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Veröffentlicht am 29.10.2020

Spannend und Geheimnisvoll

Das Unrecht der Väter
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Die Familien von Falkenbach und Lehmann sind seit Jahren befreundet. Nach dem Ersten Weltkrieg haben sie beschlossen, ihren Weg gemeinsam zu gehen. Die Fabriken haben sie auf ein gemeinsames Firmengelände ...

Die Familien von Falkenbach und Lehmann sind seit Jahren befreundet. Nach dem Ersten Weltkrieg haben sie beschlossen, ihren Weg gemeinsam zu gehen. Die Fabriken haben sie auf ein gemeinsames Firmengelände zusammengefügt. Der Erfolg hat ihnen recht gegeben, ihre Geschäfte laufen gut. Die Söhne der Freunde stehen schon bereit, um die einzelnen Betriebe zu übernehmen, auch wenn Gustav von Falkenbach sich noch nicht wirklich in der Firma seines Vaters sieht. Er studiert Medizin. Seine Schwester Wilhelmine weiß auch noch nicht so recht, wie ihr Leben verlaufen soll. Sie steht so ein bisschen außen vor, noch nicht ganz erwachsen aber auch kein Backfisch mehr. Die Welt ist für die Familien in Ordnung, bis zu dem Tag, als die Tochter eines Kriegskameraden auf Gut Falkenbach erscheint. Sie stellt Fragen zu dem Tod ihres Vaters und sie will Antworten. Welches Geheimnis teilen die Freunde?

Die Geschichte dieser neuen Familien-Saga von Ellin Carsta beginnt im Jahre 1936 und erzählt aus dem Leben der von Falkenbachs und Lehmanns. Die Familien sind befreundet, die Kinder miteinander aufgewachsen und die Männer waren gemeinsam im Ersten Weltkrieg und sind zusammengewachsen. Sie haben ihre Geschäfte vereint und können so erfolgreich tätig werden. Bis zu dem Tag, als die junge Frau auftaucht und Fragen stellt. Hier beginnt nun die spannende Handlung. Das lang gehütete Geheimnis der Männer will ans Licht kommen und natürlich muss dies verhindert werden.

Auch die Jugend will zu ihrem Recht kommen. Die Autorin erzählt davon, wie sie alle ihr Leben gestalten wollen oder von den Dingen, von denen sie träumen. Denn auch wenn nach außen hin die Welt in Ordnung zu sein scheint, gibt es doch so einige Probleme zu bewältigen. Ellin Carsta hat es geschickt verstanden, ihre Protagonisten agieren zu lassen.

Dies ist erst der erste Teil einer neuen Reihe und hier werden die einzelnen Charaktere vorgestellt, aber schon jetzt ist klar, diese Reihe macht Spaß, gelesen zu werden. Die Autorin erzählt nicht nur spannend von der Familie und ihren Problemen und Geheimnissen, es gibt so einige, sondern legt auch Handlungsstränge an, die erst später weitergeführt werden, zugleich aber neugierig auf mehr machen. Dabei hat sie ihre Protagonisten vorgestellt, ohne dabei zu viel vorweg zugreifen. Die Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet und haben ihre Ecken und Kanten. Sie bekommen aber auch die Zeit, sich zu entwickeln, es ist immer noch genügend Luft nach oben vorhanden. Sicherlich gibt es hier eine Vielzahl von Protagonisten, die man als Leser erst mal sortieren muss, aber der flüssige Erzählstil macht es einem leicht, in die Geschichte zu finden.

Die Handlung beginnt im Jahre 1936 und die Nazis sind an der Macht. Auch diesen Aspekt greift die Autorin gekonnt auf. Das Unglück, welches auf die Menschen zu kommt, ist schon zum Greifen nah und macht natürlich auch nicht vor diesen Familien halt. Ein ungutes Gefühl auf drohendes Unheil ist spürbar, aber nicht zu vordergründig, um den Spaß am Lesen zu verlieren. Mir hat diese Mischung gut gefallen.

Fazit:

„Das Unrecht der Väter“ ist nicht nur der Auftakt einer neuen Familien-Saga von Ellin Carsta, es ist zugleich auch eines ihrer besten Bücher, welches ich in den letzten Jahren von dieser Autorin gelesen habe. Sie hat einen interessanten Plot mit spannenden Protagonisten erschaffen. Ich hoffe, dass sie dieses Level für die kommenden Bände halten kann. Ich freue mich schon jetzt, wenn es im nächsten Jahr bereits mit dem zweiten Teil weitergeht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.10.2020

Eine wunderbare Familien-Saga geht zu Ende

Die Schokoladenvilla – Zeit des Schicksals
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Viktoria Rheinberger ist in Frankreich, um ihre Kenntnisse in der Herstellung von feinen Pralinen zu vertiefen, als sie unerwartet nach Hause gerufen wird. Der Schokoladenmanufaktur stehen schlechte Zeiten ...

Viktoria Rheinberger ist in Frankreich, um ihre Kenntnisse in der Herstellung von feinen Pralinen zu vertiefen, als sie unerwartet nach Hause gerufen wird. Der Schokoladenmanufaktur stehen schlechte Zeiten bevor und jede Hand wird gebraucht. Es ist das Jahr 1936 und die Zeiten sind unsicher. Mächtige Unternehmer strecken die Finger nach der Fabrik aus. Dann kündigt sich auch noch Andrew Miller aus Amerika an. Er will seine eigene Firma retten und könnte für die Familie Rothmann die Rettung sein. Aber ist sein Weg auch der richtige? Und kann Viktoria ihren Gefühlen trauen? Der Kampf um die Schokoladenfabrik beschäftigt alle und dann kommt auch noch ein lang gehütetes Geheimnis ans Licht. Wird die Familie diese schwere Zeit gemeinsam überstehen? Wie wird ihre Zukunft aussehen?

„Zeit des Schicksals“ ist der dritte Band aus der Reihe der Schokoladenvilla von Maria Nikolai und es ist zugleich der Abschluss dieser Trilogie. Etwas wehmütig war ich schon, als ich mit dem Lesen begonnen habe. Mir ist die Schokoladenvilla doch ans Herz gewachsen.

Dieser dritte Teil beginnt 10 Jahre nach Band 2 und schließt somit nicht direkt an den Vorgänger „Goldene Jahre“ an. Dadurch ist es gut möglich, die Bücher einzeln zu lesen. Kleine Rückblenden sorgen zudem dafür, dass sich der Leser zurechtfinden kann. Natürlich rate ich jedoch dazu, die Vorgänger zu lesen. Einfach, weil es pure Lesefreude ist.

Der Erzählstil von Maria Nikolai ist unverwechselbar und eine wahre Komposition aus Worten gemischt mit einem Hauch Schokolade. Die Intensität, mit der die Herstellung gewisser Pralinen beschrieben wird, macht Lust auf selbige. (Ich hatte welche griffbereit). Zudem hat die Autorin es geschickt verstanden, ihre fiktive Geschichte der Familie Rheinberger/Rothmann mit dem historischen Hintergrund der 40er-Jahre des letzten Jahrhunderts zu verbinden. Ein gewisses Gefühl der Angst, geschuldet aus der Zeit, in der die Handlung spielt, schwebte über der Geschichte. Dabei hat die Autorin die Protagonisten mit viel Liebe gestaltet und sie wachsen lassen. Historische Ereignisse dieser Zeit haben ebenfalls ihren Weg in die Geschichte gefunden.

Ein umfangreicher Anhang am Ende des Buches rundet diese Reihe dann ab. Es ist alles vorhanden, was man für den nötigen Überblick einer so umfangreichen Geschichte braucht. Personenregister, Glossar und ein ausführliches Nachwort klären Fiktion und Wahrheit.

Fazit:

Mit „Zeit des Schicksals“ ist Maria Nikolai ein wunderbarer Abschluss ihrer Trilogie über die Familie Rheinberger/Rothmann gelungen. Ich habe die Familie sehr gern auf ihrem Weg begleitet. Erzählt wird von dem Leben der Familie, von ihren Lieben, ihren Träumen und Hoffnungen. Alles so intensiv und anschaulich, dass man als Leser das Gefühl bekommt, dabei zu sein. Die Geschichte macht einfach Spaß. Der Autorin ist es gelungen, die Zeit einzufangen und von Liebe und Leid einer Familie zu erzählen und hat mit „Die Schokoladenvilla“ eine wunderbare Familien-Saga erschaffen.

  • Cover
  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 25.10.2020

Ein Herzogtum kämpft um seine Freiheit

Der Herzog von Aquitanien
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Zu Beginn des 8. Jahrhunderts ist Aquitanien noch ein Herzogtum und den Königen des Frankenreiches Lehnspflichtig. Der Herzog Eudo von Aquitanien hat es sich zum Ziel gesetzt, dies zu ändern. Während sich ...

Zu Beginn des 8. Jahrhunderts ist Aquitanien noch ein Herzogtum und den Königen des Frankenreiches Lehnspflichtig. Der Herzog Eudo von Aquitanien hat es sich zum Ziel gesetzt, dies zu ändern. Während sich gleich zwei Hausmeier der Franken um die Vorherrschaft im Land streiten, hofft er, seinen Nutzen daraus ziehen zu können. Doch dann fallen die Mauren ein und Eudo hat genug damit zu tun, sein kleines Reich zu sichern. Er schließt ein Bündnis mit dem Berberfürsten Munuza und gibt ihm seine Tochter zur Frau. Aber wird das reichen?

Mac P. Lorne erzählt eine Geschichte aus einem fernen Jahrhundert, von den Kriegen dieser Zeit und von den Menschen, die sie führten.
Der Autor versteht es, die Schlachten zu beschreiben und die politischen Zusammenhänge zu erläutern. Auch wenn mit der Tochter des Herzogs etwas Liebe ins Spiel kommt, ist dieser Handlungsstrang doch eher beiläufig, deswegen aber nicht weniger wichtig.
Sein Erzählstil ist dabei flüssig zu lesen und die Handlungsabläufe nachvollziehbar. Er versteht es gekonnt, den Leser in die Geschichte zu ziehen und miterleben zu lassen, was sich damals zugetragen hat. Ich konnte mich dem Buch jedenfalls nicht entziehen, einmal begonnen mochte ich nicht aufhören zu lesen. Auch oder gerade, weil es so viele interessante historische Details zu entdecken gab. Der Zeitraum dieser Geschichte beginnt im Jahre 717 und erzählt fast 20 Jahre die Geschichte Aquitaniens.

Die Geschichte von Eudo ist spannend und gleichzeitig interessant. Der Autor erzählt gekonnt davon, wie es zu dem Einfall der Mauren kam. Was den Herzog zu seinem Handeln bewegt haben könnte und wie er zu den Regenten des Frankenreichs stand. Seine Protagonisten lässt er lebendig werden. Eudo und seine Familie haben einiges zu bewältigen. Genau dies schildert Mac P. Lorne anschaulich. Die einzelnen Handlungsabläufe und wie eins zum anderen führte erzählt er ebenso, wie auch die Gegenseite geschildert wird. Sicherlich wird gerade der Gegenspieler Abd ar-Rahman in keinem guten Licht dargestellt. Er wird zunächst als Räuber der Wüste vorgestellt und steigt später in der Hierarchie der Mauren auf und macht seinen Weg. Vielleicht hätte man von dieser Seite noch etwas mehr erzählen können, denn sie werden sicherlich nicht nur böse gewesen sein, aber das ist vermutlich eine andere Geschichte.

Deutlich ist hier zu spüren, wie viel Recherchearbeit der Autor im Vorfeld geleistet hat. Ob es sich wirklich so zugetragen hat, wie geschildert, lässt sich heute wohl nicht mehr genau sagen, aber so wie hier beschrieben könnte es sich schon zugetragen haben.

Ein Personenregister zu Beginn sorgt für den nötigen Überblick über die Vielzahl der Protagonisten und ein Nachwort am Ende klärt Fiktion und Wahrheit. Auch erzählt der Autor, wie er auf die Geschichte von Eudo von Aquitanien gestoßen ist. Für mich ist gerade ein Nachwort immer spannend zu lesen.

Fazit:

„Der Herzog von Aquitanien“ ist ein gelungener historischer Roman über das Leben im 8. Jahrhundert. Er erzählt von der Eroberung der iberischen Halbinsel und vor allem davon, wie die Menschen versuchten, ihr freies Leben zu verteidigen. Zudem ist es wunderbare Unterhaltung. Ich fand die Geschichte spannend und informativ. Für Geschichtsliebhaber eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 22.10.2020

Spionage im 19. Jahrhundert

Verrat am Kaiser-Wilhelm-Kanal
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Im Kaiser-Wilhelm-Kanal wird eine tote Frau gefunden. Niemand vermisst sie und keiner kennt ihren Namen. Hauke Sötje will diesen mysteriösen Fall untersuchen. Doch dann wird er abgerufen und soll stattdessen ...

Im Kaiser-Wilhelm-Kanal wird eine tote Frau gefunden. Niemand vermisst sie und keiner kennt ihren Namen. Hauke Sötje will diesen mysteriösen Fall untersuchen. Doch dann wird er abgerufen und soll stattdessen einen Verräter beschützen. Hauke gerät dabei zwischen die Fronten zweier Geheimdienste und erkennt zu spät, dass dieser Fall auch für ihn böse enden könnte. Zwischen dem deutschen Kaiserreich und Europa gärt es, die Vorzeichen eines Krieges sind zu erahnen, doch trotz allem versucht der Kommissar die Wahrheit zu finden. Was hat die tote Frau mit seinem merkwürdigen Auftrag zu schaffen? Wird sich alles klären?

Der vorliegende Roman ist der zweite Fall für Hauke Sötje, ehemaliger Kapitän zur See. Hauke begibt sich auf die Suche nach der Identität dieser toten Frau, die im Kanal gefunden wurde. Doch dann wird er dazu aufgefordert, die Sache ruhen zu lassen und stattdessen einen Spion zu beobachten und zu beschützen. Für Hauke ist dieser Auftrag, eine Reise in seine Vergangenheit und nicht leicht zu verarbeiten. Eine Intrige ist hier in Gang gesetzt worden, die er nicht so einfach durchschauen kann.

Anja Marschall hat gekonnt ihre fiktive Geschichte mit dem realen historischen Hintergrund verwoben. Sie gibt Einblicke in die Zeit des ausgehenden 19. Jahrhunderts und den Ränkespielen dieser Zeit. Aber eben auch von dem Leben der Menschen, erzählt sie. Gerade für Sophie Haukes Verlobte ist die Zeit nicht so einfach. Eine Frau kann eben nicht so nebenbei Polizeiarbeit leisten. Sophie muss dafür einige Hürden überwinden. Die Autorin gibt diesen Aspekt gut wieder und erzählt glaubhaft davon, wie Sophie sich in ihrer Lage verhalten kann.

Mir gefällt an diesem Teil vor allem gut, wie geschickt die Autorin die Vergangenheit von Hauke mit einfließen lässt. Immer wieder kehrt der Kommissar in Gedanken auf sein Schiff zurück. Seine Gefühle und was er durchlebt hat, kommen so nach und nach ans Licht. Dabei verliert Anja Marschall aber den aktuellen Fall nicht aus den Augen. In diesem speziellen Fall ist es die Spionage und das Aufdecken der Tat. Die Hintergründe sind nicht unbedingt leicht durchschaubar und genau dies ist es, was den Reiz dieses Buches ausmacht. Ich fühlte mich ins Geschehen gezogen und fieberte ein bisschen mit Kapitän Sötje mit, ob er wohl die Lösung finden würde und auch, ob er das etwas fragwürdige Angebot annehmen würde.

Fazit:

„Verrat am Kaiser-Wilhelm-Kanal“ ist Krimispannung pur. Gleichzeitig erfährt man als Leser, wie es im ausgehenden 19. Jahrhundert in Kiel zugegangen sein könnte. Die Einblicke in die Polizeiarbeit dieser Zeit fand ich interessant. Das Vorgehen von Hauke und seiner Sophie hat mich wiederum wunderbar unterhalten. Gerne mehr solcher Krimis, bitte!

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Veröffentlicht am 20.10.2020

Tribut der Schande

Tribut der Schande
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Franziska Hochperger hat sich der aufständischen Bewegung Stuttgarts angeschlossen. Sie hat sich dafür als Mann verkleidet, um nicht von ihren Feinden erkannt zu werden. Der Herzog von Württemberg ist ...

Franziska Hochperger hat sich der aufständischen Bewegung Stuttgarts angeschlossen. Sie hat sich dafür als Mann verkleidet, um nicht von ihren Feinden erkannt zu werden. Der Herzog von Württemberg ist für seine Prunksucht landesweit bekannt. Jetzt im Jahre 1514, wagen die Bauern und Bürger Stuttgarts den Widerstand. Sie wollen nicht mehr Hunger leiden oder zu Unrecht bestraft werden. Franziska gibt alles und überbringt brisante Nachrichten von einer Gruppe zur nächsten. Auch Jakob ist mit dabei. Doch der Herzog sieht nicht tatenlos zu, wie seine Untergebenen Widerstand leisten. Viele werden verhaftet und landen im Kerker, so auch Jakob. Kann Franziska ihn retten? Und wie wird es weitergehen in Württemberg?

„Tribut der Schande“ ist der zweite Teil dieser Trilogie von Silvia Stolzenburg. Ich kann nur empfehlen, Teil 1 „Tribut der Sünde“ gelesen zu haben. Die Handlung baut aufeinander auf und dieser Teil beginnt direkt dort, wo Teil 1 geendet hat.

Der leichte und flüssige Erzählstil der Autorin macht es leicht, der Handlung zu folgen. Schnell ist man mitten im Geschehen und dabei, wie Franziska um ihr Recht kämpft. Zudem wird die Geschichte des Widerstands erzählt. Dieser Widerstand ist als „Armer Konrad“ in die Geschichtsbücher eingegangen. Silvia Stolzenburg hat ihre eigene Geschichte vor einem realen Hintergrund spielen lassen. Sie erzählt, was sich in diesen ersten Jahren des 16. Jahrhunderts in Württemberg ereignet hat. Die Autorin macht dies auf ihre eigene Art und Weise und lässt dabei Geschichte lebendig werden, eigentlich.

Der historische Hintergrund hat mir auch gut gefallen. Es war interessant zu lesen, aber leider konnte ich gerade zu Franziska und Jakob so gar keine Beziehung aufbauen. Eher im Gegenteil. Ich fand ihre Dialoge zu langatmig. Zu oft wurde Vergangenes noch einmal durchgesprochen und vieles hat sich in ihren Taten und Worten auch einfach wiederholt. Hier wäre für mich weniger mehr gewesen. Allerdings hatte ich auch schon bei „Tribut der Sünde“ einige Probleme mit den Protagonisten. Ich fand nicht wirklich in die Geschichte hinein, leider ging es mir bei Band 2 nicht viel besser.

Fazit:

„Tribut der Sünde“ erzählt von dem Aufstand des armen Konrads in Württemberg im Jahre 1514. Die Handlung ist eingebettet in einen realen Hintergrund und lässt diese Zeit auferstehen. Auch wenn er mich nicht überzeugen konnte, wird diese Trilogie sicher ihre Leser finden, die sie lieben werden. Ich hingegen werde wohl schweren Herzens auf Band 3 ganz verzichten.

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