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Veröffentlicht am 15.02.2026

Ein Hexeninternat voller Geheimnisse

Bearbind Lyceum - Thilda
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Gegen ihren Willen und ohne Vorwarnung wird die 16-jährige Thilda auf ein Internat geschickt, und zwar ausgerechnet auf das Bearbind Lyceum, das bereits ihre Stiefmutter besucht hat. Schnell wird deutlich, ...

Gegen ihren Willen und ohne Vorwarnung wird die 16-jährige Thilda auf ein Internat geschickt, und zwar ausgerechnet auf das Bearbind Lyceum, das bereits ihre Stiefmutter besucht hat. Schnell wird deutlich, dass es sich dabei nicht um eine gewöhnliche Schule handelt, sondern um eine Ausbildungsstätte für Hexen. Statt eines herzlichen Empfangs erwarten Thilda offene Ablehnung und gezielte Schikanen seitens ihrer Mitschülerinnen. Als im Zuge eines dunklen Rituals ein Dämon an sie gebunden wird und sich zudem ein Schutzgeist zu erkennen gibt, von dem sie bislang nichts wusste, wird klar, dass es weit mehr Gründe für ihren Aufenthalt gibt, als sie zunächst vermutet hat.

Der Einstieg in die Geschichte ist sehr gelungen. Kaum ist man gemeinsam mit Thilda im Internat angekommen, spürt man die bedrückende Stimmung und die unterschwellige Feindseligkeit deutlich. Gerade der unfreundliche Empfang und die angespannte Situation unter den Mitschülerinnen haben bei mir sofort Neugier geweckt, wie sich diese Dynamik weiterentwickeln wird. Im weiteren Verlauf rückt die anfängliche Düsternis jedoch zunehmend in den Hintergrund und der Fokus liegt stärker auf Thildas Alltag im Internat sowie auf den unterschiedlichen Gruppierungen und deren Schikanen gegenüber Thilda. Das sorgt einerseits für mehr Orientierung innerhalb der Welt, andererseits hatte ich stellenweise das Gefühl, dass sich die Handlung dadurch etwas in die Länge zieht. Die Entwicklungen rund um Thildas Kräfte und deren Erweckung sind grundsätzlich spannend angelegt, aber es war auch abzusehen dass diese nicht unbemerkt bleiben werden. Weniger überzeugen konnte mich hingegen ihre persönliche Entwicklung. Zwar erfährt sie viel über die magische Welt und ihre eigenen Fähigkeiten, doch in ihrem Handeln und im Umgang mit den Ereignissen wirkt sie am Ende kaum gefestigter als zu Beginn. Auch die Motive mancher Figuren bleiben für mich zu unklar. Hier hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht oder zumindest, dass einzelne Fragen im Verlauf der Geschichte aufgegriffen und teilweise aufgelöst werden. Das Ende kommt vergleichsweise schnell und lässt einige offene Fragezeichen zurück. Der Epilog an sich hat mir gut gefallen, wirkte jedoch etwas abrupt, fast so, als würde ein Zwischenschritt fehlen.

Insgesamt bietet die Geschichte eine interessante Grundidee, ein stimmiges Setting und einige spannende Ansätze rund um das düstere Internat für junge Hexen. Dennoch konnten mich die fehlende Tiefe in der Figurenentwicklung sowie die vielen offenen Fragen nicht vollständig überzeugen.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Starker Auftakt mit überzeugender Protagonistin

Vesselless – Mein verräterisches Herz
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Nizzara ist die Thronerbin des Königreichs Zarr, doch bevor sie ihren Anspruch geltend machen kann, muss sie sich in den Duellen beweisen. Ausgerechnet der Geist des rechtmäßigen Königs Dagen bietet ihr ...

Nizzara ist die Thronerbin des Königreichs Zarr, doch bevor sie ihren Anspruch geltend machen kann, muss sie sich in den Duellen beweisen. Ausgerechnet der Geist des rechtmäßigen Königs Dagen bietet ihr dabei seine Hilfe an. Anfangs steht Nizzara ihm skeptisch gegenüber, doch schon bald wird klar, dass sie auf seine Unterstützung angewiesen ist. Was sie nicht weiß: Dagen hat eine Vereinbarung mit dem Gott des Todes getroffen und soll ihre Seele im Tausch gegen seine eigene Freiheit opfern.

Durch den angenehmen und fesselnden Schreibstil der Autorin bin ich direkt gut in die Geschichte gestartet. Es hat zwar etwas gedauert, bis ich vollständig verstanden habe, wie diese Welt und ihr Magiesystem funktionieren, aber das lg vermutlich auch daran, dass Nizzara selbst nicht alle Details zu kennen scheint. Als Protagonistin hat sie mich dennoch überzeugt. Trotz ihrer schwierigen Kindheit ist sie zu einer jungen Frau herangewachsen, die bereit ist, Verantwortung zu übernehmen, für andere einzustehen und sich auch ihrem Vater entgegenzustellen. Besonders die Beziehung zu Dagen und deren Entwicklung fand ich sehr gelungen. Während sie zunächst noch sehr zurückhaltend miteinander umgehen, kommen sie sich im Verlaufe der Geschichte immer näher und man kann die Anziehung beim Lesen förmlich sp+ren. Zwischendurch zieht sich die Handlung allerdings etwas in die Länge. Erst gegen Ende nimmt die Geschichte wieder deutlich an Fahrt auf und mündet in einem starken Cliffhanger. Die leicht düstere Atmosphäre, die sich durch das gesamte Buch zieht, passt dabei sehr gut zur Handlung.

Ein gelungener Auftakt mit einer interessanten Protagonistin und düsterer Atmosphäre. Von mir gibt es daher 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Sechs Freunde, ein Geheimnis und kein Entkommen

Five Survive
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Eigentlich wollten die sechs Freunde einfach nur mit einem alten Campingbus zum Spring Break fahren. Doch plötzlich bleibt das Fahrzeug mitten im Wald liegen, und ohne Empfang können sie keine Hilfe rufen. ...

Eigentlich wollten die sechs Freunde einfach nur mit einem alten Campingbus zum Spring Break fahren. Doch plötzlich bleibt das Fahrzeug mitten im Wald liegen, und ohne Empfang können sie keine Hilfe rufen. Als wäre das nicht schon schlimm genug, wird auf die Gruppe geschossen, sobald sie den Bus verlassen. Über ein Funkgerät teilt der Schütze ihnen mit, dass er sie erst gehen lässt, wenn einer von ihnen sein Geheimnis preisgibt.

Durch den angenehmen und fesselnden Schreibstil der Autorin bin ich direkt gut in die Geschichte gestartet. Vor allem zu Beginn ist das Tempo hoch und es passiert so einiges. Im Verlauf der Handlung bleibt die Spannung nicht durchgehend konstant, was ich allerdings nicht unbedingt als negativ empfunden habe, da so Raum für die Charakterentwicklung bleibt. Gerade gegen Ende zieht die Spannung dann noch einmal deutlich an und die Ereignisse überschlagen sich förmlich.
Mit Red ist der Autorin außerdem eine interessante Erzählerin gelungen, deren besondere Sichtweise der Geschichte eine eigene Note verleiht. Auch die Dynamik zwischen den sechs Freunden fand ich gelungen, insbesondere wie sich ihr Verhalten und ihre Beziehungen unter dem zunehmenden Druck verändern. Dazu kommt eine durchgehend düstere Atmosphäre, die gut zur Handlung passt und die Bedrohung jederzeit spürbar macht.

Ein spannender Thriller mit starker Atmosphäre, interessanter Erzählerin und einem packenden Finale. Von mir gibt es daher 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Wiederholungen und Ungereimtheiten

Frostblumen in den Highlands
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Notfallchirurgin Zara Khan zieht für einen Neuanfang in die schottischen Highlands. Dort soll sie das Team der Glencoe Mountain Rescue unterstützen. Allerdings hat sie nicht mit dem attraktiven, grummeligen ...

Notfallchirurgin Zara Khan zieht für einen Neuanfang in die schottischen Highlands. Dort soll sie das Team der Glencoe Mountain Rescue unterstützen. Allerdings hat sie nicht mit dem attraktiven, grummeligen Einsatzleiter Duncan gerechnet, der ihre Gefühle auf den Kopf stellt.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig, sodass ich gut in die Geschichte starten konnte. Besonders das Setting hat mir sehr gefallen und war für mich ein Grund, die Geschichte lesen zu wollen. Leider enden hier auch größtenteils die positiven Aspekte. Zara war zunächst noch sympathisch, doch im Verlauf der Handlung hat sich dieser Eindruck stark verändert. Immer wieder beharrt sie stur auf ihrer Meinung, ohne die Auswirkungen ihres Handelns zu bedenken. Obwohl sie eigentlich eine erwachsene, selbstbewusste Frau sein soll, wirkt ihr Verhalten häufig wie das eines Teenagers. Hinzu kommt, dass sie Duncan nach nur einer Begegnung ihm diese immer wieder vorhält und ihn für alles verantwortlich macht, obwohl sie selbst der eigentliche Auslöser war. Von ihrem Verhalten während des Schneesturms will ich gar nicht anfangen.
Duncan mochte ich deutlich lieber, allerdings fehlt ihm über die gesamte Geschichte hinweg Tiefe. Zudem wiederholen sich Situationen und teilweise ganze Unterhaltungen mehrfach, was das Lesevergnügen schmälert. Teilweise liegt das daran, dass die Geschichte aus beiden Perspektiven erzählt wird, doch vieles wirkt unnötig doppelt. Manchmal scheint es, als hätten die Charaktere vergessen, was vorher geschehen ist und das sollte einfach nicht passieren. Auch sonst fallen mehrere Ungereimtheiten auf, die den Lesefluss deutlich stören.

Unsympathische Protagonistin, Wiederholungen und Ungereimtheiten stören den Lesefluss. Insgesamt konnte mich die Geschichte nicht überzeugen.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Der große Bruder des besten Freundes

Making Waves
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Schon seit Jahren ist Alex in den großen Bruder seines besten Freundes Bailey verliebt. Fast genauso lange sind die beiden Brüder allerdings zerstritten. Immer wieder versucht Alex, zwischen ihnen zu vermitteln, ...

Schon seit Jahren ist Alex in den großen Bruder seines besten Freundes Bailey verliebt. Fast genauso lange sind die beiden Brüder allerdings zerstritten. Immer wieder versucht Alex, zwischen ihnen zu vermitteln, doch Bailey lässt sich davon nicht abbringen. Nun studieren alle drei am selben College und für Alex wird es zunehmend schwieriger, die Anziehung zu Romy weiter zu verdrängen.

Dank des angenehmen Schreibstils bin ich direkt gut in die Geschichte gestartet. Besonders gefallen hat mir, dass aus beiden Perspektiven erzählt wird, da man sich so besser in die beiden Protagonisten hineinversetzen kann. Da die Geschichte der beiden allerdings schon lange vor dem eigentlichen Buch beginnt, bleibt der Spannungsbogen insgesamt eher flach. Statt großer Konflikte erwartet einen hier vor allem eine süße Wohlfühlgeschichte.
Nichtsdestotrotz geben Alex und Romy ein sehr stimmiges Paar ab und es war schön, ihnen dabei zuzusehen, wie sie sich Stück für Stück näherkommen. Mit Bailey hatte ich dagegen so meine Schwierigkeiten. Er verhält sich oft wie ein verzogenes Kind, und seine anhaltende Ablehnung gegenüber seinem Bruder war für mich nur schwer nachvollziehbar. Umso besser, dass er im Laufe der Geschichte erkennt, dass sein Verhalten nicht in Ordnung ist, und beginnt, an sich zu arbeiten.

Eine ruhige, süße Liebesgeschichte mit Wohlfühlcharakter, die vor allem von der Dynamik zwischen den Figuren lebt. Auch wenn der Spannungsbogen eher flach bleibt, überzeugt das Buch durch seinen angenehmen Schreibstil und sympathische Hauptfiguren.

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