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Veröffentlicht am 11.02.2026

Die Hoffnung verhindert das Trauern

Wie Schiffe auf stürmischer See
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Wie geht man als Familie oder Hinterbliebener damit um, wenn jemand aus der Familie verschwindet und man mit der Ungewissheit leben muss, ist derjenige tot wie hier von der Familie angenommen, oder lebt ...

Wie geht man als Familie oder Hinterbliebener damit um, wenn jemand aus der Familie verschwindet und man mit der Ungewissheit leben muss, ist derjenige tot wie hier von der Familie angenommen, oder lebt er vielleicht noch. Möchte man sich nicht an die Hoffnung klammern, dass die Person noch lebt. Die Ungewissheit bestimmt den Alltag, Grace und ihr demenzkranker Vater meistern ihr einfaches Leben, nur ein Ritual am Abend lässt sie Ruhe und Trost finden, eine Tonaufnahme des Seewetterberichts. Eines Tages steht eine junge Frau vor der Tür und behauptet die Tochter des vermissten Sohnes zu sein, sie trägt ein Bild bei sich, was sie und ihren Vater zwei Jahre nach seinem Verschwinden zeigt. Will man sich mit der nun für die Familie kommenden Geschichte auseinandersetzen, oder kann nicht besser alles so bleiben wie es ist. Die junge Dame scheint sehr entschlossen sich auf eine Reise zur Wahrheitsfindung zu begeben und schließlich schließen sich Grace und ihr Vater an. Eine Reise die die drei vor unterschiedliche Herausforderungen stellt und wer weiß, was sie letztendlich finden werden. Ein Buch, was in einer einfachen Schreibweise, offen und schnell zu lesen geschrieben ist und man ist als Leser ein wenig mit auf dieser kleinen Reise der doch sehr unterschiedlichen Menschen dabei. Fazit, ohne die Gewissheit zu haben, ob jemand der verschwunden ist tatsächlich tot ist, sollte man die Hoffnung nicht aufgeben. Liebe Grüße

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Pssst.. ich habe ein Geheimnis, möchte sie es hören?

Die Besucherin
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Ich weiß nicht, wo mich die Reise hinführt, ich fand „Blinde Date“ und „Home Sweet Home“ schon nicht so spannend, und auch in diesem Buch „Die Besucherin“ kommt nicht so richtig Spannung auf, man hätte ...

Ich weiß nicht, wo mich die Reise hinführt, ich fand „Blinde Date“ und „Home Sweet Home“ schon nicht so spannend, und auch in diesem Buch „Die Besucherin“ kommt nicht so richtig Spannung auf, man hätte der Geschichte noch mehr Tiefgang mit einer anderen Wendung geben können, weil eigentlich geschieht ja nicht wirklich etwas. Linda und ihre Freundin Carol sind alt geworden, für Carol geht der Weg in eine Demenz und Linda geht sie in einer Seniorenresidenz besuchen. Diese Besucher sind allerdings nicht der Hauptinhalt des Buches, sondern sie lernt auf der Station eine etwas eigenwillige ältere Dame kennen, die behauptet im laufe ihres Lebens Menschen ermordet zu haben, sie war Apothekerin und konnte somit die genau Mischung erstellen, dass es nie wie ein Mort, sondern wie ein natürlicher Tod aussah. Auch auf Station stirbt jemand unter dieses Umständen, hat Jenny da nachgeholfen oder ist das, was sie erzählt auch nur eine Auswirkung von alter und Demenz. Linda kann es auf jeden Fall nicht lassen Jenny zu besuchen, auch als ihre Freundin in eine andere Einrichtung verlegt wird. Vielleicht auch, um ihrem privaten Umfeld zu entfliehen. Bei ihr wohnen zurzeit eine ihrer Töchter nebst Mann, und das bringt Carols Lebens sehr durcheinander, und die Lage wird nicht besser. Das Buch hätte noch mehr Potenzial gehabt, weil es einige sehr interessante Handlungsstränge gibt. Das Ende wirkt ein wenig unrealistisch, war es wirklich so, fragt man sich als Leser? Ich denke Joy Fielding kann es besser und man darf als Leser sicherlich gespannt sein, was da noch kommt, nachdem wir ja Jahrelang von ihr verwöhnt worden sind. Liebe Grüße

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Veröffentlicht am 25.01.2026

"Niemand ist wie du und das ist deine Stärke"

Lola im Spiegel
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Nach „Der Junge, der das Universum verschlang“ kommt mit „Lola im Spiegel“ ein zweites Buch des Autors Trent Dalton , ein sehr emotionales Buch. Was sieht man, wenn man in einen Spiegel sieht, Lola, ein ...

Nach „Der Junge, der das Universum verschlang“ kommt mit „Lola im Spiegel“ ein zweites Buch des Autors Trent Dalton , ein sehr emotionales Buch. Was sieht man, wenn man in einen Spiegel sieht, Lola, ein 17-jähriges Mädchen scheint nicht nur sich selbst zu sehen, oder sieht sie sich gar nicht, sondern irgendwie die ganze Welt außerhalb ihres Vans auf einem Schrottplatz am Brisbans River. Sie hat nicht mal einen Namen, lebt in einer Welt mit Armut, Gewalt, dennoch mit einem gewissen Zusammenhalt wie kann man in so einem Leben jemand sein fragt man sich, welche Chance hat man. Das Buch hat zwischen in der Geschichte gewaltige und erzählende Illustration und entwickelt dadurch eine ganz eigene Sprache. Ein Buch mit so vielen Seiten ist oft langatmig, das macht hier Stellenweise auch den Eindruck, aber wenn man dabei bleibt ist es in einer sehr interessanten, sprachlich beeindruckenden Weise geschrieben. Das Cover spricht mich leider nicht an, aber das ist wohl Geschmacksache, ich persönlich finde es zu grell, aber dadurch fällt es auf und vielleicht soll es so sein, dass dadurch Lora und ihre Geschichte von vornherein doch auffällt, auch wenn es für Lola genau das nicht ist. Eine klare Leseempfehlung mit dem Wunsch, dass es noch mehr Bücher den Autors geben wird. Liebe Grüße

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Kommt Zeit, kommt Rache

Firewatch
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Ist Kian wirklich der Mörder von Aron, was ist geschehen von dem Zeitpunkt an, als Kian seinen Posten als Firewatch im kalifonischen Nationalpark verlassen hat und nie zurückgekehrt ist. Und warum hat ...

Ist Kian wirklich der Mörder von Aron, was ist geschehen von dem Zeitpunkt an, als Kian seinen Posten als Firewatch im kalifonischen Nationalpark verlassen hat und nie zurückgekehrt ist. Und warum hat die Polizei Aron nicht gefunden, gab es keine Beweise, kein noch so kleinsten Anhaltspunkt, was hat Kian dazu zu sagen gehabt, wird er fälschlicher Weise verdächtigt, wurde er überhaupt verdächtigt? Ein spannender Roman wo es zunächst keine Anhaltspunkte gibt, wagen zwei Jugendliche ein gewagtes Experiment Robin will Kian daten, aber ist das ein guter Gedanke? Ich hatte das Gefühl, das es nicht richtig ein Thriller ist, es driftet in eine Jugendroman ab, in eine queere Liebesgeschichte, die mit einigen ausführliche, verwirrenden, naiven Sexszenen versehen ist, wo man als Leser den Eindruck hat, der Spannungsfaden leidet ein wenig darunter, hätte es das so intensiv gebraucht? Die Kapitel wechseln zwischen Damals und heute, ein zusätzlich düstere Atmosphäre bringen die interessant gestalteten schwarzen Seiten, versehen mit weißer Schrift. Worin liegt die Stärke des Buches, sicherlich in falschen Fährten, vielen Wendungen, die den Leser immer wieder fragen lassen, wer ist den nun der Täter und das Ende führt noch einmal in eine gewissen Sprachlosigkeit. Ist das Buch eine Empfehlung, auf jeden Fall ist es ein sehr junger Roman, mit modernem Inhalt und doch dem Hang zum Thriller, ein Mix zwischen Romantik und Thriller, die es so selten zusammen zu lesen gibt und es liegt auch daran, was man als Leser erwartet, bei einer Altersangabe wäre ich definitiv im Jugendbereich. Liebe Grüße

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Veröffentlicht am 23.01.2026

Jesper Juul schreibt Pubertät ist "Pay-back Zeit"

Amokalarm
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Man hat beim Lesen dieses Buches den Eindruck das Leben selbst gleicht einem Amoklauf. Dieses Jugendbuch erzählt wie schwierig und explosiv die Zeit im jungen Erwachsenenalter ist oder sein kann. Eine ...

Man hat beim Lesen dieses Buches den Eindruck das Leben selbst gleicht einem Amoklauf. Dieses Jugendbuch erzählt wie schwierig und explosiv die Zeit im jungen Erwachsenenalter ist oder sein kann. Eine Zeit die von den Jugendlichen einen großen Wandel verlangt und das in allen Bereichen, irgendwie scheint nichts zusammen zu passen, alles entgleitet. In dieser Zeit benötigen junge Erwachsene besonders viel Aufmerksamkeit und Geduld und es liegt an uns Erwachsenen unserer Kinder durch diese Zeit zu begleiten, manchmal denkt man allerdings wie umarmt man einen Kaktus. Dieselbe Sorgfalt sollten Kinder und Jugendliche auch im Sozialen Umfeld erleben können, ein aufgefangen sein in der Gesellschaft. Leider muss man sich nun vor Augen halten, das dass oft so nicht gegeben ist, was aber auch voraussetzen würde, dass wir alle perfekt sind und das ist niemand. Die Geschichte in diesem Buch erzählt genau das, ein Schüler, der versucht sich anzupassen, gute Noten hat, ein tragendes Elternhaus, Freunde und sogar eine erste Liebe erfährt. Und dennoch geschieht etwas, was es aussehen lässt, als sei es genau dieser eine Funke gewesen was am Ende alles Kippen lässt und was bei ihm dazu geführt hat, das eigentlich nur seine Gefühle Amok gelaufen sind, er unverstanden und angeprangert wird, wie lässt sich hier Gehör bekommen, da war diese Amoksituation das Einzige, was ihm noch blieb?! Wie konnte es so weit kommen fragt man sich als Leser und das Buch liefert in leicht zu lesender, sehr offener Schreibweise wie es dazu kommen konnte. Dabei hält es bis zum Ende einen Spannungsfaden, quasi die Zündschnur. Ein Jugendroman der sich an junge Leser ab 12 Jahren richtet und indem sich so mancher sicherlich wiederfindet und bestätigt fühlt, also hier gerne eine Leseempfehlung. Das Buch kann aber auch ein Grundstein für ein Gespräch mit jungen Erwachsenen sein und daher auch hier eine Leseempfehlung, irgendwie muss ja manchmal den Einstig in ein Gespräch finden. Wir müssen unsere Kinder schützen, damit es verantwortlich und starke Erwachsene werden, in einer Welt, die immer schwieriger wird. Liebe Grüße

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