Cover-Bild Die Gabe der Sattlerin
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11,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik - Abenteuerroman: historisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 432
  • Ersterscheinung: 30.09.2020
  • ISBN: 9783404180790
Ralf H. Dorweiler

Die Gabe der Sattlerin

Historischer Roman

Ein farbenfroher Roman um eine junge Sattlerin, einen bekannten Dichter und ein Gestüt, das Pferdefreunde bis heute fasziniert


1781. Um einer Vernunftehe zu entgehen, flieht die junge Sattlerstochter Charlotte aus ihrem Heimatdorf. Zuflucht findet sie im Hofgestüt Marbach, wo der württembergische Herzog Carl Eugen die edelsten Pferde der Welt züchtet. Damit sie bleiben darf, muss Charlotte einen prunkvollen Sattel für seinen Lieblingshengst fertigen. Doch die Zeit dafür ist knapp bemessen, zumal ein Regimentsarzt, eine Räuberbande und der Sohn des Gestütsleiters für gefährliche Verwicklungen sorgen. Kann Charlotte sich in ihrem neuen Leben behaupten?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.08.2021

Unterhaltsamer historischer Roman

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Charlotte ist die Tochter eines Sattlers und von klein auf immer mit ihrem Vater in der Werkstatt gewesen. Mittlerweile beherrscht sie das Handwerk ebenso gut wie ihr Vater. Da sie ihren Verlobten weder ...

Charlotte ist die Tochter eines Sattlers und von klein auf immer mit ihrem Vater in der Werkstatt gewesen. Mittlerweile beherrscht sie das Handwerk ebenso gut wie ihr Vater. Da sie ihren Verlobten weder näher kennt noch etwas für ihn empfindet, flüchtet sie in der Nacht vor ihrer Hochzeit mit ihrem geliebten Hengst und einem von ihr angefertigten Sattel + Zaumzeug. Nach der Begegnung mit einer Räuberbande landet sie schließlich im Hofgestüt Marbach, dessen Besitzer der verschwendungssüchtige Herzog Carl Eugen gehört. Da der dort ansässige Satter wegen eines Unfalls nicht arbeiten kann, bekommt sie den Auftrag, einen Sattel für den Hengst des Herzogs fertig zu stellen. Bekanntschaft macht sie dabei mit dem jungen Medicus Friedrich Schiller, den jungen Medicus für Soldaten und Pferde, der aber lieber an seinem Theaterstück "die Räuber" weiter schreiben würde. Da Charlotte dem mit Pferden nicht sehr vertrauten Friedrich bei Notfällen helfen kann, schließen die beide schnell Freundschaft.

Das Buch ist nett und kurzweilig geschrieben. Die einzelnen Charaktere werden gut geschildert. Einiges scheint sehr vorhersehbar, jedoch war ich dann über die Wendung am Ende des Buches erstaunt. Alles in allem ein netter und unterhaltsamer Roman aus dem 18. Jahrhundert, von dem man jedoch nicht allzu viel historische Genauigkeiten erwarten sollte.

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Veröffentlicht am 11.11.2020

Wie Schiller zu den Räubern kam

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In seinem neusten historischen Roman "Die Gabe der Sattlerin" entführt uns Ralf H. Dorweiler ins Jahr 1781 .

Die 19 Jährige Charlotte soll eine vernunftehe mit dem ortsansässigen Amtsmann eingehen . In ...

In seinem neusten historischen Roman "Die Gabe der Sattlerin" entführt uns Ralf H. Dorweiler ins Jahr 1781 .

Die 19 Jährige Charlotte soll eine vernunftehe mit dem ortsansässigen Amtsmann eingehen . In der Nacht vor ihrer Hochzeit macht sie sich aus dem Staub und versucht ihr Glück in der großen Welt . Leider wird sie sofort von Hannikel und seiner Räuberbande gefangen , durch sie gelangt sie auf das Gestüt von Herzog Carl Eugen in Marbach und lernt dort Friedrich Schiller kennen .

Es ist gar nicht so einfach diese Rezi zu schreiben ohne nicht zu viel zu verraten ^_^ es passiert eine Menge , ist sehr spannend erzählt und gut recherchiert . Ich mag wie der Autor mit seinen Worten ein Bild in meinem Kopf entstehen lässt , den anders kann man es wirklich nicht benennen . Zudem hat er einen tollen Humor !

Charlotte ist eine sympathische Hauptfigur und gefällt mir im Laufe der Geschichte durch ihren Mut und ihr Selbstbewusstsein immer besser .

Zu Beginn gibt es ein Personenverzeichnis , das mich ein ums andere mal gerettet hat , ich kann mir ganz schlecht Namen merken . Die Schiller Zitate vor jedem Kapitel waren toll gewählt und das Nachwort macht das ganze Buch rund .

Ich bin immer wieder begeistert wie viel Detail liebe Ralf Dorweiler in seine Bücher steckt !

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Veröffentlicht am 07.11.2020

Spannend und kurzweilig

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Klappentext:
1781. Um einer Vernunftehe zu entgehen, flieht die junge Sattlerstochter Charlotte aus ihrem Heimatdorf. Zuflucht findet sie im Hofgestüt Marbach, wo der württembergische Herzog Carl Eugen ...

Klappentext:
1781. Um einer Vernunftehe zu entgehen, flieht die junge Sattlerstochter Charlotte aus ihrem Heimatdorf. Zuflucht findet sie im Hofgestüt Marbach, wo der württembergische Herzog Carl Eugen die edelsten Pferde der Welt züchtet. Damit sie bleiben darf, muss Charlotte einen prunkvollen Sattel für seinen Lieblingshengst fertigen. Doch die Zeit dafür ist knapp bemessen, zumal ein Regimentsarzt, eine Räuberbande und der Sohn des Gestütsleiters für gefährliche Verwicklungen sorgen. Kann Charlotte sich in ihrem neuen Leben behaupten?

Fazit:

Der Klappentext beschreibt schon recht gut, um was es in diesem Roman geht. Ich dachte mir, wie kann das in dieser Zeit sein, dass eine junge Frau flieht, weil sie verheiratet wird und wollte dann dieses Buch unbedingt lesen.

Charlotte lebt recht zufrieden und geht in ihrer Leidenschaft auf, gemeinsam mit ihrem Vater in der Sattlerei zu arbeiten. Doch mit ihren 19 Jahren soll sie einen wesentlich älteren Mann heiraten, dem sie so gar nichts abgewinnen kann. Bevor alles zu spät ist flieht sie aus dem Kreis ihrer Familie. Ohne Gepäck und nur mit ihrem Werkzeug beginnt für Charlotte das Abenteuer ihres Lebens. Wie soll es für sie nur weitergehen?

Es kommt, wie es kommen muss und Charlotte fällt einer Räuberbande in die Hände. Um ihr Leben zu retten muss sie sich von den Räubern zum Hofgut Marbach bringen lassen, um dort für die Räuber zu spionieren. Sie soll sich als Sattlerin verdingen, um ihre Spionage durchführen zu können.

Fast zeitgleich mit Charlotte kommt der junge Schiller ebenfalls auf das Gestüt. Er ist ein Regimentsarzt, der sich um die Pferde auf dem Gestüt kümmern soll.
Schnell lernen sich Charlotte und Schiller kennen und schätzen. Doch Schiller ahnt, dass Charlotte Geheimnisse hat und er will sie ergründen. Ob er sie dadurch in Gefahr bringt? Das müsst ihr leider selbst lesen, ich will nicht zu viel verraten.

Mir hat es gut gefallen, wie die Geschichte von Schiller und Charlotte miteinander verwoben wurde. Mag sein, dass nicht alles so realistisch war, wie ich von historischen Romanen erwarte, doch mir hat die Geschichte gut gefallen. Ich konnte zwei junge Menschen ein stück auf ihrem Weg begleiten und an ihrem Träumen teilhaben. Gerade, weil Fiktion und Geschichte verknüpft wurden, war die Geschichte sehr lebendig und facettenreich.

Besonders die detaillierten Beschreibungen des höfischen Lebens und der Sattlerei konnten mich in ihren Bann ziehen. Ich konnte schnell in die Geschichte eintauchen und die Seiten waren leider viel zu schnell gelesen. Ich konnte an einigen Stellen schmunzeln und die Spannung riss mich regelrecht mit. Ich fieberte die ganze Zeit mit Charlotte, ob es ihr gelingt, den perfekten Sattel zu fertigen und den Räubern und dem ungeliebten Bräutigam zu entkommen. Die Einblicke in das Leben des jungen Schiller bereicherten mich zusätzlich.

Ich hatte schöne Lesestunden und vergebe daher eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 01.11.2020

Ein überzeugender historischer Roman

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Worum geht es? Im Jahr 1781 flieht die Sattlerstochter Charlotte einen Tag vor ihrer Hochzeit, um einer Vernunftehe mit einem zwanzig Jahre älteren Mann zu umgehen. Sie macht sich ziellos mit ihrem Pferd ...

Worum geht es? Im Jahr 1781 flieht die Sattlerstochter Charlotte einen Tag vor ihrer Hochzeit, um einer Vernunftehe mit einem zwanzig Jahre älteren Mann zu umgehen. Sie macht sich ziellos mit ihrem Pferd auf den Weg und landet auf dem Hofgestüt Marbach. Um dort bleiben zu dürfen, soll sie für den württembergischen Herzog Carl Eugen einen prunkvollen Sattel für sein neues Pferd aus Venedig anfertigen. Derweil wird der junge Regimentsarzt Friedrich Schiller aus Aushilfe für den Rossarzt auf das Gestüt geschickt und das, obwohl er sich mit Pferden gar nicht auskennt. Eine Räuberbande sorgt für reichlich Unruhe, inspiriert Friedrich aber, sein Theaterstück „Die Räuber“ zu vollenden.

Ralf H. Dorweiler zeichnet sehr authentische und facettenreiche Personen, die den Leser in verschiedenen Situationen und Dialogen mit viel Humor und Tiefgang sehr gut zu unterhalten wissen. Viele Situationen haben eine Komik inne (beispielsweise die Versuche Friedrich Schillers als Rossarzt), die durch die durchdachten Dialoge noch besser werden. Die Charaktere sind mir sofort sympathisch, vor allem die starke und kluge Charlotte hat es mir angetan. Beeindruckt hat mich auch die detaillierte Beschreibung der Arbeit auf dem Gestüt und der Herstellung des Sattels. Sehr interessant war es, wie Fiktion und tatsächliche Geschichte hier miteinander verwoben wurde. Dazu habe ich nach Abschluss des Romans noch einmal einiges nachgelesen.

Insgesamt ein kurzweiliger historischer Roman, der mit Situationskomik, starken Persönlichkeiten und geschichtlichem Hintergrund überzeugt und den ich uneingeschränkt empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 30.10.2020

Die Sattlerin und der Dichter

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Die Gabe der Sattlerin ein historischer Roman von Ralf H. Dorweiler (Bastei Lübbe Verlag)

„Ist das Zaumzeug fertig?“, fragte er, als sein Blick auf das Werkstück fiel, an dem nur noch das Stirnband befestigt ...

Die Gabe der Sattlerin ein historischer Roman von Ralf H. Dorweiler (Bastei Lübbe Verlag)

„Ist das Zaumzeug fertig?“, fragte er, als sein Blick auf das Werkstück fiel, an dem nur noch das Stirnband befestigt werden musste. „Fast. Es kam ständig etwas dazwischen."
... Er fuhr mit dem Zeigefinger über die Naht und nickte anerkennend. „Ich kenne keine andere Frau, die es mit dir als Sattlerin aufnehmen könnte. Und kaum einen Mann.“ Charlotte lächelte. S.30/31

Charlotte fühlt sich zu Hause in der Sattlerei des Vaters und zusammen mit ihrem Hengst Wälderwind sehr wohl. Sie findet Ruhe und Konzentration in ihrer Arbeit.
Nachdem sie den Antrag des angesehenen Amtmanns Julius Magnus Lenscheider angenommen hat, hegt sie berechtigte Zweifel an dieser Vernunftehe. In einem Anflug von Panik flieht die Sattlertochter in einer Nacht-und Nebelaktion auf dem Rücken ihres geliebten Pferdes. Charlotte entscheidet sich für die Freiheit.

Auf ihrem Weg wird sie mit zahlreiche Abenteuern und Verwicklungen konfrontiert. Sie macht Bekanntschaft mit lustigen, rauen und liebestollen Gesellen. Historisch belegte wie zahlreiche fiktive Charaktere sind vertreten und buhlen um den Platz auf der Bühne dieses Wohlfühlromans. Der Regimentsarzt und Dichter Friedrich Schiller, der Herzog von Württemberg Carl Eugen und der Räuberhauptmann Hannikel beleben die Erzählung. Charlotte selbst, eine mutige und lebensfrohe, taffe Frauenfigur trifft auf die berühmte Räuberbande, die einst Schiller zu seinen „Räubern“ inspirierte. Diese freie Verflechtung des Autors fand ich äußerst interessant und gelungen umgesetzt.

Dank des lebendigen und fesselnden Schreibstil fühlt man sich in die Zeit nach 1781 zurück versetzt. Das Ausmaß des aristokratischen Prunk und Pomps wird in zeitgerechten, munteren Dialogen aufgezeigt.

Begeistern konnten mich die liebevoll herausgesuchten Zitate berühmter Literaten, Schriftsteller und Künstler. Diese finden sich passend neben der Orts-und Zeitangabe an jedem Kapitelanfang wieder. Das Personenregister mit historischen und fiktiven Figuren erleichtern die Zuordnung ins Geschehen. Ein Dankeschön an den Autor für das erklärende Nachwort, in dem nachfolgend Zusammenhänge zur Entstehung und historische Details zum Roman erörtert werden.

Fazit: Von allem ein bisschen, Abenteuerlust, Gefühl, Gesellschaft, Drama, Historie, Handwerk, Literatur und Pferde...
Der Autor bleibt somit seinem Stil treu. Historische Details sind ebenso anschaulich im Text verpackt, wie das Wissen über die Aufgaben eines Sattlers. Mir hat dieser lebendige Unterhaltungsroman mit ansprechendem Charme und passendem Witz sehr gut gefallen. Ich freue mich auf zukünftige Einblicke in die Welt historischer Handwerke.

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