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Veröffentlicht am 22.11.2021

Knallbunter Ziegelstein für die Einführung ins Programmieren

Big Fat Notebook - Alles, was du für Informatik brauchst - Das Starterkit für angehende Programmierer
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Mein Interesse an Big Fat Notebook: Informatik (so kürze ich den Namen hier ab, da der ganze Titel doch recht lang ist) kommt vor allem aus der Richtung Webentwicklung: Ich wollte lernen, wie ich meinen ...

Mein Interesse an Big Fat Notebook: Informatik (so kürze ich den Namen hier ab, da der ganze Titel doch recht lang ist) kommt vor allem aus der Richtung Webentwicklung: Ich wollte lernen, wie ich meinen Blog mit HTML und CSS noch weiter individualisieren kann. Laut Klappentext ist das auch einer der Schwerpunkte des Buches. Klar, dass in diesem dicken Schinken noch mehr Dinge enthalten sind, aber Webentwicklung scheint ein wichtiger Themenblock zu sein.

[Umfassendes Nachschlagewerk und Übungsbuch in Informatik und Programmieren für Schülerinnen bis hin zu Studierenden. Optimal geeignet zur Vertiefung und Auffrischung oder zum Einstieg ins Programmieren und zur Vorbereitung auf Tests. Die außergewöhnliche Gestaltung mit Scribbles und Cartoons sowie witzige Kommentare sorgen für Auflockerung. Nach jedem Kapitel folgt ein Wissensquiz, Multiple-Choice-Test oder ein Lückentext zur Lernkontrolle.
Erfahre alles über • Computersysteme • Datenanalyse • Bugs • Bits und Bytes • Softwareentwicklung • Malware • Algorithmen • Programmierregeln • Scratch • Python • Webentwicklung, HTML, CSS und vieles mehr.
Mit Definitionen, Lerntipps, Übungsseiten, Lösungen und Doodles.(Klappentext. )]

Inhalte

Nun ja. Die ersten 200 Seiten führen ein in allgemeines Grundwissen über Computertechnik. Und damit meine ich wirklich die Basics, die zum Programmieren eigentlich auch nicht wirklich notwendig sind. Ein paar Beispiele: Was ist ein Computer? Was ist das Informationszeitalter? Informationsbeschaffung – mit Umfragen oder Interviews. Dass der Binärcode erklärt wird oder auch Begriffe wie In- und Output oder Strategien zur Fehlerbehebung vorgestellt werden, das ergibt Sinn. Aber einige Absätze und sogar ganze Kapitel hätte man sich an dieser Stelle meiner Meinung nach sparen können.

Die nächsten beiden großen Blöcke – oder Lektionen – behandeln die Programmiersprachen Scratch und Python. Erst ganz zum Schluss wird Webentwicklung erwähnt. Während Scratch ca. 100 Seiten lang erklärt wird und Python sogar fast 120 Seiten erhält, bleiben für die gesamte Webentwicklung nicht einmal 90 Seiten übrig, was HTML, CSS und “Was ist eigentlich das Internet?” einschließt, inkl. das Erklären von Farbcode-Systemen. Effektiv beziehen sich 72 von 551 Seiten auf die Themen, die mich interessierten.

Bitte versteht mich richtig: Ein Buch, das Alles, was du für Informatik brauchst heißt, kann sich natürlich nicht nur um HTML und CSS kümmern. Trotzdem finde ich die Gewichtung nicht ausgeglichen genug. Auch die historische Entwicklung von Computern und dem Internet ist zwar interessant, aber “braucht” man das tatsächlich zum Programmieren? Darauf liegt ja laut Untertitel und Online-Beschreibungen der Fokus des Buches. Wenn man außerdem “alles” verspricht und eine lange Einleitung in das große Thema schreibt – warum werden dann nur Scratch und Python erwähnt? Was ist mit Java, mit PHP? Ich finde die Auswahl und die Fokussierung einfach nicht schlüssig.

Die Inhalte von Scratch und Python beziehen sich übrigens auch ausschließlich auf das Programmieren von Spielen. Das mag vielleicht eines der Kerninteressen von Jugendlichen sein, die sich mit Informatik beschäftigen, aber alle anderen Verwendungszwecke von bspw. Python werden damit in die zweite Reihe verdrängt – sie gehören scheinbar nicht zu Allem, was du für Informatik brauchst. Schade.

Die einzelnen Lektionen enden mit Übungsseiten, auf denen eine ganze Reihe von Fragen zur Wiederholung der Informationen der Lektion auffordern. Das finde ich gut und für Jugendliche definitiv altersgerecht. Direkt danach folgen aber schon die Lösungsseiten. Ich hätte die Lösungsseiten eher hinten angehängt, beim Glossar/Index. Sonst blättert man ein bisschen weiter, um sich die nächsten Fragen anzuschauen, nur um aus Versehen die Lösungen zu lesen.

Die Lektionen selbst sind sehr gut erklärt, haben gut verständliche Beispiele und besonders bei Scratch sind die Bausteine der Programmiersprache deutlich abgebildet.

Zielgruppengerecht?

Das Big Fat Notebook: Informatik wird vom deutschen Loewe-Verlag ab 12 Jahren empfohlen. Die junge Zielgruppe lässt sich sehr gut an der knallbunten Aufmachung, den vielen Zeichnungen (“Doodles“) und der Schrift, die an eine runde Handschrift erinnert, erkennen. Der Notizbuchcharakter (“Notebook”) wird durch das linierte Papier deutlich. Soweit die Fakten.

Ich bin nun vielleicht etwas älter als die Kernzielgruppe, aber das Big Fat Notebook: Informatik wird auch für Studierende empfohlen, die mit Programmieren anfangen wollen. In die Kategorie passe ich gut hinein – aber das Buch nicht zu mir. Durch die vielen verschiedenen Farben, die unterschiedlichen Schriften, die bunten Kästen (verschiedene Farben für verschiedene Arten von Informationen) und die teilweise lieblos verteilten Zeichnungen wirkt das Buch viel zu überladen und durcheinander. Die Schrift ist anstrengend zu lesen, sodass ich gedanklich immer wieder abgeschweift bin. Aber immerhin steht der Text auf den Linien im Hintergrund, da hat die setzende Person gut aufgepasst.

Ich finde die bunte Aufmachung eine gute Idee, besonders das Farbschema zum Kennzeichnen verschiedener Informationskategorien. Aber es ist einfach zu viel, zu durcheinander. Besonders die kleinen Doodles überall im Text haben mich gestört. Ich war beim Lesen teilweise überfordert von all dem Chaos. Da helfen auch die paar leeren Notizseiten hinten im Buch nicht, um meine Gedanken zu sortieren. Damit ihr einen Eindruck bekommt, wovon ich rede, habe ich euch ein paar Innenseiten fotografiert:

[Fotos auf meinem Blog]

Ich habe mir ein paar Gedanken über das Buch als Gegenstand gemacht. Es ist ziemlich massiv, trotz flexiblem Einband. Massiv heißt in diesem Fall schwer und klobig. Es ist einfach zu dick, um bequem damit arbeiten zu können. Es klappt immer wieder zu, wenn man es nicht durchgehend festhält; mit beiden Händen tippen, während man das Buch offen neben sich liegen hat, geht also nicht. Es ist auch zu schwer, um es längere Zeit zum Lesen festzuhalten. Und dann stelle ich mir vor, wie kleinere Kinder-/Jugendlichen-Hände das versuchen, was für meine erwachsenen Hände schon schwierig war …

Für dieses Problem hätte ich einen Verbesserungsvorschlag: Ich kann mir gut vorstellen, dass man das Big Fat Notebook: Informatik in mehrere dünnere Bücher aufteilen und im Schuber anbieten könnte. Auf diese Weise wird es nicht wirklich in einzelne Bände aufgeteilt, aber man könnte den Teil, den man gerade braucht, viel angenehmer nutzen: die historische, allgemeine Einleitung in das grobe Thema Informatik und Technik, die Lektionen zu Scratch oder Python oder eben Webentwicklung. Für die Handhabung wäre das definitiv besser als dieser Ziegelstein. Eine Ringbuchbindung wäre auch eine Alternative. Damit könnte man die benötigte Seite aufschlagen und gleichzeitig Tippen, ohne, dass das Buch wieder zuklappt. Das wäre in der Produktion wahrscheinlich auch günstiger als ein Schuber mit mehreren dünnen Büchern.

Sonstiges

Ich finde es außerdem merkwürdig, dass der Autor nirgendwo im Buch zu finden ist – weder auf dem Cover, noch dem Buchrücken, noch auf irgendwelchen Innenseiten. Nicht mal im Impressum. Nur online konnte ich den Namen finden, auf Verlags- und Shopseiten. Warum das so ist, weiß ich nicht, aber es ist komisch.

Einen dicken Minuspunkt bekommt das Big Fat Notebook: Informatik für das generische Maskulinum, das konsequent verwendet wird. Es ist die Rede von Programmierern, Erfindern, Wissenschaftlern. Besonders in einem Buch mit einer jugendlichen Zielgruppe, das einen männlich dominierten Fachbereich thematisiert, finde ich es sehr wichtig, auf Gendern zu achten und darauf, nicht-männliche Personen nicht durch Sprache auszuschließen. Sonst helfen auch all die Bemühungen nichts, MINT-Fächer für nicht-männliche Schüler
innen attraktiv zu machen.

Fazit

Das Big Fat Notebook: Informatik beinhaltet viel Grundlagenwissen darüber, wie Computer funktionieren und wie Spiele programmiert werden können. Dabei werden 2 Programmiersprachen besonders intensiv behandelt. Webentwicklung kam dabei für meinen Geschmack zu kurz, zumal das mein Grund war, das Buch zu lesen.

Die Illustrationen und die Aufmachung insgesamt waren ziemlich kindlich, was die Alterseinstufung von 12 Jahren absolut unterstreicht – aber die Empfehlung des Verlags, dass das Buch auch für Studierende geeignet sei, passt dadurch nicht mehr so gut. Ab und zu fand ich die knallbunte Darstellung mit verschiedenen Farben, verschiedenen Schriftarten und die ganzen kleinen Zeichnungen zu überladen und unübersichtlich. Der angestrengte Versuch, die Zielgruppe abzuholen, geht meiner Meinung nach zum Teil nach hinten los.

Insgesamt finde ich das Buch für ältere Kinder und junge Teenager, die sich erstmals mit dem Thema Informatik beschäftigen, gut geeignet – sofern sie mit Scratch oder Python programmieren wollen. Für mich waren die meisten Teile des Buches absolut überflüssig und der Teil, der die für mich interessanten Themen enthielt, vergleichsweise sehr kurz.

Memo an mich selbst: das nächste Mal suche ich ein Buch aus, das spezieller auf mein Thema zugeschnitten ist und kein Standardwerk für Anfänger*innen.

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Veröffentlicht am 07.08.2021

Einfallslos und oberflächlich

Mit dir leuchtet der Ozean
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In Mit dir leuchtet der Ozean geht es um Penny und Milo, die sich in einem Ferienclub auf Fuerteventura unerwartet wiedersehen. Eigentlich kennen sie sich gar nicht gut, aber sie waren mit 16 ein halbes ...

In Mit dir leuchtet der Ozean geht es um Penny und Milo, die sich in einem Ferienclub auf Fuerteventura unerwartet wiedersehen. Eigentlich kennen sie sich gar nicht gut, aber sie waren mit 16 ein halbes Jahr lang auf der gleichen Schule und haben damals bei einem dummen Partyspiel („7 Minuten im Himmel“ nennt man das, glaube ich), bei dem man 7 Minuten mit einer unbekannten Person im Schrank knutschen muss, mitgemacht. Daraus wurde aber keine Beziehung, obwohl es beiden wohl ganz gut gefallen hat.

Trotzdem sind die Gefühle sofort wieder da, als sie sich 4 Jahre später auf der spanischen Insel über den Weg laufen. Aber erstens ist Milo inzwischen vergeben und zweitens hat er eine undurchsichtige Vergangenheit, die Penny zu denken gibt. Bühne frei für will-they-won’t-they!

Die Charaktere

Pennys Familie hat eine harte Zeit durchgemacht, die für sie zu einer äußerlichen Veränderung geführt hat (von roten Locken und Sommersprossen zu dichtem Make-Up und schwarz gefärbtem Bob) und die noch bis in die Gegenwart nachhallt. Sie ist eher still und wollte eigentlich mit ihrer Freundin zusammen auf Fuerteventura im Ferienclub arbeiten. Die ist allerdings kurz vor der Abreise wegen eines Beinbruchs ausgefallen, sodass Penny jetzt auf sich allein gestellt ist.

Milo ist scheinbar der ruhige und tierliebe Typ, der sich nicht ansehen lässt, wie tiefgründig sein Charakter ist. Über ihn sind Gerüchte im Umlauf, die von Autodiebstahl bis zum Verkauf von Drogen reichen, doch niemand weiß so genau, was eigentlich an diesen Behauptungen dran ist. Erst recht nicht die Leute im Ferienclub, in dem er arbeitet. Was genau dahinter steckt, kann ich aus Spoilergründen natürlich nicht schreiben. Nur so viel: Er hat die traumatische Vergangenheit, die so vielen männlichen Protagonisten zugeordnet wird.

Milo erinnert mich in der Beschreibung und durch den Namen sehr an Jess Mariano aus Gilmore Girls (gespielt von Milo Ventimiglia): immer ein Buch dabei und augenscheinlich der Bad Boy, von dem sich brave Mädchen besser fern halten. (Nicht meine Meinung, aber das ist halt die Message, die vermittelt werden soll.)

Außer diesen beiden Hauptfiguren, deren Perspektive wir abwechselnd einnehmen, gibt es noch eine Handvoll Nebencharaktere: Die schöne Helena, Milos aktuelle Freundin, die happy-go-lucky ist und natürlich irgendwann einen Eifersuchtsanfall bekommt. Severin und Phillip, scheinbar nur auf Party und Sex aus. Ramón, der schwule Boutique-Verkäufer mit Elvis-Tolle, mit dem man so toll reden kann und der sich als bester Freund eignet.

Ich sage es einfach ganz direkt: Milo und Penny, genau wie die Nebenfiguren, sind mir viel zu einfach gestrickt. Zu klischeehaft. Klar, ich wollte seichte Unterhaltung, aber ein bisschen mehr Kreativität hätte ich mir bei der Figurengestaltung schon gewünscht. Diese Figuren zeichnet NICHTS anderes aus, als ich hier geschrieben habe. Rein gar nichts. Das reicht mir einfach nicht.

Helena ist hier noch die Figur, die am meisten Tiefe bietet, da sie eine spezielle Art zu sprechen hat. Aber kommt schon, der schwule beste Freund, die eifersüchtige, perfekte Blondinen-Freundin, die stille Protagonistin, die „rechtschaffener“ nicht sein könnte – ich könnte diese Liste von ausgelutschten Tropes noch eine Weile weiterführen.

Die Handlung

Mädchen und Junge küssen sich in der Schulzeit einmal. Junge wechselt die Schule (das hat aber mit dem Kuss nichts zu tun). Mädchen und Junge treffen sich nach mehreren Jahren in einem Dirty Dancing-artigen Ferienclub unerwartet wieder, weil sie beide dort arbeiten. Die Situation erlaubt es nicht, dass sie sofort zusammen kommen. Mädchen und Junge, jetzt Frau und Mann, entwickeln aber sofort (wieder) Gefühle füreinander. Außerdem gibt es da noch ein paar Geheimnisse, die zuerst offengelegt werden müssen. Großes Drama incoming. Happy End?

Das wäre meine Kurzfassung, viel mehr gibt es zur Handlung nicht zu sagen. Versteht mich nicht falsch, daran ist erst mal nichts verkehrt. Diesem roten Faden folgen so, so viele Young- oder New Adult Romane, vom Dirty Dancing-Ferienclub abgesehen. Nur könnte man mehr Details einbauen, mehr überraschende Wendungen, mehr Figuren mit besonderen Eigenheiten.

Ich würde zum Beispiel in der Sprache großes Potenzial für interessante Wendungen oder Konflikte in der Rahmenhandlung sehen: der Club ist auf einer spanischen Insel, die Mitarbeiterinnen kommen scheinbar ausschließlich aus deutschsprachigen und spanischsprachigen Ländern und die Gäste ebenso. Es wird aber nicht beschrieben, in welcher Sprache eigentlich miteinander gesprochen wird. Spanisch? Deutsch? Englisch? Gibt es keine Gäste oder Kolleginnen mit anderen Muttersprachen, mit denen man vielleicht zuerst nicht problemlos kommunizieren kann?

Aber ich möchte nicht nur meckern. Mit dir leuchtet der Ozean hat mich ab etwa der Hälfte, als sich Milo und Penny einander annähern, ganz gut unterhalten und bei dem typischen Drama im letzten Drittel wurden meine Augen kurz feucht. Sehr gut gefallen hat mir die Umsetzung von Chat-Nachrichten zwischen Penny und ihrer Freundin, später auch zwischen Penny und Milo. Die Tatsache, dass Milo einen guten Draht zu allen Tieren, aber nicht zu den wilden Hörnchen hat, die die Insel bevölkern, hat mich zum Schmunzeln gebracht. Aber ihr merkt es sicher schon: ich suche fast schon verzweifelt nach Aspekten, die ich positiv nennen kann. Insgesamt bin ich von Mit dir leuchtet der Ozean einfach enttäuscht.

Fazit

Will-they-won’t-they vor der Kulisse der Kanarischen Inseln. Vorhersehbar, generisch, ohne spannende Details oder andere Elemente, die Mit dir leuchtet der Ozean aus der Masse hervorheben würden. Das letzte Drittel gefiel mir ganz gut, aber bis dahin passt dieses Wort am besten zum Buch: Meh.

PS:

Eine Frage beschäftigt mich übrigens schon wieder: Was bitte hat der Titel mit dem Buch zu tun? Die Geschichte spielt auf einer Insel, der „Ozean“ ist also nicht komplett bezugslos. Aber von Leuchten ist im Roman keine Rede. Es sei denn, ich habe das jetzt, einen Tag nachdem ich Mit dir leuchtet der Ozean gelesen habe, direkt wieder vergessen, was auch nicht wirklich für das Buch sprechen würde. Es ist in meinen Augen ein generischer Titel, der zwar genauso hübsch, aber auch genauso nichtssagend ist wie das Cover.

Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Veröffentlicht am 30.06.2021

Zu langsam und zu wenig bunt, aber Addie bleibt trotzdem in Erinnerung

Das unsichtbare Leben der Addie LaRue
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Disclaimer: Ich würde gern das * zum Gendern nutzen, doch das sorgt für Formatierungsfehler hier in der Lesejury. Deshalb weiche ich ausnahmsweise auf das Binnen-I aus.

Mein erstes Buch von V. E. Schwab. ...

Disclaimer: Ich würde gern das * zum Gendern nutzen, doch das sorgt für Formatierungsfehler hier in der Lesejury. Deshalb weiche ich ausnahmsweise auf das Binnen-I aus.

Mein erstes Buch von V. E. Schwab. Eine direkte Empfehlung vom Verlag via Twitter. Fast 600 Seiten. What could go wrong?

Schon länger steht mit Die vier Farben der Magie ein anderes Buch von V. E. Schwab ungelesen in meinem Regal, weil gefühlt alle BloggerInnen über nichts anderes mehr gesprochen haben. Damals. Wie gesagt, ist schon etwas her. Inzwischen scheint der Name der Autorin fast so etwas wie ein Qualitätssiegel zu sein und als mir Das unsichtbare Leben der Addie LaRue vom Verlag empfohlen wurde, habe ich etwas genauer hingeschaut und schließlich nach einem Rezensionsexemplar gefragt. Denn die Idee gefällt mir ausgesprochen gut: Wie entwickelt sich ein Mensch, der ständig in Vergessenheit gerät? Eine spannende Frage, wie ich fand.

Eine Frau, an die sich niemand erinnert. Eine Geschichte, die man nie wieder vergisst.
Frankreich im Jahr 1714. Die junge Addie LaRue möchte nur eins: Den Beschränkungen der Provinz entkommen und ein selbstbestimmtes Leben führen. In einem Moment der Verzweiflung schließt sich einen Pakt mit dem Teufel, der ihr Freiheit und ewige Jugend verspricht. Doch der Preis ist hoch: Niemand, den sie trifft, wird sich an sie erinnern. Und so beginnt ihre Reise durch die Jahrhunderte, die Addie an die faszinierendsten Orte der europäischen Geschichte, aber auch an die Grenzen der Einsamkeit und Verzweiflung führt. Bis sie im Jahr 2014 in New York einen jungen Mann trifft, der sie nicht mehr vergessen kann … Quelle: Klappentext

Mein erster Eindruck bleibt auch rückblickend nach Beenden des Buches zutreffend: Die Geschichte ist faszinierend, aber sie ist mir nicht schnell und bunt genug. Was genau meine ich damit? Das erkläre ich euch.

Aufbau

Das Buch besteht aus sieben großen Teilen, deren Kapitel abwechselnd in der Gegenwart und in Addies Vergangenheit spielen. Meist sehen wir die Handlung aus Addies Perspektive, aber an einem gewissen Punkt taucht Henry auf. Er ist der Mann aus dem Klappentext, der sich an Addie erinnert. Seine Perspektive nehmen wir LeserInnen auch ab und zu ein. Zeit und Ort der Handlung sowie der Name der perspektivgebenden Figur stehen am Anfang jedes Kapitels.

Ich bin nicht ganz sicher, wie ich die Perspektivwechsel werte. Sie ergeben Sinn. Aber ich hätte lieber die ganze Geschichte aus Addies Sicht gelesen, glaube ich. Es ist nun einmal ihre Geschichte. Es ist ihr titelgebendes unsichtbares Leben.

Als schönes Detail befindet sich am Anfang jedes neuen Teils eine Beschreibung eines Kunstwerkes. Dieses spielt im jeweils folgenden Teil eine bestimmte Rolle und es zeigt sich, dass Addie im Lauf ihres Lebens auf unterschiedliche Weise als Inspiration für diese Kunstwerke gedient hat – Musik, Gemälde, Installationen, Schnitzerei. Ich habe nicht recherchiert, ob die beschriebene Kunst wirklich existiert, aber ich finde die Idee sehr passend für die erzählte Geschichte.

Der Pakt mit dem Teufel

Die Ausgangssituation ist folgende: Addie ist dreiundzwanzig, als sie verheiratet werden soll. Sie lebt im Jahr 1714 in einem kleinen Dorf in Frankreich und fühlt sich mit den Erwartungen, die an Frauen gestellt werden, sehr unwohl: Kinder kriegen, Haus und Hof pflegen, hübsch aussehen und jeden Sonntag in die Kirche gehen? Das ist nichts für Addie. Sie will lieber zeichnen, reisen, die Welt sehen.

Und als sie schon im Hochzeitskleid vor dem Haus steht und mit ihren Eltern in Richtung Kirche aufbrechen soll, ist es Addie schließlich genug: Unter einem Vorwand macht sie sich aus dem Staub und endet im nahegelegenen Wald, wo sie einen folgenschweren Fehler macht: Sie betet zu den alten Göttern – auch zu denen, die nach Einbruch der Nacht antworten.

Und so gerät Addie an einen namenlosen Schatten, der Ähnlichkeiten mit dem Teufel der christlichen Mythologie hat aber nicht dieser ist, wird durch einen Deal in die Lage versetzt, mitzuerleben, wie Geschichte geschrieben wird. Über drei Jahrhunderte. Sie kann die Welt sehen, ihre Freiheit leben, nach der sie sich so sehr gesehnt hat – doch die Sache hat einen Haken: Niemand erinnert sich an sie, sobald zwischen Addie und der anderen Person eine Tür zugefallen ist. Besitz ist dadurch schwer zu bekommen oder zu erhalten, Arbeit ist unmöglich und Geld ein konstantes Problem. Addie lernt mit der Zeit, dass Stehlen manchmal ihre einzige Möglichkeit ist. Und sie lernt auf die harte Tour, dass sie außerdem nicht sterben kann.

Dabei erlebt sie die französische Revolution, den Zweiten Weltkrieg, sie gerät in Gefangenschaft und prostituiert sich in einer Zeit der Verzweiflung. Addie lernt Kunst zu lieben, Malerei, Musik, Geschichten. Ein Satz wiederholt sich häufiger in Das unsichtbare Leben der Addie LaRue: „Ideen sind stärker als Erinnerungen“. Und dieses Detail macht sich Addie zunutze.

Kunst

Addie sucht sich bewusst KünstlerInnen in allen Jahrhunderten ihres Lebens, um sich verewigen zu lassen, da sie durch ihren Pakt selbst keine Spuren hinterlassen kann; wäre das der Fall, könnte sie ja ein Vergessen verhindern. Mal ist sie die Muse einer Malerin, mal schreibt jemand einen Song mit ihr und weil er sich nicht an sie erinnern kann, ist es schließlich sein Song – ohne, dass er wüsste, wie und warum er ihn geschrieben hat.

Mir gefällt, welchen Stellenwert Kunst und Inspiration in diesem Roman bekommen. Klar, die Autorin ist selbst in der Branche tätig, ein kleines bisschen Selbstbeweihräucherung ist also dabei. Aber hier ist nicht nur die Liebe zum Buch oder zur Schriftstellerei eingeschlossen, sondern die Kunst an sich und der Wert von Ideen, von Inspiration, das steht im Vordergrund. Gefühlt ist Addies Geschichte nur ein Rahmen, um die Wichtigkeit von Kreativität und Kunst zu betonen. Deshalb passt die Beschreibung des Verlags, dass dieses Buch „eine Hommage an die Kunst und die Inspiration“ sei, meiner Meinung nach perfekt.

Da wir gerade von Kunst sprechen habe ich noch eine Frage: Was stellt die Glaskugel im Gestell auf dem deutschen Cover dar? Sie gehört nicht zu den Kunstwerken, die Erwähnung finden. Übernommen vom Originalcover ist sie auch nicht. Dort sind passenderweise Vergissmeinnicht zu sehen, die einer Art (Zeit-?) Fluss folgen. Obwohl mir das deutsche Cover mit dem deutlich sichtbaren, beinahe mystischen Fantasy-Aspekt besser gefällt, finde ich das Originalcover passender für die Geschichte.





Spoiler: Beziehungen und Ende
Ich mag die „enemy to (kind of ) friends“-storyline von Addie und Luc, dem anfangs namenlosen Schatten. Den Namen hat Addie ihm gegeben. Dass man sich nicht ausstehen kann, sich gar eine vor dem anderen fürchtet, aber man durch mehrere Jahrhunderte die einzige Person füreinander ist, die sich erinnern kann, zu der man eine Beziehung aufbauen kann und diese Beziehung zwar als Feindschaft anfängt, mit der Zeit aber irgendwie freundschaftlich wird – das finde ich einleuchtend.

Es gefällt mir auch, dass die Beziehung zwischen den beiden nicht starr definiert ist, sondern sich mit der Zeit verändert. Es werden auf beiden Seiten Fehler gemacht und bereut, Entscheidungen getroffen, Erfahrungen gemacht. Und das Machtverhältnis zwischen Addie und Luc verschiebt sich nach und nach in verschiedene Richtungen. Diese Entwicklung zu verfolgen hat mir am letzten Drittel mit am besten gefallen.

Ich mag die Idee, dass Henry das Buch „geschrieben“ hat. Dass dieses Buch, Das unsichtbare Leben der Addie LaRue, im Buch selbst unter demselben Titel existiert. Es ist ein bisschen meta und sowas mag ich sehr, wenn es gut gemacht ist. Aber ich finde, dann hätte auf dem Cover nicht der Name der Autorin V. E. Schwab stehen, sondern, wie es in der Geschichte beschrieben wird, das Buch keinen offensichtlich erkennbaren Autor haben dürfen.

Es ist plotrelevant, dass kein Autor genannt wird, dass die Menschen spekulieren. Wer ist Addie LaRue, hat es sie wirklich gegeben, wer hat das Buch geschrieben, schau mal, da steht wirklich kein/e AutorIn, und so weiter. Klar, das Buch verkauft sich dann wahrscheinlich nicht so gut, wie wenn der Name einer Bestsellerautorin dick auf dem Cover steht. Trotzdem, wenn schon meta, dann richtig. Mir hätte dieses Detail jedenfalls gefallen.

SPOILER ENDE





Slow pace und nicht genug Vielfalt

Sehr schade finde ich den Fakt, dass Das unsichtbare Leben der Addie LaRue so eurozentristisch und westlich-weiß ist. „Schade“ ist eigentlich nicht der richtige Ausdruck: es enttäuscht mich und direkt nach dem Lesen habe ich mich sogar ziemlich geärgert. Addie hat die einzigartige Möglichkeit, die ganze Welt zu sehen. Das ist auch ihre ursprüngliche Motivation, um überhaupt diesen Pakt zu schließen. Und dann ist sie nur in Europa und im Osten der USA unterwegs? Ich hätte zumindest in den Rückblicken kurze Kapitel in Asien, Australien, Südamerika oder Afrika erwartet, vielleicht sogar in Polarregionen.

Es gibt eine Szene, in der Addie im Rahmen einer Ausstellung einen lebendigen Löwen in Frankreich sieht, im 18. oder 19. Jahrhundert, und total fasziniert davon ist. Dass es sie später, als es ihr möglich ist, per Schiff oder Flugzeug zu reisen, nicht in die hintersten Ecken der Welt verschlägt, um diese Faszination für das bisher Unbekannte aufleben zu lassen; das verstehe ich nicht.

Wie schon beschrieben sind Geld und Besitz für Addie nicht leicht zu händeln, sich auf einem Schiff der in einem Flugzeug zu befinden und immer wieder erklären zu müssen, wie man dorthin kam (falls sie kein Ticket gekauft und damit einen Nachweis über ihre Erlaubnis hat, sich dort aufhalten zu dürfen), ist sicherlich nicht leicht. Aber sie ist ja auch irgendwie von Frankreich nach Nordamerika gekommen. Also hätte sie Möglichkeiten gehabt, hat schon anderes geschafft. Durch Bedingungen der Geschichte selbst wurden solche Reisen oder auch Kunstwerke aus dem nicht-westlichen Raum also nicht verhindert.

Vielleicht hat die Autorin sich bewusst dagegen entschieden, über etwas zu schreiben, dass sie selbst nicht erlebt hat oder kennt. (Disclaimer: Das ist reine Spekulation meinerseits.) Kulturelle Aneignung und so weiter. Aber ganz ehrlich, für genau solche Fälle gibt es inzwischen sensitivity reading. Es hätte Möglichkeiten gegeben, um Addies Geschichte bunter und kulturell diverser zu gestalten, da bin ich sicher. So, wie sie jetzt ist, finde ich die Geschichte okay, aber es gibt sehr viel Luft nach oben. Und leider ungenutztes Potenzial, um diese Luft zu füllen.

Noch etwas, das mich beim Lesen sehr gestört hat: Leider kommt die Geschichte einfach nicht in die Gänge. Ich habe mich schwergetan mit beispielsweise Tolkien oder Reihen wie Die Zwerge. Für meinen Geschmack geht es dabei nicht schnell genug voran. Und auch Addies Geschichte hat einen slow pace: es dauert gute 120 Seiten, bis die Handlung überhaupt ein bisschen in Schwung kommt, und durch die vielen Unterbrechungen mit den Rückblicken fiel es mir wirklich schwer, mehrere Kapitel am Stück zu lesen.

Etwa vier Wochen lag das Buch bei mir, bevor ich es komplett gelesen hatte. Dabei beträgt die reine Lesezeit nur zwei, vielleicht drei Tage. Ich habe Das unsichtbare Leben der Addie LaRue einfach zu oft weglegen müssen, um nicht die Lust am Buch zu verlieren, obwohl mich die Entwicklungen der Handlung und das Ende ja interessierten.

Fazit

Hier haben wir einen Fall von „spannende Geschichte, nicht gut genug erzählt„, um es kurzzufassen: Die Idee ist faszinierend, die Umsetzung gefällt mir nicht so gut. Und trotzdem ist Das unsichtbare Leben der Addie LaRue besonders genug, um mir wohl noch einige Zeit in Erinnerung zu bleiben. Ob ich aber so schnell weitere Bücher der Autorin lesen werde, weiß ich nicht. Man hat mir bestätigt, dass ihre Bücher wohl alle etwas langsamer funktionieren, als mir lieb ist.

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Veröffentlicht am 03.04.2021

Guter Durchschnitt

Sturmtochter, Band 1: Für immer verboten
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Bianca Iosivoni, Urban Fantasy, Schottland. Eine Autorin, deren Bücher ich schätze, ein Genre, das ich liebe und ein Land, dass mich schon lange fasziniert und das ich unbedingt irgendwann mal besuchen ...

Bianca Iosivoni, Urban Fantasy, Schottland. Eine Autorin, deren Bücher ich schätze, ein Genre, das ich liebe und ein Land, dass mich schon lange fasziniert und das ich unbedingt irgendwann mal besuchen muss. Mehr Gründe brauchte es nicht, damit ich Sturmtochter lesen wollte.

Das Konzept dieses Romans ist nicht neu, aber das Setting ist das, was es besonders macht. Während viele Bücher zum Veröffentlichungsdatum in den USA und seltener in Deutschland spielten, bewegt sich der Trend inzwischen öfter mal nach Schottland. Ich möchte nicht behaupten, dass Bianca Iosivoni den Trend in Gang gesetzt hat - dazu müsste ich weiter nachforschen -, aber es ist die erste Reihe, die ich bewusst mit Schottland-Setting wahrgenommen habe.

Inhaltlich gefällt mir das Buch auch sonst ganz gut: die Charaktere haben eine gewisse Komplexität, die Geschichte hat einen roten Faden und die Handlung ist auch nachvollziehbar. Ich habe Für immer verboten genossen, aber das gewisse Etwas fehlte trotzdem.

Veröffentlicht am 03.04.2021

Kann mit sich selbst nicht mithalten

Fire & Frost, Band 1: Vom Eis berührt
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Die Leseprobe kannte ich bereits, als ich dieses Buch angefangen habe, und wusste, dass ich große Lust auf diese Geschichte hatte.

Leider hat es "Fire & Frost" das ganze Buch lang nicht geschafft, mit ...

Die Leseprobe kannte ich bereits, als ich dieses Buch angefangen habe, und wusste, dass ich große Lust auf diese Geschichte hatte.

Leider hat es "Fire & Frost" das ganze Buch lang nicht geschafft, mit diesen ersten paar Seiten mitzuhalten. Das erste Drittel des Romans gefällt mir sehr gut und ich hatte damit gerechnet, dass er eines meiner Jahreshighlights werden könnte - aber die Handlung zog sich zu sehr in die Länge, als dass irgendeine Spannung hätte aufrecht erhalten oder gar gesteigert werden können.

Die Charaktere finde ich okay - nicht zu flach, aber auch nicht so komplex und interessant, wie sie hätten sein können. Sie entsprachen oft dem, was ich erwartet hatte und haben mich kaum einmal überrascht. Auch die Handlung ist okay, aber sie kommt mir nicht schnell genug in Gang. Es dauert zu lang, bis überhaupt klar wird, was das Ziel des Romans ist. Dann, nachdem das bekannt ist, passiert viel zu lange Zeit NICHTS in dieser Richtung. Ja, die Figuren müssen trainieren. Ja, man muss ein bisschen Drama reinbringen und ein bisschen Liebesgedöns am besten gleich dazu. Ist ja alles schön und gut. Aber es zog sich einfach zu lange hin. Zwischendurch hatte ich sogar das Bedürfnis, das Buch eine Weile beiseite zu legen und ein anderes anzufangen, so sehr nervte mich dieses Hinauszögern - und das passiert mir sonst nie. Niemals. Ich lese Bücher am liebsten in einem Rutsch. Wie störend ich das empfand, sollte also klar sein.

Ansonsten gefiel mir das Buch sehr gut. Die Geschichte selbst unterscheidet sich nicht großartig von vielen anderen dieses Genres, insbesondere von solchen, die in den letzten Jahren erschienen sind. Doch sie ist Teil des guten, des besseren Durchschnitts. Wie gesagt, sie hätte Potential zum Highlight gehabt, mit einem tollen Worldbuilding und interessanten Storydetails. Nur leider kann dieses Buch nicht mit sich selbst mithalten - es wird eingangs zu viel versprochen, was das Buch im späteren Verlauf nicht halten kann. Wirklich sehr, sehr schade.

Noch habe ich die Hoffnung, dass es mit den Folgebänden besser wird, aber ich habe so meine Zweifel. Es kann auch sein, dass man besser eine Di- statt einer Trilogie daraus gemacht hätte. Durch das Stauchen der Geschichte und das Weglassen mancher Szenen hätte man es vielleicht schaffen können, die Spannung aufrecht zu erhalten.
Es muss nicht immer eine Trilogie sein, und ohne die Fortsetzungen gelesen zu haben mag ich das eigentlich nicht so pauschal behaupten, aber ich finde, dass dieser Auftaktband das perfekte Beispiel hierfür ist.