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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.02.2019

Eine wunderbare Lektüre, die nicht zu sehr auf den Tod von Marie, sondern auf das Leben von Molly eingeht. Leichte und wunderschöne Lektüre.

Versprich mir zu lieben
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Auf den ersten Blick erinnert allein schon der Klappentext an „P.S: Ich Liebe Dich.“ Tatsächlich ist dies auch so gewollt und Marie erwähnt in ihren Briefen den Film und das sie die Idee so toll fand. ...

Auf den ersten Blick erinnert allein schon der Klappentext an „P.S: Ich Liebe Dich.“ Tatsächlich ist dies auch so gewollt und Marie erwähnt in ihren Briefen den Film und das sie die Idee so toll fand. Ich selber fühlte mich deshalb aber nicht weniger von diesem Buch angesprochen. Es ist irgendwie eine tolle Idee seinen Freunden oder einem Freund etwas zu hinterlassen, was ihm Aufgaben gibt. Vielleicht kommt man dadurch auf andere Gedanken. Marie erreicht dies natürlich bei Molly.

Molly vermisst ihre Freundin deshalb zwar nicht weniger, aber es hilft ihr, mit ihrem Tod besser umzugehen, da sie noch eine Weile von ihr lesen wird. Sie fühlt sich ihrer Freundin so immer noch verbunden und nah. Sie musste Marie vor ihrem Tod versprechen für sie weiter zu leben und dies versucht sie nun, so gut sie kann. Dieses Versprechen finde ich allerdings doch sehr hart. Molly muss erst mal selber wieder auf die Füße kommen, so ohne ihre beste Freundin. Sie hat ihre Seelenverwandte verloren und fühlt sich vielleicht durch ihr Versprechen unter Druck gesetzt.
Allerdings schafft sie es ganz gut mit Hilfe von Maries Briefen. Nach und nach findet sie sogar Spaß daran und Mollys bisheriges, langweiliges Leben verändert sich ganz schnell.

Marie ist wahnsinnig mutig. Sie lässt sich von ihren Gefühlen treiben und verändert sehr schnell ihr Leben. Doch nach einiger Zeit muss sie feststellen das alles von Marie geplant und inszeniert worden ist. Wie viel von dem, was in den letzten Monaten passiert ist, war wirklich ihr eigener Wille? War überhaupt irgendwas ihr eigener Wille? Wird sie alle Briefe von Marie öffnen oder nimmt sie ihr übel, was sie getan hat?

Dieses Buch war toll. Es hatte einen einfachen Schreibstil und eine tolle Geschichte. Anfangs hatte ich die Befürchtung das es zu sehr um Maries Tod gehen und dadurch sehr traurig werden würde. Doch das ist hier nicht der Fall. Es geht um Freundschaft, Familie und Liebe. Um den Mut eines Neuanfangs. Es ist amüsant, leicht und ab und zu erotisch und heiß, ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Ich war begeistert.

Veröffentlicht am 03.02.2019

Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen. Für mich waren es zu viele Themen mit zu wenig Gefühl.

Der Glanz eines neuen Tages
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Der Klappentext hörte sich wunderbar an und so versprach ich mir einiges von diesem Buch. Leider wurde ich etwas enttäuscht. Zwischendurch gab es endlose Sätze, denen ich kaum folgen konnte. Am Anfang ...

Der Klappentext hörte sich wunderbar an und so versprach ich mir einiges von diesem Buch. Leider wurde ich etwas enttäuscht. Zwischendurch gab es endlose Sätze, denen ich kaum folgen konnte. Am Anfang war es recht ruhig und ging nur schleppend voran. Auch das blieb beim ganzen Buch so. Es hatte viel Potential, doch berühren konnte es mich nicht. Es wurden einfach zu viele Themen behandelt, bei denen allerdings das Gefühl fehlte. Man hätte sich besser auf ein paar wenige Dinge konzentrieren können und diese schön ausbauen. Hier ist es eher so das alles behandelt wird. Familienprobleme, die erste Liebe, das sterben, das Leben, die Träume, das Arbeitsleben etc. Doch keines dieser Themen wurde mir tiefgründig genug behandelt. Versteht mich nicht falsch. Man kann das Buch lesen, allerdings hätten es auch 200 Seiten weniger getan. Ich musste mich teilweise wirklich aufraffen weiterzulesen.

Die Geschichte an sich war ganz süß. Lorna wird überrumpelt, als sie Bettys Hund Rudy vererbt bekommt. Allerdings weiß sie auch, was für Probleme er mit vielen Dingen hat und sich wenigstens bei ihr wohlfühlt. Sie beschließt ihn zu sich zu nehmen, was ihnen beiden gut tut. Sie stürzt sich in ihren Traum eine Galerie zu führen und wohnt in der darüber liegenden Wohnung. Endlich hat sie viel Platz für sich, den sie einfach nur genießen mag. Leider kommt es auch da wieder anders, als sie sich erhofft und ihre frühere WG- Bewohnerin Tiffany zieht wieder bei ihr ein. Tatsächlich bringt Tiffany aber etwas Leben ins Buch und macht es unterhaltsamer, genau wie die Künstlerin Joyce, die sehr zurückgezogen lebt. Sie will niemanden sehen und von niemandem unterstützt werden. Nur Lorna schafft es irgendwie. Können sich die drei Frauen gegenseitig unterstützen und sich gegenseitig etwas beibringen?

Veröffentlicht am 18.01.2019

Ein Buch das zu keiner Zeit langweilig wurde und aufzeigt, wie negativ es sein kann, etwas Jahrelang mit sich selbst auszumachen.

Die tausend Teile meines Herzens
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So viele Bewertungen habe ich von diesem Buch gesehen, die nicht besonders gut ausfielen. Dies machte mich sehr skeptisch. Colleen Hoover schreibt wunderbare Bücher, doch auch ich habe eines ihrer Bücher ...

So viele Bewertungen habe ich von diesem Buch gesehen, die nicht besonders gut ausfielen. Dies machte mich sehr skeptisch. Colleen Hoover schreibt wunderbare Bücher, doch auch ich habe eines ihrer Bücher abgebrochen, weil es mir nicht gefiel. Hier war es meine Schwester, die mir sagte, das Buch sei toll. Und da sie weiß, was ich mag, wagte ich mich an diese Geschichte.

Die tausend Teile meines Herzens ist ein wunderbares Buch. Der Schreibstil ist einfach, was wichtig ist, denn die Geschichte hat es in sich. Hier bearbeitet Colleen Hoover sehr ernste Themen, die in Merits Fall die Familie betreffen. Wer kennt das nicht. Familiengeheimnisse, schön Wetter machen, wo man eigentlich den Kopf schütteln möchte.
Merit hat eine eigenartige Leidenschaft. Sie sammelt Pokale von anderen. Sie belohnt sich damit, wenn etwas extrem schlecht läuft. Natürlich kann sie sich nicht bei jeder Niederlage einen neuen kaufen und so stöbert sie hin und wieder in einem Antiquitätenladen. Dort hat es ihr ein besonders großer und teurer angetan. Doch bevor sie ihn kaufen kann, passieren ein paar unerwartete Dinge und sie muss das Geschäft ohne ihren Pokal wieder verlassen. Zumindest hat sie diesen umwerfenden Typen gesehen. Und tatsächlich begegnet sie ihm draußen ganz schnell wieder. Sofort ist da etwas zwischen den beiden und sie küssen sich. Für beide überraschend und umwerfend. Leider war dies eine Verwechslung, denn Sagan, der Junge, der Merit geküsst hat, dachte es wäre ihre Zwillingsschwester Honor. Damit ist er für Merit unerreichbar, oder etwa nicht?
Ein paar Tage später bemerkt Merit das Sagan bei ihrer Familie eingezogen ist. Sie versucht sich zurückzuziehen und keine Gefühle zuzulassen. Aber man kann Gefühle nicht einfach aussperren.

Was mich an diesem Buch besonders fasziniert hat war, dass es nicht unbedingt um eine Liebesgeschichte im herkömmlichen Sinne ging, sondern eher um die Liebe in einer Familie. Was kann eine Familie gemeinsam ertragen und verarbeiten. Was kann sie geheim halten und was muss auch mal ausgesprochen werden? Ich glaube, jeder kennt das und sagt entweder „Meine Familie ist so schlimm“ oder „Es gibt Menschen, die hat es schlimmer erwischt“. Ich finde den Satz „Persönliche Schicksale lassen sich nicht miteinander vergleichen.“ (Zitat:S. 328) sehr passend. Jeder empfindet seine Probleme anders. Manchmal belasten uns Probleme anderer mehr als die eigenen, da sie für uns „normal“ geworden sind. Aber es kann auch sein das uns unsere Probleme von innen auffressen und wir ein schlechtes Gewissen haben, weil es anderen viel schlechter geht. Doch das braucht keiner haben. Schlimm wird es, wenn wir Geheimnisse anderer für uns behalten sollen. Ich rede nicht von einem kleinen Geheimnis einer Freundin oder einer Notlüge bei den Eltern. Aber wenn man von jeder Seite hört „Aber sag das nicht dem und dem“ oder „Aber das darf niemand wissen.“ dann belastet es einen irgendwann. Man weiß nicht mehr, wem man was sagen darf und vor wem man etwas geheim halten muss. Irgendwann versucht man einfach gar nichts mehr zu sagen und einfach nur noch wegzuhören. Denn wenn ich nicht zugehört habe, dann kenne ich das Geheimnis auch nicht. Auch mich haben solche Dinge lange belastet, bis ich irgendwann gesagt habe „Wenn es keiner wissen darf, dann sag es mir auch nicht.“
Aber man darf seine Familie auch nicht aus seinem Leben aussperren. Manchmal reicht es, den Blickwinkel zu ändern und zu versuchen aus einer anderen Perspektive zu schauen.
Familie ist Familie. Sie müssen gar nicht Blutsverwandt sein. Man liebt sie ja doch irgendwie so, wie sie sind und ist füreinander da, wenn man sich wirklich braucht.

Veröffentlicht am 05.01.2019

Liebe und Leid sind manchmal so nah beieinander. Genießt jeden Augenblick, den ihr miteinander habt. Nicht jeder weiß, wie lange man sich hat.

All In - Tausend Augenblicke
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Kacey Dawson ist 22 Jahre alt und spielt in der Band Rapid Confession. Es ist aber nicht der Ruhm, der sie glücklich macht. Im Gegenteil. Um ihre Tage zu überstehen, greift sie immer öfter zum Alkohol ...

Kacey Dawson ist 22 Jahre alt und spielt in der Band Rapid Confession. Es ist aber nicht der Ruhm, der sie glücklich macht. Im Gegenteil. Um ihre Tage zu überstehen, greift sie immer öfter zum Alkohol und betäubt sich damit. Sie sehnt sich nur nach Anerkennung und Liebe. Diese bekommt sie zwar von ihren Fans, doch will sie diese lieber von ihren Eltern. Kacey ist in ihrer Familie unerwünscht. Jedes mal, wenn sie einen neuen Versuch macht und ihre Eltern anruft, wird sie wieder verletzt und abgewiesen.

Jonah ist 26 Jahre alt und hat ein neues Herz, weil sein altes nicht mehr mitgemacht hat. Er arbeitet rund um die Uhr. Zur Zeit ist er der Limousinenfahrer der Bank Rapid Confession und erlebt allerhand mit den Bandmitgliedern. Eines Nachts wird er gebeten, die betrunkene Kacey von einem Auftritt weg zu bringen, damit keine unangenehme Aufmerksamkeit besteht. Durch einige Zufälle ist er dazu gezwungen, sie mit sich nach Hause zu nehmen. Es passt ihm gar nicht, jemand wildfremden bei sich zu haben. Er will niemanden kennenlernen, er will keinen an sich ran lassen und doch liegt dort eine wunderschöne junge Frau, die seinen Verstand und sein krankes Herz nicht mehr los lässt.

All in ist ein tolles Buch, das in einem wunderschönen Schreibstil geschrieben ist. Man versinkt sehr schnell in dieser Geschichte. Und jedem wird klar sein, dass man nicht entscheidet ob und in wen man sich verliebt. Es bringt nicht, seine Gefühle zu leugnen oder zu ignorieren. Sie sind trotzdem vorhanden und stärker als jeder Wille. Jemand, der schon mal versucht hat, gegen seine Gefühle anzugehen, wird das kennen. Lasst es einfach sein. Die Liebe findet ihren eigenen Weg. Wann und wie und bei wem sie es will. Ihr habt keine Chance gegen sie.

Ich habe das Buch mit zu einem Arztbesuch genommen und schnell gemerkt, wenn ich weiter lesen werde, werde ich anfangen zu weinen. Also habe ich das Lesen tatsächlich auf zuhause beschränkt. Ich bin da sehr anfällig und wollte nicht in einem vollen Wartezimmer meine Tränen fließen lassen. Am Ende des Buches brauchte ich dann auch wirklich einige Taschentücher. Es ist ein sehr emotionales Buch. Ich habe mit Kacey gelitten, die um Anerkennung und Liebe flehte und ich habe es gehasst, das alle Hoffnung manchmal keinen Sinn macht. Manchmal muss man im Augenblick leben. Es gab sogar einige heiße Szenen, allerdings waren sie nebensächlich.

Veröffentlicht am 18.12.2018

Manchmal muss man sich einfach bewegen um vorwärts zu kommen.

Die wundersame Erkundung der Farbe Moll
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Mona, die sonst den Menschen eine gute Beratung ist, um für die Zukunft zu sorgen, steckt in einer Krise. Hat sie bei all der Hilfe für die anderen Menschen sich selbst vergessen? Sie selber weiß zur Zeit ...

Mona, die sonst den Menschen eine gute Beratung ist, um für die Zukunft zu sorgen, steckt in einer Krise. Hat sie bei all der Hilfe für die anderen Menschen sich selbst vergessen? Sie selber weiß zur Zeit einfach nicht wer sie ist und wo sie sein möchte. Alles um sie herum scheint wertlos und trist zu sein. Nichts macht ihr mehr Freude. Sie fühlt sich krank und ausgelaugt. So nimmt sie ganz plötzlich ein Paar Tage frei, weil sie merkt, dass es so einfach nicht mehr weiter gehen kann. Zuhause angekommen, sieht sie ihren Nachbarn, der so aussieht, wie sie sich fühlt. Ausgelaugt und müde. Jedoch hat er eine Tasche in der Hand. Die beiden haben sich bisher nur durch ihre Fenster beobachtet und stumm gegrüßt. Doch heute winkt ihr Nachbar sich zu sich runter. Ben ist 34 und auf der Flucht. Auf der Flucht vor seinem Leben und sich selber und fragt Mona ganz spontan ob sie mitfahren möchte. Ohne lange zu überlegen, packt sie eine Tasche und steigt in das Auto dieses wildfremden Mannes.

Ich persönlich würde sie als erstes für verrückt erklären. Aber vielleicht muss man manchmal im Leben auch einfach wahnsinnig lebensmüde sein, um dem Leben etwas abgewinnen zu können. Zumindest, wenn man sich so fühlt wie diese beiden Menschen.

Tatsächlich ist der Schreibstil der Autorin sehr trist und düster, so das man sich genauso fühlen kann, wie die beiden Charaktere in diesem Buch. Ich fühlte mich trübsinnig und alles wirkte farblos. Für die beiden war das Treffen ein reiner Segen, denn irgendwie haben sie es geschafft, in ihren dunkelsten Stunden einen Halt zu finden und einfach aufzubrechen. Manchmal muss man sich einfach bewegen, um vorwärts zu kommen. Was man aber nicht verwechseln darf, mit dem davonlaufen. Denn davonlaufen bringt gar nichts. Man kann zwar vor einer Situation flüchten, aber niemals vor sich selber und seinen Problemen. Meistens werden sie noch schlimmer, wenn man sie einfach ignoriert.

Man merkt genau, wie sich die Welt für Mona nach und nach verändert. Sie einfach ihren Blickwinkel ändert und zu schätzen weiß, was sie sieht und es einfach genießt. Bei Ben ist dies leider nicht so ganz der Fall. Er wirkte zwar sympathisch, war mir allerdings auch etwas zu nervig mit seiner Sprache. Er Spricht Denglish. Vermischt einfach Deutsche Sätze mit einzelnen Wörtern aus der Englischen Sprache, wodurch er sehr aufgesetzt wirkte. Das man im Normalfall in wenigen Tagen eine Erlösung hat wirkt zwar im ersten Moment unglaubwürdig, aber manchmal braucht es nur eine einzige Sekunde. Das ist bei jedem Menschen unterschiedlich und jedem hilft etwas anderes.

Ansonsten war das Buch zwar nicht sehr unterhaltsam, könnte aber eine Hilfestellung für viele Menschen sein, die in einer Zeit leben, in der sie sich verloren haben. Natürlich hilft das Buch einem nicht sich selbst zu finden. Aber vielleicht hilft es einem beim Aufbrechen, sich selbst zu suchen. Lernt euch und eure Umgebung wieder schätzen. Kümmert euch um euch und eure Bedürfnisse. Denn nur, wenn es euch gut geht, könnt ihr auch anderen eine Stütze sein.