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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.11.2022

Wirklich interessant

Der Erste, der am Ende stirbt (Todesboten #1)
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Das Buch behandelt den ersten Tag, an dem der Todesbote eingesetzt werden soll. Durch diesen Dienst erfahren die Leute an ihrem Todestag, dass sie sterben werden und können diesen noch einmal auskosten ...

Das Buch behandelt den ersten Tag, an dem der Todesbote eingesetzt werden soll. Durch diesen Dienst erfahren die Leute an ihrem Todestag, dass sie sterben werden und können diesen noch einmal auskosten oder zumindest ihre Angelegenheiten regeln.
Zur Einführung des Dienstes gibt es viele Feiern; unter anderem in New York, die Stadt, in die Valentino vor kurzem gezogen ist. Dort begegnet er Orion, einem bezaubernden jungen Mann, der leider einen Herzfehler hat. Als der Todesbote den allerersten Todgeweihten anruft, müssen sie leider feststellen, dass dieser Anruf einem von ihnen gilt.

Die Geschichte ist, wie man sich denken kann, sehr bittersüß. Es ist tragisch zu wissen, dass einer der Jungs das Ende des Tages nicht mehr erleben wird. Zum anderen ist es wunderschön zu sehen, wie sie diesen letzten Tag zu etwas ganz Besonderem machen und einander immer näher kommen.
Was ich auch super spannend fand, ist, dass sich der Roman auch Gedanken macht, wenn es darum geht, wie der Todesbote die Welt konkret verändern würde. Bezogen auf Medizin, Sicherheit und andere Aspekte. Auch wenn das nicht der Hauptfokus war, hat das doch sehr mein Interesse geweckt.
Mir haben auch die vielen Nebencharaktere gefallen, die alle Verbindungen zu den Hauptcharakteren und zueinander haben. Es hat den Schauplatz New York und diesen einzigartigen Tag noch einmal greifbarer gemacht.

Das Buch hat mir gut gefallen, auch wenn es stellenweise doch ziemlich bedrückend war. Ich kann es auf jeden Fall empfehlen.

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Veröffentlicht am 23.11.2022

Sehr schön geschrieben

Labyrinth der Freiheit
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Im Buch geht es um die drei Protagonisten Carl, Isi und Artur. Sie leben in Berlin in den Zwanzigern und müssen sich gegen rechte Verschwörer zur Wehr setzen und dabei verschiedenste Schikanen durchmachen.

Das ...

Im Buch geht es um die drei Protagonisten Carl, Isi und Artur. Sie leben in Berlin in den Zwanzigern und müssen sich gegen rechte Verschwörer zur Wehr setzen und dabei verschiedenste Schikanen durchmachen.

Das Buch hat einen wunderschönen Schreibstil. Das war eines der ersten Dinge, das mir aufgefallen ist. Es gibt viele charmante und amüsante Situationen, die einen zum Schmunzeln bringen. Zum anderen gibt es aber auch höchst brutale und aufreibende Situationen, sodass das hier wirklich kein gemütliches Buch ist. Und, auch wenn es die Einstellung zu der Zeit widerspiegelt, war es doch manchmal schwer zu lesen, wie über Homosexuelle und Frauen gesprochen wurde, vor allem weil die Hauptcharaktere trotz progressiver Ideen auch viele Ansichten teilten. Das passt natürlich geschichtlich, hat mir persönlich trotzdem etwas die Freude am Buch genommen.
Mir war nicht klar, dass es sich bei dem Buch um eine Fortsetzung handelt. Ich habe die vorherigen Bücher folglich nicht gelesen und mir hat gelegentlich etwas Kontext gefehlt, was anfangs störend war, sich aber mit Fortgang der Geschichte gegeben hat.
Der Autor macht die Zwanziger und auch Berlin zu der Zeit sehr lebendig. Man hat die Stadt bildlich vor Augen und es wirkt gut recherchiert.
Carl mochte ich sehr gerne. Er ist sensibel, aber auch stark, wenn es um seine Freunde geht. Mit ihm hatten wir einen, meiner Meinung nach, sehr interessanten Charakter, aus dessen Sicht wir die Story erleben konnten. Er bildet auch den klaren Ruhepol zu den anderen beiden Hauptcharakteren, welche teilweise sehr fieberhaft sind. An Artur und Isi kam ich nicht so heran. Vielleicht lag das daran, dass wir ihr Innenleben weniger gut wahrnehmen konnten. Aber ich fand Isi zu draufgängerisch und jähzornig, während ich Artur uninteressant fand. Er war der überlegene und brutale Typ, der eigentlich immer alles kann und immer die Leitung übernimmt und das war mir einfach zu glatt.
Generell kann die Geschichte anfangs sehr gut Spannung aufbauen, sodass es Teile gab, in denen ich das Buch gar nicht weglegen konnte. Im Laufe der Geschichte gibt es meiner Meinung nach aber ein bisschen zu viel langatmiges Drama, welches mich dann nicht mehr so begeistern konnte.

Ich dachte, ich hätte mit Andreas Izquierdo einen neuen Autor gefunden, den ich mir merken sollte, aber ich werde mich wohl doch eher vorsichtig an seine Bücher herantrauen. Das Buch kann ich trotz meiner Kritikpunkte empfehlen. Es ist wirklich toll geschrieben und ich werde die weiteren Bücher des Autors definitiv im Auge behalten.

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Veröffentlicht am 14.11.2022

Das Ende war echt nicht meins

Das Gesetz der Natur
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Das Buch spielt in der Zukunft. Dort sind unklare Ereignisse an Jenem Tag aufgetreten, die die Welt ins Chaos gestürzt haben. Aufgrund dieses Durcheinanders haben die Menschen “Die Gesetze der Natur” niedergeschrieben, ...

Das Buch spielt in der Zukunft. Dort sind unklare Ereignisse an Jenem Tag aufgetreten, die die Welt ins Chaos gestürzt haben. Aufgrund dieses Durcheinanders haben die Menschen “Die Gesetze der Natur” niedergeschrieben, um wieder Ordnung in diese Welt zu bringen. Was aber auch in diesen Gesetzen steht, ist, dass nur ausgewählte Menschen lesen dürfen.
Eine Person, die es zum Beispiel nicht darf, ist die Mutantin Gaia. Sie sollte laut den Gesetzen der Natur nicht einmal am Leben sein.
Und trotzdem hat sie zwei Lehrmeister, von denen einer ihr das Lesen lehrt und der andere das Überleben. Mit diesen Fähigkeiten muss sie sich auf den Weg machen, um die letzten Bücher der Erde zu finden.

Das Buch hat einen eigenartigen Schreibstil, der sehr gewöhnungsbedürftig ist. Ich persönlich konnte mich aber gut einfinden und fand es dann eigentlich recht flüssig.
Die Welt hat mich sehr interessiert. Auf die Umstände, die zu dieser dystopischen Welt geführt haben, wird immer wieder angespielt, was ich gut gemacht fand, weil es mysteriös war und nicht zu einem Informationsüberschuss geführt hat.
Die Charaktere sind eigentlich das ganze Buch über distanziert, aber ich fand sie trotzdem spannend. Vor allem unsere Hauptcharakterin entwickelt sich weiter und ich mochte die Beziehungen, welche sie zu anderen Charakteren aufgebaut hat.
Als es auf das Ende zuging, hat sich die Geschichte für mich persönlich dann doch ganz schön gezogen und ich habe gemerkt, dass ich mich langsam aber sicher darauf gefreut habe, das Ende zu erreichen.
Meine Freude war aber vollkommen unangebracht, weil ich das Ende nämlich furchtbar fand. Das ist mir in dem Ausmaß bisher tatsächlich noch nicht passiert, aber mir persönlich hat es das Buch versaut. Es war einfach super seltsam und die Implikationen haben für mich einfach überhaupt keinen Sinn gemacht. Vielleicht war ich aber auch einfach das falsche Publikum.

Ich kann das Buch trotz dessen, dass ich es anfangs ganz gerne gelesen habe, nicht weiterempfehlen. Wie gesagt, wahrscheinlich bin ich das falsche Publikum, aber ich kann es dem richtigen Publikum auch leider nicht empfehlen, ohne möglicherweise zu spoilern.

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Veröffentlicht am 11.11.2022

Spannender historischer Roman

Die Wagemutige
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Im Buch geht es um Lisa Fittko, welche Widerstandskämpferin gegen die Nationalsozialisten war. Das Buch beschreibt ihre fiktionalisierte Geschichte, die hauptsächlich das Jahr 1940 umfasst. Es wird beschrieben, ...

Im Buch geht es um Lisa Fittko, welche Widerstandskämpferin gegen die Nationalsozialisten war. Das Buch beschreibt ihre fiktionalisierte Geschichte, die hauptsächlich das Jahr 1940 umfasst. Es wird beschrieben, wie sich ihre Zeit als Geflüchtete in Frankreich gestaltet und auch wie sie später als Fluchthelferin arbeitet.

Das Buch zeigt den Alltag im Krieg auf und das auf eine Weise, die sich zumindest für mich persönlich sehr realitätsnah angefühlt hat. Die damit einhergehende ständige Angst wird sehr nahbar rübergebracht, aber auch die kleinen Erfolge, die zu der Zeit noch nicht richtig gefeiert werden konnten, schimmern hoffnungsvoll durch. Insgesamt ist das ganze Buch gezeichnet von der Gegensätzlichkeit zwischen den unmenschlichen Abgründen der Nazis und der Warmherzigkeit, zu der teilweise fremde Menschen in der Lage sind.
Der chaotische Alltag zwischen Hoffnung und Verzweiflung ist dabei sehr nachvollziehbar dargestellt.
Eine Sache, die ich persönlich irritierend fand, war die Verurteilung des bewaffneten Widerstandes durch unsere Hauptcharakterin. Dabei wurde die Schuld an den Untaten der Nazis irritierenderweise bei ebenjenen Widerständlern gesucht, weil sie doch die Nazis angeblich provoziert hätten. Das fand ich unangebracht und verträumt.
Abseits dessen mochte ich unsere Hauptcharakterin, weil sie starke Ideale hatte, denen sie auch bedingungslos gefolgt ist. Trotzdem konnte man die Vielzahl ihrer gegensätzlichen Gefühle verfolgen.

Das Buch hat mir bis auf einige Punkte gut gefallen und hat sich sehr echt angefühlt.

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Veröffentlicht am 04.11.2022

Gemischte Gefühle

Ich bin dein Schicksal
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Im Buch geht es um Erin, welche im Gegensatz zu anderen Menschen die Noctua sehen kann. Das hilft ihr nicht nur um die beste Babysitterin der Stadt zu sein, nein es ist auch hilfreich, weil ihr Exfreund ...

Im Buch geht es um Erin, welche im Gegensatz zu anderen Menschen die Noctua sehen kann. Das hilft ihr nicht nur um die beste Babysitterin der Stadt zu sein, nein es ist auch hilfreich, weil ihr Exfreund ein Noctua ist. Als er nach drei Jahren ohne ein Lebenszeichen zurückkommt, muss Erin sich darüber klar werden, wie sie ihm gegenübersteht. Das wäre viel leichter, wenn sie nicht noch eine weitläufige Palette anderer Probleme hätte.

Das Worldbuilding der Geschichte fand ich spannend. Mir haben die Noctua und auch die Beschreibungen der Wesen sowie ihrer Dimension gefallen. Letztere fand ich auch ausgesprochen spannend und es hat Spaß gemacht, sie mir vorzustellen.
Mit den Charakteren bin ich leider nicht so wirklich warm geworden. Am sympathischsten war mir da Erin. Ich fand ihren Job/ihr Hobby als Urban Explorer sehr cool. Die Liebesgeschichte zwischen Erin und Cal hat mich nicht so mitreißen können. Ich habe das Knistern nicht gespürt.
Die verschiedenen Plotpunkte waren alle sehr spannend. Wobei mich einer besonders begeistern konnte, weil ich ihn so schön gruselig fand. Leider waren es in meinen Augen sehr viele, die teilweise nicht genug in sich selbst abgehandelt wurden, bevor es um den nächsten ging. Die Prioritäten haben sich manchmal etwas seltsam angefühlt. Wir hatten einen Plot, der Dringlichkeit erfordert hat, sind aber erst einmal zu einem ganz anderen gewechselt und haben diese dringende Sache einfach erst einmal ignoriert. Das wird zum Schluss eindeutig besser, ist aber teilweise etwas irritierend.
Das Ende hat meiner Meinung nach noch einmal jede Menge herausgerissen. Mich hat der Plottwist ziemlich umgehauen und wirklich viel Spannung rausgeholt.

Das Buch hat meiner Meinung nach einige Schwächen, ist aber dennoch unterhaltsam. Und auf den zweiten Teil bin ich trotzdem sehr gespannt.

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