten und mir den ein oder anderen Lacher entlockt. Wir erleben jede Menge Turbulenzen, es geht viel hin und her, hoch und runter, mal nein, mal ja und man wird als Leser in alle möglichen Richtungen geschubst.
Zum Ende hin war es mir dann zu viel, es gab überspitzte und unüberlegte Situationen, die sich mir nicht erschließen konnten. Vor allem weil sie ungeplant kamen und auch gar nichts bewirkt haben. Und leider ist mir das Ende viel zu ähnlich zu Band 2. Erst gab es ein riesen Drama und dann … ja, dann war es einfach so.

Der Schreibstil von Annie hat große Fortschritte gemacht. Es ließ sich viel leichter lesen, war lockerer und entspannter. Mir hat es große Freude bereitet, zu sehen was alles in ihr steckt. Denn privat ist Annie ein absoluter Herzensmensch und die liebste Knuddelmaus, die man sich vorstellen kann!

Für Fans von: lustigen Dialogen, turbulenten Situationen, viel Liebe und Dramatik.

Fazit: Es hat super viel Spaß gemacht mit Caroline auf die Reise zu gehen und den bekannten Gesichtern aus den Vorbänden zu begegnen. Es gab witzige und spannende Szenen, eine Prise Dramatik und Liebe. Wer kurzweilige Unterhaltung sucht und dabei in das Flair von Prinzessinnen und Königshäusern eintauchen möchte, der sollte zugreifen!
Mich haben nur die Wiederholungen und die «ich kann ihn nicht haben» Gedanken gestört.

Veröffentlicht am 13.05.2019

Eine locker, leichte Geschichte mit einer etwas anderen Prinzessin!

College Princess. Bürgerlich verliebt (Modern Princess 2)
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Isabella. Izzy.
Das ist eine ganz eigene Welt.
Sie ist chaotisch, stur, rebellisch, unköniglich. Also genau das Gegenteil einer Bilderbuchprinzessin. Sie nennt sich selber die Anti-Prinzessin und das lässt ...

Isabella. Izzy.
Das ist eine ganz eigene Welt.
Sie ist chaotisch, stur, rebellisch, unköniglich. Also genau das Gegenteil einer Bilderbuchprinzessin. Sie nennt sich selber die Anti-Prinzessin und das lässt sie nicht nur uns als Leser, sondern besonders ihre Eltern spüren. Denn sie versucht alles und ich meine damit wirklich alles, um diese auf die Palme zu bringen.
Sei es durch ihr Auftreten, ihr Fortbleiben von Veranstaltungen, ihr Haare färben oder ihrer Weigerung, sich einen adeligen Mann zu suchen. Ganz ehrlich, wer will schon mit 19 Jahren heiraten und sich an jemanden binden, den er gar nicht liebt? Für uns als normal Sterbliche keine Frage, aber Isabella hat sich den Regeln des Königshauses zu beugen und das gefällt ihr mal so gar nicht. Und so macht sie nicht nur ihren Eltern das Leben zur Hölle, sondern bringt sich selber in jede Menge Trubel.

Nach einem aufregendem Sommer, vieler Probleme, die sie selber auslöst und Blamagen für das Königshaus, ist es an der Zeit, dass Izzy ihr Studium antritt.
Endlich kann sie sich ausleben, weit weg von ihren strengen Eltern. So lautete zumindest der Plan. Aber natürlich kommt es ganz anders und Izzy findet sich unter der Obhut ihres Bruder wieder, der sie auf Schritt und Tritt verfolgt und nichts gutheißen kann.

Izzy ist ein genialer Charakter! Sie ist flapsig, quirlig und total unprinzessinnenhaft. Was ihr durch den Kopf geht, das macht sie auch. Ihr ist es relativ egal, was ihre Familie von ihr denkt oder wieso sie sich dagegen sträubt einen Mann zu heiraten, der ihr nicht gefällt. Die Verzweiflung, die sie dem Königspaar damit beschert, hat mich immer wieder lachen lassen.
Sie ist ein Mensch, den man einfach lieben muss!

Was sie in ihrer Zeit erlebt und wie sie um ihr Glück kämpfen muss, ist nicht leicht. Hinter dem frechen Mädchen, das sich ausleben möchte, steckt auch viel Traurigkeit, auf so wenig Akzeptanz zu stoßen.
Es geht hin und her, es gibt viel Streit, wenig offene Ohren und festhalten an alten Traditionen.

Der Schreibstil von Annie ist leicht und locker, jedoch mit vielen Wiederholungen gespickt. So erfahren wir des öfteren, warum Izzy sich gegen das Leben als Prinzessin sträubt. Wieso sie einen inneren und äußeren Kampf aufnimmt und was sie alles nicht will. An manchen Passagen grenzte es an immer wiederkehrendes Jammern. Davon bin ich leider kein Freund.
Dass sie ihrem Bruder auch immer wieder einen Korb gibt, ohne ihn ausreden zu lassen und sich quer stellt – einfach aus Prinzip – hat mich gestört. Izzy möchte akzeptiert werden, ohne die Meinung der anderen zu akzeptieren. Hauptsache ihr Wille findet Gehör.

Fazit: Eine locker, leichte Geschichte mit einer etwas anderen Prinzessin. Izzy ist nicht nur frech, sondern auch vorlaut und stur. Ihre Art, die Dinge anzugehen hat die Handlung aufgelockert und mir das ein oder andere Grinsen beschert. Wer auf durchgeknallte, quirlige Prinzessinnen steht und auch meint, dass die Traditionen gelockert werden sollten, der möge sich mit Izzy auf die Reise begeben.
Mich haben die vielen Wiederholungen und ihr oft einseitiges Denken gestört und das Lesevergnügen gemindert.

Veröffentlicht am 03.03.2019

Ich war gefangen in der Geschichte und habe jede Seite geliebt!

Der Fluch der sechs Prinzessinnen (Band 2): Blütenzauber
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Vor kurzem habe ich eine Reise mit Estelle unternommen. In Schwanenfeuer ist sie die erste Prinzessin, die ihr Rätsel angeht und sich von der Schwanengestalt loslösen will. Jetzt habe ich Estelles Schwester ...

Vor kurzem habe ich eine Reise mit Estelle unternommen. In Schwanenfeuer ist sie die erste Prinzessin, die ihr Rätsel angeht und sich von der Schwanengestalt loslösen will. Jetzt habe ich Estelles Schwester Tatjana auf ihrem Weg begleitet.

Ganz anders als ihre Schwester, die ich als zart und zurückhaltend in Erinnerung habe, ist Tatjana kantig und eckig. Ein regelrechter Wirbelwind, der hier durch die Geschichte fegt. Ich sage es einfach mal frei heraus: Sie hat Pfeffer im Arsch und ein wahnsinns Temperament! Dabei ist sie keineswegs unüberlegt, sondern sie denkt realistisch und spricht aus, was ihr im Kopf herum geht. Ihre Worte wirken oft hart, weswegen ihre Schwestern sie als kaltherzig darstellen. Aber das kann ich absolut verneinen. Ihre harte Schale lässt es einen vermuten, aber ich habe nicht eine Sekunde gezweifelt, dass Tatjana ein riesengroßes Herz hat und mehr ist, als ein oberflächliches Mädchen aus reichem Hause.

Die Rätselsuche führt Tatjana auf unterschiedliche Wege. Sobald sich die Tür geöffnet hat und sie aus ihrem Zimmer heraus treten kann, beginnt ein wahnsinnig spannendes Abenteuer.

Die Geschichte ist in einem schönen Fluss erzählt. Aus dem Fluch wird kein Geheimnis gemacht und Tatjana erfährt schon am Anfang alles darüber, die Bewohner und was er aus ihnen gemacht hat. Es bleibt immer interessant und das genau in der richtigen Portion, dass es keine Löcher im Spannungsbogen gibt, aber auch nicht zu viel auf einmal passiert.

Das Schloss ist unheimlich still. Dunkelheit durchflutet die Gänge. Die Zimmer sind längst nicht mehr bewohnt, die Möbel zertrümmert und vergessen. Angst und Furcht steckt in jeder Ritze. Dieser dunkle Teil der Geschichte hat mir sehr gefallen. Es ist genau der richtige Schauplatz für ein Biest.

Die Bewohner behandeln Tatjana sehr liebevoll und zuvorkommend. Selbst sind sie schüchterne Wesen, die still durch die Flure huschen und nicht entdeckt werden wollen. Was vor allem dem Herrn des Hauses geschuldet ist. Denn dieser ist nicht nur angsteinflößend, sondern auch ziemlich gewalttätig und grob. Ich wäre wahrscheinlich um mein Leben gerannt!
Aber nicht Tatjana. Diese Frau besitzt nicht nur Mut, sondern eine unglaubliche Willensstärke. Ich habe gestaunt mit was für Mitteln sie arbeitet, um sich Gehör zu verschaffen. Dafür liebe ich sie so sehr! Sie ist beherzt und redet nicht lange um den Brei herum, sie denkt mit dem Herzen und stellt sich ihrer Angst. Dass sie dabei dem ein oder anderem auf die Füße tritt, stört sie wenig.

Tatjana entwickelt sich von dieser Frau, die alles von sich gestoßen hat und als oberflächlich galt, die keine Liebe für einen Mann empfinden konnte und das alles als nichtig abgetan hat - zu dieser noch stärkeren Frau, die Gefühle zulässt, Vertrauen findet und aus tiefstem Herzen liebt.

«Weil die Zeit mit dir das Einzige ist, das sich nicht nach einem Fluch anfühlt.»

Tatjana befreit das Biest und Lucien sie.

Regina - Ich bin so unglaublich froh, dass mich deine Geschichte voll und ganz überzeugen konnte. Du hast mir meine liebste Disney Geschichte auf deine Art erzählt und ich habe alles an ihr geliebt!

Fazit: Ich war gefangen in der Geschichte und habe jede Seite geliebt. Tatjanas Echtheit und ihren Mut, ihre unvoreingenommene Meinung. Das Biest und wie es sich entwickelt, die Geschichte dahinter. Das Schloss, wie sich alles ändert, wie sich die beiden verändern. Das Gefühlschaos und die Unsicherheit. Hach, es ist einfach wahnsinnig schön!