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Veröffentlicht am 30.10.2024

Sternenmütter (Eltern) sind nicht allein

So getragen bist du
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Heute möchte ich euch ein kleines, aber sehr berührendes Buch vorstellen.

Es gibt ein Thema, über das nicht gern gesprochen wird: eine Fehlgeburt. Paare, die sich ein Kind wünschen, aber keins bekommen, ...

Heute möchte ich euch ein kleines, aber sehr berührendes Buch vorstellen.

Es gibt ein Thema, über das nicht gern gesprochen wird: eine Fehlgeburt. Paare, die sich ein Kind wünschen, aber keins bekommen, oder die bereits ein Kind haben und sich ein weiteres wünschen, werden oft mit Fragen nach (weiterem) Nachwuchs konfrontiert. Diese Fragen sind meist gut gemeint. Doch oft wissen die Fragenden nicht, dass dieses Paar sich sehnlichst ein Kind wünscht – oder vielleicht einen Verlust erlitten hat.

Wenn Paare offen über ihren Verlust sprechen, stoßen sie oft auf gut gemeinte, aber unerwünschte Ratschläge oder auf Unverständnis.

Das Buch, das ich euch vorstellen möchte, richtet sich gezielt an Frauen und Paare, die Verluste erlebt haben. Es zeigt, dass man mit seiner Trauer nicht allein ist. Beim Lesen dieses Büchleins fand ich vieles, das mir direkt aus der Seele sprach. Manche Aussagen hätten auch von mir stammen können. Ich las das Buch mit Tränen in den Augen und musste es gelegentlich zur Seite legen, um meine eigenen Gefühle zu verarbeiten.

Das Buch enthält Geschichten von anderen Menschen, die Verluste erlebt haben, Gebete, und Ideen zur Trauerbewältigung. Auch Männer kommen zu Wort und berichten, wie sie den Verlust eines Kindes oder einer frühen Fehlgeburt erlebt haben.

Dieses kleine Buch spendet Trost, Verständnis und Hoffnung. Wenn du jemanden in deiner Familie oder im Freundeskreis kennst, der einen solchen Verlust erlebt hat, ist dieses Buch sicher ein wertvolles Geschenk. Ein herzliches Dankeschön an dich, liebe Carolin, für dieses besondere Geschenk.

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Veröffentlicht am 28.10.2024

Fremde und eigene Stacheln

Wie überlebe ich schwierige Menschen?
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Seit einiger Zeit beschäftige ich mich intensiv mit mir selbst und meiner Persönlichkeit. Was macht mich aus, und warum bin ich, wie ich bin? In diesem Zusammenhang bin ich in der Vorschau des Herbstprogramms ...

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich intensiv mit mir selbst und meiner Persönlichkeit. Was macht mich aus, und warum bin ich, wie ich bin? In diesem Zusammenhang bin ich in der Vorschau des Herbstprogramms von @franckebuch auf dieses Sachbuch gestoßen.

Dieses Buch hat mir geholfen, das Verhalten einiger Menschen, denen ich im Laufe meines Lebens begegnet bin, besser zu verstehen. Aber nicht nur das – es hat mir auch meine eigenen „Stacheln“ vor Augen geführt, an denen ich arbeiten möchte und werde.

Jörg Berger beschreibt sieben verschiedene Persönlichkeitstypen und erklärt diese anschaulich. Die Kapitel sind klar strukturiert: Zuerst stellt er eine Persönlichkeit vor und veranschaulicht sie durch ein realistisches Beispiel. Anschließend zeigt er, wie man den „Stachel“ dieser Person ziehen kann, also wie man mit ihr besser umgehen kann. Daraufhin gibt er den Lesenden konkrete Ratschläge, wie man schwierigen Menschen mit Nächstenliebe begegnen kann. Er betont jedoch auch, dass man manches akzeptieren muss, was sich nicht ändern lässt. Am Ende eines Kapitels zeigt er Wege auf, wie man eine Analyse des schwierigen Verhaltens vornehmen und weiter vorgehen kann.

Die Kapitel empfand ich als informativ, ohne dass diese mit Informationen überladen waren. Der Schreibstil war für mich angenehm zu lesen und gut verständlich. Das Buch ist in zwei Teile gegliedert: Im ersten Teil geht es um den Umgang mit anderen, im zweiten Teil um die eigenen „Stacheln“. Die Struktur der Kapitel ist in beiden Teilen ähnlich. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, dass der Autor den moralischen Zeigefinger erhebt. Besonders gut gefiel mir, dass Jörg Berger an passenden Stellen auch Bibelstellen einfließen lässt.

Ich fand dieses Buch äußerst hilfreich und kann es jedem, der sich mit den verschiedenen menschlichen Persönlichkeiten und vorallem sich selbst beschäftigen möchte, uneingeschränkt weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 15.10.2024

Schuld vergeben

Herbstglühen am Liliensee
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Das Finale der Jahreszeiten-Reihe entführte mich erneut in den wunderschönen Schwarzwald. Ich begegnete den Protagonisten, die man bereits als Hauptfiguren aus den vorherigen Bänden kannte. In einem leichten, ...

Das Finale der Jahreszeiten-Reihe entführte mich erneut in den wunderschönen Schwarzwald. Ich begegnete den Protagonisten, die man bereits als Hauptfiguren aus den vorherigen Bänden kannte. In einem leichten, fließenden und zugleich fesselnden Schreibstil las ich die wunderschöne Geschichte von Bärbel und Ralf.

Bärbel hat gerade ihr Lehramtsstudium abgeschlossen und ihre erste Stelle als Lehrerin in ihrer Heimat Vierbrüggen angetreten. Ralf ist Veterinärmediziner, und seine Heimatverbundenheit hat ihn zurück in seine Heimat geführt. Die Liebesbeziehung zwischen Bärbel und Ralf hat Elisabeth sehr behutsam in die Geschichte eingeflochten.

Im Mittelpunkt stehen jedoch vor allem selbst auferlegte Schuldgefühle. Mit dieser wundervollen und stellenweise humorvollen Geschichte zeigt die Autorin, dass Gott uns mit all unseren Fehlern liebt. Er vergibt uns unsere Schuld, und deshalb sollten auch wir uns selbst vergeben!

Ich habe es genossen, literarisch im Schwarzwald zu verweilen. Alle Protagonisten sind mir ans Herz gewachsen, besonders der alte Johann, der sich trotz seines Alters seinen Lausbubencharme bewahrt hat. So schade das diese Reihe nun beendet ist, denn ich würde gerne erneut in diese Welt eintauchen. Wie ihr merkt, bin ich begeistert und empfehle dieses Buch sowie die vorherigen Bände sehr gerne weiter.

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Veröffentlicht am 12.10.2024

Gegen das Vergessen

Das Versprechen eines neuen Tages
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Dorothea Morgenroth entführt die Leser in einen kleinen Ort im Süden Deutschlands und erzählt die Geschichte zweier junger Menschen, die zur Zeit des Zweiten Weltkriegs lebten. Sie veranschaulicht eindrucksvoll ...

Dorothea Morgenroth entführt die Leser in einen kleinen Ort im Süden Deutschlands und erzählt die Geschichte zweier junger Menschen, die zur Zeit des Zweiten Weltkriegs lebten. Sie veranschaulicht eindrucksvoll die Herrschaft des Nationalsozialismus und führt den Lesern die damalige Zeit in einem leichten, flüssigen und lockeren Schreibstil vor Augen.

Besonders authentisch beschreibt sie die beiden Hauptfiguren, Betti und Konrad. Beide sind äußerst sympathisch dargestellt, und während des Lesens spürt man Betti’s Schmerz ebenso wie Konrads innere Zerrissenheit.

Doch wer sind Betti und Konrad?

Betti ist eine ungarische Jüdin, die in einem Konzentrationslager lebt und zur Arbeit in einem geheimen Waldstück gezwungen wird. Konrad hingegen ist Wehrmachtssoldat bei der deutschen Luftwaffe. Kurz vor Kriegsende verlieren die beiden sich aus den Augen und begegnen sich erst 15 Jahre später wieder.

Wie es ihnen ergangen ist und was sie durchgemacht haben, müsst ihr selbst nachlesen.

Dorothea Morgenroth gelingt es hervorragend, die damalige Zeit einzufangen: die Verzweiflung und den Verlust des Glaubens an einen liebenden Gott, aber auch die Grausamkeit der Menschen, die als Aufseher in den KZ-Lagern tätig waren. Ebenso eindrucksvoll schildert sie die Zerrissenheit jener, die das Unrecht erkannten, aber nicht wussten, wie sie sich verhalten sollten.

Meine Rezension möchte ich mit einem Zitat von Seite 249 abschließen: „Trotz allem, was damals geschah, eben dennoch, erfahre ich persönlich als Christ Gott als einen treuen Hüter und einen liebenden Vater für seine Geschöpfe und für mich als sein Kind.“

Dieses Buch hat mich tief berührt, und ich empfehle es wärmstens weiter.

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Veröffentlicht am 23.08.2024

Wenn Träume wahr werden sollen

Das Land, von dem ich träume
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Ivy McQuid ist die jüngste Schwester von Wyatt, Flynn und Brody. Der Leser hat sie bereits in den ersten drei Bänden kennengelernt. Sie wurde als ein Wildfang beschrieben, der kein Blatt vor den Mund nimmt. ...

Ivy McQuid ist die jüngste Schwester von Wyatt, Flynn und Brody. Der Leser hat sie bereits in den ersten drei Bänden kennengelernt. Sie wurde als ein Wildfang beschrieben, der kein Blatt vor den Mund nimmt. Oft brachte sie mich zum Schmunzeln, und manchmal trieb sie mich mit ihrer großen Klappe zur Weißglut.

In diesem Buch hat Jody Hedlund Ivy‘s Geschichte erzählt, und ich muss sagen, sie hat mir sehr gut gefallen. Ich konnte Ivys Gefühle nachempfinden, ihre Gedanken verstehen. Ich spürte ihre Sehnsucht, endlich irgendwo anzukommen. Sie wünscht sich ein eigenes Heim und möchte nicht länger zwischen ihren Brüdern hin- und herziehen müssen. Ivy ist reifer geworden, doch der kleine Wildfang steckt immer noch in ihr. Um ihren Traum von einem eigenen Stück Land zu verwirklichen, verkleidet sie sich als junger Bursche und nimmt an waghalsigen Rodeos teil. Eines Tages trifft sie dort auf Jericho Bliss, den sie seit ihrer Kindheit liebt.

Jericho ist zurück und gerät schnell in ein Gefühlschaos. Auf der einen Seite steht Ivy, das Mädchen, das er liebt, auf der anderen Seite sein gefährlicher Beruf. Aus diesem Grund will er nicht heiraten. Doch das Leben hat andere Pläne.

Jody Hedlund ist es erneut gelungen, einen zauberhaften und fesselnden Roman zu schreiben. Ihr Schreibstil ist wundervoll, flüssig und leicht zu lesen. Besonders gut ist es ihr gelungen, christliche Aspekte in die Geschichte zu integrieren. Sie zeigt auf, dass jede Entscheidung, die ein Mensch trifft, auch Auswirkungen auf seine Mitmenschen hat. Es ist ein wunderbares Buch, das ich gerne weiterempfehle. Ich freue mich schon auf den letzten Band dieser Reihe und auf die Geschichte von Dylan McQuid.

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