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Veröffentlicht am 11.05.2025

Wenig Handlung

Blood of Hercules
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Och man..Das Buch hat relativ stark angefangen. Super Setting, vielversprechende Charaktere und Ausgangssituation. Aber dann ging es einfach nur noch bergab.

Die Handlung spielt in einer dystopischen ...

Och man..Das Buch hat relativ stark angefangen. Super Setting, vielversprechende Charaktere und Ausgangssituation. Aber dann ging es einfach nur noch bergab.

Die Handlung spielt in einer dystopischen Alternative zu unserer Welt im Jahr 2099. Alexis’ Lebenssituation ist quasi schlechter als schlecht, daher ist es auch nicht überraschend, dass sie seitdem sie 9 ist eigentlich nur noch ihren Tod herbeisehnt.
Alexis selbst ist während des ganzen Buches mehr tot als lebendig. Konstant unterernährt, kaum bis keine körperliche Kraft und vom nicht vorhandenen Lebenswillen mal ganz abgesehen.
Ihre Gedanken und entsprechenden Kommentare drehen sich um dieselben Themen: warum sie niemandem widerspricht, wie müde und hungrig sie ist, Gauß (Carl Gauß, der Mathematiker) und wann der Tod sie endlich holt.
Der Verlag hat eine Illustration von den Charakteren auf Instagram und die sehen auch alle ganz fein aus, besonders Alexis, aber lasst euch davon nicht beirren!

Während ihrer High School Abschlussprüfung wird Alexis von zwei Männern mitgenommen, muss sich kurz mal in einem regelrechten Massaker beweisen, kommt dann an die War Academy und ab hier passiert recht wenig.
Die Zeit an der Academy ist monoton: Lernen, kein Essen, kaum Schlaf, ab und zu laufen oder schwimmen. Welchen Sinn das Ganze hatte, keine Ahnung. Das einzige was Alexis gut kann ist Mathe und das ist auch zufällig eines der Unterrichtsfächer.
Die kurzen und wenigen Pausen während der Ausbildung werden bei den Mentoren zu Hause verbracht und sind genauso monoton: Essen, schlafen und dann geht es wieder zurück an die Academy, um sich von Neuem zu quälen.
Aus dem Klappentext: “Die heißen Gladiatoren Achilles und Patro formen Alexis zu einer gefährlichen Kriegerin”. Keine Ahnung, in welchem Buch Alexis zu einer gefährlichen Kriegerin geformt worden ist, in diesem jedenfalls nicht. Um es genau zu nehmen, haben die beiden Mentoren eigentlich gar nichts zu Alexis’ Ausbildung beigetragen.

Die Männer, bis auf wenige Ausnahmen, sind auch eher fraglich. Jeder scheint Alexis zu hassen, einerseits weil sie eine Frau ist, andererseits weil sie überhaupt existiert.
Achilles & Patro, Alexis’ Mentoren, machen Alexis gerne deutlich, dass sie eigentlich ein hoffnungsloser Fall ist und ihr einziger Nutzen darin besteht, die beiden zu Generälen zu befördern.
Ihre Professoren Augustus & Kharon sind unerklärlicherweise dauerhaft sauer auf sie und genauso unerklärlicherweise besitzergreifend. Falls das Verhalten der beiden als “heiß” gelten soll, dann muss ich alle hier enttäuschen. Das war alles andere als hot.
Auch aus dem Klappentext: “Ihre nicht weniger attraktiven Professoren August und Kharon, die düsteren Erben der Unterwelt, verfolgen eifersüchtig jeden ihrer Schritte…und Gedanken.” Wenn man das, was die beiden gemacht haben, als “verfolgen eifersüchtig jeden ihrer Schritte” beschreiben kann, dann haben wir wohl verschiedene Ansichten von gewissem Verhalten.
Alexis hat es auch nicht unbedingt so empfunden..
Anständige Gespräche zwischen allen Beteiligten gibt es übrigens nicht. Das wäre wohl etwas zu viel verlangt. Es gibt aber einige tolle kryptische Sätze wie “Ich weiß wer du bist”. Leider kommt Alexis nie auf die Idee nachzufragen, was die andere Person damit meint.

Bis auf ca. 5 Kapitel ist das ganze Buch aus Alexis’ Sicht geschrieben. Es ist nicht nur aus Alexis Sicht geschrieben, sondern wird auch durchgehend von ihr kommentiert. Etwas, was ich später als störend empfunden habe.
Ja, einige Kommentare waren auch mal witzig, aber unterm Strich hat weder der Humor noch das Stilmittel für mich funktioniert.

Der einzige kleine Lichtblick war Nyx, Alexis’ beste Freundin und eine Schlange, die nur sie sehen kann. Warum das so ist, wurde auch nie aufgeklärt.
Viele von Nyx’ Kommentaren waren witzig, viele aber auch etwas unpassend.

Die letzten ca. 70 Seiten machen gar keinen Sinn. Alexis benimmt sich hier zu 100% nicht ihrem Charakter entsprechend, aber irgendwie musste das Buch ja enden. Das ist auch dann die einzige Charakterentwicklung, die man im Buch zu sehen kriegt.

Bei der Vermarktung bin ich genauso überfragt. “Dark Romantasy”? Dark ist es irgendwo, aber damit ein Buch als Romantasy gilt, müsste da auch ein gewisser Grad von Romance vorhanden sein und der war hier unauffindbar.
Ich hatte mir tatsächlich mehr erhofft, denn das Setting und der Twist an griechischer Mythologie war gar nicht schlecht, obwohl ich immer noch keine Ahnung habe was Chthonier sind, genauso wie einige andere Aspekte am worldbuilding, die ich einfach so hingenommen habe.

“Blood of Hercules” war enttäuschend, aber trotzdem leicht unterhaltsam, daher kann ich momentan auch nicht ausschließen, den zweiten Teil trotzdem zu lesen.

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Veröffentlicht am 05.05.2025

Cute!

Butcher & Blackbird - Selbst die dunkelsten Seelen sehnen sich nach Liebe
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4.25
Die zwei sind absolute Cuties!

Es hat mir wirklich sehr gefallen! Obwohl vereinzelt etwas morbid, war es größtenteils super unterhaltsam.

Ich freue mich auf die nächsten Teile!

4.25
Die zwei sind absolute Cuties!

Es hat mir wirklich sehr gefallen! Obwohl vereinzelt etwas morbid, war es größtenteils super unterhaltsam.

Ich freue mich auf die nächsten Teile!

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Veröffentlicht am 03.05.2025

Leider nein

A Fate Forged in Fire – Aus Flammen geboren
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“A Fate Forged in Fire” hat eine unfassbar gute erste Zeile und ein okays Ende, aber alles dazwischen ist etwas fragwürdig.

Ich wollte nach den ersten 50 Seiten schon abbrechen, weil ich es nicht wirklich ...

“A Fate Forged in Fire” hat eine unfassbar gute erste Zeile und ein okays Ende, aber alles dazwischen ist etwas fragwürdig.

Ich wollte nach den ersten 50 Seiten schon abbrechen, weil ich es nicht wirklich gefühlt habe, habe mir dann aber von den überwiegend positiven Rezensionen einreden lassen, dass es noch besser wird. Hätte ja auch durchaus sein können.
Nun ja..es wurde nicht besser.

Das Buch verspricht super viel (Drachen, Feuermagie, Enemies to Lovers, Matriarchat, etc) und es nicht so, als ob dies und mehr nicht vorhanden wäre, aber ich glaube nicht, dass die Autorin diese Tropes/Konzepte zu ihrem vollen Potential ausgearbeitet.
Zum Beispiel das Matriarchat. Während des Buches (und während der 100 Jahre davor) existiert kein Matriarchat und nur weil Aemyra die ganze Zeit sagt, dass sie Königin ist, ändert das an der Tatsache auch nicht viel.

Mit den Charakteren konnte ich größtenteils nichts anfangen. Die einzige nennenswerte Charaktereigenschaft von Aemyra ist, immer wieder zu betonen und jedem zu erzählen, dass sie Königin ist und was sie dann alles anders machen wird, sobald sie dann auch endlich auf dem Thron sitzt.

Die Romance zwischen Aemyra und Fiorean war..sie war einfach. Gefühlt habe ich da nichts.
Obwohl man sagen muss, dass die zwei das ein oder andere nette Streitgespräch hatten.

Der Schreibstil selber war in Ordnung. Ich glaube, mein Problem war einfach, dass das Buch für mich einfach chaotisch war.
Woher kamen auf einmal die ganzen Namen? Wer ist wer?
Aemyra ist quasi von jetzt auf gleich von der Tochter des Schmieds zur Rebellin und rechtmäßigen Königin geworden? Keine Ahnung wie wir auf einmal hier gelandet sind.
In der einen Szene kämpft Aemyra und sieht ihr Fluchtschiff wegfahren, in der nächsten bespricht sie Kampfstrategien auf eben diesem Schiff?

Es gibt am Anfang eine Karte und eine Hilfe bzgl. zur Aussprache (wobei die in der deutschen Leseprobe nicht vorhanden sind also??), die man sich gerne zur Hand nehmen sollte.

Ich kann verstehen, warum man Gefallen an dem Buch findet. Die Drachen waren ganz nett.
Ich sehe mich leider nicht die Fortsetzung lesen, aber vielleicht die nächste Dilogie, die in derselben Welt spielt.

(Danke an Renegate/Dialogue, dass ich das Buch vorab per NetGalley lesen durfte. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst)

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Veröffentlicht am 29.04.2025

Gelungen Auftakt!

The Knight and the Moth
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4.25 - 4.5
(gelesen auf englisch via netgalley)


Wer Rachels vorherige Reihe (Shepherd King Dilogie; sehr empfehlenswert!!) gemocht hat, der wird diese Reihe wahrscheinlich auch mögen. Wie auch schon ...

4.25 - 4.5
(gelesen auf englisch via netgalley)


Wer Rachels vorherige Reihe (Shepherd King Dilogie; sehr empfehlenswert!!) gemocht hat, der wird diese Reihe wahrscheinlich auch mögen. Wie auch schon bei den vorherigen Werken, glänzt "The Knight and the Moth" mit purer Gothic Romantasy.

Eine interessante Welt, tolle Charaktere, vielversprechende Magie, einige Mysterien, Romance und ein Plottwist, der Lust auf die Fortsetzung macht.

Der Schreibstil ist angenehm und passt sehr gut zu den Vibes & der Atmosphäre des Buches, wobei ich aber auch sagen muss, dass ich schon erahnen kann, wenn man damit nicht zurecht kommt.

Das Verhältnis von Fantasy und Romance ist nicht ganz 50-50, sondern, vor allem während der ersten Hälfte, mehr Fantasy als Romance, sodass alles bzgl. Sybil & Rory, die eine wirklich tolle Chemie miteinander haben, erst irgendwann in der zweiten Hälfte mehr Fahrt aufnimmt.

Wirklich viel konnte mich bzgl. Plottwists und Auflösungen nicht überraschen, aber das ist wahrscheinlich abhängig, inwiefern man aufpasst. Gelangweilt habe ich mich jedoch definitiv nicht!

Ich freue mich schon auf die Fortsetzung und denke, da wird noch einiges an Spannung hinzukommen!

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Veröffentlicht am 25.04.2025

Hält genau das, was es verspricht!

Quicksilver - Tochter des Silbers. Gefangener der Schatten
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War das Buch perfekt? Sicherlich nicht.
Hat es mich köstlich unterhalten? Aber hallo.

Mit 860 Seiten (ca. 800 gehören zur Story und der Rest sind Bonusgeschichten) ist “Quicksilver” ein ordentlicher ...

War das Buch perfekt? Sicherlich nicht.
Hat es mich köstlich unterhalten? Aber hallo.

Mit 860 Seiten (ca. 800 gehören zur Story und der Rest sind Bonusgeschichten) ist “Quicksilver” ein ordentlicher Wälzer und man könnte wahrscheinlich argumentieren, dass nicht wirklich alles auf diesen 800 Seiten nötig gewesen wäre, aber überraschenderweise hat es sich nicht wirklich lang oder langatmig angefühlt.

Das Worldbuilding war mega, die Charaktere (jedenfalls der Großteil davon) waren toll und die Handlung war spannend.
Während ich die erste Hälfte unterhaltender fand, da hier der Humor überwiegt hat, war die zweite Hälfte etwas spannender & actionreicher.
Einige Erkenntnisse konnte man sich denken, andere haben sich als spannender Plottwist erwiesen. Besonders die letzten 100-150 Seiten fand ich absolut überzeugend.
Das ist zufälligerweise mein zweites Buch, in dem Fae & Vampire in einer Welt koexistieren und verglichen mit dem ersten Buch, das eher einem Unfall glich als irgendwas anderem, wurde dieses Konzept hier wirklich toll umgesetzt.

Erzählt wird, bis auf die Bonusgeschichten, komplett aus Saeris’ Sicht. Und ich bin beim besten Willen kein Fan, wenn es nur aus einer Sicht erzählt wird, aber selbst das hat hier wenig gestört.
Ich werde nicht leugnen, dass es Momente gab, in denen nicht nur Kingfishers Sicht interessant gewesen wäre, sondern auch die von anderen Charakteren (Ren, Carrion, vielleicht auch Layne).

Saeris & Kingfisher konnten als Hauptcharaktere auf jeden Fall überzeugen, sowohl als eigenständige Charaktere, als auch zusammen. Der “Hass” und der viele Schlagabtausch zu Beginn des Buches waren wirklich vorzüglich.
Carrion, mehr oder minder ein Freund von Saeris, der anfangs noch eher nervend war, hat sich als absoluter Gewinn herausgestellt.
Zum Ende hin wurde noch ein neuer Charakter vorgestellt, von dem ich hoffe, im nächsten Teil mehr zu lesen!

Die Bonusgeschichten an sich..nun, ich kann nicht sagen, dass sie mir etwas gegeben haben. Eigentlich gar nichts, wenn ich ehrlich bin.
Ja, sie waren nett und zwei (oder auch eine, weil die eine Geschichte einfach in zwei Kapitel geteilt wurde) von diesen Geschichten haben einen Einblick in ein Ereignis gegeben, das ungefähr während der Hälfte des Buches angesprochen wird, aber wirklich spannend war es nicht. Und wirklich brauchen tut man diese Geschichten auch nicht. Ich gebe auch teilweise die Schuld an der Perspektive, denn wenn ich 800 Seiten aus Saeris’ Sicht lese und dann 50 Seiten aus der von Kingfisher, dann liest es sich einfach etwas komisch.

Habs geliebt. Sue me.
Ich freue mich auf den nächsten Teil.

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