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Veröffentlicht am 08.11.2021

Genialer Wortwitz gepaart mit exzellenter Ermittlungsarbeit

Todesschmerz
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Ich weiß noch wie sehr ich am Anfang darauf gehofft habe, dass der etwas eigenwillige Kauz Maarten S. Sneijder seine eigene Reihe bekommt und nun sind wir einfach schon beim 6.Band dieser Reihe angekommen ...

Ich weiß noch wie sehr ich am Anfang darauf gehofft habe, dass der etwas eigenwillige Kauz Maarten S. Sneijder seine eigene Reihe bekommt und nun sind wir einfach schon beim 6.Band dieser Reihe angekommen und ich weiß gar nicht, wann das alles passiert ist.
Und trotzdem, ich hab mich so gefreut und am Ende sind einfach nur Tod und Schmerz übrig, was diesen Band in meinen Augen perfekt beschreibt.
Ich mag seinen Schreibstil einfach so gern.
So fesselnd, einnehmend und bildhaft.
Die düstere ,todesbringende und drückende Atmosphäre passt einfach nur perfekt dazu.
Der Autor lässt uns auch hier wieder an unterschiedlichen Perspektiven teilhaben, wodurch es einfach so viel mehr an Tiefe und Intensität gewinnt.
Ich würde gern sagen, dass ich ganz besonders Maarten S. Sneijder in diesem Band mochte. Aber das wäre falsch.
Wobei Sneijder hier eine beachtliche Entwicklung hinlegt, was er wohl selbst am wenigsten von sich gedacht hätte.
Denn er lernt nicht nur mehr über Vertrauen, Loyalität und Empathie. Ihm wird vor allem klar, dass er nicht so allein ist, wie er immer dachte.
Andreas Gruber schickt hier Charaktere ins Rennen, die mich wirklich überrascht haben.
Positiv und negativ. Denn niemanden kannst du ansehen, wie er tickt und wie weit er zu gehen bereit ist, wenn es zu seinem Vorteil ist.
Aber ganz besonders Sneijders Team hab ich so gefeiert und gleichzeitig haben sie in mir so einen Sturm an Emotionen erzeugt.
Ich glaub ,ich war bei einem Thriller noch nie so nah am Wasser gebaut.
Selbst bei den Antagonisten ist es ein zweischneidiges Schwert und man kann nicht einfach verurteilen. Weil der Autor sehr gekonnt, die Seelen , einfach ihr Innerstes nach Außen zerrt.
Insgesamt bin ich von der Ausarbeitung der Charaktere sehr begeistert. Sie sind tiefgründig, voller Facetten und sehr vielfältig in ihrer Art. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und ihre Handlungen sowie Gedankengänge nachvollziehen.
Der Einstieg fiel mir wieder sehr leicht. Es ist immer wieder, als würde ich nach Hause kommen und dieses Feeling der Zusammengehörigkeit und des Vertrauens hat man immer wieder.
Diesmal hat es Sneijder mit einem besonders brisanten Fall zutun, der zunächst sehr einfach anmutet. Dies aber keinesfalls ist.
Andreas Gruber macht daraus einen sehr komplexen Fall, der an unterschiedlichen Orten spielt und sich in verschiedene Handlungsstränge aufteilt und das auf wirklich sehr geniale Art und Weise.
Die Weichen werden bereits früh gestellt.
Tatsächlich konnte er mich im Laufe der Handlung sehr überraschen und aufs Glatteis führen.
Aber ganz besonders der emotionale Aspekt war diesmal sehr stark ausgeprägt.
Ich hab geflucht, war wütend und gleichzeitig im Himmel. Ich hab so gelacht und das bei Szenen, die alles andere als zum lachen waren. Sneijders Wortwitz ist legendär und mildert extreme Situationen etwas ab.
Und trotzdem geht auch Sneijder irgendwann die Puste aus.
Tatsächlich hätte ich niemals gedacht, dass mich dieser Band so vor eine Zerreißprobe stellen und mein Innerstes vollkommen auseinander nehmen würde.
Denn nicht nur die Thematik ist harter Tobak. Auch im zwischenmenschlichen Bereich gerät man komplett an seine eigenen Grenzen. Ist so von Hilflosigkeit und Wut beseelt ,dass man einfach komplett fertig ist.
Fakt ist, diesmal hat der Autor wieder einen herausragenden Thriller geschaffen, der sich nicht nur mit Korruption, Machtmissbrauch, Skrupellosigkeit und Gier auseinandersetzt. Vor allem ist er im psychologischen als auch im zwischenmenschlichen Bereich unglaublich gut ausgearbeitet. Zudem weckt er mit den Hintergründen Zweifel und innere Zerrissenheit. Denn das, was man hier erlebt, ist so unglaublich viel, so tragend, so herzzerreißend und dramatisch, dass man gar nicht mehr weiß, was man denken soll.
Besonders das Ende, war so erschütternd und gleichzeitig genial. Einerseits hat er mich damit extrem geschockt, aber auf der anderen Seite habe ich es so gehofft.
Definitiv ein weiterer Band, der wieder ein absolutes Highlight darstellt.

Fazit:
Für Sneijder und sein Team geht es in die sechste Runde und dieses Mal, könnte es härter und tragender kaum sein.
Ein Band der mich förmlich auseinander riss und so viel fühlen und erleben ließ.
Genialer Wortwitz gepaart mit exzellenter Ermittlungsarbeit.
Ein komplexer und vielschichtiger Band, der wieder klar macht, was uns wirklich etwas bedeutet und die eigene Sterblichkeit vor Augen führt.
Ich hab ihn so gefeiert, gelacht und war dem Abgrund nah.
Wieder mal ein absolutes Highlight.

Veröffentlicht am 07.11.2021

Es hat mich einfach so sehr berührt, zum nachdenken, aber auch zum lachen gebracht

Chasing Fame
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Bereits der erste Band rund um das Montana Arts College hat mir schon so unglaublich gut gefallen.
Nun legt Julia K. Stein in „Chasing Fame“ mit Hazel und Landon nach und wie sehr hab ich mich darauf gefreut.
Was ...

Bereits der erste Band rund um das Montana Arts College hat mir schon so unglaublich gut gefallen.
Nun legt Julia K. Stein in „Chasing Fame“ mit Hazel und Landon nach und wie sehr hab ich mich darauf gefreut.
Was mit auch daran liegt, weil Yuna und Hazel sich unterscheiden wie Tag und Nacht.
Wurden meine Erwartungen übertroffen?
Oh ja und sogar noch viel mehr ,als ich gedacht hätte.
Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt sehr leicht, aber auch unglaublich einnehmend und einfach mitreißend.
Diesmal schickt die Autorin Hazel und Landon auf die Bühne.
Hazel mochte ich im ersten Band schon sehr gern. Einen Eindruck, den sie hier nur noch mehr verstärkt hat. Denn Hazel ist laut und gleichzeitig leise. Sie hat Träume, aber gleichzeitig trägt sie eine sehr große Unsicherheit und Angst in sich, zeigt aber trotzdem wie viel Stärke und Mut in ihr steckt.
Mein ganz persönlicher Liebling war hier aber Landon. Das hätte ich selbst wohl am wenigsten erwartet.
Er ist nicht nur unglaublich süß in seiner Art. Sondern auch sehr leise. Man merkt ihm deutlich seine Vergangenheit an.
Die daraus resultierende Unsicherheit, verbunden mit einer großen Verletzlichkeit.
Automatisch fragt man sich, ob es sein Traum ist, den er da lebt.
Aber ja, Landon brennt förmlich, aber gleichzeitig erlischt dieses Feuer immer mehr.
Ich hab so sehr mit ihm gefühlt und seine innere Zerrissenheit unglaublich gut nachempfinden können.
Daneben gibt es noch weitere Charaktere, die die Handlung ordentlich in Schwung bringen. Mit Humor, mit Leichtigkeit und Herzenswärme und das ist einfach so viel wert.
Doch im Fokus stehen Hazel und Landon, deren Perspektiven wir auch erfahren. Wodurch sie enorm viel Tiefe und Intensität entwickeln.
Sehr authentisch, sehr greifbar und lebendig.
In die Story kam ich sofort sehr gut hinein.
Am Anfang war es sehr ruhig, was ich sehr gern mochte. Denn gerade durch diese leicht melancholische Atmosphäre konnten sich die Charaktere wirklich gut entfalten.
Ich hab ihre Dialoge geliebt und konnte manchmal nicht mehr vor lachen. Aber genau das, hat mir so gut daran gefallen.
Es lockert alles auf ,denn der Kern ist eine sehr ernste Thematik und diese hat die Autorin sehr einfühlsam und eindringlich rübergebracht.
Man spürt deutlich wie sehr Landon mit seiner Vergangenheit kämpft.
Das in ihm so viel schwelt und er einfach das Gefühl hat, niemals genug zu sein. Und das tat mir wirklich im Herzen weh.
Denn egal was man tut, man ist immer genug.
Aber es ist nicht nur das. Man fühlt einfach so viel Zorn,weil Landon so sehr darunter zu leiden hat.
Hazel wirkt dagegen wie ein Fels in der Brandung und hat so manche Stürme abgeflacht.
Aber trotzdem muss Landon diesen Kampf mit sich selbst austragen.
Es geht durch sämtliche Höhen und Tiefen, was niemals einfach ist.
Und dazwischen wird auf wundersame und sehr sanfte Art und Weise eine zarte Liebesgeschichte eingewoben, die mein Herz hätte nicht mehr berühren können.
Diese Erkenntnis, dieses Aufflackern, ich hab es so sehr geliebt.
Diese Sehnsucht, dieses Verständnis. Unglaublich.
Schlussendlich punktet Julia K. Stein hier mit einer sehr emotionalen und tiefgreifenden Story,die alles andere als leicht ist ,sowie Tragik, als auch Dramatik im Gepäck hat.
Aber so unfassbar schön ist.
Es hat mich einfach so sehr berührt, zum nachdenken, aber auch zum lachen gebracht.
Nun bin ich riesig auf den letzten Band der Reihe gespannt.

Fazit:
Ich hab Yuna und Miles so sehr geliebt.
Und plötzlich stehen Hazel und Landon auf der Bühne und mein Herz zerbricht in tausend Stücke,weil es so sehr und so viel fühlt.
Die Autorin hat hier einen sehr emotionalen und tragenden Nachfolger geschaffen, der wunderschöner und eindringlicher nicht hätte sein können.
Laut und leise, sanft und gewaltig.
Humorvoll, melancholisch und tragend.
Denn sie webt auch eine ernste Thematik ein, die mein Herz so sehr ergriffen hat.
Ich liebe es, eine ganz besonders Story, die auch nachhallt.
Es geht um Träume, Selbstverwirklichung, aber vor allem geht es darum,das egal was du tust, du immer genug bist.
Ich freu mich jetzt schon riesig auf Band 3.

Veröffentlicht am 07.11.2021

diesem Horrorthriller kriecht der Wahnsinn aus allen Poren

Raubtieraugen
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Als ich „Raubtieraugen“ von Tobias Quast das erste Mal gesehen habe, war es Liebe auf den ersten Blick und ich musste es unbedingt lesen.
Doch seid gewarnt: Dieses Buch hält, was es verspricht. Unfassbar ...

Als ich „Raubtieraugen“ von Tobias Quast das erste Mal gesehen habe, war es Liebe auf den ersten Blick und ich musste es unbedingt lesen.
Doch seid gewarnt: Dieses Buch hält, was es verspricht. Unfassbar spannend, gruselig, nervenaufreibend und absolut atmosphärisch.
Definitiv nichts für schwache Nerven.
Eigentlich die perfekte Lektüre zu Halloween.
Sein Schreibstil ist fesselnd, bildgewaltig und absolut mitreißend.
Ein Buch das zwar zunächst mit sehr vielen mystischen Elementen punktet, bei dem das eigentliche Grauen aber stetig durchsickert.
Hervorheben muss ich wirklich die Charaktere.
Auch wenn man tatsächlich die meiste Bindung zu Julius und einer namenlosen Frau aufbaut. Aufgrund dessen weil man von beiden die Perspektive erfährt, was ihnen gleichzeitig sehr viel Tiefe und Intensität verleiht.
Julius hat mir unglaublich gut gefallen. Er ist herrlich normal und scheint das Pech förmlich anzuziehen. Aber ich mochte seine ganze Art einfach total gern. Auch wenn er ziemlich gutgläubig und naiv handelt.
Was wohl mit an seiner Verzweiflung und Hilflosigkeit liegt. Denn es ist schon heftig ,was ihm in so kurzer Zeit widerfährt. Das dies nicht normal sein kann, liegt quasi auf der Hand. Hinnehmen muss man es trotzdem.
Ertragbar ist das nicht mal ansatzweise.
Da konnte ich unglaublich gut nachvollziehen, dass er quasi den letzten vorhandenen Strohhalm ergriffen hat.
Die namenlose Frau dagegen übte auf mich einen unglaublichen Sog aus. Ich mochte sie, ich litt mit ihr und gleichzeitig spürte ich, wie der Wahnsinn immer mehr Besitz von ihr ergriff und aus ihr heraus sickerte.
Doch ist es tatsächlich der Wahnsinn, der aus ihr spricht?
Auch die Nebencharaktere waren absolut authentisch und einfach sehr gut gezeichnet, ich konnte sie wahnsinnig gut greifen und ihre Lebendigkeit spüren.
Überrascht war ich wirklich, dass die Geschichte auf zwei Zeitebenen spielte, was ich richtig genial und interessant empfand.
Es spielte 1945 in München und 2016 in London. Es sind immer abwechselnd erzählte Handlungsstränge.
Dadurch das es oft am Ende einen Cliffhanger gibt, ist es extrem gut aufgebaut.
Dazu das Setting rund um das geheimnisvolle Anwesen, das recht düster und mystisch wirkt. Als wäre es von einer anderen Welt. So bisschen hat mich das Ganze an die Edgar Wallace Filme erinnert. Der Autor versteht es gekonnt das Setting mit sehr bildhaften Details zu versehen, was gleichermaßen beklemmend und beängstigend ist.
Weil wirklich stetig das Grauen durch die Adern kroch, du aber keine Ahnung hast, woher das kommt. Zudem stieg die nervliche Anspannung stetig.
Recht früh hatte ich schon eine kleine Vermutung, womit ich aber komplett daneben lag.
Denn irgendwie mussten ja die beiden Handlungsstränge zusammenfinden ,da blieb nicht allzu viel Spielraum.
Mich haben beide Zeitebenen gleichermaßen begeistert. Weil sie nicht nur sehr mystisch und nervenaufreibend waren, sondern weil es mich auch emotional total gepackt hat.
Tobias Quast schildert die Empfindungen so intensiv, dass ich das Gefühl hatte, es selbst zu erleben.
Auch auf die Geschehnisse in der Gegenwart konnte ich mir absolut keinen Reim machen.
Ich wusste, da stimmt etwas ganz gewaltig nicht, aber ich wusste nicht, warum.
Es gab einfach nichts, woran ich mich festhalten hätte können.
Besonders psychologisch gesehen, ist die Story unglaublich gut ausgearbeitet.
Denn allein die Hintergrundgeschichte ist wirklich sehr bewegend und sid hat mich eigentlich ununterbrochen beschäftigt.
Er schürt die Angst vor dem, was man nicht sieht.
Er schafft Monster, die dich jederzeit attackieren können.
Sie haben Macht über dich, ohne das du dir dessen bewusst bist.
Angst Vor dem Wahnsinn, den menschlichen Abgründen und man fühlt sich gleichzeitig so hilflos und jeglicher Hoffnung beraubt.
Denn wer würde dir glauben, wenn du es selbst nicht tust?
Wenn du selbst nicht zwischen Realität und Wahn unterscheiden kannst.
Wenn du schlichtweg an dir selbst zweifelst.
Denn dieser Wahn lässt dich nicht aus seinen Fängen. Es giert förmlich nach dir und fordert Opfer. Und irgendwann hast du einfach keine Kraft mehr, diesem etwas entgegenzusetzen.
Aber nicht nur psychologisch gesehen passiert hier eine ganze Menge.
Auch die Brutalität wird mit wundervollen Details versehen. Was mir unglaublich gut gefallen hat, mich aber gleichzeitig unsagbar erschüttert hat.
Die Auflösung hätte ich tatsächlich niemals kommen sehen.
Denn die losen Fäden finden zusammen und ergeben ein schlüssiges Bild.
Tobias Quast hat es wunderbar miteinander verknüpft ,sowohl Tragik als auch Dramatik wunderbar mit eingewoben.
Der Grundkern ist unglaublich gut und hat mich merklich mit den Monstern sympathisieren lassen. Denn was diesem zugrunde liegt ist unmenschlich und grausam, dass man automatisch unsagbar mitfühlt.
Das Ende war absolut gigantisch. Ich wusste nicht ob ich lachen oder weinen sollte. So richtig schön makaber, wurde damit definitiv mein Nerv getroffen. Ein Twist, wie ernicht besser hätte vollzogen werden können.
Er hat hier nicht nur einen Horrorthriller de Luxe geschaffen. Er zeigt vor allem, das kein Erlebnis spurlos an dir vorübergeht. Aber er zeigt dir trotzdem ganz klar, das trotz der Narben die du in dir trägst, du selbst deinen eigenen Weg bestimmen kannst.
Wohin dieser führt, liegt allein in deiner Hand.
Einfach eine Story die von vorn bis hinten sehr gut durchdacht und ausgearbeitet wurde und definitiv nachhallt.
Der Stoff aus dem Alpträume gemacht sind.

Fazit:
Mit „Raubtieraugen“ hat Tobias Quast einen absoluten Pageturner zu Papier gebracht.
Mystisch, gruselig und wahnsinnig genial.
Was für ein Wortspiel.
Denn diesem Horrorthriller kriecht der Wahnsinn aus allen Poren.
Ein vielschichtiger Roman, der sich auf zwei Zeitebenen abspielt und einen wahren Sog auslöst.
Nichts für schwache Nerven.
Weil es nicht nur psychologisch gesehen extrem an die Nieren geht.
Ich bin einfach nur unfassbar begeistert, definitiv ein absolutes Highlight.

Veröffentlicht am 07.11.2021

ein richtig nervenaufreibender und fesselnder Nachfolger, der es definitiv in sich hat

Amissa. Die Vermissten
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Nachdem mir schon der erste Band der Kantzius Trilogie von Frank Kodiak enorm gut gefallen hat, musste ich auch den zweiten Band lesen und Wow, dieser hat es definitiv in sich .
Der Schreibstil des Autors ...

Nachdem mir schon der erste Band der Kantzius Trilogie von Frank Kodiak enorm gut gefallen hat, musste ich auch den zweiten Band lesen und Wow, dieser hat es definitiv in sich .
Der Schreibstil des Autors ist sehr fesselnd und einnehmend, wodurch ich flugs in das Geschehen gezogen wurde.
Bereits zu Beginn passierte so viel grausames und verstörendes, dass mich das Grauen packte.
Rica und Jan brillieren in ihrer Funktion als Privatermittler und geraten dabei gehörig an ihre Grenzen. Zumal es für sie selbst bald um Leben und Tod geht.
Doch hier haben mich vor allem die Nebencharaktere begeistert, allen voran Izzy, die mich wirklich komplett in den Bann gezogen hat.
Ich weiß gerade nicht, ob es mutig oder naiv ist, was sie tut. Aber sie handelt aus der Verzweiflung heraus und aus reinem Herzen und das bewegt einfach über alle Maßen.
Frank Kodiak gelingt es seine Charaktere sehr authentisch und lebendig darzubieten.
Einzig womit ich tatsächlich zu knabbern hatte, war das es extrem viele Personen waren und ich manchmal etwas Probleme bei den Zeitebenen hatte, denn das spielt eine verdammt große Rolle.
Gleich zu Beginn passiert so extrem viel. Das man einerseits total im Bann ist, aber auf der anderen Seite auch extrem aufpassen muss.
Denn der Autor gestaltet seine Handlungsstränge extrem komplex und vielfältig.
Einerseits konzentriert er sich auf die Geschehnisse bei Jan und Rica, aber auf der anderen Seite erfahren wir viel Hintergrundwissen von den vermissten Personen.
Dadurch das man unterschiedliche Perspektiven erfährt, ist es auch nicht eindimensional, sondern man sich ein sehr gutes Bild von allem machen und sich in die Protagonisten hineinversetzen.
Zunächst kann man sich auch überhaupt keinen Reim auf alles machen.
Doch durch die exzellenten Ermittlungsmethoden der Privatermittler, nimmt das Ganze immer mehr Konturen an und fördert unaussprechliches zutage.
Die Thematik, die der Autor hier aufgreift ist verdammt harter Tobak.
Man möchte sich nicht mal vorstellen, dass ein Mensch dazu fähig sein kann.
Denn das würde den eigenen Glauben komplett zerstören.
Es wird mit so viel Kalkül und Empathielosigkeit zu Werke geschritten, dass mir die Spucke wegblieb.
Denn es wird nach spurlos verschwundenen Menschen gesucht.
Dabei wird gezielt auf die Hintergründe eingegangen und man erlebt dabei einige Überraschungen, die man so nicht erwarten würde.
Machtmissbrauch, Menschenhandel sind nur ein Aspekt davon.
Gegen Ende der Story ging es Schlag auf Schlag und der Schlussakkord war einfach nur befreiend.
Mir hat der zweite Band enorm gut gefallen, auch wenn die Charaktere recht blass blieben, so hatte das nicht allzu viel Einfluss auf die Handlung.
Dem Autor gelingt es mit gezielten Wendungen noch mehr Spannung und Biss hineinzubringen.
Es war eine nervenaufreibende Achterbahnfahrt, die mich zutiefst erschüttert und sprachlos gemacht hat.
Ich bin gespannt, was das Finale für uns bereithält.


Fazit:
Für Jan und Rica Kantzius geht es in die zweite Runde.
Und oh mein Gott, dieser Band hat es definitiv in sich.
Auch wenn es mir persönlich fast schon zu komplex war. Denn ich musste echt aufpassen, dass ich den Faden nicht verliere.
Die Thematik ist definitiv nicht ohne und lässt an allem zweifeln, was man bis dato kannte.
Definitiv ein richtig nervenaufreibender und fesselnder Nachfolger, der es definitiv in sich hat.
Ich bin sehr gespannt auf das Finale.

Veröffentlicht am 04.11.2021

Eine impulsive Lovestory verknüpft mit einem Hauch Thrill , was absolut meinen Geschmack getroffen hat

Unnoticed
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Nach dem Riesen Cliffhanger von Band 1 musste ich direkt weiterlesen.
Doch Achtung, diesmal wird es nicht so soft wie im ersten Band.
Es kommt eine Menge Thrill und Abgründigkeit dazu, was meinen Nerv ...

Nach dem Riesen Cliffhanger von Band 1 musste ich direkt weiterlesen.
Doch Achtung, diesmal wird es nicht so soft wie im ersten Band.
Es kommt eine Menge Thrill und Abgründigkeit dazu, was meinen Nerv extrem gut getroffen hat. Denn dadurch erhält das Ganze eine völlig neue Dimension.
Es brauchte nicht lange und ich war direkt wieder im Geschehen verschwunden.
Mic hat mich auch hier wieder absolut begeistert. Ich mag seine Art und seine Narben, die ihn geprägt haben unglaublich gern.
Lizzy hat mich dagegen so einige Nerven gekostet. Sie entwickelt durchaus Stärke durch ihre Zeit bei Mic.
Aber ich hatte einfach oft das Gefühl, ein bockiges Kind vor mir zu haben, was mich stellenweise doch etwas genervt hat.
Sie handelt oft impulsiv und unbedacht, dadurch wird einem wieder klar ,wie jung und naiv sie eigentlich ist. Wie wenig sie diese Welt doch wirklich kennt.
Dennoch hat sie mich das ein oder andere Mal wirklich überrascht.
Mein Herz hab ich aber definitiv an Nicolo und Sofia verloren, sie haben einfach immer wieder mit ihrer herzerwärmenden Art, ein Lächeln auf mein Gesicht gezaubert.
Band 2 setzt dort ein, wo der erste aufgehört hat, wodurch einem wirklich nichts entgeht.
Mic und Liz leben in ihrer eigenen kleinen Blase, die von Impulsivität und Sinnlichkeit begleitet wird.
Hier muss ich jedoch auch sagen, dass die expliziten Szenen, den eigentlichen Hintergrund manchmal etwas überlagert haben.
Besonders ersteres war mir das ein oder andere Mal etwas zu viel.
Was aber nicht allzu dramatisch ist, da man durch diese Art erfährt, wie wichtig Vertrauen und Loyalität ist.
Und diesmal hab ich mich förmlich in den Hintergrunddetails verloren und bin dabei fast zugrunde gegangen.
Da ist so viel Unmenschlichkeit, Empathielosigkeit und Arroganz, dass mir glatt die Worte gefehlt haben.
So viel Schmerz, so viel Wut, dass ich es so unglaublich gut nachvollziehen konnte, wie in Mic die Dämonen Amok liefen.
Mic und auch Liz haben etwas in mir berührt, was sich kaum in Worte fassen lässt.
Aber der eigentliche Schock folgte erst noch.
Genauso wie Liz konnte ich es kaum realisieren.
Es ist so barbarisch, so grausam und perfide.
Das letzte Drittel gleicht einem Showdown der sich gewaschen hat.
Und jetzt? Ich bin glücklich.
Denn klar, diese Welt ist nicht perfekt.
Aber manchmal braucht man nur ein winziges Stück Verbundenheit und das Glück ist vollkommen.

Fazit:
Nach dem gelungen Start der D’Angelo Dilogie, legt B.B. Stiffers mit einem atemberaubenden Finale nach.
Auch wenn ich ein kleines bisschen Kritik habe, so hat mich dieses Finale sehr begeistert und so viel fühlen lassen.
Eine impulsive Lovestory verknüpft mit einem Hauch Thrill , was absolut meinen Geschmack getroffen hat.
Nicht so soft wie der erste Band, es rundet das Ganze in meinen Augen einfach perfekt ab.