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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.08.2025

Der zweite Fall von Karla und Luis ist noch spannender als der erste. Ich hoffe, es folgen noch viele weitere.

Klarer Fall für Karla
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Nachdem sie ihren ersten Fall Klarer Fall für Karla – Der verschwundene Hamster erfolgreich beendet und den Klassenhamster und seinen Entführer gefunden hat, hat sie auch schon einen zweiten Fall, um den ...

Nachdem sie ihren ersten Fall Klarer Fall für Karla – Der verschwundene Hamster erfolgreich beendet und den Klassenhamster und seinen Entführer gefunden hat, hat sie auch schon einen zweiten Fall, um den Sie sich kümmern muss.
Karla und Ihre Klasse haben Projektwoche und diese verbringen sie im städtischen Museum. Alle werden in Gruppen und verschiedenen Bereichen des Museums aufgeteilt. Natürlich bekommt Karla die griesgrämigste Person von allen als Aufseherin und muss in den langweiligsten Bereich des gesamten Hauses – Das Archiv. Zum Glück wurde Luis mit ihr eingeteilt, denn auch, wenn sie alte Gegenstände abstauben müssen - mit ihm ist alles besser.
Als Karla dabei einen alten Brief über einen gestohlenen Schatz entdeckt, entpuppt sich die für sie langweiligste Abteilung doch noch als äußerst spannend. Sofort ist sie Feuer und Flamme für ihren neuen Fall und zieht Luis direkt wieder mit hinein. Können sie den Fall lösen, oder werden die beiden für mächtig Trubel sorgen?

Der zweite Fall ist richtig toll. Ich hatte das Buch in zwei Tagen durch. Jetzt bin ich natürlich schon ein großes Mädchen, aber ich liebe Karla und ihre Art. Sie hat vor den Schatz zu finden und ich bin sofort überzeugt davon, dass sie das auch schaffen wird. Denn Karla vermittelt einem das Gefühl, sie kann alles schaffen. Und auch Luis ist ein wunderbarer Junge. Er unterstützt seine Freundin in allen Lebenslagen auch, wenn das eine Menge ärger bedeutet.
Zum Lesen für Kinder ist es richtig angenehm, da das Buch wieder in kleine Kapitel eingeteilt ist und man es gut vor dem Einschlafen lesen kann.

Und jetzt mal im Ernst. Ich als Erwachsene finde dieses Buch richtig spannend. Sogar spannender als manch Thriller/Krimi für erwachsene geschrieben ist. Die Autorin könnte sich auch mal an einen Psychothriller heranwagen. Ich traue ihr das auf jeden Fall zu und würde das Buch auch lesen.

Veröffentlicht am 18.06.2025

Ein Fall für Tom Skagen und sein Team, bei dem es nicht nur um Korruption und kaltblütigem Mord geht, sondern auch noch um eine fanatische Glaubensgemeinschaft.

Kalter Sturm
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Tom Skagen befindet sich unfreiwillig auf der Flucht. Und diese treibt ihn direkt nach Island, denn dort ist der fünfjährige Jonas spurlos verschwunden und auch er findet dort für eine Weile sein Versteck.
Doch ...

Tom Skagen befindet sich unfreiwillig auf der Flucht. Und diese treibt ihn direkt nach Island, denn dort ist der fünfjährige Jonas spurlos verschwunden und auch er findet dort für eine Weile sein Versteck.
Doch dort angekommen muss er schnell feststellen das er auf sich und seine Kollegen gestellt ist, denn fast keiner kooperiert. Selbst die Eltern des kleinen Jonas helfen ihm nur widerwillig weiter. Sie leben in einer Gemeinschaft, die keinen Polizisten vertrauen, doch das Leben eines Kindes ist in Gefahr und keiner will helfen. Und auch die Kinder der Familien sind zum Schweigen verpflichtet. Ist denn allen egal, dass der Junge in großer Gefahr schwebt? Werden sie den Jungen rechtzeitig finden, bevor er in der Kälte der Nacht sterben wird?
Und dann überschattet ein Mord auch noch diese Glaubensgemeinschaft. Jetzt müsste man sagen „Diese arme Person, wer könnte ein Motiv gehabt haben?!“. Allerdings war diese Person ein grausamer Mensch und fast jeder hätte ein Motiv gehabt, sie verschwinden zu lassen, denn keiner scheint sie zu vermissen.
Und was haben Asgards Söhne mit alldem zu tun, weshalb Tom Skagen auf der Flucht zu sein scheint?

Mir hat dieser Thriller sehr gut gefallen, auch wenn nicht so viel Spannung vorhanden war bis zum Schluss. Ich habe es ja doch gerne, wenn es Schlag auf Schlag kommt. Hier kam die richtige Spannung erst kurz vor Schluss, wo sich alle Ereignisse etwas überschlugen. Dies war mir ein wenig zu viel. Hier handelt es sich nicht um einen Fall, sondern gleich um mehrere gesonderte und auch dort fehlte mir dann die Aufdeckung von Asgards Söhne im Detail. Sie wurde zwar erwähnt, allerdings habe ich es mir etwas spannender vorgestellt. Da hätte man eine Blende zu Jette (Toms Chefin) einfügen können. Denn bei Ihr war es ja zwischenzeitlich ziemlich spannend. Tatsächlich habe ich bis zur Aufklärung nicht gewusst, wer der Mörder ist.

Die Charaktere waren ziemlich gemischt. Von äußerst sympathisch bis hin zu grauenhaft, solche Menschen braucht keiner in seinem Leben.
Nils, der Kollege und Toms Chef vor Ort war zum Beispiel sehr unsympathisch mit seiner arroganten Art. Sein Machogehabe und Chefgetue war auch für die sehr freundliche und liebenswerte Halla, eine weitere Kollegin, sehr unangenehm. Und trotzdem hatte er irgendwo eine Art, an die man sich gewöhnen kann. Jule Wittmann und Wiebke Brandt aus der Glaubensgemeinschaft waren das glatte Gegenteil von sympathisch. Sie haben beide um einen Rang und vielleicht auch Mann gebuhlt und konnten sich nicht leiden. Sie waren ungeeignet für die Lebensaufgabe einer Mutter und Ehefrau und haben ihre Macht gerne demonstriert. Die Kinder wurden instrumentalisiert und konnten sich leider nicht dagegen wehren. Bis auf eine - Abigail Brandt. Sie war die Rebellin unter ihnen und durch sie kam auch erst alles ins Rollen. Am Ende war sie es, die ihre Familie auf eine sehr fragwürdige Art gerettet hat.

Veröffentlicht am 27.04.2025

Ein Thriller, bei dem meine Sympathie beim Killer liegt. Allerdings ist er mir ein wenig zu lasch.

Totenmoor - Ich sehe dich
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Im Schnaakenmoor in Hamburg werden zwei Moorleichen gefunden. Die Opfer: Zwei junge Frauen die seit vielen Jahren verschwunden sind. Alles deutet auf ein Verbrechen hin.
Die Kriminalhauptkommissarin und ...

Im Schnaakenmoor in Hamburg werden zwei Moorleichen gefunden. Die Opfer: Zwei junge Frauen die seit vielen Jahren verschwunden sind. Alles deutet auf ein Verbrechen hin.
Die Kriminalhauptkommissarin und ihr Team ermitteln auf Hochtouren, um diesen Fall zu lösen, doch dann scheinen weitere Morde zu passieren, die mit diesem Fall zu tun haben. Das Team hat allerhand zu tun, um die Vergangenheit aufzuarbeiten und in der Gegenwart einen Serienkiller zu stoppen.
Mir hat das Team um Emma Claasen richtig gut gefallen, da sie sich super ergänzen. Unter anderem Oliver Neumann, ein Computer - Nerd, Lisa Nguyen, eine Frau mit außergewöhnlichem Talent Und dann ist da noch Kai Plathe, der Rechtsmediziner. Schon auf den ersten paar Seiten kommt es mir so vor, als würde es bei ihm und Emma ganz schön knistern. Ich würde mir auf jeden Fall ein wiedersehen mit den beiden wünschen. Zusammen sind sie nicht nur ein unschlagbares Team, sie necken sich auch sehr gerne. Das kann man nicht mit jedem.
Was mir am meisten in dem Buch gefällt, sind die drei Sichten. Kurze Abschnitte wechseln sich aus verschiedenen Perspektiven ab. Einmal aus Emma Claasens Blickwinkel, einmal aus Kai Plathes Blickwinkel und zu guter Letzt aus der Sicht des Mörders. So hat man nicht nur Einblicke in die Gefühlswelt der beiden Turteltäubchen und ihrer Arbeit. Sondern auch in die Gefühlswelt und die Arbeit des Killers. Und am Ende muss man sich eingestehen, dass die Sympathie vielleicht doch manchmal beim Killer liegt.
Was ich ein wenig schade fand war, dass mir persönlich etwas die Spannung fehlte, die erst am Schluss auftauchte. Natürlich sind nicht alle Fälle spannend und es passiert nicht andauernd etwas, doch für einen Thriller fehlt mir hier noch eine Spur Thrill.

Veröffentlicht am 15.04.2025

Roman Klementovic schafft es jedes Mal, dass ich einen Unschuldigen verhaften würde.

Tränengrab
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Evelyn reist für ein Paar Tage zu Ihrer Tochter, um nach dem Tod Ihres Mannes ein wenig zur Ruhe zu kommen. Doch es kommt anders, als man denkt. Schon bei Ihrer Ankunft wird Ihr deutlich gezeigt, dass ...

Evelyn reist für ein Paar Tage zu Ihrer Tochter, um nach dem Tod Ihres Mannes ein wenig zur Ruhe zu kommen. Doch es kommt anders, als man denkt. Schon bei Ihrer Ankunft wird Ihr deutlich gezeigt, dass sie unerwünscht ist. Niemand sagt es Ihr direkt, doch ein angenehmes Gefühl gibt Ihr niemand aus Ihrer Familie. Hendrik, ihr Schwiegersohn holt Sie zwar vom Bahnhof ab, aber eine wertvolle Unterhaltung wird Ihr nicht angeboten. Und als ihm auch noch eine fremde Frau droht, wird er noch abweisender. Doch nicht nur er verhält sich merkwürdig. Auch Ihre Tochter und Ihre Enkelin. Ihre Tochter Manuela wirkt abwesend und gleichgültig und entfremdet sich mehr und mehr von Ihrer Mutter. Anja, Ihre Enkelin hat in der Zwischenzeit auch einen extremen Wandel gemacht. Von dem lieben kleinen Mädchen ist nichts mehr übrig. Sie zieht sich nur zurück und will nicht mit Ihrer Oma reden. Doch sollten sie nicht zusammenhalten und miteinander reden? Gerade in dieser schwierigen Zeit? In dieser Stadt verschwinden junge Mädchen und eine Leiche wird gefunden. Evelyn würde gerne alle in Sicherheit wissen, doch es scheint, als würde Ihre Familie die Umstände ignorieren. Warum verhalten sich alle so komisch? Evelyns Neugierde ist geweckt und damit bringt sie sich in Gefahr...

Ich hatte dieses Buch in wenigen Tagen durchgelesen, da ich es kaum aus der Hand legen konnte. Die kurzen Abschnitte und der Schreibstil machen das Lesen sehr angenehm. Ich mag die Schreibweise von Roman Klementovic sehr gerne. Bei jedes seiner Bücher bin ich von Anfang an überzeugt den Täter längst herausgefunden zu haben und dann werde ich doch eines Besseren belehrt. Ich bin gespannt, ob ich jemals richtig liegen werde. Einzig und allein Evelyn empfand ich als sehr nervigen Charakter. Als Mörder hätte ich sie wohl als Erste gekillt. Sie weiß meistens mehr, als sie anderen mitteilt, obwohl dieses Wissen vielleicht Leben retten könnte. Einschließlich Ihr eigenes, denn sie hätte auch wahrnehmen sollen, dass sie selber in Gefahr ist. Sie handelt zwar immer aus Liebe und Sorge, doch nicht immer besonders intelligent.
Das Ende des Buches lässt noch viel Spielraum, was mich persönlich etwas wahnsinnig macht, aber das ist immer Geschmackssache und mal etwas anderes. Ich hätte mir da gerne einen anderen Ausgang gewünscht, mit dem ich dieses Buch abschließen kann. Ich wünsche mir nochmal einen solches Gefühl, wie bei „Wenn das Licht gefriert“.

Veröffentlicht am 04.02.2025

Ein Jugendlicher Fantasyroman einer 11-jährigen Autorin, die noch Zeit zum wachsen hat. The Bat Black Academy ist ein guter Anfang.

The Bat Black Academy
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Kylie hat es nicht leicht in ihrer Schule. Sie wird von Lehrern und Schülern gemobbt und weiß einfach nicht mehr weiter. Doch zum Glück erfährt sie mit Ihren 10. Geburtstag das sie eine Hexe ist und auf ...

Kylie hat es nicht leicht in ihrer Schule. Sie wird von Lehrern und Schülern gemobbt und weiß einfach nicht mehr weiter. Doch zum Glück erfährt sie mit Ihren 10. Geburtstag das sie eine Hexe ist und auf eine neue Schule kommt. Dort lernt sie Felix und Felicitas kennen und alle drei werden gute Freunde. Leider verschwinden in der neuen Schule sehr viele Schüler und mit ihren jungen Jahren fühlen sich Kylie und ihre Freunde dazu verpflichtet, diese zu retten. Damit beginnt ein großes, gefährliches Abenteuer für die drei, was sie in große Gefahr bringt.

Die kurzen Kapitel in dem Buch gefallen mir sehr gut. Man merkt natürlich, dass das Buch von einem Kind geschrieben ist, was ich zuerst nicht schlimm fand. Denn so fühlen sich Jugendliche vielleicht noch eher mit der Autorin und dem Buch verbunden. Wer kann das Leben eines Teenies und seine Sorgen besser verstehen, als ein anderer Teenie?
Doch leider wurde es für mich persönlich etwas langweilig und übertrieben. Es gab viel Ähnlichkeit zu Harry Potter. Es wirkte als sei viel hineingeflossen nur, dass es eben anders benannt wurde. Und natürlich war hier auch die natürliche, etwas übertriebene Art eines Kindes zu merken. Gefühlt hatten die Kinder in der Bat Black Academy von morgens bis abends Schule und Hausaufgaben. Viel mehr passierte auch nicht. Viel Unwichtiges wurde ausgeschmückt, was nicht hätte im Buch bleiben müssen. Und das Buch müsste dringend überarbeitet werden. Es gibt sehr viele Fehler. Neben Schreibfehlern auch Fehler, die in der Kürze nicht passieren sollten. Am Abend des Clirarion Festes lösen die drei Freunde Rätsel und dann steht da Kylie hätte den beiden etwas am Vortag erzählt, doch das hat sie erst an diesem Tag erfahren. Da es innerhalb von zwei Seiten vorkam, hätte es dem Lektor auffallen müssen. Bei einer anderen Seite steht „Wenn wir nicht in spätestens einem Jahr…“ und einen Satz später wird dieser falsch wiederholt „Wenn wir nicht in spätestens zwei Jahren…“. Das ist sehr schade. Ich finde es süß von den Eltern der kleinen Autorin, dass sie ihr ermöglichen das Buch zu veröffentlichen. So hat sie einen Fuß in dieser Branche. Doch dann sollte das auch alles richtig von statten gehen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Noemi Mlinarevic mit jedem Buch besser werden kann und irgendwann eine gute Autorin wird. Aller Anfang ist schwer.