Nähe und Verlust
Ein Versuch, meine Liebe zu ordnenWow! Christien Brinkgreve legt mit Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen eine zutiefst persönliche autobiografische Reflexion über Liebe, Ehe und Identität vor. Nach dem Tod ihres Mannes beginnt sie, das ...
Wow! Christien Brinkgreve legt mit Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen eine zutiefst persönliche autobiografische Reflexion über Liebe, Ehe und Identität vor. Nach dem Tod ihres Mannes beginnt sie, das gemeinsame Haus auszuräumen – und damit zugleich ihr Leben und die fast vier Jahrzehnte lange Beziehung in all ihren Facetten zu hinterfragen. Was als äußere Routine beginnt, entwickelt sich zu einer introspektiven Reise durch Erinnerungen, Entfremdung, Trauer und den stillen Wunsch nach Selbstbestimmung.
Brinkgreve öffnet ein Fenster in ihre Gedankenwelt: mal analytisch, mal poetisch, stets reflektierend. Besonders beeindruckt hat mich die Ehrlichkeit und Tiefe, mit der sie Liebe, Verlust und die komplizierten Rollen von Frau, Mutter und Partnerin beleuchtet, auch wenn manche Gedankenschleifen sich wiederholen und das Buch dadurch stellenweise schwerfällig wirkt.
Das Buch hinterlässt definitiv einen bleibenden Eindruck und fordert zum Nachdenken über eigene Beziehungen auf und zeigt, wie Liebe stets ein Prozess des Suchens und Ordnens bleibt.