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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.01.2026

Tolle Botschaft, zauberhaft gestaltet

Von riesengroß bis klitzeklein
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Das Buch " Von riesengroß bis klitzklein" von Julia und Klee Sabine Rothmund ist ein sehr besonderes Buch, das ich in der Art noch nicht gesehen habe. Das Besondere daran ist, dass man zunächst eine Zeichnung ...

Das Buch " Von riesengroß bis klitzklein" von Julia und Klee Sabine Rothmund ist ein sehr besonderes Buch, das ich in der Art noch nicht gesehen habe. Das Besondere daran ist, dass man zunächst eine Zeichnung sieht und später wird aus dieser Zeichnung herausgezoomt, z.B. sieht man zuerst eine Kuh auf der Wiese, im nächsten Bild sieht man dann aber, dass die Kuh ein Bild auf einer Milchtüte ist. So erlebt man eine Geschichte voller überraschender Wendungen, die zum Nachdenken anregt und spielerisch das Erkennen von Zusammenhängen fördert.

Die Zeichnungen sind wirklich schön und liebevoll gestaltet, es gibt bei jedem Lesen immer wieder neue Details zu entdecken.

Das Buch lässt uns mit dem Gefühl und den Gedanken zurück, wie schön und schützenswert unsere Welt doch ist und das man mit offenen Augen achtsam durch die Welt gehen sollte.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Einfach nicht warm geworden

Plant Lady
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Die Idee hat mir gefallen - Yu-hee eröffnet mit ihrem Pflanzenladen einen Rückzugsort für Frauen, die Demütigung und Missbrauch von Männern erfahren haben. Doch sie hört den Frauen nicht nur zu, sie hat ...

Die Idee hat mir gefallen - Yu-hee eröffnet mit ihrem Pflanzenladen einen Rückzugsort für Frauen, die Demütigung und Missbrauch von Männern erfahren haben. Doch sie hört den Frauen nicht nur zu, sie hat ihren ganz eigenen Ansatz, um das Problem zu lösen und lässt dabei den ein oder anderen Mann verschwinden. Eigentlich ein Garant für kluge, packende Dialoge und Handlung. Eigentlich, denn die Geschichte hat mich leider nie so ganz gepackt. Vielleicht lag es an der Erzählweise, aber ich bin mit dem Buch einfach nicht warm geworden.

Ich muss leider sagen, dass mir die Erzählform gar nicht gefallen hat. Am Anfang fand ich es erfrischend, doch schon bald war ich eher genervt, was sich dann auch nicht mehr geändert und durch das komplette Buch gezogen hat. Auch die Nüchternheit des Ganzen, die ja ihren ganz eigenen Witz haben kann, hat bei mir eher Stirnrunzeln hervorgerufen. Ich habe nichts gegen Abgründe und dunklen Humor – im Gegenteil – aber auch der hat für mich hier nicht funktioniert.

Unter dem Strich muss ich sagen, dass das Buch für mich weit hinter seinem Potenzial geblieben ist. Vieles, was mir nicht gefallen hat, lag schon sehr an meinen persönlichen Vorlieben und ich war irgendwann an einem Punkt, an dem ich einfach grundsätzlich einen Widerstand hatte, deshalb kann ich nicht generell abraten – für mich war es kein Highlight. Ich kann mir aber vorstellen, dass für andere genau das Gegenteil der Fall ist (und das Buch ist nicht per se nicht gut). Mein Rat: Wenn ihr die Möglichkeit habt, ein paar Seiten zu lesen, unbedingt machen und danach die Leseentscheidung treffen. Vor allem ist das Thema und die Botschaft wichtig, alleine deshalb gebe ich am Ende nicht nur einen Punkt.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Nichts für schwache Nerven

Blutwild
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Ich muss sagen, dass ich einige Zeit gebraucht habe, um in das Buch zu finden. Das liegt zum einen daran, dass ich zur Hauptfigur Anka keinen Zugang gefunden habe. Ich fand ihre Wahrnehmungen, die aufgrund ...

Ich muss sagen, dass ich einige Zeit gebraucht habe, um in das Buch zu finden. Das liegt zum einen daran, dass ich zur Hauptfigur Anka keinen Zugang gefunden habe. Ich fand ihre Wahrnehmungen, die aufgrund des erlebten Traumas nicht immer der Realität entsprechen, gerade zu Beginn einfach nervig, zu oft, zu vorhersehbar. Zum anderen fand ich die Wendungen und Ereignisse im erste Drittel überzogen, Ankas Reaktionen – und auch die anderer Charaktere - unglaubwürdig.

Was mich am Anfang genervt hat, hat mich nach dem ersten Drittel nicht schlafen lassen – ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht und habe das Buch nach dem überwundenen ersten Drittel nicht mehr aus der Hand legen können. Eine Wendung jagt die nächste und nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, war es genau das, was ich besonders fand und mir gefallen hat.

So manche Szene ist definitiv nichts für schwache Nerven. Der Täter ist schon ein schweres Kaliber, entsprechend seine Taten – die sehr anschaulich und detailliert beschrieben werden. Dessen sollte man sich bewusst sein. Wer Thriller/Krimis liest, hat sich in der Regel darauf eingestellt, aber „Blutwild“ hat es schon in sich. Auch wenn ich mit Anka bis zum Ende nicht warm geworden bin, hat zum Schluss vieles Sinn ergeben und war einfach rund. Das hat dazu geführt, dass ich das Buch am Ende zufrieden zuklappen konnte und doch ganz froh war, nicht zu früh aufgegeben zu haben.

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Veröffentlicht am 12.07.2023

Ein ganzheitlicher Ansatz gegen Migräne

Migräne-frei: endlich Frieden im Kopf
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Worum geht es? Kurz gesagt: um Migräne. Aber das reicht nicht, denn Migräne ist vor allem eins: komplex. Autorin Meike Status setzt in ihrer Methode auf vier Säulen (Trigger, Energiehaushalt, Körperarbeit ...

Worum geht es? Kurz gesagt: um Migräne. Aber das reicht nicht, denn Migräne ist vor allem eins: komplex. Autorin Meike Status setzt in ihrer Methode auf vier Säulen (Trigger, Energiehaushalt, Körperarbeit und Entspannung) und damit auf ein ganzheitliches Verständnis von Migräne. Sie beginnt damit, ihren eigenen Weg zu beschreiben und wie die einzelnen Schritte und Erkenntnisse auf dem Weg zur Entwicklung der T.E.K.E.®-Methode ausgesehen haben. Ein interessanter Einblick, der auch mir spannende Erkenntnisse gebracht hat. Jede Säule wird im Folgenden ausführlich dargestellt und eine Vielzahl an Übungen und Fragen hilft dem Leser dabei, sein persönliches Programm zusammenzustellen. Denn – der sieht von Mensch zu Mensch unterschiedlich aus. Das ist ein wichtiger und guter Ansatz, der mir sehr positiv aufgefallen ist.

Das Buch war äußerst angenehm, flüssig und gut verständlich zu lesen. Man merkt deutlich, dass hier eine Journalistin am Werk war. Besonders interessant fand ich auch die Gespräche, die die Autorin mit verschiedenen Expertinnen zu unterschiedlichen Themen geführt hat. Dadurch wurde noch einmal ein anderer Blickwinkel eingebracht und das Beschriebene verdeutlicht und ergänzt.

In erster Linie ist das Buch natürlich für Menschen mit Migräne interessant und meiner Meinung nach wirklich hilfreich, aber auch Nichtbetroffene können einiges lernen – über Stress (denn den hat wohl jeder) und den Umgang damit, sowie generell den achtsamen Umgang mit sich selbst und den eigenen Ressourcen.

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Veröffentlicht am 25.05.2023

Unterhaltsame Familienbande

Malibu Rising
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An Taylor Jenkins Read kam man in letzter Zeit nur schwer vorbei. Umso mehr habe ich mich gefreut, „Malibu Rising“ in den Händen zu halten und war sehr gespannt, was mich erwartet.
Worum geht es? Es gibt ...

An Taylor Jenkins Read kam man in letzter Zeit nur schwer vorbei. Umso mehr habe ich mich gefreut, „Malibu Rising“ in den Händen zu halten und war sehr gespannt, was mich erwartet.
Worum geht es? Es gibt zwei Erzählstränge, die sich in die Gegenwart im Jahr 1983 und die Vorgeschichte zu den Geschehnissen aufteilen. In Malibu findet die jährliche Sommerparty von Supermodel und Surfstar Nina Riva statt. Deren Stimmung ist allerdings denkbar schlecht, da ihr Mann sie kurz vor der Party betrogen hat. Doch ihre Geschwister stecken schon mitten in den Vorbereitungen und schließlich steigt die Party – Überraschungsgäste und aufkommende Familiengeheimnisse inklusive.

Zugegeben, die Riva-Geschwister klingen zunächst Malibu-stereotypisch: wir haben ein Supermodel/Surfstar, einen Starfotografen und einen Surfweltmeister. Doch gerade die Riva-Geschwister entpuppen sich als vielschichtige Charaktere und ihre Konfrontationen und Geheimnisse liefern tiefe Einblicke hinter die Kulisse. Mit der Zeit habe ich die Charaktere wirklich lieben gelernt, auch wenn das etwas gedauert hat. Hier zeigt sich mal wieder: der Schein trügt. In den Rückblicken wird die Geschichte der Eltern erzählt, die zeitweise in den Vordergrund rückt. Die Sprünge wirken dann teilweise etwas holprig und konstruiert. Zudem sind mir teilweise zu viele andere Partygäste zu ausufernd besprochen wurden, was nur abgelenkt, das Ganze unnötig in die Länge gezogen hat und letztendlich für die Kernhandlung irrelevant war.

Lohnt sich der Hype? Na ja, ich hatte ehrlich gesagt mehr erwartet. Bekommen habe ich: Skandale, zwischenmenschliche Verwicklungen, eine gewisse Leichtigkeit in der Stimmung die das Buch überträgt, allerdings auch eine Oberflächlichkeit und Vorhersehbarkeit. Was ich wirklich mochte, war die Atmosphäre des Buches, die durch Kulisse, Zeitgeist und Erzählstil der Autorin kreiert wurde. Ich habe mich insgesamt gut unterhalten gefühlt und das Buch gerne gelesen, es ist allerdings etwas hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben (die durch den Hype allerdings auch sehr hoch waren).

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