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Veröffentlicht am 01.03.2025

Schöne Idee, die mich leider nicht komplett abholen konnte

Our Infinite Fates
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“Seelenverwandte, die dazu bestimmt sind, sich in jedem Leben zu töten, obwohl sie sich lieben”..selbstverständlich muss ich sowas lesen. Das Buch schreit ja quasi danach, für mich geschrieben worden zu ...

“Seelenverwandte, die dazu bestimmt sind, sich in jedem Leben zu töten, obwohl sie sich lieben”..selbstverständlich muss ich sowas lesen. Das Buch schreit ja quasi danach, für mich geschrieben worden zu sein.

Erzählt wird abwechselnd aus der Gegenwart und Vergangenheit, wobei wir, was die Vergangenheit angeht, immer weiter zurückgehen, bis zum Anfang dieser tragischen Liebesgeschichte.
Mir haben die Zeitsprünge sehr gefallen. Wir sehen, wie Evelyn & Arden immer wieder neue Körper, Kulturen und damit Leben führen, sich treffen und was dann passiert, was eben passieren muss.

Da alles aus Evelyns Sicht erzählt wird, wird man, verständlicherweise, oft mit der Frage des “Warum” konfrontiert. Ich kann nicht sagen, dass es genervt hat, aber wenn vom Gegenüber keine oder nur eine abwehrende Antwort kommt, dann ist das doch leicht frustrierend für alle Beteiligten.
Ich habe mich auch mehrmals erwischt, wie ich gerne aus Ardens Sicht gelesen hätte, denn es schien sehr oft, dass er in dieser Geschichte die schwerere Bürde zu tragen hat. Zu meiner Überraschung hat sich mein Wunsch nach Ardens Sicht aber zum Ende hin gelegt.

Die Auflösung fand ich größtenteils gut und komplett nachvollziehbar, bis auf das vorletzte Kapitel, bei dem ich mich dann doch wieder etwas gewundert habe und es mir die Auflösung schon fast wieder verdorben hat.

Es gibt ein (offenes) Happy End, obwohl ich nicht unbedingt sagen kann, dass mein Herz damit 100% zufrieden ist. Ich liebe die Idee und finde es wurde solide umgesetzt, aber leider konnte es mich nicht zu 100% abholen. Mir hat auch zwischendurch das gewisse Etwas gefehlt, um komplett in der Story drin zu sein.

Empfehlen kann ich “Our Infinite Fates” jedoch trotzdem und ich werde auch weitere Bücher der Autorin lesen.

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Veröffentlicht am 26.02.2025

Etwas enttäuschend

Geheimnisse des Nil, Band 2 - Where the Library Hides
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Nach einigen Startschwierigkeiten hat mir der erste Teil wirklich gut gefallen, daher war ich umso gespannter auf die Fortsetzung.

Leider ist hier super lange gefühlt nichts passiert. Erstmal liegt der ...

Nach einigen Startschwierigkeiten hat mir der erste Teil wirklich gut gefallen, daher war ich umso gespannter auf die Fortsetzung.

Leider ist hier super lange gefühlt nichts passiert. Erstmal liegt der Fokus auf der Beziehung von Inez & Whitt und wenn man die zwei mag, und ich gehöre auch zu dieser Fraktion, ist das vielleicht verzeihbar. Wenn der erste Band allerdings mit so nem Knaller geendet hat, dann würde man da doch gern auch weiterlesen wollen.

Wirklich erholen konnte sich meine Laune bei dem Buch leider nicht mehr, auch wenn es dann entsprechend mit der Handlung etwas voran ging.

Objektiv war der Plottwist sicherlich ordentlich, ich persönlich fand ihn blöd.

Die Reihe ist sicherlich ganz nett, das Setting super, der Fantasyanteil jedoch gering.

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Veröffentlicht am 26.02.2025

Große Enttäuschung

The Stars are Dying
1

1.5
Die Idee & das Worldbuilding haben so viel Potential, aber was auch immer auf diesen über 600 Seiten (inklusive Bonusszenen 670 Seiten!) fabriziert wurde, erschließt sich mir einfach nicht.

Die Vision ...

1.5
Die Idee & das Worldbuilding haben so viel Potential, aber was auch immer auf diesen über 600 Seiten (inklusive Bonusszenen 670 Seiten!) fabriziert wurde, erschließt sich mir einfach nicht.

Die Vision der Autorin war klar: eine Welt, die düster und gefährlich ist, mit entsprechenden Charakteren und einem Mix aus verschiedenen Wesen, ein tödlicher Wettbewerb (der tatsächlich in der Idee gar nicht soooo schlecht war), gepaart mit eine Shadow-Daddy ähnlichen Love Interest und einer Protagonistin, die sich ihrer Kraft noch nicht bewusst ist.
Das Ergebnis ist mehr als enttäuschend und zu 90% nicht gelungen.
Aus Lesersicht glich das Buch leider einer Tragödie.

Nach den ersten knapp 200 Seiten fallen einige Schwächen auf, die man hätte super verzeihen können, denn der Unterhaltungsfaktor war definitiv da. Leider wurde “The Stars are Dying” mit jedem Kapitel schwächer und schlechter, sodass es am Ende nur noch genervt hat und das Lesen eine Quälerei war. Ab ca. der Hälfte des Buches habe ich dann auch die ganzen durchwachsenen Rezensionen nachvollziehen können!

Astraea, weibliche Protagonistin, wird dem Leser als “schwach, naiv und hilflos” (grobes Zitat aus dem Buch) vorgestellt und das lässt sie den Leser auch nicht vergessen! Das Buch ist komplett aus ihrer Perspektive geschrieben und wie oft ich dieses Gejammert von ihr selber lesen musste, geschweige denn wie oft es andere Charaktere ihr gegenüber erwähnen, ist wirklich unfassbar.
Die Handlung zieht sich über ca 2-3 Wochen und das ist nun wirklich nicht viel Zeit, aber wie kann man bei den gegebenen Umständen kein bisschen Charakterentwicklung haben??? Wo ist der Überlebensinstinkt? Wo ist der Lebenswille? Kampfgeist? Irgendwas?!
Astraea verfällt konsequent und konsistent bei jeder erdenklichen Gelegenheit in ihre Opferrolle und hat auch in keinem Moment das Verlangen, dem entgegenzuwirken, außer einmal kurz nach einem Orgasmus bei dem sie sogar noch selbst dafür sorgen musste… Das höchste der Gefühle bzgl. ihrem Kampfgeist ist ein “ich hasse dich” und das erinnert dann mehr an einen Teenie als an eine 23jährige junge Frau.
Ich habe schon eine ganze Weile kein Buch mehr in der Hand gehabt, in dem ich so eine (charakter-)schwache Protagonistin erlebt habe.

Nyte, anfangs noch mysteriös in jeglichem Sinne, verfällt auch schnell in seine Rolle des dominanten “Monsters”, unfähig irgendeine Frage direkt zu beantworten und launenhaft ohne Ende. Zuerst ist er ruhig, dann ernst, dann wütend, dann gefährlich & wahlweise drohend, um dann wieder mit sanfter Stimme und weichen Augen weiterzureden.
Seine einzige Kunst ist, jeglichen Zweifel seitens Astraea mit einem sanften “vertraust du mir?” wegzuzaubern. Sein Verhalten und seine Aussagen waren fast schon unangenehm mitzulesen.

Die Beziehung der beiden hat verschiedene Emotionen in mir geweckt. Es fing an mit “interessant, mal gucken wie sich das entwickelt” zu “nachvollziehen kann ich die zwei nicht wirklich” bis ich dann schlussendlich bei einem “was zur Hölle ist das eigentlich? Ich hasse es.” gelandet bin.
Das, was auch immer da zwischen den beiden war, mitzulesen, hat einfach nur wehgetan. Die Gespräche waren eine konstante Fragen-ohne-Antworten-Situation, also eigentlich leere Dialoge und mehr Page Filler. Jegliche Fragen oder Zweifel, die Astraea zur Sprache gebracht hat, wurden ausgewichen oder ignoriert. Das alles auch noch zum leidwesen der Leser, denn was Astraea nicht weiß, wissen wir genauso wenig.
Ihre Gefühle für Nyte wechselten ungefähr so schnell wie seine Laune. Da haben sich also zwei gefunden..
Eine komplette Katastrophe in meinen Augen. Hinzu kommt auch noch das ungleichmäßige Machtverhältnis (er: groß, stark, mächtig & gefährlich; sie: schwach, naiv & unfähig), das Nyte immer wieder, bewusst oder unbewusst, durch seine Taten deutlich gemacht hat.
Beide Charaktere einzeln, als auch ihre Beziehung kann man daher nur als anstrengend bezeichnen.

Es wurden mehrere Nebencharaktere eingeführt, viele von denen links liegen gelassen, um dann am Ende wieder teilweise in Erscheinung zu treten.
Die Sexszenen an sich waren solala. Die Szenen im Kontext der Geschichte und die Überleitung zu diesen waren so unangenehm, schlecht und völlig unpassend gewählt, dass es auch entsprechend unangenehm war es zu lesen.
Rose und Zath, “Freunde” von Astraea, haben mehr harmoniert als irgendjemand sonst in diesem Buch.
Es gab einige unerwartete Wendungen, jedoch konnten mich keine davon wirklich abholen.

Was auf den letzten ca. 50 bis 100 Seiten passiert ist: keine Ahnung. Da hat einfach gar nichts mehr Sinn ergeben. Es fehlt einfach durchweg eine gewisse Struktur. Die letzten paar Kapitel waren auch die, bei denen mir schlussendlich der Geduldsfaden gerissen ist und ich von 2 Sterne auf 1.5 runter bin.
Eins der beiden Bonuskapitel ist aus Roses Sicht und war in Handlung und Qualität besser als die letzten ca. 150-200 Seiten des Buches.

Wäre ich zum Ende hin nicht so genervt gewesen, hätte ich die Reihe wahrscheinlich weiterverfolgt. So ziehe ich aber hier die Reißleine.

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Veröffentlicht am 17.02.2025

Nein.

Powerless - Das Spiel
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2.25
Das Buch war ein bisschen wie ein Unfall.

Die Charaktere haben genervt.
Die Handlung war einerseits schrecklich & langweilig, und andererseits einfach Hunger Games 2.0.
Ich habe schon einige Wettkampf ...

2.25
Das Buch war ein bisschen wie ein Unfall.

Die Charaktere haben genervt.
Die Handlung war einerseits schrecklich & langweilig, und andererseits einfach Hunger Games 2.0.
Ich habe schon einige Wettkampf Bücher gelesen und ja, viele haben den Hunger Games Vibe, aber selten (oder auch eigentlich nie) war es einfach eine Kopie.

Das Worldbuilding war nicht gut bzw. gefühlt auch nicht vorhanden.
Warum Paedyn überhaupt an dem Wettkampf teilgenommen hat ist mir bis zum Ende hin nicht klargeworden.

Man könnte über das Ganze allerdings hinwegsehen, wenn da nicht dieser wirklich nicht gute Schreibstil alles überschatten würde.
Es war fast schon eine Zumutung und anders kann man es nicht wirklich formulieren.

Die englische Version ist 500 Seiten lang (ich glaube die deutsche Übersetzung ist 650 Seiten? Das ist ja fast noch schlimmer..) und da müssen mindestens ca 100 Seiten weggekürzt werden und das, was übrig bleibt müsste strengstens überarbeitet werden.

Werde diese Reihe nicht weiterverfolgen.

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Veröffentlicht am 17.02.2025

Interessant mit guten Plottwists

Murder in the Family
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3.75
Seien wir ehrlich: Mich hat das Buch nicht wegen des Genre, sondern wegen der Formatierung angesprochen.

"Murder in the Family" hat als Rahmenhandlung eine TV-Show und besteht somit eigentlich nur ...

3.75
Seien wir ehrlich: Mich hat das Buch nicht wegen des Genre, sondern wegen der Formatierung angesprochen.

"Murder in the Family" hat als Rahmenhandlung eine TV-Show und besteht somit eigentlich nur aus Dialogen mit Einschüben von Karten, Profilen, E-Mails, Textnachrichten, Beweismaterial, Interviews mit Verdächtigen, etc

Es liest sich mehr wie ein großes Interview, was ich eigentlich wirklich toll fand.

Die Plottwists fand ich super.

Ich war allerdings zwischendurch etwas verwirrt durch die Verdächtigen und wie diese mit dem Fall zusammenhängen. Wäre also super gewesen, wenn man zwischendurch eine kleine Erinnerung hätte, wer wer ist.

Empfehlen kann ich es trotzdem und vielleicht ist es für die, die wie ich eher keine Krimis/Thriller lesen, mal eine tolle Abwechslung.

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