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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.02.2026

Spannender historischer Roman

TINTE und SCHWERT, Sonderedition
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In diesem Roman begleiten wir die Protagonisten Jacob und Anna durch die Zeit des Ausbruchs des 30-jährigen Krieges.

Ein historischer Roman mit sehr viel Hintergrundwissen und Liebe zum Detail. Insgesamt ...

In diesem Roman begleiten wir die Protagonisten Jacob und Anna durch die Zeit des Ausbruchs des 30-jährigen Krieges.

Ein historischer Roman mit sehr viel Hintergrundwissen und Liebe zum Detail. Insgesamt hat es mir gut gefallen und ich habe einiges zu der Zeit beim Lesen lernen können. Der Schreibstil ist einfach und angenehm zu lesen und man kann richtig in die Zeit eintauchen. Die Erzählstruktur und Perspektivenwechsel sind gut gelungen und die Charaktere wirken authentisch.
Besonders mochte ich den Erzählstrang zu Anna.
Insgesamt wird hier Geschichte und Krieg auf jeden Fall nicht romantisiert, denn es wird alles so brutal und grausam dargestellt wie es war. Dadurch waren einige Passagen für mich auch ein bisschen schwer zu lesen, aber das lässt sich bei einem Roman über Krieg wohl nicht vermeiden, denn es soll ja realistisch sein.
Ich hätte mir nur noch ein bisschen mehr Emotionen gewünscht, da es teilweise doch mehr um sachliche Beschreibungen ging.
Auf jeden Fall ein empfehlenswertes Buch für Fans von historischen Romanen!

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Leider enttäuschend

Half His Age
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In dem Roman geht es um die Beziehung einer 17-jährigen Schülerin und ihrem 40-jährigen Lehrer.

Dieses Buch war tatsächlich schwer zu lesen, obwohl es so kurz ist, da man sich viel ekelt und frustriert ...

In dem Roman geht es um die Beziehung einer 17-jährigen Schülerin und ihrem 40-jährigen Lehrer.

Dieses Buch war tatsächlich schwer zu lesen, obwohl es so kurz ist, da man sich viel ekelt und frustriert ist von den Entscheidungen der Protagonistin. Man fühlt sich beim Lesen wie jemand, der einen Unfall in Zeitlupe beobachtet, aber nicht einschreiten kann. Das war auf jeden Fall gewollt, denn es soll ehrlich, eklig und abstoßend sein. Sowas habe ich natürlich auch erwartet bei dem Titel und Klappentext. Leider finde ich, dass es nicht wirklich originell ist und nichts neues zu dem Thema beiträgt. Ich hatte das Gefühl, diese Geschichte schon mehrmals genauso gelesen zu haben. Ich hätte mir mehr Tiefe, mehr Reflektion und vor allem mehr Originalität gewünscht.
Besonders das Ende hat mich doch geärgert, weil es so viel besser hätte sein können und vor allem für jüngere LeserInnen hat mir gefehlt, den Machtmissbrauch, die Grenzüberschreitungen und die Manipulation von Mr. Korgy zu richtig verdeutlichen.
Die Geschichte hatte für mich wirklich Potential, aber blieb am Ende doch eher oberflächlich und als ob hauptsächlich auf den Schock- und Ekelfaktor gesetzt wurde. Mit dem Schreibstil konnte ich leider auch nichts anfangen, aber das ist wohl Geschmacksache und er hat schon zu der Perspektive der Protagonistin gepasst.
Leider war ich insgesamt doch enttäuscht, da ich das erste Buch der Autorin sehr mochte.

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Bewegende Schicksale und bedeutsame Freundschaften

Lebensbande
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Der historische Roman "Lebensbande" handelt von der Lebensgeschichte zweier Frauen, umfasst die Zeit zwischen den 1930er Jahren bis zu den 1990er Jahren und wird auf zwei Zeitebenen erzählt.

Die Erzählstruktur ...

Der historische Roman "Lebensbande" handelt von der Lebensgeschichte zweier Frauen, umfasst die Zeit zwischen den 1930er Jahren bis zu den 1990er Jahren und wird auf zwei Zeitebenen erzählt.

Die Erzählstruktur des Buches hat mir gut gefallen, denn es wurde von Anfang an Spannung aufgebaut. Obwohl das Buch relativ kurz ist für einen historischen Roman, hat es trotzdem geschafft mich zu berühren. Das Thema Euthanasie im dritten Reich wird oft nur beiläufig im Geschichtsunterricht erwähnt, dabei ist es so wichtig, dass es nicht in Vergessenheit gerät. Besonders gut gelungen finde ich hier, dass es einmal aus der Perspektive der Mutter eines sog. Reichsausschusskindes beleuchtet wird sowie aus der einer Krankenschwester, die mit diesen Kindern arbeitet. Mir hat auch gut gefallen, dass die meisten Charaktere "normale" Menschen waren und nicht zu den wenigen Widerstandskämpfern gehörten und auch mit den Nazis sympathisierten, so wirkte es realistisch und zeigt, wie viele Menschen auch für das Regime waren, bis es sie selber betraf. Ich finde nur, es hätte noch ein bisschen tiefer in die Themen reingehen können.

Insgesamt auf jeden Fall ein guter historischer Roman, den man nur empfehlen kann!

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Veröffentlicht am 23.01.2026

Leichte Unterhaltung in einem coolen Setting

One Date to Gold
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„One Date to Gold“ ist die Geschichte von Snowboarderin Amie und Eishockeystar Hunter, die beide an den Olympischen Winterspielen teilnehmen und sich aus unterschiedlichen Gründen in eine PR-Beziehung ...

„One Date to Gold“ ist die Geschichte von Snowboarderin Amie und Eishockeystar Hunter, die beide an den Olympischen Winterspielen teilnehmen und sich aus unterschiedlichen Gründen in eine PR-Beziehung begeben.

Es ist eine leichte, süße und unterhaltsame Liebesgeschichte in einem gemütlichen, winterlichen Setting.
Diese Atmosphäre der Olympischen Winterspiele ist wirklich gut gelungen und so war das Setting auf jeden Fall eine der Stärken des Romans. Besonders gut hat mir auch gefallen, dass die negativen Seiten des Lebens als professionelle Athleten thematisiert wurden, sowie die Benachteiligung von Frauen und queeren Menschen im Profi-Sport.
Den ersten Teil des Buches fand ich echt gut, danach wurde es leider ein bisschen langatmig. Ich hätte mir insgesamt ein bisschen mehr emotionale Tiefe und mehr Spannung bzw. Konflikt gewünscht. Die Hauptcharaktere fand ich soweit ganz gut gelungen, nur haben sie sich manchmal eher wie Teenager benommen, statt wie Erwachsene, was mich ein bisschen gestört hat. Außerdem war der Humor teilweise und die vielen Referenzen zu Popkultur auch nicht so mein Fall, aber das ist ja wirklich nur Geschmacksache.

Für alle Fans von Sport-Romance ist das Buch bestimmt trotzdem empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 22.01.2026

Machtkämpfe, Verrat, Intrigen und Leidenschaft

Kleopatra
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Der Roman erzählt die Lebensgeschichte von Kleopatra VII. vom Tag ihrer Krönung bis zu ihrem Tod aus einer Ich-Perspektive. Es werden viele Seiten dieser sagenumwobenen historischen Figur beleuchtet und ...

Der Roman erzählt die Lebensgeschichte von Kleopatra VII. vom Tag ihrer Krönung bis zu ihrem Tod aus einer Ich-Perspektive. Es werden viele Seiten dieser sagenumwobenen historischen Figur beleuchtet und es wird versucht den Mythos aus Filmen, Büchern und Theaterstücken zu einer menschlichen Frau zu machen.

Dem Leser wird durch die Perspektive und den Schreibstil ein sehr persönlicher Blick auf Kleopatras Leben und ihre Gefühlswelt gegeben. Da die Geschichtsschreibung hauptsächlich durch Männer dominiert wurde, ist der Mythos Kleopatra, eine der mächtigsten Frauen der Geschichte, natürlich durch die patriarchale Sicht beeinflusst, sowohl durch ihre Zeitgenossen als auch durch die Männer nach ihnen. Dieser Roman versucht ihre Geschichte durch eine neuere und feministische Sicht zu erzählen, was teilweise auch gelungen ist.

Ich habe am Anfang ein bisschen gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen, aber dann war es doch spannend und interessant zu lesen und hat mir insgesamt ganz gut gefallen. Sehr schön fand ich den Einsatz von Zitaten zeitgenössischer Literatur, die immer am Anfang jedes Teils einen interessanten Perspektivwechsel bildeten und teilweisen auch in den Kapiteln im Text mit eingearbeitet waren.
Die Atmosphäre und die Beschreibungen vom Leben und Alltag im alten Ägypten durch Farben, Gerüche, Geräusche etc. sind wirklich besonders gut gelungen, denn die Zeit und das Land ist beim Lesen richtig lebendig geworden und man könnte sich sehr gut hineinfühlen. Es war spannend über Kleopatras Beziehungen zu ihrer Familie, ihren Kindern, ihren Freunden, ihren Liebschaften und ihren Untertanen zu erfahren. Auch die Mischung aus Fiktion und historischen Fakten hat gut funktioniert, auch wenn der Fantasy-Aspekt für mich nicht hätte sein müssen, aber es war alles in sich stimmig.
Leider fand ich es insgesamt ein bisschen zu romantisiert und verklärt. Es zeichnet ein sehr idealisiertes Porträt von Kleopatra, was dann doch wieder sehr unnahbar wirkte trotz der Ich-Perspektive und mich emotional kaum richtig berührt hat. Ich hätte mir noch ein bisschen mehr Realismus gewünscht und vielleicht ein bisschen weniger Fokus auf ihre Liebhaber, da es sich an manchen Stellen eher wie ein Romantasy-Roman las.

Trotzdem ist es ein empfehlenswerter Roman für alle, die sich für eine neuere Erzählung dieser Geschichte interessieren.

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