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Veröffentlicht am 06.10.2020

Wieder ein gutes Buch der Reihe

Happy Ever After – Wo dich das Leben anlächelt
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Dieses Buch ist der zweite Band der Happy Ever After Reihe und kann natürlich auch unabhängig von „Wo das Glück zu Hause ist“ gelesen werden. Allerdings ist es ein Vorteil, den ersten Band schon gelesen ...

Dieses Buch ist der zweite Band der Happy Ever After Reihe und kann natürlich auch unabhängig von „Wo das Glück zu Hause ist“ gelesen werden. Allerdings ist es ein Vorteil, den ersten Band schon gelesen zu haben – denn es gibt ein Wiedersehen mit Nina, Lennox und Surinder.

Die allein erziehende Zoe zieht mit ihrem Sohn Hari (4), der leider nicht spricht, von London nach Schottland um und nimmt dort zwei Jobs an: Einmal eine Aushilfsstelle für den Bücherbus von Nina (den man aus dem erstem Band der Reihe schon kennt und die gerade hochschwanger ist) und einmal eine Au-Pair-Stelle in einem großem Haus. Dort soll sie die Kinder Patrick (5), Mary (9) und Shackleton (12) betreuen und sich schon mal auf „einfache Kost“ einstellen. Gar nicht so einfach, wenn diese sehr frech sind und sie gleich mal als „Nanny Sieben“ begrüßen und sich fragen, wie lange das neue Kindermädchen wohl durchhält. Doch Zoe lässt sich nicht unterkriegen und mit der Zeit erobert sie die Herzen der Kinder und erweitert auch deren Ernährung.

Im Bücherbus trifft sie auf manche spezielle Kunden, so z. B. den rüstigen Herrn, der Prachtbände über Militärgeschichte kauft und mit Büroklammern den spanischen Unabhängigkeitskrieg nachspielt.

Wie schon der erste Band der Reihe hat mir auch dieser sehr gut gefallen. Das Buch ist teils humorvoll („Hallo Frau Henne, dürfen wir vielleicht vorbei?“ Das Huhn bewegte sich nicht von der Stelle), teils spannend. Man fragt sich was die Kinder wohl als nächstes anstellen bzw. wie sie auf die entsprechende Antwort von Zoe reagieren. Normalerweise lese ich ja keine knapp 600 Seiten starke Bücher, aber aufgrund des Formats war dieses doch gut in der Hand zu halten.

Die Happy Ever After Reihe gefällt mir deutlich besser als die Bäckerei- bzw. Sommerküche-Reihe der Autorin.

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Veröffentlicht am 03.10.2020

Mal lustig, mal etwas traurig das Leben drehen ;-)

Das Leben drehen
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Marlene, Ärztin in einem Krankenhaus, erhält Besuch von einer jungen Frau namens Amelie. „Ich bitte sie um ihren Mann. Nicht für lange, weil … ich muss sterben“. War Marlene nicht bis eben glücklich verheiratet? ...

Marlene, Ärztin in einem Krankenhaus, erhält Besuch von einer jungen Frau namens Amelie. „Ich bitte sie um ihren Mann. Nicht für lange, weil … ich muss sterben“. War Marlene nicht bis eben glücklich verheiratet? Es mag etwas überraschend sein, aber sie kommt Amelies Bitte nach. Und nicht nur das – sie wird auch um das Leben von Amelie kämpfen, denn so einfach sterben lassen kommt nicht in Frage. Die lebenslustige Amelie, die im Krankenhaus u. a. Kinder zum Lachen bringt (selbst das Mädchen, das nur bei Regen weint damit man ihre Tränen nicht sieht) hat Krebs und sich mit dem Sterben abgefunden – doch Marlene will sie behandeln.

Das Buch erzählt zwar auch vom Krankenhausalltag (vor allem auf einer onkologischen Station), aber auch von einem Leben, das man drehen kann und z. B. wieder Kontakt zum Vater aufnehmen, zu dem man jahrelang keinen Kontakt hatte. Manchmal ist das Buch lustig, so z. B. als ein Polizist Marlene verfolgt und endlich einholt. „Ja, ich weiß, ich bin zu schnell gefahren“. „Eigentlich wollte ich Ihnen nur sagen, dass ihr Kofferraum auf ist“. Manchmal aber auch etwas traurig. Immer wieder geht es auch um Krebs, ums Sterben. Vor dem man eigentlich keine Angst haben muss, denn es ist nur „das friedliche Aufhören der Körperfunktionen“. Obwohl ich nah am Wasser gebaut bin sind zumindest keine Tränen beim Lesen des Buches geflossen. Also sehr traurig ist das Buch nicht. Manchmal hätte ich sogar gerne etwas mehr Elan und Fröhlichkeit von Amelie in mir drin, allerdings nur einen Teil davon – denn manchmal war sie mir zu ausgeflippt.

Aufmerksam wurde ich auf dieses Buch, nachdem ich „Ein Blick in deine Augen“ von der Autorin gelesen habe, in dem es auch um Alpakas ging. „Das Leben drehen“ ist das erste Buch der Autorin und hat mir weniger gefallen, was mit Sicherheit auch daran lag dass hier keine Alpakas mitspielten und es immer wieder um Krebs ging

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Veröffentlicht am 22.09.2020

Vertraue dich anderen an und kämpfe für deinen Traum

Nordfriesenzauber
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Inken´s Mann stirbt, und muss sich nun alleine um ein Restaurant kümmern. Leider ist die finanzielle Situation alles andere als gut, auch wenn ihre Freundinnen Nele und Wiete (die eigentlich Wislawa heißt, ...

Inken´s Mann stirbt, und muss sich nun alleine um ein Restaurant kümmern. Leider ist die finanzielle Situation alles andere als gut, auch wenn ihre Freundinnen Nele und Wiete (die eigentlich Wislawa heißt, weil sie aus Polen ist) sowie ihre Tochter Beeke das nicht ahnen. Denn denen spielt sie eigentlich heile Welt vor. Auch dann noch, als ihr ein Fremder im Casino in San Remo während eines Kurzurlaubs im Rahmen eines Geburtstagsausflugs zu dem sie eingeladen wurde, Jetons gibt und sie damit einen großen Gewinn erspielt. „Ich brauche das Geld nicht“ lügt sie ihren Freundinnen vor und möchte den Gewinn dem Fremden zurückgeben, obwohl sie nicht auf die Zahlen gesetzt hatte, die er ihr genannt hat. Doch der ist plötzlich verschwunden…

Aber auch Wiete hat Geheimnisse – zugeben, dass sie auf einen Heiratschwindler reingefallen ist? Was sollen bloß die anderen von ihr denken? Aber wie soll sie ihren Freundinnen beibringen, dass sie statt zur Hafenrundfahrt in Hamburg zum Prozess muss? Nele dagegen, versucht sich immer wieder gewählt auszudrücken, da geht nicht der A… sondern der Popo auf Grundeis. Nele tritt dafür gerne in so manches Fettnäpfchen und ist somit immer wieder mal der Elefant im Porzellanladen

Das Buch lehrt uns, sich auch mal anderen anzuvertrauen, denn im Laufe der Geschichte kommen die Geheimnisse auf. Geteiltes Leid ist halbes Leid und gemeinsam schaffen wir das. Dann sieht die Welt schon mal wieder ein wenig heller aus. Das Buch ist unterhaltsam geschrieben.

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Veröffentlicht am 22.09.2020

Ganz anderer Schreibstil als beim ersten Buch

The Wonderful Wild
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Von Gesa Neitzel habe ich schon das Buch „Frühstück mit Elefanten“ gelesen, wo sie ihre Erlebnisse als Rangerin in Afrika mit mir teilte. So freute ich mich sehr auf ihr zweites Buch von ihr und hoffte, ...

Von Gesa Neitzel habe ich schon das Buch „Frühstück mit Elefanten“ gelesen, wo sie ihre Erlebnisse als Rangerin in Afrika mit mir teilte. So freute ich mich sehr auf ihr zweites Buch von ihr und hoffte, neue Abenteuer mit ihr erleben zu können.

Doch leider erwies sich der Schreibstil diesmal von der anderen Art. Kein Erlebnisbericht, eher esoterisch, spirituell, yoga-mäßig angehaucht? Klar gibt es die einen oder anderen Erlebnisse mit den wilden Tieren und man erfährt zum Beispiel auch warum Elefanten trotz ihrer beeindruckenden Körpergröße sich fast lautlos durch den Busch bewegen. Aber aufgrund des Schreibstils kann ich mich nur schwer darauf einlassen.

Denn man soll sich z. B. vorstellen, dass man der Kapitän eines Schiffes ist, dessen Fahrt reibungslos verläuft bzw. auch nicht richtig läuft. Gut, so kann ich mir die Signale meines Körpers zwar auch etwas vorstellen, allerdings bin ich nicht der Typ für so eine Art von Meditation. Und es fällt mir auch schwer, bewusst das positive in einer Situation zu sehen wenn ich mir vorstellen soll, dass ich morgens aufwache, schlechte Nachrichten in der Zeitung lese, aus der Dusche nur kaltes Wasser kommt weil die Bauarbeiter schon losgelegt haben und man dann noch die Milch ausspuckt, weil sie schlecht schmeckt weil sie schon abgelaufen ist.

Wer sich auf dieses Buch einlassen kann, der wird das mit anderen Augen sehen. Ich konnte es nicht und habe es nach einiger Zeit abgebrochen.

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Veröffentlicht am 19.09.2020

Auch die neuen Abenteuer von Felix sind nett zu lesen

Mit Volldampf voraus, Felix!
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Die ersten Abenteuer der Bahnhofskatze Felix habe ich gerne gelesen und mir aufgrund dessen auch ihren Facebook-Account angesehen. Nun habe ich auch die neuen Abenteuer von Felix gelesen. Wieder sind es ...

Die ersten Abenteuer der Bahnhofskatze Felix habe ich gerne gelesen und mir aufgrund dessen auch ihren Facebook-Account angesehen. Nun habe ich auch die neuen Abenteuer von Felix gelesen. Wieder sind es schöne, machmal auch rührende und traurige und vor allem wahre Geschichten. Die zeigen, dass Bahnmitarbeiter auch nur Menschen sind.

Da wäre Felix Ausflug ins Rosmarin-Beet. Den Geruch mochte sie gar nicht und schlug (ich konnte es mir lebhaft vorstellen) auf die Zweige ein. Da ist die Jagd nach den Tauben, die eher schief geht. Doch eines Tages im Sommer (es war viel auf dem Bahnsteig los, auch Familien mit Kindern waren da) sieht Felix ihre große Chance kommen. Beim Lesen sah ich es schon kommen – ein anschleichen, ein Sprung, ein Schrei.

Felix ist berühmt. Es gibt auch mal eine Liveübertragung bei Facebook und die Fans kommen sogar aus der Schweiz, Neuseeland, Kanada und Australien. Und Felix gibt ihren Besuchern auch mal Kraft, z. B. bei autistischen Kindern, einem Mädchen mit Sehschwäche oder einfach Trost. Felix ist aber auch berüchtigt – auf Diät gesetzt zu sein mag sie gar nicht, und geht auf Diebestour. Felix spürt die Krankheit oder die beginnende Schwangerschaft bei jemandem. Felix spielt auch Fußball-Orakel. Mittels Futternäpfen soll sie auf Sieg, Unentschieden oder Niederlage tippen. Nicht immer lag sie dabei richtig.

Aufgrund der Buchbeschreibung hatte ich mir das Buch etwas lustiger vorgestellt, denn die kleine Katze Bolt hält Einzug und wird ihr Lehrling. Ich hatte mir gedacht, das passiert schon ziemlich schnell im Buch. Doch leider nur auf den letzten 60 Seiten, denn Bolt kommt erst auf Seite 287 ins Spiel. Aber trotzdem war es wieder ein super Buch, das mit einigen Fotos aufgelockert wurde.

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