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Veröffentlicht am 27.11.2018

Dauerwerbesendung für ein Abnehmprogramm, dem ich gegenüber sehr kritisch bin.

Abnehmen mit Köpfchen
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Jeder hat sicher einen Grund, weshalb er zu diesem Buch gegriffen hat. Bei mir war es das Zunehmen nachdem ich aufgehört habe zu Rauchen.
Auch ich habe unzählige Diäten gemacht gemacht, mit mehr oder ...

Jeder hat sicher einen Grund, weshalb er zu diesem Buch gegriffen hat. Bei mir war es das Zunehmen nachdem ich aufgehört habe zu Rauchen.
Auch ich habe unzählige Diäten gemacht gemacht, mit mehr oder weniger Erfolg. Vor Jahren habe ich dann meine Ernährung umgestellt und es war super. Doch nach dem ich das Rauchen aufgab, habe ich wieder gegessen, wie vorher. Deshalb wollte ich mich mal wieder etwas einlesen, in eine Lektüre über gesunde Ernährung (auch, wenn wir alle wissen, was wir essen sollten und was nicht).

Wir finden in diesem Buch eine Inhaltsangabe, falls diese Strategie etwas für einen ist. So kann man in Bereiche zurück, die man gerade braucht. Ich nenne es bewusst „Strategie“, wie es auch im Klappentext erwähnt wird, weil ich mich persönlich schwer damit tue es „Ernährungsumstellung“ zu nennen. Für mich ist eine Ernährungsumstellung etwas positives und das ist auch wichtig. In diesem Buch fehlt mir allerdings das sichtbare Positive. Nicht die 14 Fallbeispiele, die in diesem Buch vorkommen und von ihren Abnehmerfolgen schreiben. Die gibt es bei vielen anderen bekannten Abnehmstrategien auch, und genau so sehe ich dieses Programm hier. Es ist nichts anderes. Ich würde es nicht besser als das wohl bekannteste Programm WW bezeichnen. Tatsächlich empfinde ich persönlich es sogar als negativer.

Dr. Susan Peirce Thompson ist Proffessorin für Neuro- und Kognitionswissenschaft sowie eine Expertin für die Psychologie des Essens und kennt das auf und ab mit dem Gewicht. Sie musste auch einige andere Süchte bewältigen und hatte es deshalb vielleicht sogar etwas schwieriger das Richtige für sich zu entdecken. Ich selber hatte durch die ganzen Titel von der Autorin erst mal die Sorge, dass die Lektüre sehr trocken werden würde. Sie erklärte jedoch sehr gut und verständlich, wie das Gehirn mit Essen in Verbindung funktioniert und man nimmt etwas aus diesem Teil des Buches mit.
Auf S. 17 schreibt sie dann einen wunderbaren Teil, den jeder sich merken sollte, bevor er sich bei einem Rückschlag fertig macht. „ Übergewicht hat weder etwas mit mangelnder Willenskraft noch moralischem Versagen zu tun, sondern ist vielmehr das Nebenprodukt eines Gehirns, das vom modernen Nahrungsangebot gekapert wurde.“
Natürlich bestimmen wir selber, was in unserem Mund landet. Aber auch die Lebensmittelindustrie sollte doch eine gewisse Verpflichtung haben. Sobald man die Inhaltsangaben von Verpackungen prüft, wird man geschockt, wo überall Zucker drin ist. Deshalb so frisch wie möglich einkaufen.
Mir hat auch gefallen, wie Susan Pierce Thompson Mehl in Verbindung mit unserem Gehirn beschrieben hat. Man solle Zucker und Mehl als Droge betrachten. Für ich klingt das alles logisch und das gehört zu einer Ernährungsumstellung. Doch bei dieser Strategie soll man nicht auf natürlichen Zucker oder Vollkornprodukten umsteigen und weniger davon essen, sondern man soll vollständig auf Mehl und Zucker verzichten.
Damit bin ich dann schon raus. Ich kann mir das nicht vorstellen. Aber vielleicht möchten andere dies gerne versuchen und haben damit Erfolg.

Doch es ist eher negatives in diesem Buch vorhanden, als positives, das ich mitnahm. Ich kam mir beim Lesen vor, als schaue ich eine Dauerwerbesendung. Wie oft ich „Bright Line Eating“ las, konnte ich gar nicht mehr Zählen. Die anderen Abnehmprogramme wurden herunter gewürdigt, weil sie das weitere Leben bestimmen. Und ja, so ist es. Wenn man bei WW nach dem Zielgewicht aufhört zu zählen, kann das Gewicht ganz schnell wieder Bergauf gehen. Bei anderen Strategien ist es das gleiche. Nehmen wir eine Entschlackungskur, Kohlsuppendiät oder das Kalorienzählen. Sobald es vorbei ist, geht das Gewicht wieder hoch. Doch das gleiche ist hier bei Bright Line Eating. Sobald man wieder Mehl und Zucker zu sich nimmt, nimmt man wieder zu. Aber gut, nehmen wir an man will sein Leben lang auf Zucker und Mehl verzichten und das wäre alles. Ist es aber nicht. Denn zusätzlich soll man noch seine Mahlzeiten auswiegen, immer zur selben Zeit essen, beim Kochen nicht abschmecken. Da ist der JoJo effekt für mich vorprogrammiert.

Dafür das Dr. Susan Thompson so viele Süchte überwunden und für sich den richtigen Weg gefunden hat, kommt es mir vor, als ersetze sie ihre anderen Süchte durch eine Kontrollsucht. Sie wirkt fast als hätte sie eine neurotische Zwangsstörung und muss alles penibel planen. Die Küchenwaage mit in Restaurants nehmen, wenn eine halbe Bohne zu viel auf dem Teller liegt, dann muss sie weg. Das Essen mit in Hotels nehmen, die Caterer von Brautleuten anrufen und nach dem Essen fragen, oder einfach das Essen mitbringen und im Auto essen. Auch wenn man mit einer Freundin spazieren geht und es nicht rechtzeitig zur Mahlzeit nach Hause schafft, soll Besteck und Essen einfach zum Spazierengehen mitnehmen. Jeden Abend soll man dann noch ein Versprechen abgeben, am besten an Freunde oder Fremde und alles notieren in gefühlt fünf Büchern. Und da sagt sie, sie habe diese Strategie entwickelt, damit man nicht mehr ständig ans Essen denkt. Man fühlt sich schon beim Lesen unter Druck gesetzt. Hinzu kommt noch, dass sie sagt, Sport sei nicht gut am Anfang, da es Zuviel Willenskraft kostet. Man soll am Vortag entscheiden, was man isst und das darf man dann am nächsten Tag nicht spontan abändern. Allerdings widerspricht sie sich da wenig später selber, bei den Tauschgeschäften. Ihre Glaubwürdigkeit lies mit jeder weiteren Seite mehr nach und ich schüttelte immer öfter den Kopf. Auch die Fußnoten waren sehr unübersichtlich. Anstatt sie unter jeder Seite zu erklären, findet man sie erst am Ende des Buches und müsste hin und herblättern.

Es mag sein das diese Strategie vielleicht für viele Hilfreich ist, für mich allerdings nicht. Ich will mich nicht vom Essen beherrschen lassen, sondern meine Ernährung umstellen. Weniger Mehl, weniger oder nur natürlichen Zucker. Einfach bewusster essen und nicht nebenbei. Viele haben schon ihr ganzes Leben lang mit ihrem Gewicht zu kämpfen und werden es sicher auch noch lange. Aber niemand sollte sich deshalb verrückt machen. Nichts geht von heute auf morgen und natürlich müssen wir selbst dafür sorgen, dass bessere Lebensmittel in unserem Körper landen. Deshalb sollte man sich trotzdem nicht alles verbieten. Sorgt für euch. Schaut beim Einkaufen bewusster auf die Lebensmittel. Und wenn ihr zu einer Geburtstagsparty eingeladen seid, dann esst einen Kuchen, wenn ihr ihn essen wollt. Aber ohne schlechtem Gewissen. Genießt ihn. Deshalb seid ihr nicht schlechter, als andere. Deshalb verratet ihr euch nicht selber und deshalb gebt ihr eure Abnehmpläne ja nicht auf. Es kommt einfach auf die Menge und die Häufigkeit drauf an.

Veröffentlicht am 20.11.2018

Von Still Broken wurde ich etwas enttäuscht. Zu viel von allem.

Still Broken
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Der Klappentext klang sehr vielversprechend und auch das Buch begann so, als ob es gefühlvoll und wunderbar werden könnte. Norah lernt ihre neue Mitbewohnerin kennen, die auch Max´s Schwester. Sie merkt ...

Der Klappentext klang sehr vielversprechend und auch das Buch begann so, als ob es gefühlvoll und wunderbar werden könnte. Norah lernt ihre neue Mitbewohnerin kennen, die auch Max´s Schwester. Sie merkt sehr schnell, dass die beiden Geheimnisse vor ihr haben. Aber sie denkt sich nicht sehr viel dabei, sondern vertieft sich in ihr Studium, da sie der geborene Streber (nicht negativ) ist. Die Charaktere in diesem Buch sind alle verschieden. Rachel ist sehr angepasst und liebt und lebt das typische Studentenleben. Ganz im Gegensatz zu ihrem Bruder Max, der eher ein typischer Bad Boy zu sein scheint. Brook und Lydia, Norah´s beste Freundinnen, sind unzertrennlich und während die eine die wahre Liebe sucht, probiert die andere alles aus. Mit Clark, sind die Charaktere perfekt, denn er ist Norahs großer Bruder und benimmt sich auch so. Trotz allem haben sie aber auch ein freundschaftliches und liebenswertes Verhältnis im Umgang miteinander.
Was mich positiv überraschte war, dass es das erste Mal war das ich eine realitätsnahe Beschreibung vom „ersten Mal“ bekam. Nicht dieses „Ich kam beim ersten Mal gleich dreimal und schrie seinen Namen“, sonder wirklich sehr real. Trotz erotischer Momente wird der Sex hier aber nicht ausgeschlachtet und wirkt dadurch nicht nervend. Mit dem oben genannten, wäre dieses Buch im Normalfall ein Garant für einen Erfolg. Doch das ABER folgt natürlich.

Leider fand ich aber auch, dass sich das Buch die erste Hälfte ganz schön in die Länge zog. Ich merkte, wie ich anfing Seiten nicht ganz so aufmerksam zu lesen und musste sie mehrmals lesen. Und dann verging die Zeit auf einmal wie im Flug. Es war Herbst und ein paar Seiten später Frühling. Dann war es drei Jahre später, nur um dann wieder zwei Jahre zurückzuspringen. Was war da los? Nun gut. Ich bin auch manchmal sehr verwirrt und springe in der Zeit hin und her, wenn ich etwas erzähle. Also schieben wir das mal beiseite. Gehen wir über zum Geschehen der Geschichte. Über was wird hier geschrieben? Ich kann es euch sagen. Über alles. Es wird einfach alles in dieses Buch rein geklatscht.
Jetzt musste ich wirklich ein Teil meiner Rezension löschen, denn sonst hätte ich euch in 3 Zeilen sagen können, was alles passiert. Man könnte es ja auch positiv sehen und sagen: „Wenn ihr einen Roman, Krimi, Drama etc. lesen wollt, dann seid ihr hier genau richtig“. Mir persönlich war es bei dem Potenzial einfach zu viel des guten. Alles war vorhersehbar und nicht unbedingt im positiven Sinne, sondern eher in dem ich mir dachte, jetzt müsste doch eigentlich noch dies und das passieren, dann haben wir alles abgedeckt. Und so war es dann auch.
Ich habe schon einen Krimiroman gelesen, der echt klasse war und auch hier wäre es machbar gewesen. Wenn mehr Fokus auf zwei Dinge oder Geschehnisse gelegen hätte und nicht auf zehn verschiedenen Baustellen, wäre sicher auch dieses Buch sehr gelungen gewesen. So war es für mich leider eine etwas schleichende Lektüre.

Veröffentlicht am 12.11.2018

Ein Roman, der für mich leider erst ab der Hälfte genug Gefühl rüber brachte

Maybe this Time - Und auf einmal ist alles ganz anders
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Nachdem Abigail ihren Mann mit zwei Cheerleaderinnen im Bett erwischt, ist für sie klar, dass sie die Scheidung will. Mit ihrer neunjährigen Tochter Dani will sie in ihrer Heimatstadt ein neues Leben aufbauen. ...

Nachdem Abigail ihren Mann mit zwei Cheerleaderinnen im Bett erwischt, ist für sie klar, dass sie die Scheidung will. Mit ihrer neunjährigen Tochter Dani will sie in ihrer Heimatstadt ein neues Leben aufbauen. Ihre Eltern sind ihr dabei zwar eine riesen Hilfe, doch sie möchte es alleine schaffen, was bedeutet, sich eine eigene Wohnung und einen Job zu suchen.

Als sie dann die Aussicht hat, eine Stelle auf Zeit als Vertretungslehrerin zu bekommen, ist ihr klar: Ab jetzt wird sie sehr viel Zeit mit Jackson verbringen. Dem Mann, der an der Schule der Eishockeytrainer ist und der sie immer wie den letzten Dreck behandelt hat. Doch auch das schreckt Abby nicht ab. Sie hofft einfach, dass sie ihm bestmöglich aus dem Weg gehen kann.

Diese Hoffnung löst sich allerdings in Luft auf, als Dani sich mit Taylor anfreundet und von jetzt an im Eishockeyteam mitspielen möchte…

Die Charaktere waren toll. Abigail war eine wunderbare Frau, die selber anpacken kann. Der Neuanfang gibt ihr viel Kraft. Dass sie nun auf sich gestellt ist und alleine für ihre Tochter sorgen muss, macht sie nur noch stärker. Sie ist intelligent, geschäftsmäßig, aber immer voller Liebe. Ihre Tochter wirkt mir fast zu erwachsen für ihr Alter, wobei sie auch zuhause nicht viel Zeit mit ihrem Vater verbringen konnte. Sie war meistens verständnisvoll und voller Lebensfreude.

Jackson war in diesem Buch der Traummann. Er war der Hausbauer, Ernährer, Softie, vor Kraft strotzende Mann und liebevoller Onkel. Er konnte einfach alles sein, was man gerade brauchte. Allerdings hatte er anfangs Vorurteile gegenüber Abigail. Schließlich ist ihr zukünftiger Exmann sein bester Freund. Aber nicht nur das. Jackson hatte früher Gefühle für Abigail und vielleicht einfach nur ein schlechtes Gewissen gegenüber Dean. Die beiden sind wie Katz und Maus und zicken sich gerne mal an, aber Dani und Abigail wachsen ihm ans Herz und er will nur das Beste für sie. Können die beiden Waffenruhe schließen, oder steckt viel mehr hinter ihren Sticheleien?

Dieses Buch hat sich immer wieder etwas hingezogen. Die Geschichte war toll, aber manchmal passierte einfach nichts oder sie trödelte einfach vor sich hin. Zwischendurch gab es sehr tolle Momente, die zwischen den Menschen passierten und ab ca. der Hälfte des Buches wurde es richtig toll. Aber warum musste ich 200 Seiten warten bis es prickelte und sprudelte?! Manchmal macht es das noch viel schlimmer, denn man weiß, die Autorin kann. Wenn man allerdings das ganze Buch liest, wird man auch mit etwas Erotik belohnt. Es nimmt nicht überhand, ist also angenehm, aber diese Szenen sind schon ganz schön detailliert. Ich fand die Szenen schön beschrieben.

Am Ende des Buches sind dann nochmal Auszüge aus dem vorherigen Buch Maybe This Kiss, indem es um Becky, Jacksons Schwester geht und einen Auszug aus dem im März 2019 erscheinenden Buch Maybe this Love, indem es um Ben, den Bruder der beiden geht.

Veröffentlicht am 10.11.2018

Gefühlschaos vorprogrammiert. Mein persönliches Lesehighlight bis jetzt in diesem Jahr.

Lost in a Kiss
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Wow – Rezension Ende.
Theoretisch würde dieses eine Wort ausreichen, um dieses Buch zu beschreiben. Allerdings ist das meine Meinung und wird euch kaum eine Hilfe sein, eine Entscheidung zu treffen, weshalb ...

Wow – Rezension Ende.
Theoretisch würde dieses eine Wort ausreichen, um dieses Buch zu beschreiben. Allerdings ist das meine Meinung und wird euch kaum eine Hilfe sein, eine Entscheidung zu treffen, weshalb ich dieses eine Wort für euch noch ein bisschen ausbaue.
Ich dachte ich wüsste ganz genau, was ich in diesem Buch bekomme. Sie hassen sich, ein Blick und es macht BÄM usw. Halt eins dieser Bücher, was man liest, weil man genau weiß, was man bekommt. Hier allerdings war es nicht ganz der Fall. Von Anfang an konnte ich mich in Aspen hineinfühlen. Ich habe mich für etwas geschämt, was nicht meine Schuld war, ich habe mich erniedrigt und gedemütigt gefühlt und angefangen zu weinen, und ich war in manchen Stellen des Buches zu tiefst verletzt. Aber am meisten spürte ich das mich Bram magisch anzog. So wie Schokolade, auf die du gerade keine Lust hast. Du weißt, sie ist nicht gut für dich und im Grunde ist sie auch gar nicht deine Geschmacksrichtung, aber du greifst doch immer wieder hin. Er ist einfach eine vereinnahmende Person. Man will ihn hassen, aber auch die Kleider vom Leibe reißen.
Ich konnte dieses Buch einfach nicht aus der Hand legen. Tatsächlich kommt hier auch einiges an Erotik vor, aber es stand für mich nie im Fokus. Ich hatte eher ein totales Gefühlschaos. Weinen, lachen, wütend sein. Alles war vorhanden.

Das Buch handelt überwiegend von der Fahrt, die Aspen mit Bram unternehmen. Die Charaktere sind super beschrieben. Man spürt die Spannungen zwischen den beiden und man weiß nie so recht, wann Bram wieder irgendetwas gegen den Strich geht. Er wirkt die meiste Zeit mürrisch und abweisend. Man hat das Gefühl, er würde nur seiner Schwester mit Liebe und Fürsorge begegnen. Doch ab und an bröckelt seine Fassade und man erkennt deutlich das noch etwas anderes dahinter steckt und er auch ganz andere Seiten hat.
Denn auch, wenn er fieser Kommentare in Aspens Richtung schießt und sie oft herablassend behandelt, hatte ich recht schnell das Gefühl, er empfindet etwas für sie. Dabei versucht er sie mit allen Mitteln zu vergraulen. Ob ihm das gelingt?

Veröffentlicht am 07.11.2018

Atemberaubend, witzig und gefühlvoll. Ein Buch aus den Briefen einer Liebe.

Eine Liebe über dem Meer
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Ich weiss jetzt schon, dass meine Rezension diesem Buch nicht gerecht werden kann! Als ich das erste mal von diesem Buch las, hatte ich eine ungefähre Vorstellung von ihm, doch diese Vorstellung wurde ...

Ich weiss jetzt schon, dass meine Rezension diesem Buch nicht gerecht werden kann! Als ich das erste mal von diesem Buch las, hatte ich eine ungefähre Vorstellung von ihm, doch diese Vorstellung wurde über weitem übertroffen! Ich lebte in diesem Buch, ich war Elspeth und fühlte mit ihr mit, als sie ihren ersten “Fanbrief” bekam. Doch zwischen den Zeilen, die zwischen ihr und David hin- und hergeschickt wurden, spürte man mehr. Man merkte die Liebe zwischen den beiden. Die verbotene Liebe, denn David war dabei sich zu verloben und Elspeth war bereits verheiratet. Ihre Partner erwähnten sie nur nebenbei und es wurde mehr aus ihnen. Die Sehnsucht zwischen den schreibenden wuchs so sehr an, dass Elspeth, obwohl sie panische Ängste hat, von ihrer Insel runterzukommen, und deshalb nie studiert hat, für David auf die Fähre steigt, nur um ihn zu sehen. Die Liebe wächst und sie haben schwere Zeiten vor sich.

Für mich war Elspeth eine wunderbare Person. Kreativ, witzig und so voller Liebe. Das ganze Buch verkörperte wahre Liebe. Sie war stark und bewundernswert. Sie wurde nicht immer verstanden, vielleicht sogar verachtet, aber sie blieb sich und ihren Gefühlen immer treu und war David immer ehrlich gegenüber, auch wenn es weh tat. Aber auch David hatte es nicht einfach. Als Nummer zwei verhielt er sich zwar nicht korrekt, doch was soll man schon gegen die Liebe tun. Und auch er war immer offen zu Elsbeth und opferte einiges Für sie.

Das Buch war so schön geschrieben, das ich nicht lange brauchte, mich sogar weigerte, es aus der Hand zu lesen, bis ich merkte, wir haben mitten in der Nacht. Oft habe ich gelacht, weil David und Elspeth sehr lustige Zeitgenossen waren, trotz des Leides, dass der Krieg, in dem sie sich befanden, mit sich brachte.

Das ganze Buch ist in Briefform geschrieben. Am Anfang schreiben nur David und Elsbeth. Dann wechselt die Zeit und Margaret schreibt mit ihrer Mutter Elspeth und ihrem Brieffreund Paul. Die Absätze sind dadurch schnell gelesen und man möchte natürlich auch die Antworten auf die jeweiligen Briefe lesen. Wenn ich dieses Buch in drei Worten beschreiben müsste, würde ich sagen, es ist atemberaubend, witzig und gefühlvoll.