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Veröffentlicht am 26.11.2025

Habe den Mut, das Alte hinter dir zu lassen, damit das Neue dich finden kann

Der Himmel ist mein Meer
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Ich habe bei dem Cover etwas an "Die Wogen des Lebens" gedacht, in der Philosophie ist es die Auseinandersetzung mit einem guten und sinnvollem Leben und wann ist das Leben schon einmal eine ruhige See. ...

Ich habe bei dem Cover etwas an "Die Wogen des Lebens" gedacht, in der Philosophie ist es die Auseinandersetzung mit einem guten und sinnvollem Leben und wann ist das Leben schon einmal eine ruhige See. Und genau diese Wogen sind es die das Buch wiederspiegeln, durch ein Unglück verliert Johanna ihren Mann, bisher stand sie als Pfarrersfrau in der Öffentlichkeit, nun bleibt sie zunächst alleine zurück. Beim Ausräumen findet sie auf dem Dachboden eine Tür und genau hier beginnt eine Reise, eine Reise die Menschen zusammenführt, die sich sonst nicht getroffen hätten, eine Reise voller Erkenntnisse, Erlebnisse, Erinnerungen und letztendlich auch Abschieden. In einer warmherzigen Schreibweise, die sich durch das ganze Buch zieht geht man als Leser quasi mit auf diese Reise, man merkt am Schreibstil wie die Autorin selber sagt, dass das Buch ihr eine Herzensangelegenheit ist. Was genau die Protagonisten auf ihrer Reise erleben und wohin es sie letztendlich führen wird, wird hier natürlich nicht verraten, lesen Sie es gerne selber, es lohnt sich auf jeden Fall. Ich habe dieses Buch gerne gelesen, es ist aufgrund der Verarbeitung schwer in der Hand zu halten, die Seiten sind ein wenig störrisch würde man sagen, aber das nur am Rande. Vielen Dank.

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Veröffentlicht am 13.11.2025

Auch die längste Nacht hat ein Ende, und der Morgen bringt Licht und Hoffnung

In den Scherben das Licht
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In den Scherben das Licht, in den Scherben die Zukunft oder das Leben so gut es eben geht im Nachkriegsdeutschland. Der Hungerwinter 1946/47 wird sich viele Menschen holen, entweder weil sie verhungern, ...

In den Scherben das Licht, in den Scherben die Zukunft oder das Leben so gut es eben geht im Nachkriegsdeutschland. Der Hungerwinter 1946/47 wird sich viele Menschen holen, entweder weil sie verhungern, erfrieren oder an einer Krankheit sterben. Wer den Krieg überlebt hatte musste nun die Kälte überleben, in diesem „weißen Tod“ und „schwarzen Hunger“ bezeichneten Winter starben zirka 100.000 Menschen schätzen Historiker. Die Nachkriegszeit birgt viel Geschichten, sei es ein positiver Blick in die Zukunft oder Narben des Krieges, man möchte vergessen dürfen. Die Stadt Hamburg im Nachkriegsdeutschland scheint viel Geschichten zu haben die erzählt werden möchten, nach der Trilogie „Töchter einer neuen Zeit“ nimmt uns die Autorin wieder mit in Geschichten über Menschen in Hamburg. In einer warmherzigen Schreibweise, wie wir es von der Autorin bereits kennen ist auch diese Geschichte geschrieben, die Geschichten von Carmen Korn beginnen sofort, es gibt keine große Einleitung, sondern man ist gleich im Geschehen. Das Buch birgt ein suchen, ein finden, neue Wege und große Hoffnungen. Auf den genauen Inhalt des Buches möchte ich hier nicht eingehen, das können sie als Leser selbst erleben. Was mir an dem Buch nicht ganz so gut gefallen hat, es wirkt ein wenig langatmig und ein immer wiederkehrender Namenswechsel macht es ab und zu unübersichtlich und hemmt den Lesefluss, dennoch es ist ein unverwechselbares Carmen Korn Buch wie wir die Autorin bisher erlebt haben und sicherlich auch noch weiterhin erleben werden, auch der Titel des Buches und die Farbgestaltung sind gut gewählt und lassen Hoffnung erahnen. Vielen Dank.

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Veröffentlicht am 08.11.2025

Nein sagen dürfen, lernen eigene Grenzen zu setzten

Nein ist Nein! Das gilt für Groß und Klein
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Wichtig, wichtig, wichtig möchte man sagen, selbst als Erwachsener ist es manchmal schwierig die eigenen Grenzen zu bewahren, weil es immer wieder jemanden gibt dem diese Grenzen und damit der eigenen ...

Wichtig, wichtig, wichtig möchte man sagen, selbst als Erwachsener ist es manchmal schwierig die eigenen Grenzen zu bewahren, weil es immer wieder jemanden gibt dem diese Grenzen und damit der eigenen Schutz egal sind. Kindern benötigen einen ganz besonderen Schutz, sie sind kleine Menschen, die ihren Weg ins Leben erst noch finden müssen und keinem steht es zu diese Grenzen zu missachten. Nein heißt nein und das gilt für alle, ob groß oder klein. Passend zum Kinderschutz-Rap der in diesem Buch über den QR-Code direkt abgespielt werden kann, gibt dieses Buch dazu noch kleine Anleitungen, so lässt sich veranschaulichen wie man Nein sagt, laut und bestimmt, das lässt sich üben und es ist wichtig das zu können. Als Erwachsene müssen wir Lernen unsere Kindern zu selbstbewussten Menschen zu erziehen, die für ihre eigenen Grenzen eintreten können und müssen und auch ein Vertrauen in sich und ihr Umfeld bekommen um letztendlich ihren Weg zu finden.

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Veröffentlicht am 28.10.2025

Am Ende wird alles gut – und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende

Jetzt gerade ist alles gut
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Ich denke jeder wird das auf die ein oder andere Art kennen, man hat das Gefühl gerade im Moment läuft es und dann geschieht etwas und plötzlich ist alles anders, und diese Momente, die das Leben verändern ...

Ich denke jeder wird das auf die ein oder andere Art kennen, man hat das Gefühl gerade im Moment läuft es und dann geschieht etwas und plötzlich ist alles anders, und diese Momente, die das Leben verändern sind Vielfältig, sei es eine Erkrankung, eine Sorge die gestern noch nicht da war, eine Trennung oder gar das Versterben eines nahstehenden Menschen. Das Leben sagt, das in jedem schwierigen auch eine Chance liegt. Ein schöner Gedanken, das jetzt gerade alles gut ist, aber wann ist es das? Dieses kleine Buch möchte man sagen enthält eine warmherzig einfache Geschichte, darüber was ein kleiner Schnitt in den Finger für Auswirkungen haben kann, dass eine Urlaubsreise nicht starten konnte sonders die Reise im Operationssaal endete, mit der Erkenntnis, dass es gerade noch einmal gut gegangen ist. Allerdings ändert es die Lebenseinstellung des Protagonisten, es wirkt, als sei er entschleunigt. Er lernt neue Menschen kennen, die er sonst wahrscheinlich so nicht getroffen hätte. Muss aber auch sehen, dass ein Freund sich verabschiedet hat, ohne mit ihm zuvor das Gespräch zu suchen. Ich finde der Protagonist hat eine ganz eigene Art sein Leben neu zu betrachten um letztendlich zu sehen wie kostbar es ist. Ein Buch was unterhalten möchte, passend zur herbstlichen Jahreszeit, aufs Sofa kuscheln und lesend überlegen, was macht eigentlich das Leben aus, was macht mein Leben aus. Liebe Grüße

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Veröffentlicht am 28.10.2025

Versuche nichts zu verbergen, denn die Zeit, die alles hört und sieht, deckt es doch auf

HEN NA IE - Das seltsame Haus
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Im japanischem bedeutet Tadaima „Ich bin wieder da“ und soll allen Mitbewohnern signalisieren, dass man das Haus betreten hat. Nach "Seltsame Bilder" ist „Das seltsame Haus“ das zweite Buch, nein, ein ...

Im japanischem bedeutet Tadaima „Ich bin wieder da“ und soll allen Mitbewohnern signalisieren, dass man das Haus betreten hat. Nach "Seltsame Bilder" ist „Das seltsame Haus“ das zweite Buch, nein, ein Vorgängerbuch des japanischen Autors Uketsu. Wenn man ein Haus kaufen möchte, nach welchen Kriterien sucht man es aus. Möchte man nicht ein Zuhause schaffen, einen Rückzugsort, Behaglichkeit? Dieses Haus scheint das alles nicht zu bieten, warum also sollte man es kaufen wollen, ist die Neugierde hier größer als jede Vorsicht, was wenn das Haus dich am Ende förmlich verschlingt. Das Buch bietet als Orientierung mehrere Grundrisse eines Hauses, miträtseln war ausdrücklich gewünscht und tatsächlich sieht man sofort Ungereimtheiten, was ist hier geschehen, oder was wird hier geschehen. Das Buch und die Erzählweise erzeugt von Anfang an eine wirkungsvolle True-Crime-Stimmung, die unter die Haut geht. Schwierig oder etwa unübersichtlich fand ich ein wenig die vielen Namen, die Familienbeziehungen und historischen Begebenheiten, das Buch setzt einige Kenntnisse in japanische Rituale und der Kultur des Landes voraus. Das Buch ist in Dialogform geschrieben, was mir gut gefallen hat. Gibt es ein Fazit zu diesem Buch habe ich mich gefragt, schwer zu sagen, vielleicht liegt es an der deutschen Übersetzung, das einiges ungereimt wirkt, aber es ist ein faszinierendes und zugleich verstörendes Buch und ich bin gespannt wie sich der Autor weiter entwickeln wird, und welches Buch als nächstes kommt, es ist auf jeden Fall ausbaufähig. Das der Autor Uketsu verwirren möchte zeigt sich nicht nur in Buch, sondern er selber verbirgt seine Identität durch das Tragen einer Maske und eines Ganzkörperanzugs, was möchte er damit ausdrücken, er ist also selber ein Geheimnis. Ich habe „Seltsame Bilder“ nicht gelesen, werde das aber nachholen um auch noch einmal einen Vergleich zu haben. Liebe Grüße

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