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Veröffentlicht am 13.07.2025

Toller Reihenauftakt!

Rose in Chains
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Ich bin großer Fan von Julies Romance Bücher, daher war es für mich ein No-Brainer auch ihr Romantasy Debut zu lesen. Und ich kann sagen ich wurde nicht enttäuscht!

“Rose in Chains” ist gut geschrieben ...

Ich bin großer Fan von Julies Romance Bücher, daher war es für mich ein No-Brainer auch ihr Romantasy Debut zu lesen. Und ich kann sagen ich wurde nicht enttäuscht!

“Rose in Chains” ist gut geschrieben mit einem sehr angenehmen Pacing.
Es ist unfassbar Dark und das ist genau das Level von "Dark", was ich von einem entsprechend vermarkteten Buch erwarte.

Die Hauptcharaktere haben mir soweit gefallen und sie haben auch meines Erachtens nach gut zusammen harmoniert. Wenn man sich ca. 10 Jahre kennt, dann sollte das auch irgendwie gegeben sein.
Die Romance an sich war eher (sehr) slow burn, was ich aber sehr passend für das Buch und die gegebenen Umstände fand. Alles mehr wäre fast schon too much gewesen.
Wer mir überraschenderweise sehr gefallen hat, war die Familie Hearsts, aber vor allem Serena, Tovens Mutter.

Im Buch gibt es mehrere, meiner Meinung nach sehr gut platzierte, Rückblende, die bei 8 Jahre vor den aktuellen Begebenheiten anfangen und sich dann stückweise vorarbeiten.
Mir persönlich haben die kürzlich zurückliegenden Rückblenden besser gefallen als die älteren.
Das Buch ist komplett aus Brionys Sicht geschrieben und ich denke Dual POV, wenn auch nicht konsequent durch das Buch, hätte der Geschichte gut getan.

Mein einziges mehr oder minder großes Problem mit dem Buch war das Magiesystem. Ich denke nicht, dass es kompliziert oder widersprüchlich war, aber irgendwas hat da bei mir nicht ganz geklickt. Ich verstehe es, aber ich verstehe es auch nicht.

Der Epilog hat einige Spekulationen, die während des Buches gemacht wurden, ganz nett angesprochen, aber vor allem wurden hier Mallow und ihre Motive etwas thematisiert, was einen spannenden zweiten Teil verspricht.

(Danke an Magpie für das Rez.Exemplar via NetGalley. Meine Meinung wurde nicht beeinflusst)

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Veröffentlicht am 30.06.2025

Ganz nett

Ride with me – Die Rennstrecke ist sein Leben, bis sie ihn aus der Spur bringt
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Die ersten ca. 15% fand ich persönlich etwas langsam.
Danach hat sich die Handlung aber schön eingespielt und es ging ordentlich voran.

Mir hat die Dynamik zwischen Stella & Thomas sehr gefallen. Die ...

Die ersten ca. 15% fand ich persönlich etwas langsam.
Danach hat sich die Handlung aber schön eingespielt und es ging ordentlich voran.

Mir hat die Dynamik zwischen Stella & Thomas sehr gefallen. Die zwei haben sich super ergänzt. Gleicher Sinn für Humor und ehrgeizig was die eigene Karriere angeht.

Ich war auch etwas, aber nicht unbedingt negativ, überrascht in der Art & Weise, wie Dev & Willow aus "Cross the Line" in die Handlung eingebunden werden. Normalerweise dreht sich die Handlung in solchen interconnected standloses immer um Geschwister oder eine Freundesgruppe, hier waren das im weitesten Sinne eher Kollegen, jedenfalls die Männer.

Obwohl das Buch an sich ganz süß war, habe ich jedoch das eine oder andere zu bemängeln.
Die ganze Vegas-Hochzeit und die damit einhergehende Fake-Ehe hätte man besser zur Geltung bringen können. Die Hälfte der Leute hat gewusst, dass es Fake ist, das heißt groß schauspielern musste man da schon nicht mehr. Ich hätte mir auch lieber ein paar mehr peinliche oder brenzligere Momente gewünscht.
Ich muss auch sagen, viel was Thomas und seine Formel1 Momente angeht, waren nicht unbedingt gut bzw. flüssig ins allgemeine Geschehen eingebunden und haben fr mich fast schon die Handlung gestört, als sie zu komplementieren. Schade, vor allem bei einer Sports-Romance.

Das Pacing in der zweiten Hälfte war etwas chaotisch. Wir kriegen kleine Momente zwischen Stella & Thomas gezeigt und springen direkt danach Tage und Woche in die Zukunft.
Feiertage wie Weihnachten oder Neujahr wurden nicht wirklich ausgenutzt um die Beziehung etwas zur Schau zu stellen oder eben die Schauspielkünste zu testen.

Ich denke auch nicht, dass Stella ihre vorherige Beziehung wirklich verarbeitet hat. Ja, wir haben Einblicke bekommen und ein letztes Gespräch mit entsprechendem Ex, aber ich denke da wäre mehr in die Richtung drin gewesen. Vor allem wenn man weiß, wie das ganze zwischen den beiden zu Ende gegangen ist.

Die letzten ca. 10-15% haben sich etwas gezogen.

Ich kann sehen, warum es viele mögen werden.
Mich konnte es nicht zu 100% überzeugen/abholen, werde aber auch das nächste Buch der Reihe lesen.

(danke an Pan/Macmillan, die mir ein Exemplar via NetGalley zur Verfügung gestellt haben)

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Toller Reihenauftakt!

Heartless Hunter. Der rote Nachtfalter, Band 1
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4.25-4.5
“Heartless Hunter” hat einfach alles, was ich in einem Buch liebe: Dual POV, kurze Kapitel, leichter und toller Einstieg in die Geschichte, tolle Plottwist, auch wenn diese leicht vorhersehbar ...

4.25-4.5
“Heartless Hunter” hat einfach alles, was ich in einem Buch liebe: Dual POV, kurze Kapitel, leichter und toller Einstieg in die Geschichte, tolle Plottwist, auch wenn diese leicht vorhersehbar waren.

Rune & Gideon haben mir als Protagonisten sehr gefallen. Ich hätte es allerdings super gefunden, wenn das Buch sich länger als über ca. 2 Wochen gestreckt hätte, denn dann hätte die Beziehung der beiden und die Entwicklung dieser Beziehung für mich etwas stimmiger gewirkt.

Gideons Kapitel haben mir sehr gefallen! Er hat dadurch mehr Tiefe bekommen und seine Motive und sein Handeln haben dadurch auch viel mehr Sinn ergeben.

Was mir besonders aufgefallen ist, ist, dass Rune sich komplett bewusst war, dass beide Charakter, Rune und Gideon, sich gegenseitig hintergehen und belügen und sie Gideon damit keine Doppelmoral oder Ähnliches vorgeworfen hat. Das wäre hier nämlich sehr einfach gewesen und ich habe schon damit gerechnet, aber es kam nichts in die Richtung. Zum Glück!

Ich bin schon gespannt auf Band 2!


(gelesen auf englisch von Magpie via NetGalley)

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Veröffentlicht am 08.06.2025

Anders als erwartet!!

Great Big Beautiful Life
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4.25
Als “Great Big Beautiful Life” im Englischen rauskam, habe ich doch schon viele schwammige und eher negative Rezensionen und Kritiken zu dem Buch gesehen.
Ich muss sagen, anfangs war ich genervt, ...

4.25
Als “Great Big Beautiful Life” im Englischen rauskam, habe ich doch schon viele schwammige und eher negative Rezensionen und Kritiken zu dem Buch gesehen.
Ich muss sagen, anfangs war ich genervt, dass mich der Algorithmus auf gewissen Plattformen so hintergangen hat, denn das war nicht wirklich die Reaktion, die ich erwartet habe. Andererseits muss ich dem Algorithmus wahrscheinlich auch danken, denn nach den Rezensionen habe ich meine Erwartungen und Vorstellungen etwas angepasst und mich mit dem Gedanken angefreundet, dass ich eher ernüchternd aus diesem Buch gehe.
Entgegen meiner Erwartung habe ich das Buch wirklich gemocht!

Das Buch lässt sich in zwei Teile aufteilen, die abwechselnd erzählt werden: die Geschichte um Alice & Hayden und die Geschichte um Margaret und die Familie Ives.
Wer schon mal etwas von Emily Henry gelesen hat, der wird sehr viele ihrer typischen Romance/RomCom Aspekte in Alice & Haydens Parts wiederfinden. Mir haben beide Charaktere sehr gefallen, sowohl einzeln als auch als Paar.
Ich muss aber auch sagen, dass die Entwicklung der Romanze zwischen den beiden für mich nicht sehr flüssig war und das liegt hauptsächlich an den nicht vorhandenen Momenten und Szenen der beiden, als auch an manchen doch etwas unstimmigen Momenten, die dann eben doch vorhanden waren.
Weiterhin hat mir Haydens Sicht, aber noch mehr seine allgemeine Präsenz im Buch zunehmend gefehlt.
Die Rivalen, die beide darstellen sollten, da sie um denselben Job konkurrieren, und den Wettkampf habe ich fast gar nicht wahrgenommen.

Was ich allerdings sehr mochte, war Margaret und ihre ganze Familiengeschichte. Ich habe mich davon unfassbar unterhalten gefühlt und würde behaupten, dass Margarets Erzählungen und alles, was damit zu tun hat, das Buch so weit dominiert haben, dass ich Alice & Haydens Kapitel fast schon als Unterbrechung empfunden habe.

Wie man sich evtl. denken kann, wird alles am Ende schön zusammengeführt und ergibt im Großen und Ganzen viel Sinn.
Vor allem das letzte Kapitel ist typisch Emily Henry und hat mich sehr an das Ende von Book Lovers erinnert.

“Great Big Beautiful Life” ist definitiv anders als Henrys bisherigen Romance-Bücher und ich muss sagen, ich tue mich auch etwas schwer, dieses Buch als Romance zu bezeichnen, denn die Geschichte und Romance um Alice & Hayden wirkte für mich eher als Nebenhandlung.

Ich kann das Buch definitiv empfehlen, würde aber raten, seine Erwartungen etwas anzupassen, um nicht enttäuscht zu werden.

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Veröffentlicht am 30.05.2025

Ganz ok für zwischendurch

Ghosted
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“Ghosted” ist eine ganz süße Geschichte mit einer unsympathischen Protagonisten und einem schnellen und teilweise vorhersehbaren Ende.

Obwohl der Einstieg etwas holprig war, braucht man nicht lange, um ...

“Ghosted” ist eine ganz süße Geschichte mit einer unsympathischen Protagonisten und einem schnellen und teilweise vorhersehbaren Ende.

Obwohl der Einstieg etwas holprig war, braucht man nicht lange, um in das Buch hineinzufinden. Die Handlung selbst ist simpel und in mehreren Punkten vorhersehbar, was ich allerdings nicht unbedingt immer als etwas Negatives sehe, so auch hier.
Mein größtes Problem war eindeutig Protagonistin Emily.

Emily war so ziemlich während des ganzen Buches unfassbar anstrengend. Aufgewachsen in einem Sozialviertel, möchte sie auf keinen Fall, dass ihre Vergangenheit ihr auch nur irgendwie anzusehen ist: Es wird anders geredet, anders gegessen, andere Kleidung getragen. Der "Traummann" soll unbedingt ein bestimmtes Niveau haben und ihr somit den sozialen Aufstieg und die damit verbundene (finanzielle) Sicherheit geben, die sie als Kind und Jugendliche nicht hatte.
Wenn man über Emilys Kindheit & Jugend liest, dann ist dieser Wunsch nach Sicherheit und Stabilität nachvollziehbar und mehr als verständlich. Das Resultat davon ist, wie schon erwähnt, fragwürdig. Nicht nur aus Lesersicht, sondern auch aus Sicht einiger anderer Charaktere. Dass diese Scharade früher oder später zusammenfällt, kann man sich an dieser Stelle bestimmt denken.

Andy ist quasi das komplette Gegenteil von Emily und ihrem Leben. Seine Geschichte und das Rätsel um seinen Tod fand ich sehr unterhaltsam und es hat mich auch immer gefreut, wenn die Handlung in diese Richtung gewechselt ist.

Die Auflösung am Ende war genau das, was man sich auch ungefähr während des Lesens zusammenreimen konnte.
Es ging alles vergleichsweise doch etwas schnell & einfach und ja, es gab ein Happy End, aber vielleicht nicht unbedingt im klassischen Sinn. Ich kann daher auch nicht sagen, dass ich mit dem Ende 100% zufrieden bin.

“Ghosted” ist damit für mich ein typisches “kann man machen, muss man aber nicht”-Buch. Es ist sicherlich auf eine Weise unterhaltsam und ich denke nicht, dass man einen Fehler macht, wenn man sich entschließt, zu dem Buch zu greifen. Man kann es gut zwischendurch lesen, vor allem, wenn man beide Augen zudrückt, was Protagonistin Emily angeht.

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