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anika_hlt

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.06.2025

Südländisches Leben

Es kann so schön sein, das Leben
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Alexander Oetker gelingt mit „Es kann so schön sein, das Leben“ ein charmantes Plädoyer für mehr Lebensfreude und Gelassenheit. Aus seiner Perspektive als weitgereister Korrespondent und Restaurantkritiker ...

Alexander Oetker gelingt mit „Es kann so schön sein, das Leben“ ein charmantes Plädoyer für mehr Lebensfreude und Gelassenheit. Aus seiner Perspektive als weitgereister Korrespondent und Restaurantkritiker nimmt er uns mit in den Süden Europas – dorthin, wo das Dolce Vita nicht nur eine Redewendung, sondern eine Lebenshaltung ist.
Mit leichtem, aber klarem Ton beschreibt er, wie mediterrane Gelassenheit, Genuss und Gemeinschaft dem hektischen Alltag entgegengesetzt werden können.
Dabei sind es oft keine großen Theorien, sondern kleine, meist alltägliche Beobachtungen, die inspirieren. Das Buch lädt dazu ein, innezuhalten und umzudenken – und mehr vom Leben zu kosten. Eine äußerst wohltuende Lektüre mit echtem Mehrwert. Sehr empfehlenswert für alle, die dem Stress und der Eintönigkeit ein wenig entkommen möchten.

Veröffentlicht am 06.06.2025

Sinneserfahrung

Die Gerüche der Kathedrale
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Wendy Wauters’ Buch "Die Gerüche der Kathedrale" ist ein faszinierendes Porträt der Antwerpener Liebfrauenkirche im 16. Jahrhundert, das weit über architektonische Betrachtungen hinausgeht.
Mit eindringlicher ...

Wendy Wauters’ Buch "Die Gerüche der Kathedrale" ist ein faszinierendes Porträt der Antwerpener Liebfrauenkirche im 16. Jahrhundert, das weit über architektonische Betrachtungen hinausgeht.
Mit eindringlicher Detailfreude rekonstruiert Wauters das dichte Alltagsleben rund um das sakrale Bauwerk – einen Ort, an dem religiöse Praxis und profane Geschäftigkeit untrennbar miteinander verwoben waren. Die Autorin macht den Raum absolut sinnlich erfahrbar: Es riecht, tönt und vibriert auf jeder Seite.
Ob Leichengestank oder teures Parfüm, Gebetsstille oder Marktschreie – alles existiert gleichzeitig. Dabei gelingt es Wauters, historische Fakten und atmosphärische Dichte so zu verweben, dass man als LeserIn tief in die frühneuzeitliche Lebenswelt eintauchen kann. Ein ungewöhnlich sinnliches Geschichtsbuch mit viel Tiefgang.

Veröffentlicht am 22.04.2025

Empfehlung

Was ich von ihr weiß
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In "Was ich von ihr weiß" entfaltet Jean-Baptiste Andrea eine berührende, poetisch erzählte Lebensgeschichte, die sich wie ein fein gemeißeltes Kunstwerk langsam offenbart.
Im Mittelpunkt steht Mimo, ...

In "Was ich von ihr weiß" entfaltet Jean-Baptiste Andrea eine berührende, poetisch erzählte Lebensgeschichte, die sich wie ein fein gemeißeltes Kunstwerk langsam offenbart.
Im Mittelpunkt steht Mimo, ein in Armut geborener Junge mit einem besonderen Talent für die Bildhauerei, der im faschistisch geprägten Italien des frühen 20. Jahrhunderts aufwächst. In dem ligurischen Dorf Pietra d’Alba begegnet er der lebenshungrigen Viola – eine Verbindung entsteht, zart und intensiv zugleich.
Über Jahrzehnte hinweg kreuzen sich ihre Wege: mal als Freunde, mal als Fremde, jedoch immer auf eine besondere Art und Weise verbunden. Vor dem Hintergrund politischer Umbrüche und gesellschaftlicher Zwänge erzählt Andrea eine große Geschichte von Liebe, Verlust und künstlerischer Selbstfindung.
Der Roman ist bewegend, klug und voller sprachlicher Schönheit. Andrea schreibt über das, was bleibt, wenn alles andere irgendwann vergeht.

Veröffentlicht am 30.03.2025

Exilgeschichte

Heimweh im Paradies
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Martin Mittelmeier entführt die Leser in „Heimweh im Paradies“ in die faszinierende Welt der deutschen Exilanten in Los Angeles der 1940er-Jahre. Inmitten des Lichtes und der Weiten Kaliforniens kämpfen ...

Martin Mittelmeier entführt die Leser in „Heimweh im Paradies“ in die faszinierende Welt der deutschen Exilanten in Los Angeles der 1940er-Jahre. Inmitten des Lichtes und der Weiten Kaliforniens kämpfen bedeutende Künstler und Intellektuelle wie Thomas Mann, Bertolt Brecht und Theodor W. Adorno mit ihrer neuen Identität und der Frage, wie ein demokratisches Deutschland nach dem Nationalsozialismus aussehen könnte. Mittelmeier zeichnet ein lebendiges Bild der intellektuellen Auseinandersetzungen und persönlichen Konflikte dieser Exilanten, die zwischen der Sehnsucht nach Heimat und der Bitterkeit über das Verlorene schwanken. Besonders die Figur des Thomas Mann wird eindrucksvoll porträtiert, dessen Rolle als Galionsfigur der Emigranten ihn sowohl verehrt als auch angefeindet macht. Ein tolles Werk, das ich nur empfehlen kann!

Veröffentlicht am 28.03.2025

Einfühlsame Erziehung

Cycle Breaker: Für mein Kind mache ich es anders
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Leandra Vogt bietet in „Cycle Breaker: Für mein Kind mache ich es anders“ einen praktischen und einfühlsamen Leitfaden für Eltern, die schädliche Verhaltensmuster aus ihrer eigenen Kindheit durchbrechen ...

Leandra Vogt bietet in „Cycle Breaker: Für mein Kind mache ich es anders“ einen praktischen und einfühlsamen Leitfaden für Eltern, die schädliche Verhaltensmuster aus ihrer eigenen Kindheit durchbrechen wollen. Sie benennt die 20 häufigsten destruktiven Muster und zeigt auf, wie Eltern diesen mit Selbstreflexion und Achtsamkeit entkommen können. Besonders wertvoll ist der Ansatz, dass Eltern sich selbst mit Nachsicht begegnen sollten, da das Bewusstsein für diese Muster bereits der erste Schritt zur Veränderung ist. Vogt betont, dass es in Ordnung ist, Fehler zu machen, solange man den Kindern das richtige Handwerkszeug mitgibt, um in Zukunft selbst bewusste Entscheidungen zu treffen. Das Buch vermittelt einen realistischen und liebevollen Ansatz, der Eltern ermutigt, den Teufelskreis schädlicher Erziehungsmuster zu durchbrechen, ohne sich selbst zu überfordern. Ein inspirierender und unterstützender Begleiter für jeden Elternteil.