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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.03.2024

Spannend

Yellowface
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Dieser Roman verhilft dem Leser zu einem sehr interessanten Einblick in die Literaturbranche. Wir erfahren wie ein Bestseller entsteht und wie die Autoren mit den Verlagen arbeiten.
Durch den Diebstahl ...

Dieser Roman verhilft dem Leser zu einem sehr interessanten Einblick in die Literaturbranche. Wir erfahren wie ein Bestseller entsteht und wie die Autoren mit den Verlagen arbeiten.
Durch den Diebstahl an Athena’s Manuskript kommen natürlich viele auch Fragen über Ethik und Moral auf und auch über Athena’s und Junipers Leben erfahren wir viel. Wie fühlt es sich für Juniper an auf einmal erfolgreich zu sein und wie geht sie damit um als erste Zweifel entstehen, ob der Roman auch wirklich von ihr ist. Der Autorin gelingt es ganz wunderbar hier immer passende Worte zu finden für Junipers Zerrissenheit, Einsamkeit aber auch ihren Kampfgeist.
Spannend fand ich auch die immer wieder aufkommende Frage ob jetzt eine Autorin mit Migrationshintergründen automatisch auf eine Schiene festgelegt wird aber auch mehr von den Verlagen hervorgehoben wird aufgrund Diversität und ob damit auch manch neue, weiße Autorin hinten anstehen muss. Kann ich überhaupt nicht beurteilen aber eine interessante Theorie. Der Roman ist sehr modern, Instagram und Shitstorm sind einfach sehr aktuelle Themen und werden immer wieder thematisiert. Auch das Ende hier fand ich sehr gelungen.

Kurz zusammengefasst: ein wirklich toller Roman, bei dem für mich der Hype absolut gerechtfertigt ist.

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Veröffentlicht am 13.03.2024

Krasser Roman

Trophäe
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Dieser Roman hat mich in einen absoluten Sog gezogen. Hier wurden die Begegnungen mit den Tieren sehr eindrucksvoll dargestellt, sodass man eigentlich mittendrin war. Mit dem Thema Jagd kann ich eigentlich ...

Dieser Roman hat mich in einen absoluten Sog gezogen. Hier wurden die Begegnungen mit den Tieren sehr eindrucksvoll dargestellt, sodass man eigentlich mittendrin war. Mit dem Thema Jagd kann ich eigentlich nicht viel anfangen aber hier geht es auch viel um das ganze Drumherum, wie die Jagdlizenzen erworben werden, was für eine Rolle die Wilderer spielen usw. Das ist dann schon sehr interessant. Wir erfahren auch viel über das Leben in Afrika und wie die Menschen so ticken, welche Moralvorstellungen dort herrschen und wie groß doch die Unterschiede sind. Das war teilweise schon sehr krass und wird mich noch eine Weile beschäftigen. Ab und zu musste ich doch das Buch mal zur Seite legen um zu verarbeiten was ich gelesen hatte. Die Charaktere sind weder sympathisch noch komplett unsympathisch. Die Autorin versteht es schon sehr geschickt zu schreiben, dass jede Meinung der Menschen irgendwie nachvollziehbar ist. Am Ende wird sich jeder Leser selber eine Meinung darüber bilden müssen was jetzt ethisch vertretbar ist und was nicht.

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Veröffentlicht am 10.03.2024

Bewegend

Issa
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Dieser Roman hat mich sehr berührt. Die Geschichte hat mir schon sehr gut gefallen aber auch die vielen Einblicke in das Leben in Kamerun fand ich richtig interessant. Gerade auch die ganz unterschiedliche ...

Dieser Roman hat mich sehr berührt. Die Geschichte hat mir schon sehr gut gefallen aber auch die vielen Einblicke in das Leben in Kamerun fand ich richtig interessant. Gerade auch die ganz unterschiedliche Art der Erziehung ist sicher für ein Kind schwierig, das irgendwie in beiden Kulturen zu Hause ist.

Wir lernen die schwangere Issa kennen, lesen von ihrer Zerrissenheit was ihre Heimat betrifft, vom schwierigen Verhältnis zu ihrer Mutter und ihren Ängsten. Es gibt viele Rückblicke in die Vergangenheit, da geht es um Issas Vorfahren. Auch diese Geschichten sind wirklich gut, teilweise grausam, dann auch wieder hoffnungsvoll aber immer toll erzählt und spannend.

Aber am meisten hat mich doch der eigentlich ungewollte Besuch von Issa bei ihren Verwandten in Kamerun berührt, der sie trotz allen Diskrepanzen doch irgendwie wieder auf den Weg zu sich selber führt.

Ein großartiger Roman, absolute Empfehlung.


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Veröffentlicht am 02.03.2024

Toller melancholischer Roman

Kosakenberg
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Ein wunderbarer melancholischer und atmosphärischer Roman übers Weggehen aus der Heimat. Kathleen ist in einem kleinen Ort in Brandenburg aufgewachsen und hat als Erwachsene ihren Lebensmittelpunkt in ...

Ein wunderbarer melancholischer und atmosphärischer Roman übers Weggehen aus der Heimat. Kathleen ist in einem kleinen Ort in Brandenburg aufgewachsen und hat als Erwachsene ihren Lebensmittelpunkt in London gefunden. Sie kann mit den Menschen aus ihrem Heimatort nicht mehr viel anfangen und sie auch nicht mit ihr. Trotzdem ist da das Gefühl von Heimat, es gibt unheimlich viele Erinnerungen, die immer wieder zurück kommen, wenn Kathleen zu Besuch in Kosakenberg ist. So richtig loslassen kann und will sie nicht, auch wenn sie so ganz anders ist als die Menschen, die noch dort leben. Wunderbar dargestellt ist die Diskrepanz zwischen Stadt und Land und auch Ost und West. Der Erfolg von Kathleen in London wird auf ihrem Dorf gar nicht zur Kenntnis genommen. Da sind andere Dinge wichtig und immer wieder dieses „Du bist ja weggegangen“. Auch die Entwicklung nach der Wendezeit wurde hier wunderbar eingefangen. Sabine Rennefanz erzählt mit Ironie und einer ordentlichen Portion Nostalgie und ich fühlte mich selber ständig zurückgesetzt in meine Kindheit. Vielleicht ist hier auch der Vergleich zwischen Kathleen und ihrer Freundin aus der Kindheit Nadine der offensichtliche Punkt wie unterschiedlich 2 Leben, die mal sehr ähnlich waren, verlaufen können.

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Veröffentlicht am 25.02.2024

Das war es leider nicht

Die Liebe an miesen Tagen
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Ja was soll ich sagen. Nachdem mir „Der große Sommer“ und „Alte Sorten“ richtig gut gefallen haben musste ich natürlich auch dieses Buch lesen, allerdings war ich doch etwas enttäuscht.

Mir blieben die ...

Ja was soll ich sagen. Nachdem mir „Der große Sommer“ und „Alte Sorten“ richtig gut gefallen haben musste ich natürlich auch dieses Buch lesen, allerdings war ich doch etwas enttäuscht.

Mir blieben die Protagonisten leider bis zum Schluss unsympathisch, ich fand sie sehr oberflächlich und sehr einfach. Die Geschichte dümpelte so vor sich hin, teilweise ganz schön viel Drama in den Dialogen zwischen den ja eigentlich mittelalten Protagonisten. Da dachte ich teilweise ich hab einen Teenieroman erwischt. Auch wie hier über die ehemaligen Partner gesprochen wurde hat mir gar nicht gefallen, da blieb man da, weil jemand krank wurde oder gerade niemand anderes da war. Hier gefiel mir noch die Geschichte um Claras Mutter noch am besten, die an Demenz leidet.
Hoffe in Zukunft wieder auf so starke Romane wie „Alte Sorten“ von Herrn Arenz.

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