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Veröffentlicht am 22.04.2026

"Morally grey - dark grey"

King of Envy
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Dieser Teil der „Kings of Sin“-Reihe lässt mich zwiegespalten zurück.
Anhand des Klappentextes hatte ich bereits eine ziemlich klare Vorstellung davon, wie sich die Handlung entwickeln würde.
Was dann ...

Dieser Teil der „Kings of Sin“-Reihe lässt mich zwiegespalten zurück.
Anhand des Klappentextes hatte ich bereits eine ziemlich klare Vorstellung davon, wie sich die Handlung entwickeln würde.
Was dann tatsächlich passiert ist, war jedoch das komplette Gegenteil – und ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ich diese Wendung gut oder schlecht finden soll.

Die besondere Verbindung zwischen Ayana und Vuk ist von ihrem ersten Aufeinandertreffen an spürbar.
Im Gegensatz dazu wirken Ayana und ihr Verlobter fast wie Fremde.
Da ihre Beziehung ohnehin unter keinem guten Stern steht, versuchen Ayana und Vuk anfangs, Abstand voneinander zu halten.
Aber die Autorin versteht sich blendend darauf, diese verbotene Liebe nicht nur einem als Leser schmackhaft zu machen …
Mit anderen Worten: Das selbst auferlegte Kontaktverbot gerät schnell in Vergessenheit.
Mir hat es super gefallen, wie Ana Huang den Gewissenskonflikt in Bezug auf Ayanas Verlobung mit Jordan (Vuks bestem Freund) eingebaut hat.
Sie hat die Lösung für dieses Problem auch nicht auf dem Silbertablett präsentiert, sondern den Leser mit Ayana und Vuk mitleiden lassen.

Meine Erwartungshaltung, dass der größte Konfliktpunkt in diesem Buch der „Ich bin in die Verlobte meines besten Freundes verliebt“-Konflikt ist, war weit gefehlt.
Die gesamte Handlung war wesentlich brutaler und düsterer, als ich es mir hätte ausmalen können.
Vuks Vergangenheit bringt nämlich ordentlich Action – leider nicht im positiven Sinne – in seine Liebesgeschichte mit Ayana.
Da ich ein großer Fan von Suspense-Romanen bin, war ich über diese Entwicklung gar nicht mal so traurig.
Nur hat die „Früher war ich Mitglied in einer elitären Auftragskillergruppe und mein Ausstieg hat sie sehr verärgert“-Entwicklung nicht so recht zur restlichen Handlung gepasst.
Viele der Geschehnisse waren mir irgendwann zu viel, und Vuk konnte man dann auch nicht mehr als „morally grey“ betiteln – seine Taten fielen schon in den schwarzen Bereich.

Im Großen und Ganzen kann ich sagen, dass mir der Roman gut gefallen hat.
Beide Parts – „Lovestory“ und „actionreiche Nebenhandlung“ – haben mir für sich alleinstehend gut gefallen, aber zusammen als eine Geschichte hat es für mich nicht gepasst.
Das eigentliche Highlight der Geschichte ist sowieso Shadow.

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Veröffentlicht am 17.04.2026

"Wer ist X?"

One Of Six - Vertrauen
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Ich weiß zur Hölle nicht, warum ich mir so viel Zeit gelassen habe, diese Dilogie weiterzulesen.
Der erste Teil war super spannend und auch dieser Teil stand dem in keinster Weise nach.

Zu Beginn musste ...

Ich weiß zur Hölle nicht, warum ich mir so viel Zeit gelassen habe, diese Dilogie weiterzulesen.
Der erste Teil war super spannend und auch dieser Teil stand dem in keinster Weise nach.

Zu Beginn musste ich mich erst einmal an das veränderte Setting und den kleinen Zeitsprung gewöhnen.
Alle versuchen, wieder in ihren gewohnten Alltag zu finden und das Geschehene im Skiresort zu verarbeiten.
Hierbei hat jeder seinen eigenen Umgang mit dem Geschehenen gefunden …
Von Ignoranz bis zum Bedürfnis, eigene Ermittlungen anzustellen, ist alles dabei.
Glücklicherweise schließen sich Luca und nach und nach die anderen Anas Ermittlungen an.
Durch die Rückblenden zu den Polizeiverhören direkt nach der Rettung erkennt man als Leser bestens, weshalb Ana die Polizeiarbeit für mangelhaft hält.

Im gesamten Handlungsverlauf hatte ich mindestens jeden einmal im Verdacht, „X“ zu sein – vielleicht sogar mehrfach.
Die Rätselei nach dem Bösewicht macht mir bei „Suspense-Romanen“ immer am meisten Spaß.
Und die Autorin hat es einem wahrlich nicht leicht gemacht.
An einem gewissen Punkt hat es bei mir dann Klick gemacht, und es fiel mir wie Schuppen von den Augen, aber dieser Punkt kam sehr spät.
Der regelmäßige Perspektivwechsel zwischen den verschiedenen Charakteren macht es einem noch schwerer, alle Puzzleteile zusammenzufügen.

Kim Nina Ocker hat über beide Bände hinweg ein verstricktes, undurchsichtiges Netz aus Lügen und Geheimnissen konstruiert, das einen als Leser dauerhaft in Atem hält.
Für Plottwists, brenzlige Situationen und Gänsehaut-Momente ist bestens gesorgt.
Die parallel verlaufende Lovestory zwischen Luca und Devan ergänzt die Haupthandlung perfekt, ohne ihr die Show zu stehlen.

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Veröffentlicht am 13.04.2026

"Lieben, Lachen und Latte schlürfen"

The Pumpkin Spice Latte Disaster
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„The Pumpkin Spice Latte Disaster“ bzw. Kyra Groh konnte mich mit dieser RomCom aus einer viel zu lang anhaltenden Leseflaute befreien.
Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, in diesen Roman einzutauchen ...

„The Pumpkin Spice Latte Disaster“ bzw. Kyra Groh konnte mich mit dieser RomCom aus einer viel zu lang anhaltenden Leseflaute befreien.
Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, in diesen Roman einzutauchen und die Liebesgeschichte der Protagonisten mitzuerleben.

Jude und James könnten fast nicht unterschiedlicher sein, haben dabei aber eine entscheidende Sache gemeinsam: Alleine kommen sie gut klar, aber gemeinsam ist es schöner.
Bereits bei ihrem ersten Aufeinandertreffen konnte man als Leser das Knistern zwischen ihnen spüren.
Dieses äußert sich auf den folgenden Seiten in Form von gegenseitigen Neckereien, Schlagabtauschen und Sticheleien.
Natürlich möchten sich die beiden ihre Gefühle nicht eingestehen, und man gerät als Leser an den Punkt, an dem man innerlich anfängt, die Protagonisten anzumotzen, endlich den ersten Schritt zu machen.
Ähnlich wie seine vehemente Weigerung Pumpkin Spice Latte anzubieten, gibt auch James irgendwann seinen Gefühlen nach.
Dabei wird ihr Kennenlernen durch tolle Nebencharaktere, tiefgründige Background-Storys und eine ordentliche Portion Humor ergänzt.
Der Handlungsverlauf ist zwar ziemlich vorhersehbar, aber das tut dem Ganzen keinen Abbruch – ganz im Gegenteil.

Trotz der herbstlichen Aufmachung und Vermarktung ist dieses Buch zu jeder Jahreszeit gut lesbar.
Kyra Groh hat nämlich das Talent, ihre Romane so zu schreiben, dass man sich als Leser direkt darin verliert.
Ich könnte in der prallen Mittagssonne Griechenlands liegen und hätte dennoch den Eindruck, im herbstlichen Lower Whilby bei James im Café zu sitzen und eine seiner Kaffeekreationen zu trinken.
Dabei würde ich einem seiner Schlagabtausche mit Jude lauschen und den Inhalt ganz in Lower-Whilby-Manier im Dorf verbreiten.
In Lower Whilby kann sich nämlich niemand verlieben, ohne dass das gesamte Örtchen vor dir Bescheid weiß.

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Veröffentlicht am 13.04.2026

"Der schönste Tag im Leben einer Frau ..."

Weil sie dich kennt
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Anders, als es die Autorin und der Verlag geplant haben, habe ich diese Kurzgeschichte gelesen, nachdem ich bereits die „Housemaid-Trilogie“ verschlungen hatte.
Eigentlich ist diese Kurzgeschichte das ...

Anders, als es die Autorin und der Verlag geplant haben, habe ich diese Kurzgeschichte gelesen, nachdem ich bereits die „Housemaid-Trilogie“ verschlungen hatte.
Eigentlich ist diese Kurzgeschichte das Verbindungsstück zwischen dem zweiten und dritten Teil.
Für das Verständnis der Trilogie ist es allerdings nicht notwendig, diesen Kurzroman gelesen zu haben.

Wie viele andere Kurzgeschichten auch, habe ich diese Kurzgeschichte als „Nice-to-Have“ wahrgenommen.
Die Storyline ist kurzweilig und spannend, trägt jedoch wenig zur Haupthandlung der „Housemaid-Trilogie“ bei.
Man lernt Millie und Enzos chaotischen Alltag kennen, der natürlich selbst am Tag der Hochzeit nicht geregelter abläuft, und erkennt die möglichen Auswirkungen ihres Haushaltshilfen-Jobs.
Wobei ich sagen muss, dass es mich wundert, dass derlei Begegnungen nicht schon öfter vorgekommen sind.
Aber New York City ist nun mal eine riesige Stadt …

„Weil sie dich kennt“ ist für mich als Fan der Reihe ein schönes Extra.
Allerdings ist es kein Buch, das man unbedingt lesen muss, um die Ursprungs-Trilogie verstehen zu können.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

"Ein klarer 10 von 10-Roman"

King of Sloth
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Nachdem ich den Vorgänger „King of Greed“ beendet hatte, hielt sich meine Euphorie in Bezug auf diese Reihe in Grenzen.
Deshalb hat es auch knapp zehn Monate gedauert, bis ich das Bedürfnis verspürte, ...

Nachdem ich den Vorgänger „King of Greed“ beendet hatte, hielt sich meine Euphorie in Bezug auf diese Reihe in Grenzen.
Deshalb hat es auch knapp zehn Monate gedauert, bis ich das Bedürfnis verspürte, die Reihe weiterzulesen.
Doch nach diesem Band ist die Euphorie stärker zurück als jemals zuvor.
Ich hätte es nicht erwartet, aber „King of Sloth“ ist für mich eine klare 10 von 10.

Sloans und Xaviers Geschichte lässt sich bestens mit „Gegensätze ziehen sich an“ zusammenfassen.
Niemals hätte ich gedacht, dass „Workaholic-Sloan“ sich mit einem reichen Millionärssöhnchen einlassen und glücklich werden könnte.
Aber als Leser wird man ja gerne überrascht.
Mich konnte die Lovestory trotz der gegensätzlichen Charakterzüge der Protagonisten so sehr überzeugen, weil beide den anderen nicht verändert haben, um zusammenzufinden.
Beide haben Seiten bzw. Eigenschaften am jeweils anderen hervorgehoben, die bereits vorhanden waren und nur einen kleinen Anstoß brauchten.
Dabei waren die beiden der nötige Anreiz für den jeweils anderen, sodass sie sich irgendwo in der Mitte getroffen haben.
Man könnte auch sagen, sie haben das Beste im jeweils anderen hervorgeholt.

Meine liebsten Nebenhandlungsstränge waren Sloans Familiengeschichte und Xaviers Mission, seine Auflagen zu erfüllen.
Beide Handlungsstränge haben das oben Beschriebene bestens bestätigt und die persönliche Charakterentwicklung der Figuren unterstrichen.

Zudem ist Xavier ein Vorbild in Sachen „Wie bemühe ich mich um eine Frau“.
Wie er sich ins Zeug gelegt hat, um Sloan zu beweisen, dass er der Richtige für sie ist, war unglaublich schön.
Dieser Mann hat eindeutig Bookboyfriend-Potential.

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