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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.07.2019

Viel zu viele Details

Die Lotosblüte
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Puh, also das war wirklich anstrengend. Ich hatte große Erwartungen an das Buch, die leider nicht erfüllt wurden. Chong wird im Alter von 15 Jahren an einen 80-Jährigen Chinesen als Konkubine verkauft. ...

Puh, also das war wirklich anstrengend. Ich hatte große Erwartungen an das Buch, die leider nicht erfüllt wurden. Chong wird im Alter von 15 Jahren an einen 80-Jährigen Chinesen als Konkubine verkauft. Doch dort bleibt sie nicht lange und wird immer wieder weiterverkauft. Wir begleiten Chong auf ihrer langen Reise.

Anfangs hat mir das Buch noch gut gefallen. Man leidet mit Chong mit, da sie sehr viel Brutalität und sexuelle Misshandlungen erleiden muss. Mit der Zeit wird das Buch sehr viel politischer und es wird mühsam es zu lesen. Es handelt sich um ein 600 Seiten schweren Wälzer und für mich Bestand das Buch ab der Hälfte überwiegend aus Längen, sodass ich nur noch quergelesen habe und nicht das Gefühl hatte etwas zu verpassen. Insgesamt war mir der Schreibstil viel zu detailreich und das machte es mühsam der wesentlichen Geschichte zu folgen. Leider hat mich das Buch auch in eine Leseflaute geworfen.

Nichtsdestotrotz würdige ich dieses literarische Werk, das wichtige koreanische Geschichte erzählt. Vielleicht war es für mich einfach nicht die passende Zeit es zu lesen.

Veröffentlicht am 02.06.2019

Toxische Freundschaft

So schöne Lügen
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In dem Buch „So schöne Lügen“ geht es um die Freundschaft zwischen Louise und Lavinia. Die beiden könnten kaum unterschiedlicher sein und doch fühlen sie sich zueinander hingezogen. Gemeinsam gehen sie ...

In dem Buch „So schöne Lügen“ geht es um die Freundschaft zwischen Louise und Lavinia. Die beiden könnten kaum unterschiedlicher sein und doch fühlen sie sich zueinander hingezogen. Gemeinsam gehen sie auf Partys und kommen in Kontakt mit New Yorker High Society. Das Drama ist vorprogrammiert. Bis zu einem Ereignis, das das Leben beider für immer verändert.

Der Schreibstil des Buches ist sehr außergewöhnlich, für viele wahrscheinlich dadurch auch gewöhnungsbedürftig. Die Sätze sind meist sehr kurz und werden aneinander gereiht. Zwischendurch kommen immer wieder verschachtelte Sätze vor, was den Text auflockert. Zudem wird der Leser auch direkt angesprochen, was ich als ein schönes Stilmittel empfand. Die Charaktere sind nicht unbedingt klassische Sympathieträger, aber dennoch sehr stark ausgearbeitet. Auch das Tnema Social Media steht sehr stark im Vordergrund und trifft damit den Zahn der Zeit. Ab einem gewissen Zeitpunkt konnte ich das Buch überhaupt nicht mehr aus der Hand legen und musste unbedingt erfahren wie es weitergeht. Leider wirkt die Geschichte insgesamt nicht wirklich nach und verschwindet schnell aus dem Gedächtnis. Ein spannender, kurzweiliger Zeitvertreib. Entweder man liebt es oder hasst es.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Spannung
  • Figuren
Veröffentlicht am 31.05.2019

Sehr schöne Aufmachung

#Einfach plastikfrei leben: Schritt für Schritt zu einem nachhaltigen Alltag
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Bei dem Buch #Einfach plastikfrei leben handelt es sich um einen praktischen Ratgeber für den Alltag. Unsere Umwelt leidet immer stärker an unserem stetig wachsenden Plastikkonsum. Dieses Buch ist ein ...

Bei dem Buch #Einfach plastikfrei leben handelt es sich um einen praktischen Ratgeber für den Alltag. Unsere Umwelt leidet immer stärker an unserem stetig wachsenden Plastikkonsum. Dieses Buch ist ein guter Schritt diesen Konsum Stück für Stück zu reduzieren. Das Ziel ist es, dass langfristig in allen Lebenslagen, egal ob bei Lebensmitteln oder Haushaltsutensilien, auf Plastik verzichtet werden soll. Das mag zunächst sehr schwierig umzusetzen zu sein, doch in dem Buch werden viele hilfreiche Tipps aufgezeigt, die diesen Prozess vereinfachen sollen. Auch wenn nicht jeder in allen Bereichen auf Plastik verzichten kann, so ist doch schon viel getan, wenn man für das Thema bewusster wird und in seinem eigenem möglichen Rahmen Plastik reduziert.

Es wird ein 4-Schritte Programm erklärt, dass für mich teilweise etwas konkreter und schlüssiger ausgearbeitet hätte sein müssen. Nichtsdestotrotz macht es Spaß in dem Buch zu blättern und sich ein paar Inspirationen für einen plastikfreien Alltag zu holen. Das Buch wurde auf Apfelpapier gedruckt, was ich sehr passend und toll finde. Insgesamt finde ich den Preis etwas hochpreisig, aber falls das aufgrund des Apfelpapieres ist, dann ist der Preis natürlich gerechtfertigt.

Veröffentlicht am 30.05.2019

Intensiv

All das zu verlieren
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Ich habe bereits Leïla Slimanis Debütroman „Dann schlaf auch du“ gelesen und ich muss sagen, dass mir „All das zu verlieren“ nochmal um einiges besser gefallen hat. In beiden Romanen lässt sich Slimanis ...

Ich habe bereits Leïla Slimanis Debütroman „Dann schlaf auch du“ gelesen und ich muss sagen, dass mir „All das zu verlieren“ nochmal um einiges besser gefallen hat. In beiden Romanen lässt sich Slimanis Schreibstil eindeutig wiedererkennen, doch die Geschichte um Adèle in „All das zu verlieren“ war für mich nochmal intensiver und wortgewaltiger. Das Buch hat eine gewisse Intensivität, die den Leser regelrecht einsaugt. Man weiß nicht, ob man mit Adèle mitfühlen soll, oder sie verurteilen oder sogar beides gleichzeitig. Selbst das Gefühl des Ekels wird hervorgerufen. Nach außen hin führt Adèle ein perfektes Leben und man müsse denken es fehle ihr an Nichts. Doch im inneren fühlt sie sich leer und unzufrieden. Diese Leere versucht sie mit sexuellen Abenteuer mit fremden Männern zu füllen.

Slimanis Schreibstil ist direkt und schonungslos. Gleichzeitig ist ihr Schreibstil schlicht und kommt ohne große Ausschmückungen aus. Mit seinen rund 200 Seiten ist das Buch eher dünn, doch dadurch nicht minder tiefgründig. Auch bleibt genügend Interpretationsspielraum für den Leser. Besonders Adèles Charakter, der so tiefschichtig und komplex ausgearbeitet ist, hat mir sehr gut gefallen. Auch ihre innere Zerrissenheit wird greifbar dargestellt.

Ein gesellschaftskritischer Roman, der durchaus zu bedeutender Literatur unserer Zeit gehört.

Veröffentlicht am 21.05.2019

Habe mehr erwartet

Die Geschichte der schweigenden Frauen
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Leider konnte „Die Geschichte der schweigenden Frauen“ meinen doch Recht hohen Erwartungen nicht gerecht werden. Ich erwartete eine Dystopie, die man sich kaum vorstellen kann, aber gleichzeitig nicht ...

Leider konnte „Die Geschichte der schweigenden Frauen“ meinen doch Recht hohen Erwartungen nicht gerecht werden. Ich erwartete eine Dystopie, die man sich kaum vorstellen kann, aber gleichzeitig nicht abwegig ist. Das Grundgerüst war auf jeden Fall da, aber leider hat die Tiefe gefehlt. In dieser Gesellschaft werden die Frauen zwar hochangesehen, jedoch haben sie trotzdem keinerlei Rechte und werden darauf getrimmt eine gute Ehefrau zu sein und Kinder zu gebären. Es geht um Sabine und wie sie sich einen Ausweg aus diesem System sucht.

Der Schreibstil war leicht und schnell zu lesen. Nicht besonders ausschmückend, sondern neutral. Der Roman ließ sich gut lesen. Leider konnte ich mich mit keinem Charakter identifizieren oder eine Verbindung aufbauen. Dies liegt wahrscheinlich auch daran, dass das Buch sehr emotionslos erzählt wird. Insgesamt fehlt mir die Tiefe und der Ausbau der Geschichte. Mehr Hintergründe und Details wären wünschenswert gewesen. Vor allem das Ende hat mich enttäuscht zurück gelassen. Es wurde einfach viel zu schnell abgehandelt. Der Geschichte hätten 200 Seiten mehr gut getan.

Insgesamt ein Buch mit einer schönen Grundidee, aus der man hätte viel mehr rausholen können. Das Buch konnte mich unterhalten, aber insgesamt er es zu oberflächlich.