Als ich das Buch in den Händen hielt, habe ich mich erst einmal ein bischen geärgert. Das Cover war unten mit einemrWerbebanderole für das Buch bedruckt. So etwas geht bei mir nur, wenn es aufgesteckt ...
Als ich das Buch in den Händen hielt, habe ich mich erst einmal ein bischen geärgert. Das Cover war unten mit einemrWerbebanderole für das Buch bedruckt. So etwas geht bei mir nur, wenn es aufgesteckt ist. Ein Buch soll wie ein Bild sein ohne störendes, da ist ein Button manchmal schon zuviel.
Gestaltet ist es mit einem Einsteckcover, das auch den Schnitt bedeckt. Die korrekte Bezeichnung kenne ich nicht. Schade, dass die Werbung den Gesamteindruck zunichte macht.
Ansonsten ist das Buch genau das, was ich erwartet habe. Spielerisch, amüsant, kleinteilig durch die Geschichten, ein Gesamtkonzept durch die Putzfrau Janice.
Sie hört zu und nimmt so die eine oder andere Geschichte unbewusst mit. Dann merkt sie, die Geschichten kommen zu ihr. Vermutlich hat sie nur ein Ohr dafür und ist nicht so Ichbezogen in ihrem Leben, dass die Geschichten einfach vorbeiziehen.
Ein amüsantes Buch, mehr hatte ich auch nicht erwartet.
Das Buch wirkt sofort sehr ruhig und freundlich. Die sanften Farben, das Lächeln des Axolotl und die haptische Schrift. Auch die Zotteln sind ertastbar.Auf dem Rückseitigen Cover wird das Bild ...
Das Buch wirkt sofort sehr ruhig und freundlich. Die sanften Farben, das Lächeln des Axolotl und die haptische Schrift. Auch die Zotteln sind ertastbar.Auf dem Rückseitigen Cover wird das Bild etwas ernster. Eine Plastikflasche wird durch die tastbare Struktur im wahrsten Doppelsinn des Wortes PLASTISCH hervorgehoben. Da wo sonst die Produktinformationen stehen wird kurz die Historie der Axolotl vorgestellt. Die Warn- und Recyclingzeichen auf der Flasche verbleiben, Fische gefährend, giftig. Das scheint mir nicht so einfach an 4jährige weiterzugeben.
Das ganze Buch wirkt trotz des ernsten Themas harmonisch und in sich stimmig.
Ein Auszug des Covertextes trifft es auf den Punkt: bittersüß, skurril, existenziell und hoffnungsvoll in eine Katastrophe mündend, die vor Leben strotzt.
Mir fehlt die Fantasie, wie man ein solches Buch Kindern vorliest. Welche Fragen sie stellen werden. Aber tun sie das eigentlich? Meine Kinder fragten nicht, warum die Hexe Hänsel und Gretel in Käfige gesperrt hat und ob die Hexe Schmerzen hatte im Ofen.
In der Hauptsache soll es glaube ich die Vorlesenden anregen sich mit dem Thema zu beschäftigen und dabei die Zukunft ihrer Kinder im Auge zu behalten.
Mit Lexikon der Affirmationen. Diese Info auf dem Cover vermittelte mir entweder ein Heftchen mit alphabetischen Affirmationen oder ein Anhang mit Lexikon. Dass schliesslich der grösste Teil ...
Mit Lexikon der Affirmationen. Diese Info auf dem Cover vermittelte mir entweder ein Heftchen mit alphabetischen Affirmationen oder ein Anhang mit Lexikon. Dass schliesslich der grösste Teil des Buches das "Lexikon" ist, hat mich überrascht.
Aber nun alles Schritt für Schritt.
Freundliche und dennoch eher neutrale Aufmachung des Covers. Die ersten etwas 50 Seiten beschäftigen sich mit Grundlagen und wissenschaftlichem Hintergrund. Dabei ist der Text aufgelockert mit passenden Bildern, die aber keine Botschaft senden, eher als Unterschreichung des Geschriebenen wirken.Besondere Textstellen sind mit einem unaufdringlichen senkrechten Strich gekennzeichnet, wie ich das auch selbst in einem Buch machen würde.
Dann folgt der Lexikon Teil. Die Überbegriffe wie zum Beispiel Familie oder Ziele und Wünsche sind alphabetisch geordnet. Dazu gibt es ziemlich unterschiedliche einzelne Kapitel. Man findet sich gut zurecht und schnell die passenden Seiten.
Ein wenig aufgestossen sind mir die Kapitel Geld und Wohlstand und Kinderaffirmationen. Es hat für mich persönlich einen Beigeschmack "Geld anzuziehen". Das klingt ein wenig wie Wünsche an das Universum.
Kinderaffirmationen sollen selbst von den Kindern ausgehen. Die Entscheidung geht aber immer von den Eltern aus, die sie ja an Affirmationen heranführen. Bei einer guten Kindererziehung ist die positive Bestätigung der Kinder eigentlich inclusive. Da wäre ich sehr dafür, Affirmationen erst später einzuführen. Eventuell aber nützlich für Therapeuten, das Buch richtet sich ja auch sieDennoch volle 5 Sterne. Es war erfrischend nicht von gefühlt tausend Beispielen zu lesen wo Frau x mit der Lebensgeschichte Y das Ziel Z erreicht hat. Da habe ich mich noch nie wiedergefunden.
Über (das) Leben und Überleben. Eine Doppeldeutigkeit mit Schwerpunkt über das Leben, so interpretiere ich die Setzung der Grossbuchstaben. Wer hier also das Xte Buch über Klimawandel erwartet ...
Über (das) Leben und Überleben. Eine Doppeldeutigkeit mit Schwerpunkt über das Leben, so interpretiere ich die Setzung der Grossbuchstaben. Wer hier also das Xte Buch über Klimawandel erwartet wird enttäuscht. Oder doch nicht?
Milena Glimbovski schreibt auf eine sehr persönliche Art über den Klimawandel, die Klimakrise. Sie vermischt eigenen Gedanken und Erfahrungen, auch aus ihrem Privatleben, mit Information und Fragestellungen. Gerade dadurch wird das Buch so authentisch.
Es liegt eine Inhaltsangabe vor, bei manchen Themen kann man sich vorstellen worum es geht, bei anderen keine Ahnung. Dies ist für mich ganz subjektiv fast, aber nur fast!, ein Grund für einen Sterneabzug. Es ist schwierig an dem Buch dran zu bleiben und man liest es am besten gezielt stückchenweise. Nicht zwingend in der Kapitelreihenfolge.
Als Leitfaden der Intention des Buches empfinde ich die klimaresiliente Gesellschaft. Eine Prise wie kann man was noch verhindern, etwas von nicht alles was gemacht wird ist folgerichtig, viel Information ( echte und hypotetische ) und ist das jetzt das neue Normal?
Wer versteht schon, dass das Austrocknen von Seen und Mega-Überschwemmungen die gleiche Ursache haben können.
Manches, was ich als Information schon abgespeichert hatte, wurde mir sehr anschaulich erklärt. Zum Beispiel warum der Meesersspiegel steigt.
Ein Focus liegt auch auf der Tatsache, das unsere Berechnungsmodelle nur hypotetisch sind. Wer daraus den Schluss ziehen will, das wird ja gar nicht so schlimm liegt falsch. 'Es kommt eher, schlimmer und es gibt keine Blauspause dafür.
Ab und zu findet sich auch eine Prise (Galgen?)humor: Weltuntergang - heute zwei zum Preis von einem.
In kleineren Kapiteln gibt es auch mal eine Filmbesprechung oder sogar ein Gedicht. Auch sehr erholsam, aber ungewöhnlich für ein Sachbuch.
Auch das Thema Gewalt im Protest klammert Milena Glimbovski nicht aus. Diskreditiert Gewalt die langjährige Arbeit der Umweltbewegung? Militanz und Sabotage sollten als Symbol aufrütteln, nie gegen Menschenleben gerichtet sein. Aber ist das nicht auch eine Form von Notwehr?
Am wichtigsten fast ist der Schluss der Buches. Muss ein solches Buch per se ein Art Happy End haben? Der Leser darf ja nicht verwirrt und verängstig zurückgelassen werden. Schlimmstenfalls gibt er auf, bestenfalls stellt er nun mehr Fragen, fordert mehr und wird unbequemer. Das ist die Hoffnung der Autorin.
Meine Hoffnung ist, dass es auf irgendeine Art mehr Information gibt zu dem Thema für die grosse Masse der Menschen, die nie zu so einem Buch greifen würden und wie es menschentypisch ist, die bequemste Information für glaubwürdig halten.
Don Winslow hat schon einen so guten Ruf als Autor, dass er sich den Auftritt mit einem eher schlichten doch sehr präsenten Cover Design leisten kann. Grosse Buchstaben in edlen Farben auf einem ...
Don Winslow hat schon einen so guten Ruf als Autor, dass er sich den Auftritt mit einem eher schlichten doch sehr präsenten Cover Design leisten kann. Grosse Buchstaben in edlen Farben auf einem eher gedeckten Hintergrund, der aber durchaus in einer royal zu nennenden Farbe sich präsentiert. Das " i " ist mit dem Schemen einer Person ersetzt die wie ein Teilnehmer eines Duells daherkommt. Man erwartet quasi, dass gleich ein Tumult ausbricht.
Mit City of Dreams liegt hier der zweite Band der City of Fire Saga vor. Den ersten, City on Fire, sollte man vorher gelesen haben, hinsichtlich des Verständnisses aber kein Muss.
Dan Winslow und auch manche Kritiker vergleichen die Trilogie, die vielleicht das letzte literarische Werk Don Winslows sein wird, mit den griechischen Tragödien. So weit würde ich nicht gehen, aber das Buch, bzw die Bücher sind schon im Stil eines grossen Epos geschrieben und nicht mal schnell und reißerisch dahingeworfen. Ebenso braucht es seine Zeit sie zu lesen. Die Gleichsetzung mit den Werken von Homer und Vergil könnte man als Grössenwahn bezeichnen, aber Winslow tut das in einer subtilen Art und Weise die man nicht als großmäulig wahrnehmen kann. Verdient hat er es meiner Meinung nach, dass man ihm dieses Auftreten gestattet.
Nebenbei erfährt man in City of Dreams sehr viel über die amerikanische Geschichte, vor allen irische und italienische Migranten, die ja doch sehr große Unterschiede aufweisen, aber auch Gemeinsamkeiten.
Schade, dass es vielleicht keine weiteren Bücher von Don Winslow mehr geben wird, Filme sicherlich noch. Auch finde ich seine neue alte Aufgabe sehr wichtig, den Kampf gegen Donald Trump. Ich wünsche ihm dafür viel Erfolg und Durchhaltevermögen.