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Veröffentlicht am 15.03.2022

Allein auf dem Meer

Allein auf dem Meer
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Eigentlich ein wunderschöner Tag. Das perfekte Wetter für eine Challenge mit der Jacht. Doch plötzlich schlägt das Wetter um. Ein unerbittlicher Sturm zieht auf und die Jacht steht kurz vor dem Untergang. ...

Eigentlich ein wunderschöner Tag. Das perfekte Wetter für eine Challenge mit der Jacht. Doch plötzlich schlägt das Wetter um. Ein unerbittlicher Sturm zieht auf und die Jacht steht kurz vor dem Untergang. Dem 15 jährigen, englischen Jungen Bill, gelingt es nur knapp, sich mit ein paar Konserven in das Beiboot zu retten, bevor die Jacht kentert. Drei Tage schippert er allein auf dem offenen Ozean, kämpf unermüdlich gegen die beißende Sonne, das unergründliche weite Nichts (Meer) und um das Überleben. Dann plötzlich findet er Aya, eine weitere Schiffbrüchige, bewusstlos auf dem Wasser treiben. Er rettet das junge Berbermädchen und es beginnt eine Abenteuerreise, die die beiden an ihre Grenzen und weit darüber hinaus bringen wird. "Wir waren nicht mehr die Herren des Meers. Wir waren verlorene Kinder in einem Boot".
In diesem überaus packenden Roman, der den Leser bereits auf den ersten Seiten mitten ins Geschehen mitnimmt, geht es neben dem zentralen Thema, des Überlebenskampfes, um das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Kulturen und Sprachen, um Hoffnung, um Vertrauen aber auch Misstrauen, um Zusammenhalt und schließlich auch um Verbundenheit.
Es wird aus der Ich- Perspektive (Bill) erzählt, was es dem Leser ermöglicht, sich in die Protagonisten, und somit auch in deren (Not)Lage auf dem Boot, zu versetzen. Die Geschichte der beiden Jugendlichen wird einzig durch die, von Aya erzählten Geschichten, die denen aus Tausend und einer Nacht ähneln, kurzzeitig unterbrochen. Zusammen ergeben sie aber eine Symbiose und wirken mehr und mehr miteinander verwoben.
Die sehr dramatischen und detaillierten Beschreibungen der Szenerien, geht es doch um blanke Überleben, sind teils sehr gewaltsam und schonungslos erzählt, was ich für die Altersangabe ab 11 Jahren zu brutal empfinde. Der Schreibstil ist sehr komplex und hat teilweise etwas Poetisches, was ihn dadurch manchmal schwerer verständlich macht. Das Buchcover erzählt die Geschichte in nur einem Bild und ist somit ansprechend und perfekt gestaltet und hält was es verspricht. Eine Leseempfehlung gibt es für Jugendliche ab 14/16 Jahren auf jeden Fall. Eine sehr lebhafte, spannende und mitreißende Geschichte über und für Jugendliche, mit realistischen Beschreibungen und Darstellungen, sowie realen Orten und Gegebenheiten, mit einem unerwarteten Ende. "Es gab keinen Kiel und wir hatten nur ein behelfsmäßiges Ruder und ein einziges Segel. Alles war denkbar einfach und unser Schicksal lag in den Händen des Windes. Aber es funktionierte".

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Veröffentlicht am 03.03.2022

Das bin ich

Glücksfisch: Hallo, das bin ich!
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"Hallo, das bin ich" ist das neuste und interaktive Pappbilderbuch von Glücksfisch. Mit farbenfrohen Illustrationen von Marla Neradova wird Kleinkindern ab 2 Jahren der Körper mit seinen Besonderheiten ...

"Hallo, das bin ich" ist das neuste und interaktive Pappbilderbuch von Glücksfisch. Mit farbenfrohen Illustrationen von Marla Neradova wird Kleinkindern ab 2 Jahren der Körper mit seinen Besonderheiten vorgestellt. Auf 10 abwechslungsreich gestalteten Seiten finden sich Klappen, Schieber und Drehscheiben, die sowohl das Interesse, als auch die Hand- Augen- Koordination der kleinen Leser ansprechen. Toll ist, dass auch auf besondere Unterschiede, wie zB. ein Muttermal oder Grübchen, Bezug genommen wird. Alles in allem hat das Buch einen wunderschönen Ansatz, mit vielen überwiegend kindgerechten Sachinformationen. Die Umsetzung, aber vor allem der Inhalt, sind jedoch sehr oberflächlich gehalten/ sehr kurz angerissen oder andersherum, an Informationen zu viel auf einer Seite. So gibt es eine Seite, wo Kinder aktiv die Zahnbürste schieben können und auf zweimaliges Putzen hingewiesen wird, nicht aber warum, wie es richtig geht oder das Kinder noch Milchzähne haben. Schade ist auch, dass bspw. ausschließlich positive Gefühle unter der Rubrik "wie geht es dir?" vorgestellt werden. Unser Räuber hatte das Buch leider schnell über, was ich leider nachvollziehen kann - der besondere Pfiff hat einfach gefehlt. Süßes Buch aber absolut kein Muss im Bücherregal der Kleinsten.

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Veröffentlicht am 15.02.2022

Das größte Tier der Welt

Der Blauwal
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Das Sachbuch der ganz anderen Art!
Wer annimmt, die Dinosaurier seien die größten Tiere der Welt, der irrt gewaltig. Bereits ein neugeborenes Blauwahlbaby hat die Größe von vier ausgewachsenen und übereinander ...

Das Sachbuch der ganz anderen Art!
Wer annimmt, die Dinosaurier seien die größten Tiere der Welt, der irrt gewaltig. Bereits ein neugeborenes Blauwahlbaby hat die Größe von vier ausgewachsenen und übereinander gestapelten Erwachsenen. Andreas Tjernshaugen nimmt uns mit auf eine abenteuerliche Reise, durch die Tiefen des Ozeans. In verschiedenen Kapiteln lernen wir Unglaubliches über das größte Tier, das jemals gelebt hat und beleuchten es gemeinsam von allen Seiten. Dabei sind die Sachinformationen in einer mitreißenden und zugleich kindgerechten Geschichte verpackt. Als kleiner Leser, wächst man so Kapitel für Kapital mit dem kleinen Blauwahlbaby heran. Begleitet wird diese Reise durch die atemberaubenden Illustrationen von Line Renslebråten, die das Ganze, naturgetreu und detailliert, abrunden. Es kommt einem fast so vor, als befände man sich in einer verschriftlichten Dokumentation. Der Schreibstil ist überaus angenehm, überfordert trotz Wissensvermittlung nicht und ist sehr kindgerecht. Viele kleine Beispiele und Vergleiche verdeutlichen ebenso kindgerecht die Fakten rund um den Blauwal und machen sie so verständlicher. Aufgrund der Füller an Informationen ist es ratsam, nach einem Kapitel, oder gar Teilüberschrift, ersteinmal alles auf sich wirklich zu lassen. Die Illustrationen geben genug weitere Gesprächsanlässe. "Eine Reise durch den Ozean und durch die Zeit" und somit (m)eine absolute Leseempfehlung und ein Muss in jedem Bücherregal.

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Veröffentlicht am 14.02.2022

Aurora

Aurora und die Sache mit dem Glück
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Ja, das mit dem Glück ist so eine Sache. Für den einen alltäglich, zufällig, schicksalhaft, willkürlich oder banal, für den anderen etwas ganz Besonderes, lange herbeigesehnt, ein wahr gewordener Wünsch ...

Ja, das mit dem Glück ist so eine Sache. Für den einen alltäglich, zufällig, schicksalhaft, willkürlich oder banal, für den anderen etwas ganz Besonderes, lange herbeigesehnt, ein wahr gewordener Wünsch - kurzum, pures Glück.
Aurora ist ein junges Mädchen, das in einer Kleinstadt zuhause ist, wo jeder jeden kennt und man hervorsticht, wenn man anders ist. Aurora ist anders. Sie selbst bezeichnet sich als komisch. Sie hat da diese Ticks, alles dreimal berühren zu müssen, die Shirts auf links zu tragen oder zu den unpassensten Momenten Geräusche von sich zu geben. Von ihren Mitschülern wird sie deshalb ausgeschlossen und findet lange keinen Zugang zu ihnen. Ihr einziger Freund und engster Vertrauter ist ihr Hund Duck. Bis Duck eines Tages, infolge einen schweren Schicksalsschlags, urplötzlich verschwindet. Auroras Welt geriet ins Wanken. Viele Dinge geraten durcheinander, alles ändert sich auf einen Schlaf und sie selbst gerät immermehr mit ihrer Mutter aneinander, weil diese den Ticks und Eigenarten ihrer Tochter unbedingt einen Namen gegen will und auf Teufel komm raus, von einem Arzt zum anderen mit ihr rennt. Dabei kommt zum Vorschein, dass nicht alles einen Namen haben muss - aber in diesem Fall, ist er "Aurora".
Eine unaufgeregte aber zugleich sehr berührende Geschichte, um ein junges Mädchen, das IHREN Weg geht. Das Motiv des "Andersseins" wird wiederholt sehr plausibel, realistisch und zum Teil auch urkomisch, aufgegriffen. Als Leser kann man sich sehr gut in die Protagonistin einfühlen. Die kurzen Kapitel mit ihrem einfach gehaltenen Schreibstil, werden durch symbolische Überschritten eingeleitet, die zum einen etwas Poetisches haben und deren Bedeutung am Ende der Geschichte liebreizend aufgeklärt werden. Es gibt mehrere Spannungsbögen und Höhepunkt in der Geschichte, wenngleich ich sie zu Beginn ein wenig langatmig empfinde, im Vergleich zu dem dann doch schnellen, aber glücklichen Ende. Dennoch ist Sarah Werks Entwicklungsroman "Aurora und die Sache mit dem Glück" eine absolute Leseempfehlung. Ich habe mich auch als Erwachsene sehr gut aufgehoben gefühlt und würde diesen Roman meinen eigenen Mädels, mit 10 Jahren, unbedingt zum Lesen geben.

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Veröffentlicht am 18.01.2022

Leos magische Welt

Die magische Welt von Leonie Looping - Doppelband - Erstlesebuch für Kinder ab 7 Jahren
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Leonie ist gerade einmal 7 Jahre alt und muss in den Ferien an den Bodensee zu ihrer Oma Annie, weil ihre Eltern allein in den Urlaub fliegen. Leo fühlt sich allein gelassen und abgeschoben - bei ihrer ...

Leonie ist gerade einmal 7 Jahre alt und muss in den Ferien an den Bodensee zu ihrer Oma Annie, weil ihre Eltern allein in den Urlaub fliegen. Leo fühlt sich allein gelassen und abgeschoben - bei ihrer Oma hat sie keine Freunde, wie Zuhause, und weiß nichts mit sich anzufangen. Auch Oma Annie muss kurz darauf weg und Leo bleibt allein zurück. Sie ist wütend, weiß nicht wohin mit ihren Gefühlen und möchte ihre Oma verärgern, um die Ferien künftig nicht mehr bei ihr verbringen zu müssen.
Als sie auf den Balkon geht und in den Blumentöpfen herumstochert, beschließt sie einen der Töpfe über den Balkon zu schmeißen. Da taucht plötzlich die Schmetterlingselfe Mücke vor ihr auf. Leo erhält durch sie mit Hilfe von Schrumpferbsen, die Möglichkeit selbst zu einer Elfe zu werden und die Welt aus einer neuen, anderen Perspektive zu betrachten. Doch was sie dann erlebt, hatte Leonie so nicht erwartet und das Abenteuer beginnt.
Ich liebe vor allem den Perspektivwechsel, den Leonie als kleine Elfe erfährt. Dinge und Zustände aber auch Gefühle und Bedürfnissen anderer, die vorher nichtig und unbedeutend wirkten, haben und erfahren (vor allem für kleine Lebewesen/ aus Sicht einer Elfe) plötzlich eine sehr viel größere Bedeutung. Themen wie Umweltschutz und Nachhaltigkeit, verknüpft mit den Sorgen und Sehnsüchten eines Kindes, werden hier in eine magische Phantasiewelt eingebettet. Dies macht es dem Leser leicht auch einen Perspektivwechsel zuzulassen. Besonders toll finde ich die Illustrationen. Sie sind zauberhaft gezeichnet und lockern den Text für Erstleser perfekt auf. Die Schrift ist schön groß und einige Wörter sind sogar farblich hervorgehoben. Der Schreibstil ist wunderbar verständlich und trotzdem spannend zu lesen. Die magische Welt von Leonie Looping, im Doppelband mit zwei tollen Geschichten, ist ein echter Buchtipp für kleine naturbewusste und abenteuerliebende Erstleser.

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