Cover-Bild Die Herren der See
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15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Abenteuerroman: historisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 480
  • Ersterscheinung: 11.03.2025
  • ISBN: 9783499013584
Axel S. Meyer

Die Herren der See

Eine dramatische Seeschlacht. Eine tragische Liebe. Ein Mann, der nichts zu verlieren hat. 

Nordeuropa, 1471. Zwischen der Hanse und England tobt ein erbitterter Seekrieg um die Vorherrschaft über die Nordsee. Till Landers, ein junger Kaufmann aus Wismar, heuert auf dem «Mariendraken» an, mit dem der Kaperfahrer Paul Beneke gegen England segelt. Benekes Ruf als genialer Seeheld und grausamer Krieger ist legendär. Wie Landers herausfindet, sind es dunkle Dämonen, die ihn antreiben. Seit dem Verlust seiner großen Liebe Margreta ist Beneke ein gebrochener Mann. Für ihren rätselhaften Tod macht er deren Vater, den Danziger Kaufmann Bernt Pawest, verantwortlich. Nun ist Pawest mit dem «Peter von Danzig» – dem größten Kriegsschiff seiner Zeit – auf dem Weg in die Nordsee. Und für Beneke ist die Zeit der Rache gekommen…

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.04.2025

Paul Beneke - berüchtigter Kapernfahrer im Dienst der Hanse

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Benkes Geschichte wird aus Sicht des Wismarer Kaufmannsgehilfen Til Landers erzählt. Die Ereignisse beginnen im Laufe des Jahres 1468 mit Benekes Überfall auf englische Handelsschiffe. Als Reaktion darauf ...

Benkes Geschichte wird aus Sicht des Wismarer Kaufmannsgehilfen Til Landers erzählt. Die Ereignisse beginnen im Laufe des Jahres 1468 mit Benekes Überfall auf englische Handelsschiffe. Als Reaktion darauf überfallen Londoner Bürger die Handelsniederlassung der Hanse und geben Landers , der sich dort aufhält, Lebenslauf eine dramatische Wendung, die ihn schließlich auf Benekes Schiff, den Mariendraken bringt. Beneke ist ein begnadeter Seefahrer, den eine dunkle Aura umgibt. Er trinkt, ist unberechenbar und kennt gegenüber seinen Feinden keine Gnade. Sein ständiger Schatten und Beschützer ist Eler Bokelmann, ein Freund aus Jugendtagen. Beide stammen aus Danzig und stehen im Dienst der Hanse. Gemeinsam erleben wir den Krieg gegen England und ich lerne das harte Leben eines einfachen Seemanns , das voller Entbehrungen und Gefahren ist, kennen. Kein Wunder, dass einmal an Land, der Sold schnell in Alkohol und Frauen getauscht wird. Es sst wohl nicht übertrieben , festzustellen, dass Beneke einen wesentlichen Beitrag zum kriegerischen und damit wirtschaftlichen Erfolg der Hanse beigetragen hat.

Handfeste Fakten über Beneke gibt es nur wenige und die werfen ein schlechtes Licht auf ihn. Der Autor hat in meinen Augen erfolgreich und durchaus vorstellbar , die Lücken mit seiner Interpretation von Benekes Persönlichkeit geschlossen. Er legt Benekes erbarmungslosen Handeln , das auch sein Leben in Gefahr bringt, eine unerfüllte Liebe und den daraus entstandenen unversöhnlichen Hass gegen den Vater des Mädchens , Bernt Pawest, zu Grunde. Das gibt für viele Handlungen Benekes eine schlüssige Erklärung und lässt ihn in meinen Augen menschlich erscheinen . Er ist für mich ein zutiefst einsamer und verletzter Mensch. Sein Gegenspieler Pawest ist mir dagegen von Grund auf unsympathisch. Ich halte ihn für egoistisch, hochmütig, rachsüchtig, beratungsresistent und für einen absolut unfähigen Seemann. Trotz all der Trauer, die den ganzen Roman überschattet, endet er für mich versöhnlich.

Kurz zur fiktiven Figur Landers, der mir die Geschichte in lebedigen Bildern erzählt hat. Seine Entwicklung vom jungen Kaufmannsgehilfen zum erwachsenen Mann war sehr spannend und ich habe ihn dafür bewundert, dass er für seine Überzeugungen eintritt und sich dabei auch gegen Beneke stellt und sich dadurch dessen und meinen Respekt verdient.

Der Roman liest sich unterhaltsam und packend. Besonders gelungen fand ich die Schilderungen der Seeschlachten und einiger persönlicher Konfrontationen zwischen Beneke und Pawest. Und ganz nebenbei habe ich einige Leerstellen in meinen Geschichtskenntnissen gefüllt.

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Veröffentlicht am 22.04.2025

packende Kaperfahrten zur Zeit der Hanse

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Paul Beneke ist ein erfolgreicher und gleichzeitig grausamer Kaperfahrer im 15. Jahrhundert und sein Schiff „Mariendraken“ weithin bekannt und gefürchtet. Der Seekrieg zwischen der Hanse und England ...



Paul Beneke ist ein erfolgreicher und gleichzeitig grausamer Kaperfahrer im 15. Jahrhundert und sein Schiff „Mariendraken“ weithin bekannt und gefürchtet. Der Seekrieg zwischen der Hanse und England tobt sich in der Nordsee aus. Till Landers ist ein junger Kaufmann aus Wismar, der zunächst in England sein Glück versuchen wollte, doch dann sieht er sich gezwungen, andere Wege zu gehen. Er folgt dem Ruf des Seehelden und heuert auf dem „Mariendraken“ an.

Was treibt einen jungen Kaufmann dazu, sich mit einem Kaperfahrer wie Paul Beneke einzulassen? Schnell wird klar, die beiden haben mehr gemeinsam als gedacht. Beneke treibt die Verzweiflung auf See. Seine Frau starb auf grausame Weise und Paul will nur eins, nämlich Rache an dem Mann nehmen, den er dafür für verantwortlich hält.

Till Landers treibt es auf See, weil er nicht mit leeren Händen zu seiner Geliebten nach Wismar zurückkehren will. In „Die Herren der See“ erzählt der Autor Axel S. Meyer ausführlich, welche Motive die Männer antreiben und auch welche Konsequenzen es für jeden einzelnen mit sich bringt.

Die Geschichte besteht aus drei Teilen. Im ersten Teil wird geschildert, wie es Till in England ergangen ist und wie er auf das Schiff von Beneke gekommen ist. Die Zeit auf der „Mariendraken“ wird anschaulich geschildert. Der zweite Teil erzählt von dem Kaufmann Bernt Pawest. Dieser soll mit der „Peter von Danzig“ in den Seekrieg eingreifen. Er ist zudem der ärgste Feind von Paul Beneke. Im dritten Teil fügen sich die Handlungsstränge dann zusammen und runden die Geschichte ab.

Mir hat dieser Roman über den Krieg zwischen England und der Hanse, der Nordeuropa um 1471 in Atem hielt, gut gefallen. Der Erzählstil von Axel S. Meyer ist leicht und locker zu lesen. Wobei die einzelnen Schlachten und Ereignisse schon detailreich erzählt werden. Die Charaktere hat er dabei aber wunderbar ausgearbeitet und die Motive der einzelnen Parteien gut hervorgehoben. Auch wenn Paul Beneke als grausam beschrieben wird, warum er so gehandelt haben könnte, wie geschildert, ist für mich durchaus nachvollziehbar.

Gut gefallen hat mir der junge Kaufmann Till Landers. Auch wenn sein Charakter rein fiktiv ist, passt er doch wunderbar zu dieser Geschichte. Pawest als Gegenpol zu Beneke fand ich ebenfalls gelungen. Die alte Fehde zwischen den beiden Protagonisten sorgt für entsprechende Spannung in der Handlung.

In seinem Nachwort klärt der Autor Fiktion und Wahrheit und wo er ein bisschen die Zeiten verändert hat. Ich habe von dem Kaperfahrer Paul Beneke vorher noch nie etwas gehört und auch nicht von Bernt Pawest. Es war interessant und spannend, von diesen historischen Männern zu lesen und etwas von ihrer Lebensgeschichte zu erfahren. Der Krieg zwischen der Hanse und England wird so ganz nebenbei anschaulich geschildert. Ich habe mich durchweg gut unterhalten gefühlt und hatte dabei lebhafte Bilder im Kopf.

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Veröffentlicht am 20.04.2025

Spannend und dramatisch

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Nordeuropa ,1471 - zusammen mit Till Landers wir gehen auf der Deck "Mariendraken" und wir werden über See fahren, die andere Schiffe kapern und wir nehmen in brutalen Schlacht teil - der Autor schreibt ...

Nordeuropa ,1471 - zusammen mit Till Landers wir gehen auf der Deck "Mariendraken" und wir werden über See fahren, die andere Schiffe kapern und wir nehmen in brutalen Schlacht teil - der Autor schreibt so bildhaft dass ich tatsächlich das Gefühl beim lesen habe mittendrin da zu sein.

Das ist ein historischer Roman , sehr gut recherchierter Roman welche hat viel zum bieten - gute Portion Spannung, dramatische Seefahrten, brutale Schlachten , schwierige Liebe, und viel Gefühle. Die Personen sind ausgezeichnet beschrieben, jeder Charakter hier ist gut zum erkennen und der Kontrast zwischen Beneke und Landers tritt gut im Licht , wenn für der einen das Leben von die anderen zählt nicht ist der zweite entschlossen eigene Leben zum opfern nur zu andere damit zu retten, der Leser merkt sofort dass Beneke und Landers auch Gemeinsamkeiten haben und wegen das sind die Gespräche zwischen den beiden sehr interessant.

Ausführlich ist auch das damalige Leben beschrieben und die Unterschiede zwischen den Schichten kommen gut zum Vorschein , auch die politische Manipulationen sind deutlich gezeichnet, die obere Schicht kann machen was sie will, die untere muss machen was von oben gewollt ist.

Mir gefällt besonders gut die Entwicklung von Till im laufe der Geschichte, aus schüchternen Jungen wird am Ende ein selbstbewusste Mann geworden, welche der Entscheidung für der Rest von Leben allein getroffen hat.

Die Karte vorne und die Nachwort am Ende finde ich als sehr gute Idee, die runden die Leseerlebnis und sorgen dass das Buch noch nach Intensivität gewinnt.

Lebendig und authentisch, spannend und dramatisch, abenteuerlich und erlebnisreich, flüssig und leicht zum lesen - ein Lesevergnügen , welche ich nur weiter empfehlen kann !

Veröffentlicht am 06.04.2025

dramatisch tragisch

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Klappentext / Inhalt:

Eine dramatische Seeschlacht. Eine tragische Liebe. Ein Mann, der nichts zu verlieren hat. Nordeuropa, 1471: Till Landers, ein junger Kaufmann aus Wismar, gerät auf einer Handelsreise ...

Klappentext / Inhalt:

Eine dramatische Seeschlacht. Eine tragische Liebe. Ein Mann, der nichts zu verlieren hat. Nordeuropa, 1471: Till Landers, ein junger Kaufmann aus Wismar, gerät auf einer Handelsreise in Not. Völlig mittellos heuert er auf dem «Mariendraken» an, mit dem der Kaperfahrer Paul Beneke auf der Nordsee gegen England segelt. Zwischen der Hanse und England tobt ein erbitterter Seekrieg, Benekes Ruf als grausamer Krieger ist legendär. Wie Landers herausfindet, treiben ihn dunkle Dämonen an: Seit dem Verlust seiner großen Liebe Margreta ist Beneke ein gebrochener Mann. Für ihren Tod macht er deren Vater, den Danziger Kaufmann Bernt Pawest, verantwortlich. Nun ist Pawest mit dem größten Kriegsschiff seiner Zeit auf dem Weg in die Nordsee. Und für Beneke ist die Zeit der Rache gekommen …

Cover:

Das Cover ist toll umgesetzt und zeigt zwei große Schiffe auf See und man merkt auch hier bereits das Flair und die historische Geschichte des Ganzen. Optisch und auch farblich ist es toll umgesetzt.

Meinung:

Nordeuropa um 1471 wird hier näher und eingehender beleuchtet und man merkt, dass hier sehr gut und ausgiebig recherchiert wurde und auch das Flair und der Charme der Zeit erfasst wurde. Die Charaktere wurden gut erfasst und auch in Gedanken und Gefühle findet man sich gut hinein.

Inhaltlich möchte ich hier nicht zu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.

Der Schreibstil ist bildlich und gut verständlich. In die Beschreibungen und Erzählung findet man sich sehr gut hinein. Das Leben an Bord und auf hoher See wird sehr anschaulich beschrieben, sowie die Schlachten, in denen Landers hineingerät. Durch die Karte am Beginn des Buches konnte man sich alles sehr gut vorstellen und sich dadurch auch sehr gut orientieren. Diese Karte ist auf jeden Fall sehr hilfreich.

Die Gliederung und Gestaltung hat mir sehr gut gefallen. Es ist in Teile und diese wiederum in Kapitel unterteilt. Die Anfänge sind gut hervorgehoben und dadurch auch gut erkennbar. Die Länge der einzelnen Abschnitte ist gut gewählt und ermöglicht so einen guten Lesefluss. Spannung wird schnell aufgebaut und auch Emotionen fließen nachvollziehbar und spürbar hinein.

Die Geschichte nimmt mit und berührt zugleich. Dramatische Schlachten, tragische Liebe, Politik und Machtgefüge spielen hier eine verbindende Rolle, die historisch und fiktiv miteinander verknüpft wird. Mich hat das Ganze schnell gefesselt und begeistert.

Fazit:

Dramatische Schlachten, tragische Liebe, Politik und Machtgefüge spielen hier eine verbindende Rolle, die historisch und fiktiv miteinander verknüpft wird.

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Veröffentlicht am 06.04.2025

Wir sind die Herren der See!

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Danzig/England 1471: zwischen der Hanse und England tobt ein erbitterter Seekrieg, in dem sich vor allem ein Mann hervorgetan hat: Paul Beneke. Manche nennen ihn auch The Devil oder Seeheld, aber Paul ...

Danzig/England 1471: zwischen der Hanse und England tobt ein erbitterter Seekrieg, in dem sich vor allem ein Mann hervorgetan hat: Paul Beneke. Manche nennen ihn auch The Devil oder Seeheld, aber Paul Beneke sieht sich einfach nur als Kaperfahrer der Hanse, der von seinen Dämonen getrieben wird.
Till Landers ist ein junger Kaufmannsgeselle, der sich in London zu beweisen versucht. Gelingt es ihm, das Geschäft erfolgreich abzuschließen, winkt ihm nicht nur die Aufnahme als Kaufmann, auch bekommt er die Tochter seines Herrn zur Frau. Doch dann wird die Hansestation in London überfallen und Landers gerät in Gefangenschaft. Ihm gelingt zwar die Flucht, doch er steht mit leeren Händen dar. Wie soll es mit ihm weitergehen? Dann begegnet er Paul Beneke.

Axel S. Meyer nahm mich mit auf große Fahrt. Zunächst lernte ich Till Landers kennen und Paul Beneke fürchten. Als die beiden sich aber dann über den Weg liegen und ihn gemeinsam weiter beschritten, wurde auch ich Teil der Mannschaft. Das Buch gliedert sich in drei große Teilbereiche, die aber letztlich zusammenhängen.
Die Geschichte ist spannend geschrieben und zeigt nicht nur die politische Situation auf, sondern gibt auch Einblicke in Seefahrt und menschliche Abgründe. So konnte ich nicht nur Landers, sondern auch Bernt Pawest, einem Mann, der Paul Beneke Rache geschworen hat und dem Florentiner Tommaso Portinari über die Schultern blicken.
Das Leben an Bord und auf hoher See wird sehr anschaulich beschrieben, wie auch die Schlachten, in denen Landers hineingerät. Dank einer Karte zu Beginn des Buches, konnte ich mich besser orientieren und die Wege der Schiffe leichter verfolgen.
Einzig eine Darstellung der im Buch vorkommenden Schiffstypen wäre noch praktisch gewesen oder ein Personenglossar. Aber letztlich fand ich mich zurecht und konnte der Geschichte problemlos folgen.
Das Nachwort gibt spannende Einblicke über Wahrheit und Fiktion der Geschichte und ich frage mich, wie es wohl mit Paul Beneke und Till Landers weitergegangen ist. Eine Fortsetzung sehe ich allerdings nicht, für mich das Buch abgeschlossen.
Fazit:
Ein spannendes Seeabenteuer zu einer unruhigen Zeit, bei der persönliche Gefühle mit eine Rolle spielen und so manche Entscheidung beeinflussen. Vor einem historisch-belegbaren Gerüst zudem noch informativ und mitreißend geschrieben, so dass ich selbst an mancher Stelle den Schlachtruf „Wir sind die Herren der See“ fühlte.


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