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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.12.2025

sehr cozy!

Cozy baking time
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Ich liebe Koch- und Backbücher und Cozy Baking Time hat mich allein mit seinem hübschen Design und dem passenden Titel sofort angesprochen. Und tatsächlich: Der Name ist Programm. Dieses Buch ist perfekt ...

Ich liebe Koch- und Backbücher und Cozy Baking Time hat mich allein mit seinem hübschen Design und dem passenden Titel sofort angesprochen. Und tatsächlich: Der Name ist Programm. Dieses Buch ist perfekt für alle, die es sich in der kalten Jahreszeit gern gemütlich machen – mit Tee, Kerzenschein und etwas Selbstgebackenem.

Die Rezepte sind wunderbar alltagstauglich und leicht umzusetzen. Ob Apple Crumble, Mini-Cakes oder kleine Weihnachtsklassiker – hier findet man viele Ideen, die ohne großen Aufwand gelingen. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Anleitungen klar und übersichtlich sind, sodass selbst Backanfänger problemlos loslegen können.

Allerdings sind die Rezepte insgesamt recht einfach gehalten. Für erfahrene Hobbybäcker*innen gibt es vielleicht wenig Neues oder Überraschendes – die Kreationen sind solide und lecker, aber eben nicht besonders ausgefallen. Trotzdem macht das Buch genau das, was es verspricht: Es sorgt für cozy vibes und entspannte Backmomente ohne Stress.

Mein persönliches Highlight waren definitiv die Zimtschnecken – super fluffig, aromatisch und einfach unwiderstehlich! Allein dafür hat sich das Buch für mich schon gelohnt.

Insgesamt ein sehr schönes Backbuch zum Wohlfühlen – ideal für gemütliche Nachmittage und unkomplizierte Genussmomente. Vier Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 15.12.2025

Boyle Fan

No Way Home
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Spätestens seit den Terranauten bin ich ein riesiger T.C. Boyle Fan und verschlinge jedes seiner Werke. Deshalb habe ich mich unglaublich gefreut, dass nun "No way home" erscheint. Das Cover finde ich ...

Spätestens seit den Terranauten bin ich ein riesiger T.C. Boyle Fan und verschlinge jedes seiner Werke. Deshalb habe ich mich unglaublich gefreut, dass nun "No way home" erscheint. Das Cover finde ich diesmal leider nicht besonders hübsch gestaltet im Vergleich zu den vorherigen Werken, die z.B. wie "Blue Skies" sehr herausstachen. Doch das Cover steht dem Inhalt nicht im Weg.
In "No way home" geht es um eine interessante Dreiecksbeziehung. Terrys Mutter ist gestorben und er erbt nun ihr Haus und ihren Hund. Also macht er sich von Los Angeles auf mitten in die Wüste Nevadas, um sein Erbe anzutreten. In einer Bar trifft er dann auf Bethany, die prompt bei ihm einzieht, obwohl er das gar nicht will. Terry, der Arzt ist, kann aber auch nicht nein zu Bethany sagen und fühlt sich von ihr angezogen. Dann kommt auch noch ihr Exfreund Jesse ins Spiel, der Bethany auf die Wahl stellt. Sie steht zwischen den Männern.

Genauso wie bei "Blue Skies" fand ich keinen der Charaktere sympathisch, aber das geht mir meistens so bei den Charakteren von T.C. Boyle. Ich liebe aber seine Schreibweise und seine Gesellschaftskritik, die in den Romanen steckt. Hier werden unter Anderem das Gesundheitssystem und die Armut in den USA thematisiert, ebenso wie Drogenprobleme.

Ich kann T.C. Boyle nur jedem empfehlen. Ich habe auch "No way home" wieder verschlungen!

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Veröffentlicht am 15.12.2025

faszinierend

Mr. Saitos reisendes Kino
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Mr. Saitos reisendes Kino ist ein ungewöhnlicher, lebenspraller Roman, der trotz seines beachtlichen Umfangs durchgehend unterhaltsam geblieben ist. Schon der Einstieg – mit Litas Zeugung auf einer Tanzfläche ...

Mr. Saitos reisendes Kino ist ein ungewöhnlicher, lebenspraller Roman, der trotz seines beachtlichen Umfangs durchgehend unterhaltsam geblieben ist. Schon der Einstieg – mit Litas Zeugung auf einer Tanzfläche in Buenos Aires – macht klar, dass einen hier keine gewöhnliche Geschichte erwartet.

Im Mittelpunkt steht Lita, die mit ihrer schillernden Mutter Fabiola, leidenschaftliche Tangotänzerin und wandelnder Magnet für Chaos, durch das Leben reist. Als die beiden ihre Heimat überstürzt verlassen müssen, verschlägt es sie eher zufällig auf eine raue Insel vor Neufundland. Dort finden sie Zuflucht in einem Seemannsheim, das von einer ganzen Sammlung herrlich skurriler Figuren bevölkert wird – genau diese Vielfalt an eigenwilligen Charakteren habe ich besonders geliebt.

Lita findet schnell Anschluss, vor allem zu Oona McGregor, der gehörlosen Tochter der Gastgeber, deren stille Stärke und Eigenartigkeit sehr berührt. Mit dem Auftauchen von Mr. Saito, der mit seinem wandernden Kino Bilder und Geschichten aus der großen weiten Welt auf die abgelegene Insel bringt, bekommt die Geschichte eine fast magische Note. Ohne es zu ahnen, wird diese Begegnung Litas Leben nachhaltig prägen.

Der Roman ist eine große, manchmal ausschweifende Reise über Wahlfamilien, erste Liebe, Sehnsucht und das Ankommen an unerwarteten Orten. Auch wenn sich manche Passagen etwas gezogen haben, passt die erzählerische Fülle gut zu dieser warmherzigen, detailverliebten Geschichte. Ein langer, aber lohnender Roman voller Charme, Eigenwilligkeit und unvergesslicher Figuren.

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Veröffentlicht am 15.12.2025

Spannende Dystopie

Das Dream Hotel
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Das Dream Hotel hat mich als Fan dystopischer Romane wirklich überzeugt. Die Grundidee ist beklemmend und erschreckend nah an einer möglichen Zukunft: Eine Gesellschaft, in der selbst Träume überwacht, ...

Das Dream Hotel hat mich als Fan dystopischer Romane wirklich überzeugt. Die Grundidee ist beklemmend und erschreckend nah an einer möglichen Zukunft: Eine Gesellschaft, in der selbst Träume überwacht, analysiert und zur Grundlage staatlicher Entscheidungen gemacht werden.

Sara Hussein ist eine düstere, vielschichtige und zugleich faszinierende Protagonistin. Nach ihrer Rückkehr von einer Dienstreise wird sie am Flughafen gestoppt – nicht wegen einer Tat, sondern wegen eines Risikowerts, der aus ihren Träumen berechnet wurde. Angeblich stellt sie eine potenzielle Gefahr für ihren Ehemann dar. Um ihn zu schützen, soll sie sich für 21 Tage in staatliche Beobachtung begeben. Während ihr Mann nichtsahnend mit den kleinen Zwillingen auf sie wartet, verliert Sara schlagartig ihre Freiheit.

Besonders eindrücklich fand ich, wie hilflos und surreal die Situation zunächst wirkt. Wie die anderen inhaftierten Frauen versucht Sara anfangs, ihre Unschuld zu beweisen – doch schnell wird klar, dass Logik und Wahrheit in diesem System kaum eine Rolle spielen. Mit jeder neuen Begründung für die Verlängerung ihrer Haft wächst die beklemmende Erkenntnis, dass sie selbst aktiv werden muss, wenn sie jemals wieder frei sein will.

Der Roman ist spannend, atmosphärisch dicht und wirft viele wichtige Fragen zu Überwachung, Selbstbestimmung und Schuld auf. Einen Stern ziehe ich nur ab, weil sich manche Passagen etwas gezogen haben. Insgesamt aber ein richtig guter dystopischer Roman, der noch lange nachwirkt.

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Veröffentlicht am 07.09.2025

Formel 1-Liebe

Crushing Souls (Driven Dreams-Dilogie, Band 1)
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Als großer Formel-1-Fan hat mich Crushing Souls sofort gepackt. Schon der Einstieg mit Fiona MacKenzie, die alles an der Königsklasse liebt – außer den arroganten Duncan McKinnon – hat mich neugierig gemacht. ...

Als großer Formel-1-Fan hat mich Crushing Souls sofort gepackt. Schon der Einstieg mit Fiona MacKenzie, die alles an der Königsklasse liebt – außer den arroganten Duncan McKinnon – hat mich neugierig gemacht. Er ist der gefeierte Fahrer im Rennstall ihres Vaters, sie die Tochter, die sich schon ihr halbes Leben lang nach Anerkennung sehnt. Ihre ständige Konkurrenz und die hitzigen Wortgefechte sorgen für ordentlich Spannung, genauso wie die Frage, ob sich zwischen Boxenstopps, riskanten Manövern und glamourösen Events nicht doch mehr entwickelt.

Carolin Wahl schafft es, die Atmosphäre der Formel-1-Welt richtig intensiv einzufangen – sei es durch den Nervenkitzel auf der Strecke, die Einblicke hinter die Kulissen oder die Reisen rund um den Globus. Das hat mir unglaublich gut gefallen und mein Motorsport-Herz höher schlagen lassen.

Etwas übertrieben fand ich allerdings die Darstellung der Rivalitäten zwischen den Teams. Natürlich lebt die Formel 1 von Konkurrenz, aber manche Konflikte wirkten für mich zu stark zugespitzt. Trotzdem bleibt die Dynamik zwischen Fiona und Duncan spannend und emotional, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.

Fazit: Ein packender, emotionaler Roman mit viel Rennsport-Feeling – perfekt für alle, die Formel 1 lieben. Von mir gibt’s 4 Sterne.

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