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Veröffentlicht am 25.03.2024

Bücher über Bücher

Die Vermesserin der Worte
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"Die Vermesserin der Worte" von Katharina Seck entführt den Leser in eine Welt voller Bücher, Magie und zwischenmenschlicher Verbindungen. Die Geschichte von Ida, einer jungen Autorin, die mit einer Schaffenskrise ...

"Die Vermesserin der Worte" von Katharina Seck entführt den Leser in eine Welt voller Bücher, Magie und zwischenmenschlicher Verbindungen. Die Geschichte von Ida, einer jungen Autorin, die mit einer Schaffenskrise kämpft, und ihrer ungewöhnlichen Beziehung zu einer eigenartigen alten Dame, hat mich von Anfang an gefesselt.

Katharina Secks Schreibstil ist einnehmend und fließend, was es schwer macht, das Buch aus der Hand zu legen. Die Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet und ihre Beziehungen zueinander werden auf einfühlsame Weise dargestellt. Besonders berührend fand ich die gemeinsame Liebe zur Literatur, die Ida und die alte Dame verbindet.

Obwohl der Roman mich stark an die Werke von Carsten Henn erinnerte, fehlte mir dennoch ein kleines, aber entscheidendes Element, das mich vollständig begeistert hätte. Vielleicht lag es daran, dass ich das Buch recht schnell durchgelesen habe, da es vergleichsweise kurz ist.

Dennoch kann ich "Die Vermesserin der Worte" jedem empfehlen, der sich für Bücher über Bücher interessiert und eine herzerwärmende Geschichte genießen möchte. Trotz des kleinen Makels hat mich dieser Roman gut unterhalten und ich freue mich darauf, mehr von Katharina Seck zu lesen.

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Veröffentlicht am 05.03.2024

gewöhnungsbedürftiger Schreibstil

wir sind pioniere
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Das Cover von "wir sind pioniere" ist gleich sehr einladend und erinnert an einen schönen Sommertag im Freibad. Kaleb Erdmann hat hier wirklich einen besonderen Roman geschaffen, der vor allem durch seinen ...

Das Cover von "wir sind pioniere" ist gleich sehr einladend und erinnert an einen schönen Sommertag im Freibad. Kaleb Erdmann hat hier wirklich einen besonderen Roman geschaffen, der vor allem durch seinen Schreibstil auffällt. Man wird lange suchen müssen, um in seinem Roman Großbuchstaben oder Satzzeichen zu finden. Inhaltlich geht es um die Beziehung zwischen Bruckner und Vero, die schwanger ist.

Leider hat das wohl als Stilmittel gedachte Fehlen von Großbuchstaben sowie Satzzeichen dazu geführt, dass ich keinen richtigen Lesefluss entwickeln konnte. Ich konnte nicht ganz nachvollziehen, wieso der Autor so schreibt, da es für die Geschichte meiner Meinung nach keinerlei Bedeutung hat. Es erschwert einfach nur die Lektüre. Soll damit gezeigt werden, dass das Leben nicht einfach ist? Schade ist, dass so nicht mal Unterschiede zwischen Bruckner und Vero gemacht werden.

Auch der Inhalt zeigt für mich einige Schwächen. So konnte ich z.B. nicht wirklich eine Beziehung zu den Protagonisten entwickeln. Mir fehlte hier einfach Tiefe. Bei der Kürze des Romans ist diese aber natürlich auch schwierig zu erreichen. Auch mit dem Konzept einer offenen Beziehung kann ich mich nicht anfreunden. Obwohl die Protagonisten in meinem Alter sind, hatte ich das Gefühl, 10 Jahre älter als sie zu sein.

"wir sind pioniere" wird mir wenn überhaupt durch seine Andersartigkeit in Erinnerung bleiben. Eine Leseempfehlung spreche ich allerdings nur für diejenigen aus, die gerne Experimentelles lesen wollen. Mich konnte dieser Roman leider nicht wirklich überzeugen.

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Veröffentlicht am 03.03.2024

bleibt in Erinnerung

Yellowface
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"Yellowface" von Rebecca F. Kuang ist eine fesselnde Geschichte, die mich durch die Höhen und Tiefen der Figurenentwicklung mitgenommen hat. Die Hauptfigur June, die das Manuskript ihrer verstorbenen Freundin ...

"Yellowface" von Rebecca F. Kuang ist eine fesselnde Geschichte, die mich durch die Höhen und Tiefen der Figurenentwicklung mitgenommen hat. Die Hauptfigur June, die das Manuskript ihrer verstorbenen Freundin Athena stiehlt und damit ihren eigenen Erfolg erzielt, ist eine komplexe Persönlichkeit, die mich gleichermaßen fasziniert und irritiert hat.

Als Asiate finde ich das Thema der kulturellen Aneignung, das in diesem Buch behandelt wird, äußerst relevant und wichtig. Kuang beleuchtet es auf eine Art und Weise, die zum Nachdenken anregt, insbesondere in Bezug auf die Frage, wie wir als Gesellschaft mit kulturellem Erbe umgehen sollten. Ich kann nicht umhin zu bemerken, dass weder Athena noch June mir besonders sympathisch waren, aber gerade das hat meine Leseerfahrung vertieft, da es eine ehrliche Darstellung von Charakteren bietet, die nicht perfekt sind.

Der Schreibstil von Kuang passt perfekt zu June's Perspektive, er ist einfach gehalten und dennoch effektiv. Obwohl ich mir vorstellen kann, dass Athena das Buch vielleicht anders geschrieben hätte, war es für mich stimmig, dass June die Protagonistin ist und daher ihren eigenen Ton setzt.

Alles in allem war "Yellowface" ein Buch, das mich emotional berührt und gleichzeitig zum Nachdenken angeregt hat. Es ist eine Geschichte über Identität, Erfolg und die Komplexität zwischenmenschlicher Beziehungen, die ich jedem empfehlen würde, der sich für diese Themen interessiert.

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Veröffentlicht am 03.03.2024

leider nicht überzeugt

Tremor
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"Tremor" von Teju Cole ist ein Buch, das mich mit gemischten Gefühlen zurücklässt. Obwohl das Thema Lagos und die Einblicke in die nigerianische Kultur und Gesellschaft sehr interessant waren, konnte ich ...

"Tremor" von Teju Cole ist ein Buch, das mich mit gemischten Gefühlen zurücklässt. Obwohl das Thema Lagos und die Einblicke in die nigerianische Kultur und Gesellschaft sehr interessant waren, konnte ich mich leider nicht mit dem Schreibstil des Autors anfreunden.

Der Protagonist wirkte auf mich sehr unnahbar, und ich hatte Schwierigkeiten, mich mit ihm zu identifizieren oder eine emotionale Verbindung zu ihm aufzubauen. Dies machte es für mich schwierig, mich wirklich in die Geschichte hineinzuversetzen und mit den Figuren mitzufühlen.

Besonders die Abschnitte rund um Tunde erschienen mir recht zusammenhanglos und trugen wenig zur Gesamthandlung bei. Dadurch wurde die Erzählung für mich teilweise verwirrend und unübersichtlich.

Obwohl ich durch das Buch einiges über Nigeria gelernt habe, insbesondere über Lagos und seine vielschichtige Kultur, konnte mich "Tremor" insgesamt leider nicht überzeugen.

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Veröffentlicht am 19.02.2024

schönes Setting, aber Handlung verliert an Spannung

Schneesturm
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Das Cover von "Schneesturm" ist wirklich atemberaubend und hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Auch das Setting in Irland hat mir sehr gut gefallen und verlieh der Geschichte eine charmante Atmosphäre.

Die ...

Das Cover von "Schneesturm" ist wirklich atemberaubend und hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Auch das Setting in Irland hat mir sehr gut gefallen und verlieh der Geschichte eine charmante Atmosphäre.

Die Geschichte dreht sich um eine Freundesgruppe, angeführt von der Polizistin Cara, die vor einigen Jahren ihren Mann verloren hat. Als eine Freundin der Gruppe tot aufgefunden wird, geraten die Ereignisse in Bewegung. Leider konnte mich die Umsetzung nicht vollständig überzeugen.

Zunächst einmal fehlte es mir an Spannung, vor allem zu Beginn des Buches. Die Handlung nahm erst im letzten Drittel so richtig Fahrt auf, was schade war. Zudem empfand ich die Geschichte über weite Strecken als langatmig.

Ein weiterer Kritikpunkt waren einige Wendungen am Ende, die für mich nicht ganz nachvollziehbar waren. Zudem hätte ich es spannender gefunden, wenn der Kreis der Verdächtigen nicht bereits vom Klappentext eingeschränkt worden wäre. Dadurch wurde einiges an potenzieller Spannung bereits im Voraus genommen.

Auch die Dynamik innerhalb der Freundesgruppe ließ zu wünschen übrig. Oftmals wirkten die "Freunde" nicht wie echte Freunde, da sie anscheinend wenig voneinander wussten.

Insgesamt ist "Schneesturm" sicherlich ein solider Thriller mit einem schönen Setting, aber die Handlung hätte meiner Meinung nach mehr Spannung und bessere Charakterentwicklungen vertragen können.

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