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Veröffentlicht am 05.11.2023

leider etwas langatmig

Und plötzlich warst du fort
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"Und plötzlich warst du fort" von Alison Espach ist ein Roman, der mit einem ansprechenden Cover aufwartet – die roten Tulpen auf dem hellblauen Hintergrund ziehen definitiv die Aufmerksamkeit auf sich. ...

"Und plötzlich warst du fort" von Alison Espach ist ein Roman, der mit einem ansprechenden Cover aufwartet – die roten Tulpen auf dem hellblauen Hintergrund ziehen definitiv die Aufmerksamkeit auf sich. Die Geschichte dreht sich hauptsächlich um die Beziehung zwischen den Geschwistern Sally und Kathy und die Verarbeitung des Todes einer der Schwestern, was ein interessantes Ausgangspunktsthema ist.

Zunächst wird die Kindheit der beiden Schwestern beschrieben. Die Handlung nimmt jedoch eine düstere Wendung, als Kathy bei einem Autounfall ums Leben kommt, bei dem ihr Freund Billy am Steuer saß. Die Entscheidung der Familie, keinen Kontakt mehr zu Billy zu haben, und Sallys Drang, sich mit ihm auszutauschen, verleiht der Geschichte eine gewisse Spannung. Sally kontaktiert Billy auch weiterhin noch und er hilft ihr, alles zu verarbeiten.

Leider konnte der Roman mich nicht durchgehend überzeugen. Die ersten Seiten lasen sich recht flüssig, und die grundlegende Prämisse war vielversprechend. Doch im Verlauf des Buches erlebte ich eine Enttäuschung, da die Handlung leider etwas langatmig wird. Es passiert nicht wirklich viel, und die Geschichte scheint vor sich hin zu plätschern. Dies führte dazu, dass meine anfängliche Begeisterung abflaute.

Trotzdem hat "Und plötzlich warst du fort" sicherlich seine Qualitäten und mag für Leser:innen interessant sein, die sich für Geschwisterbeziehungen und die Bewältigung von Verlust interessieren. Die Buchgestaltung und das Grundkonzept verdienen Anerkennung, aber die Umsetzung und die Erzählgeschwindigkeit könnten meiner Meinung nach verbessert werden. Aus diesem Grund gebe ich dem Roman drei Sterne.

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Veröffentlicht am 05.11.2023

gute Thematisierung von Essstörungen

GUY'S GIRL
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"Guy's Girl" von Emma Noyes ist ein beeindruckender Roman, der die Themen Essstörungen und zwischenmenschliche Beziehungen, sowohl auf freundschaftlicher Ebene als auch in romantischer Hinsicht, auf packende ...

"Guy's Girl" von Emma Noyes ist ein beeindruckender Roman, der die Themen Essstörungen und zwischenmenschliche Beziehungen, sowohl auf freundschaftlicher Ebene als auch in romantischer Hinsicht, auf packende Weise behandelt. Ich gebe diesem Roman vier Sterne, da er aufgrund seiner Tiefe und emotionalen Intensität wirklich fesselnd ist.

Die Geschichte von Ginny, einer jungen Frau, die in einer Männer-WG lebt und sich als "Guy's Girl" sieht, fand ich äußerst interessant. Ihr Umgang mit Männern und ihre Fähigkeit, sich in ihrer unkonventionellen Umgebung wohlzufühlen, machen sie zu einer faszinierenden Hauptfigur. Die Tatsache, dass sie mit einer Essstörung kämpft und ihre persönliche Entwicklung im Zentrum der Handlung steht, verleiht dem Buch eine aufrichtige Authentizität.

Die Autorin Emma Noyes bringt ihre eigenen Erfahrungen in die Geschichte ein, was dazu beiträgt, dass die Darstellung der Essstörung und die damit verbundenen Herausforderungen sehr realistisch und einfühlsam sind. Es ist ein Buch, das einen nachdenklich stimmt und zum Nachdenken über dieses ernsthafte Thema anregt. Bulimie und Anorexie werden hier thematisiert.

Besonders berührt hat mich die Episode in Ungarn, in der Ginny von Adrians Familie liebevoll aufgenommen und unterstützt wird. Diese Szenen zeigen die Bedeutung von Familie und zwischenmenschlichen Beziehungen in der Bewältigung persönlicher Probleme.

Adrian als Charakter war zu Beginn eher unnahbar, aber im Verlauf der Geschichte konnte man eine Entwicklung bei ihm erkennen, die ihm mehr Tiefe und Menschlichkeit verlieh.

Alles in allem ist "Guy's Girl" ein bemerkenswertes Buch, das wichtige Themen behandelt und von der persönlichen Erfahrung der Autorin profitiert. Ich empfehle es Lesern, die sich für Geschichten über persönliche Entwicklung, Essstörungen und zwischenmenschliche Beziehungen interessieren.

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Veröffentlicht am 23.10.2023

interessantes Debut

All dies könnte anders sein
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"All dies könnte anders sein" von Sarah Thankam Mathews ist ein Roman, der mit seinem wunderschönen Cover und den vielen bunten Farben sofort ins Auge sticht. Dieses ästhetische Element allein verdient ...

"All dies könnte anders sein" von Sarah Thankam Mathews ist ein Roman, der mit seinem wunderschönen Cover und den vielen bunten Farben sofort ins Auge sticht. Dieses ästhetische Element allein verdient schon Lob, da es den Leser:innen ein Gefühl von Freude und Neugier vermittelt.

Die Geschichte dreht sich um die Protagonistin Sneha, die einen neuen Job anfängt und sich zahlreichen Herausforderungen stellen muss. Hier kommt jedoch der Knackpunkt: Obwohl die Handlung fesselnd ist, konnte ich mich nicht ganz mit Sneha anfreunden. Ihre Einstellungen und Handlungen waren mir nicht immer sympathisch, und das hat es mir schwer gemacht, mich vollständig in ihre Lage hineinzuversetzen.

Der Schreibstil von Sarah Thankam Mathews ist ansprechend und flüssig, und er vermag es, den Leser in die Welt von Sneha einzutauchen. Allerdings fand ich den Schreibstil an einigen Stellen etwas zu vulgär, was meinem persönlichen Geschmack nicht entsprach. Ein Beispiel hierfür befindet sich auf S. 21: "Ich blickte hinab auf ihre roten, wunden Lippen und spürte, wie meine Klit einen Satz machte."

Die Themen, die in diesem Buch behandelt werden, sind zweifellos aktuell und interessant. Sneha als Protagonistin ist sicherlich in dieser Hinsicht faszinierend, da sie queer und eine Person of Color ist. Diese Diversität in der Literatur ist erfrischend und wichtig.

Trotzdem muss ich zugeben, dass der Roman einige Längen hatte, die mein Lesevergnügen beeinträchtigt haben. Dennoch sehe ich "All dies könnte anders sein" als ein gelungenes Debüt, das mutige Themen anspricht und Raum für Diskussion bietet. Es mag zwar Aspekte geben, die mir nicht vollständig zusagen, aber insgesamt ist es ein Buch, das Aufmerksamkeit verdient und eine wichtige Stimme in der zeitgenössischen Literatur repräsentiert.

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Veröffentlicht am 16.10.2023

leider nicht so überzeugend wie erhofft

Psyche und Eros
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"Psyche und Eros" von Luna McNamara ist ein Buch, das in vielerlei Hinsicht beeindruckt, beginnend mit dem wunderschönen Cover. Die ästhetische Gestaltung des Buches zieht sofort die Aufmerksamkeit auf ...

"Psyche und Eros" von Luna McNamara ist ein Buch, das in vielerlei Hinsicht beeindruckt, beginnend mit dem wunderschönen Cover. Die ästhetische Gestaltung des Buches zieht sofort die Aufmerksamkeit auf sich und verspricht eine Reise in die Welt der griechischen Mythologie.

Leider konnte das Buch in der Verarbeitung der griechischen Mythologie nicht immer überzeugen. Anfangs mochte ich die Interpretation von Psyche und Eros als Protagonisten, jedoch änderte sich meine Meinung im Verlauf der Geschichte. Nach der Lektüre habe ich mich intensiver mit der wahren Mythologie befasst und einige Diskrepanzen festgestellt. Selbstverständlich sind künstlerische Freiheiten in der Literatur erlaubt, aber bei einem Buch, das auf griechischer Mythologie basiert, sehe ich auch einen lehrenden Aspekt. Es wäre wünschenswert gewesen, wenn die Autorin die mythologischen Grundlagen genauer beachtet hätte.

Die ersten Seiten des Romans fühlten sich an, als würde man ein Lehrbuch über griechische Götter lesen. Dies mag für einige Leser informativ sein, aber es hat die Handlung verlangsamt und den Lesefluss beeinträchtigt.

Der Schreibstil von Luna McNamara konnte mich ebenfalls nicht ausreichend überzeugen. Er wirkte oft holprig und konnte nicht die emotionale Verbindung zu den Charakteren herstellen, die ich mir gewünscht hätte. Die Erzählweise war nicht so fesselnd, wie ich es mir erhofft hatte.

Insgesamt erhält "Psyche und Eros" von Luna McNamara von mir drei Sterne. Das wunderschöne Cover und die anfängliche Faszination für die Protagonisten waren positive Aspekte. Dennoch gab es Schwächen in der Umsetzung der griechischen Mythologie, im Schreibstil und in der Herangehensweise an die Geschichte, die das Gesamterlebnis beeinträchtigt haben.

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Veröffentlicht am 16.10.2023

Trotz Kürze lange Lektüre

Eigentum
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"Eigentum" von Wolf Haas ist ein Buch, das mich in vielerlei Hinsicht überrascht hat. Obwohl es nur knapp 157 Seiten umfasst, konnte ich es nicht so schnell durchlesen, wie ich es normalerweise bei Büchern ...

"Eigentum" von Wolf Haas ist ein Buch, das mich in vielerlei Hinsicht überrascht hat. Obwohl es nur knapp 157 Seiten umfasst, konnte ich es nicht so schnell durchlesen, wie ich es normalerweise bei Büchern dieser Länge tue. Das liegt jedoch nicht an der Komplexität der Geschichte, sondern eher an meinem Interesse, das nicht so recht geweckt wurde.

Der Schreibstil von Wolf Haas hat eine gewisse humorvolle Note, die mir gefallen hat, aber gleichzeitig war er auch manchmal etwas sperrig. Die Sprache war gewöhnungsbedürftig und erforderte eine gewisse Geduld beim Lesen. Das Buch selbst bot leider nicht die Spannung, die ich erwartet hatte. Die Handlung ist eher episodenartig, und es fehlt an fesselnden Momenten, die mich dazu brachten, das Buch nicht aus der Hand legen zu können.

Ein weiterer Punkt, der mir nicht gefallen hat, ist das Cover des Buches. Es wirkt unauffällig, fast wie ein Stück Pappkarton. Ein ansprechenderes Design hätte sicherlich mehr Aufmerksamkeit erregt.

Die Anekdoten über die Mutter des Autors waren jedoch ein heller Punkt in der Geschichte. Sie fügten eine persönliche Note hinzu und verliehen dem Buch eine gewisse Tiefe. Allerdings war die Prämisse des Buches, es zu schreiben, weil die Mutter bald sterben würde, für meinen Geschmack etwas makaber.

Der Titel des Romans, "Eigentum", hat mir hingegen gut gefallen, da er einen starken Bezug zur Geschichte herstellt und den Traum der Mutter, Eigentum zu besitzen, hervorhebt. Insgesamt betrachtet erhält "Eigentum" von Wolf Haas von mir drei Sterne, da es einige positive Aspekte gibt, aber die geringe Seitenzahl, der sperrige Schreibstil und das Fehlen von Spannung die Leseerfahrung beeinträchtigt haben.

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