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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.11.2020

Ein überzeugender historischer Roman

Die Gabe der Sattlerin
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Worum geht es? Im Jahr 1781 flieht die Sattlerstochter Charlotte einen Tag vor ihrer Hochzeit, um einer Vernunftehe mit einem zwanzig Jahre älteren Mann zu umgehen. Sie macht sich ziellos mit ihrem Pferd ...

Worum geht es? Im Jahr 1781 flieht die Sattlerstochter Charlotte einen Tag vor ihrer Hochzeit, um einer Vernunftehe mit einem zwanzig Jahre älteren Mann zu umgehen. Sie macht sich ziellos mit ihrem Pferd auf den Weg und landet auf dem Hofgestüt Marbach. Um dort bleiben zu dürfen, soll sie für den württembergischen Herzog Carl Eugen einen prunkvollen Sattel für sein neues Pferd aus Venedig anfertigen. Derweil wird der junge Regimentsarzt Friedrich Schiller aus Aushilfe für den Rossarzt auf das Gestüt geschickt und das, obwohl er sich mit Pferden gar nicht auskennt. Eine Räuberbande sorgt für reichlich Unruhe, inspiriert Friedrich aber, sein Theaterstück „Die Räuber“ zu vollenden.

Ralf H. Dorweiler zeichnet sehr authentische und facettenreiche Personen, die den Leser in verschiedenen Situationen und Dialogen mit viel Humor und Tiefgang sehr gut zu unterhalten wissen. Viele Situationen haben eine Komik inne (beispielsweise die Versuche Friedrich Schillers als Rossarzt), die durch die durchdachten Dialoge noch besser werden. Die Charaktere sind mir sofort sympathisch, vor allem die starke und kluge Charlotte hat es mir angetan. Beeindruckt hat mich auch die detaillierte Beschreibung der Arbeit auf dem Gestüt und der Herstellung des Sattels. Sehr interessant war es, wie Fiktion und tatsächliche Geschichte hier miteinander verwoben wurde. Dazu habe ich nach Abschluss des Romans noch einmal einiges nachgelesen.

Insgesamt ein kurzweiliger historischer Roman, der mit Situationskomik, starken Persönlichkeiten und geschichtlichem Hintergrund überzeugt und den ich uneingeschränkt empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 04.10.2020

Inspirierend und lehrreich

Das Think Like a Monk-Prinzip
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Worum geht es? Social-Media-Experte und Digitalstratege Jay Shetty wirft nach einem Vortrag des Mönchs Gauranga sein Leben um und wird selbst hinduistischer Mönch. Nach drei Jahren kehrt er dem indischen ...

Worum geht es? Social-Media-Experte und Digitalstratege Jay Shetty wirft nach einem Vortrag des Mönchs Gauranga sein Leben um und wird selbst hinduistischer Mönch. Nach drei Jahren kehrt er dem indischen Aschram den Rücken und bringt seither den Menschen nahe, ihr Leben achtsamer und sinnvoller zu gestalten.

Jay Shetty erzählt viel von seiner persönlichen Geschichte und seinem Werdegang, was sehr kurzweilig und interessant zu lesen war. Ich empfinde die Art Jay Shettys zu schreiben als sehr angenehm. Die Inhalte werden anschaulich anhand von Beispielen verdeutlicht und anhand von praktischen Übungen und Aufgaben wird der Transfer in den Alltag sichergestellt. Ich habe während des Lebens einige Aha-Momente und bekomme den ein oder anderen Denkanstoß für mein eigenes Leben. Die Botschaft des Buchs ist eine sehr schöne. Es geht um Ruhe, Stille, Frieden, Dankbarkeit, Freude und die Suche nach sich selbst, das Erkennen der eigenen Wünsche und Bedürfnisse.

Als negativ habe ich den für mich fehlenden roten Faden empfunden. Es werden viele Bereiche angesprochen, die nacheinander abgearbeitet werden. Manche Infos wirken dabei etwas profan, etwa das Schlaf wichtig ist.

Wer Jay Shetty aus den sozialen Medien kennt und sympathisch findet, der wird das Buch sehr gerne lesen. Wer nichts mit ihm anfangen kann bzw. nicht offen gegenüber „Achtsamkeits-Gurus“ und Social-Media Persönlichkeiten hat, könnte mit der Art des Buches Schwierigkeiten haben.

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Veröffentlicht am 28.09.2020

Der heldenhafte Sam Wu

Sam Wu – Hat KEINE Angst vor Geistern
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Zuerst fällt mir die liebevolle und schön gestaltete Illustration des Buches auf. Die Kinder hatten sofort viel zu entdecken und die Pfeile, Notizen und Info-Boxen unterteilen den Text sinnvoll und tragen ...

Zuerst fällt mir die liebevolle und schön gestaltete Illustration des Buches auf. Die Kinder hatten sofort viel zu entdecken und die Pfeile, Notizen und Info-Boxen unterteilen den Text sinnvoll und tragen zur Übersichtlichkeit bei. Der Text ist sehr locker und witzig geschrieben und Sam Wu hat gleich alle Sympathien auf seiner Seite gehabt.

Worum geht es? Sam Wu lebt mit seiner Familie (Eltern, Schwester und Oma) zusammen. Auf einem Schulausflug kommt es zu einem (sehr peinlichen) Vorfall und seitdem wird Sam von einem seiner Mitschüler Angsthase genannt. Um das Gegenteil zu beweisen fasst Sam den Plan, ein heldenhaftes Abenteuer zu bestehen und ein Tier zu finden, dass er als treuen Begleiter an seiner Seite haben kann.

Die Schriftart, der Abstand, dick gedruckte Schlagwörter und die Unterteilung machen das Buch für Leseanfänger geeignet. Sehr positiv sind die Themen (Mobbing, Angst und vor allem auch Freundschaft), die behandelt werden. Die Gestaltung erinnert an einen Comic und kommt allein deshalb bei Kindern schon sehr gut an. Inhaltlich hat es auch gefallen, da es lustig und spannend ist. Da es sich um den ersten Teil handelt, sind wir schon gespannt auf den zweiten Teil, in dem Sam beweisen muss, dass er keine Angst vor Haien hat.

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Veröffentlicht am 13.09.2020

Helle Jespers ermittelt wieder

Helle und der falsche Prophet
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Kommissarin Helle Jespers verbringt den Urlaub mit ihrem Mann in Südfrankreich, als sie ein Anruf erreicht – eine ehemalige Schulfreundin ihres Sohnes wurde tot aufgefunden. Helle macht sich sofort auf ...

Kommissarin Helle Jespers verbringt den Urlaub mit ihrem Mann in Südfrankreich, als sie ein Anruf erreicht – eine ehemalige Schulfreundin ihres Sohnes wurde tot aufgefunden. Helle macht sich sofort auf den Weg zurück nach Dänemark, um zu ermitteln. Schnell wird ein Zusammenhang mit einem jungen Paar gezogen, das aus einer Sekte geflohen ist.

Helle Jespers als Kommissarin finde ich sehr sympathisch und auch den Bezug zu Dänemark und ihrer persönlichen Geschichte finde ich sehr gelungen. Spannend waren vor allem die Perspektivwechsel, durch die die Geschichte sich immer mehr zusammenfügt (aber keine Sorge, überraschende Wendungen sorgen weiterhin für Spannung) und man die einzelnen Personen und ihre Handlungen immer besser versteht.

Zu Beginn muss man sich etwas einfinden, da das Buch schnell an Fahrt aufnimmt und verschiedene Stränge sowie viele Infos und Personen auf den Leser einprasseln. Findet man aber erstmal in die Geschichte, kann man das Buch kaum mehr aus der Hand lesen. Gewohnt spannungsvoll führt Autorin Judith Arendt durch die Geschichte und überrascht immer wieder mit neuen Wendungen und Hintergrundinformationen, so dass es nie langweilig wird.

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Veröffentlicht am 28.08.2020

Es geht spannend weiter

Wings of Silver. Die Rache einer Frau ist schön und brutal (Golden Cage 2)
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Ich bin schon lange Fan von Camilla Läckberg und kenne den Großteil ihrer Bücher. Den Vorgänger dieses Buches (Golden Cage) habe ich in kürzester Zeit verschlungen, um so größer war die Vorfreude auf „Wings ...

Ich bin schon lange Fan von Camilla Läckberg und kenne den Großteil ihrer Bücher. Den Vorgänger dieses Buches (Golden Cage) habe ich in kürzester Zeit verschlungen, um so größer war die Vorfreude auf „Wings of Silver – Die Rache einer Frau ist schön und brutal“. Der Einstieg war wie das Wiedersehen mit einer alten Bekannten und ich habe mich gefreut zu erfahren, wie es mit Faye weitergeht.

Im Vergleich zum ersten Teil, hat mir dieser etwas weniger gefallen, da mir teilweise der Schwung gefehlt hat und in Teil eins einfach mehr passiert ist. Zudem war die Rolle verschiedener Personen recht schnell vorhersehbar. Sehr positiv ist mir (mehr als im ersten Buch) der Zusammenhalt und die Rolle der Frauen in diesem Buch aufgefallen, dahingehend gab es in Golden Cage noch einige Unstimmigkeiten. Wir erfahren viel mehr über Faye und deren Herkunft. Sehr interessant, aber an einigen Stellen etwas überzeichnet.

Wer „Golden Cage“ mochte, der wird auch hier nicht enttäuscht. Am offenen Ende treffen wir auf jemanden, den ich das gesamte Buch hindurch schon vermisst habe – es bleibt also spannend.

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