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Veröffentlicht am 10.02.2026

Versöhnung benötigt Zeit

Eine Versöhnung am Meer
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Mit diesem dritten Roman über die Summers-Schwestern von Sea View wurde mir endlich ein Herzenswunsch erfüllt: ich durfte nach den verhaltenen Andeutungen in den beiden vorhergehenden Romanen nun endlich ...

Mit diesem dritten Roman über die Summers-Schwestern von Sea View wurde mir endlich ein Herzenswunsch erfüllt: ich durfte nach den verhaltenen Andeutungen in den beiden vorhergehenden Romanen nun endlich auch die älteste der fünf Schwestern, Claire, kennenlernen. Sie hat nach einer folgenreichen Fehlentscheidung ihre Familie verlassen und glücklicherweise Unterkunft bei einer Tante, weit entfernt von ihrem Heimatort, gefunden. Doch der Kontakt zu Eltern und Schwestern wurde von dem inzwischen verstorbenen Vater strikt untersagt. Nach dem Tod der Tante eröffnet sich für Claire die Möglichkeit, sich mit ihren sehr begrenzten finanziellen Mitteln Teilhaberin in einer anderen Pension in Sea View zu werden. Ihre Ankunft und ihre Tätigkeit bleibt Schwestern und Mutter nicht verborgen, doch der Weg zu einer Versöhnung, ist nicht leicht und wird vor allem von der Mutter strikt abgelehnt.

Ein Roman, der mir sehr gut gefallen hat. Dabei habe ich mit großer Hoffnung die Bemühungen von Sarah, Emily, Viola und Georgiana beobachtet, eine Versöhnung herbeizuführen. Wobei mich Sarah noch einmal auf ganz besondere Weise angesprochen hat, da sie und Claire ein besonders enges schwesterliches Verhältnis verband und sie sich von Claire verraten und betrogen fühlt.

Für mich wirklich schwer zu ertragen war die fast gnadenlose Vermeidung jeglichen Kontakts zwischen Mutter und Tochter. Die sich zu meinem großen Unverständnis sogar bis in gemeinsame Gottesdienstbesuche erstreckte. Ich war wirklich sprach- und fassungslos, wie strikt die Mutter das Kontaktverbot ihres inzwischen verstorbenen Ehemannes befolgte. Aber auch die Begründung, dass ihr Verhalten lediglich dem gesellschaftlichen Schutz der Schwestern diente – heutzutage kaum zu glauben, aber für mich in der damaligen Zeit durchaus vorstellbar. Das gleiche trifft aber auch auf Claire zu, die ohne Widerspruch oder Gegenwehr, die ihr zugedachte gesellschaftliche Position annimmt bzw. akzeptiert.

Die von mir so sehnlichst erhoffte Versöhnung wurde Realität – und dies auf eine Weise, die mich wirklich zu Tränen gerührt hat. Beide, Claire und auch ihre Mutter, konnten sich von Ängsten und Zwängen befreien, Verzeihung aussprechen und auch annehmen. Dieser Abschnitt ist für mich der bewegendste des ganzen Romans.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.02.2026

Leichter und unterhaltsamer Küstenkrimi

Stralsund ermittelt - Tote Dichter schreiben nicht
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Erneut führt das Team Weingold in und um Stralsund eigene Ermittlungen, dieses Mal zum Mord an Wolfram Stein und Leonhard Sommer, durch. Psychotherapeutin Nele, Gärtner Hektor, der Neles Grundstück in ...

Erneut führt das Team Weingold in und um Stralsund eigene Ermittlungen, dieses Mal zum Mord an Wolfram Stein und Leonhard Sommer, durch. Psychotherapeutin Nele, Gärtner Hektor, der Neles Grundstück in Ordnung hält, sowie IT-Spezialistin Fanny, die kurzfristig ihren geplanten mehrwöchigen Urlaub in Thailand absagt, stellen sich mit großem Einsatz der neuen Aufgabe. Gesunder Menschenverstand, Pragmatismus, eine gute Beobachtungs- und Kombinationsgabe sowie Spontanität und Kreativität zeichnen dieses ungewöhnliche Team aus. Immer eine Spur dem zuständigen und ebenfalls ermittelnde Kommissar Enno voraus, tragen sie nicht nur zur Überführung des Mörders bei sondern auch zur Klärung einer Verbrechensserie, die mehr als 20 Jahre zurückliegt, bei.

Mich hat dieses durchaus kompetente Ermittlungstrio schnell in seinen Bann gezogen. Sind es doch überaus sympathische und humorvolle Charaktere, die trotz kleiner Eigenarten und amüsanten Beziehungsproblemen ein freundschaftliches, offenes und vertrauensvolles Miteinander pflegen. Beginnt der Roman zunächst eher entspannt und ruhig, entwickelt sich zunehmend eine spannende Geschichte mit einem aufregenden Höhepunkt.

Ein unterhaltsamer und abwechslungsreicher Küstenkrimi, mit sympathischen Protagonisten und einer wunderschönen Kulisse, die Urlaubsträume weckt.

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  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 11.12.2025

Eine wunderschöne Adventskalendergeschichte

Der Wunschzetteldieb
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Die Zwillinge Anni und Tim haben viele Weihnachtswünsche, doch noch keinen einzigen zu Papier gebracht. In letzter Minute gelingt es ihnen endlich doch noch, doch bevor sie ihre Wunschzettel zur Post bringen ...

Die Zwillinge Anni und Tim haben viele Weihnachtswünsche, doch noch keinen einzigen zu Papier gebracht. In letzter Minute gelingt es ihnen endlich doch noch, doch bevor sie ihre Wunschzettel zur Post bringen können, sind sie verschwunden. Schnell stellt sich heraus, dass nicht nur die Wunschzettel von ihnen verschwunden sind, sondern dass auch die meisten ihrer Freunde das Gleiche erlebt haben. Anni und Tim gründen schnell die 2-Zwillings-Detektei, begeben sich auf Spurensuche und klären letztendlich auch die Diebstahlserie – Weihnachten ist gerettet.

In insgesamt 24 kurzen Kapiteln wird eine warmherzige und auch spannende Weihnachtsgeschichte erzählt. Die Texte werden begleitet von Bildern, die Inhalte der Texte noch einmal auf eine ganz besondere Weise hervorheben und veranschaulichen. Dabei soll nicht unerwähnt bleiben, dass mich ganz besonders die grafische Gestaltung der Seitenzahl angesprochen hat. Sie ist in einem Schneeball versteckt und mit unterschiedlichen teilweise amüsanten winterlichen Aspekten wie einem Handschuh oder Vogelbeinen, die aus dem Schneeball ragen, ergänzt worden.

Als Einstieg in die folgende Geschichte werden die Zwillingsgeschwister Anni und Tim zunächst einmal kurz vorgestellt, verbunden mit einer bildlichen Darstellung. Eine Identifizierung mit den beiden gelingt schnell und leicht und es macht großen Spaß, sie durch ihr aufregendes Weihnachtsabenteuer zu begleiten.

Sie sind mutig, aber auch fürsorglich, achten aufeinander, ergänzen sich mit ihren unterschiedlichen Charaktereigenschaften, die sehr gut und verständlich dargestellt werden, hervorragend. Ihr Verhalten, ob gegenüber den Eltern, den Freunden oder auch gegenüber dem Dieb und später dann auch dem Weihnachtsmann ist respektvoll und wertschätzend und überzeugt.

Der Schreibstil ist angenehm leicht. Kindgerecht, eignet sich natürlich zum Vorlesen, aber auch zum Selberlesen.

Mir hat nicht nur die Geschichte und die darin enthaltenen und vermittelten Wertevorstellungen sehr gut gefallen, sondern auch die grafische Gestaltung, hier ganz besonders die wunderschöne und treffenden Illustrationen. Und – für mich ebenfalls sehr wichtig – die individuelle Vorstellung der beiden Kinder.

Dieses vorweihnachtliche Adventskalenderbuch empfehle ich sehr gerne weiter

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  • Handlung
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  • Erzählstil
  • Cover
  • Bilder und Illustrationen
Veröffentlicht am 10.12.2025

Eine neue Heimat für eine kleine Maus

Das Haus mit der kleinen roten Tür
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Das Cover dieses zauberhaften kleinen Buches für Kinder ab 4 Jahren, so die Altersempfehlung, unterstreicht auf eindrucksvolle, vor allem aber auch verständliche Weise den Titel: ein recht großes Haus ...

Das Cover dieses zauberhaften kleinen Buches für Kinder ab 4 Jahren, so die Altersempfehlung, unterstreicht auf eindrucksvolle, vor allem aber auch verständliche Weise den Titel: ein recht großes Haus mit ausreichend Platz, dessen Haustüre leuchtend rot leuchtet.

Gespannt war ich auf die Geschichte, die sich quasi hinter dieser Türe verbirgt und war bereits von den ersten Seiten an wie verzaubert.

Eine kleine Maus, die mutterseelenallein in diesem Haus mit der kleinen roten Tür lebt verliert durch die Auswirkungen eines heftigen Schneesturms ihr gewohntes Zuhause. Gut, dass Olivia, ein kleines Mädchen mit einem großen Herzen, versucht zu helfen, doch alle angebotenen neuen Wohnmöglichkeiten bieten der kleinen Maus nicht das Gefühl von Heimat, von Geborgenheit, das sie in ihrem ehemaligen Domizil empfunden hat. Erst als Olivia ihr Unterkunft in ihrem Zuhause anbietet, fühlt sich die kleine Maus endlich angekommen, endlich wohl.

Eine sehr schöne Geschichte, der bereits kleine Kinder sehr gut folgen können. Aber es ist nicht nur der Inhalt, der die Kinder in ihren Bann ziehen wird, es ist auch die gesamte Aufmachung des Buches. Die zunächst angebotenen Wohnmöglichkeiten haben mir immer wieder ein Schmunzeln entlockt und ich habe wirklich über die kindgerechten kreativen Ideen gestaunt.

Hinzu kommt, und dies immer ein besonderes Highlight, die Möglichkeit, kleine Pappklappen zu öffnen und einen direkten Blick in die angebotene Unterkunft, wie z.B. eine Teekanne, zu werfen. Ein zusätzliches Angebot, die Geschichte beim Vorlesen oder Betrachten mit weiteren Fragen und Hinweisen zu verbinden.

Ich bin wirklich begeistert und habe mich gefreut, dieses Kinderbuch entdeckt zu haben.

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Veröffentlicht am 10.12.2025

Eine wichtige Frage, wunderbar beantwortet

Was wütest du so sehr, kleiner Pandabär?
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Tilly, ein munteres, liebenswerte und aktives kleines Pandamädchen hat nur ein Problem: sie kann so schlecht damit umgehen, wenn etwas nicht so läuft, wie sie möchte und wird dann unsagbar wütend.

In ...

Tilly, ein munteres, liebenswerte und aktives kleines Pandamädchen hat nur ein Problem: sie kann so schlecht damit umgehen, wenn etwas nicht so läuft, wie sie möchte und wird dann unsagbar wütend.

In Reimform gehalten entfaltet sich eine leicht verständliche Geschichte, mit der sich nicht nur Erwachsene sehr leicht identifizieren können, sondern auch Kinder und ich denke, die empfohlene Altersangabe von 2 Jahren ist zutreffend.

In der Geschichte kommt Tilly selbst zu Wort, sie lässt zum einen Teil haben an den Dingen, die sie ärgern, aber auch ihre Fragen, warum sie Reaktionen zeigt, die von ihr doch eigentlich gar nicht gewollt sind. Wenn sie z.B. vor lauter Frust ein Loch in ihre Laterne schlägt, obwohl sie die Laterne doch sehr mag.

Es gefällt mir wirklich sehr gut, wie verständnisvoll die Autorin Tillys Auseinandersetzung mit sich selbst darstellt. Für Kinder sehr aufschlussreich und für mich nachvollziehbar. Vor allem auch die große selbstkritische Frage, warum sich Tillys Wut erst im Laufe des Tages zeigt, bzw. zunimmt, sie aber durchaus in der Lage ist, sich ausgeglichen und freundlich zu verhalten. Gut, dass ihre Mutter sie versteht und ihr geduldig, aufbauend und hilfreich zur Seite steht.

Diese Geschichte bietet zudem eine gute Möglichkeit, mit Kindern ins Gespräch zu kommen und gemeinsam an vielleicht ähnlichen Problemen zu arbeiten.

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