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Veröffentlicht am 02.03.2025

interessante Reise

Rückkehr nach Budapest
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Rückkehr nach Budapest ist ein Roman, der mich sofort mit seinem sommerlichen Cover angesprochen hat – man spürt direkt die Atmosphäre unbeschwerter Tage am Plattensee. Doch hinter der idyllischen Kulisse ...

Rückkehr nach Budapest ist ein Roman, der mich sofort mit seinem sommerlichen Cover angesprochen hat – man spürt direkt die Atmosphäre unbeschwerter Tage am Plattensee. Doch hinter der idyllischen Kulisse verbirgt sich eine tiefgehende Geschichte über Freundschaft, Liebe und Verrat.

Marta wächst im sozialistischen Ungarn auf und verbringt unvergessliche Sommer mit ihrer Cousine Theresa. Doch nach dem Schulabschluss zieht es sie nach Ost-Berlin, wo sie sich in die aufregende Welt der Künstler- und Literaturszene stürzt. Dort begegnet sie Konstantin, einem charismatischen, aber undurchsichtigen Schriftsteller, der sowohl sie als auch Theresa fasziniert. Doch als Theresa verhaftet wird, verändert sich alles – und Marta muss sich den Schatten der Vergangenheit stellen.

Besonders gefallen hat mir, wie geschickt die Autorin zwischen Vergangenheit und Gegenwart wechselt, sodass man nach und nach immer mehr über Marta und Theresas gemeinsames Schicksal erfährt. Diese Rückblenden machen die Geschichte vielschichtig und spannend. Marta selbst ist ein sehr interessanter Charakter, und ich habe sie gerne auf ihrer Reise begleitet. Allerdings blieb sie für mich als Leserin manchmal etwas unnahbar, was es schwer machte, sich vollständig in sie hineinzuversetzen.

Trotzdem ist Rückkehr nach Budapest ein sehr lesenswerter Roman, der historische Ereignisse, persönliche Schicksale und große Gefühle miteinander verwebt. Eine eindrucksvolle Geschichte, die nachhallt.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

toller Roman

Mickey und Arlo
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Von der ersten Seite an hat mich „Mickey und Arlo“ total gefesselt! Die Geschichte rund um zwei Schwestern, die sich eigentlich gar nicht kennen, aber durch den Tod ihres gemeinsamen Vaters zusammengeführt ...

Von der ersten Seite an hat mich „Mickey und Arlo“ total gefesselt! Die Geschichte rund um zwei Schwestern, die sich eigentlich gar nicht kennen, aber durch den Tod ihres gemeinsamen Vaters zusammengeführt werden, ist emotional und tiefgründig erzählt. Besonders spannend fand ich die Ausgangssituation: Mickey, die als Kind von ihrem Vater verlassen wurde, erbt sein gesamtes Vermögen – doch bevor sie es bekommt, muss sie sieben Therapiestunden absolvieren. Dabei trifft sie auf Arlo, die in einer ganz anderen Realität aufgewachsen ist, und zwischen den beiden entspinnt sich eine intensive, oft herausfordernde Dynamik.

Beide Charaktere sind vielschichtig und interessant geschrieben, auch wenn sie nicht immer sympathisch sind. Gerade das machte sie für mich aber so authentisch. Ihre Auseinandersetzungen und ihr vorsichtiges Annähern waren mitreißend zu lesen, auch wenn ich manche ihrer Verhaltensweisen nicht immer ganz nachvollziehen konnte.

Die Mischung aus Familiengeschichte, Trauma-Aufarbeitung und emotionaler Annäherung hat mich wirklich berührt. Ein paar Kleinigkeiten haben mich zwar gestört, aber insgesamt ist es ein toller Roman über Familie, Vergebung und die Frage, was es bedeutet, wirklich zusammenzugehören. Eine klare Empfehlung!

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Veröffentlicht am 01.03.2025

Spannend für alle True Crime Fans

Hotel Ambrosia - Du. Entkommst. Nicht.
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"Hotel Ambrosia" von Katie Kento ist ein spannender und atmosphärischer Roman, der mich mit seiner ungewöhnlichen Protagonistin und der fesselnden Handlung wirklich begeistern konnte. Robyn ist eine faszinierende ...

"Hotel Ambrosia" von Katie Kento ist ein spannender und atmosphärischer Roman, der mich mit seiner ungewöhnlichen Protagonistin und der fesselnden Handlung wirklich begeistern konnte. Robyn ist eine faszinierende Figur – ihre Leidenschaft für True Crime, ihr scharfer Verstand und ihre Beobachtungsgabe machen sie zu einer interessanten Erzählerin. Besonders beeindruckt hat mich, wie gut das Fatigue-Syndrom in die Geschichte eingebunden wurde. Mir war nicht bewusst, wie schwerwiegend die Symptome sein können, und das Buch hat definitiv mein Bewusstsein dafür geschärft.

Da Robyn selbst nicht aktiv vor Ort im Hotel Ambrosia recherchieren kann, ist ihre Zusammenarbeit mit A.J. eine tolle Dynamik. Die Geschichte wird durch die eingeflochtenen Notizen, Nachrichten und Gedankenprotokolle aufgelockert, was das Lesen sehr abwechslungsreich macht. Ich mochte es, neben der eigentlichen Handlung immer wieder in Robyns Ermittlungswelt einzutauchen.

Allerdings gab es einige Wendungen, die ich recht früh vorhersehen konnte, was die Spannung ein wenig gedämpft hat. Trotzdem hat mich das Buch durchgehend gut unterhalten, und die Atmosphäre rund um das mysteriöse Hotel Ambrosia war durchgehend gelungen. Ein wirklich empfehlenswerter Roman für alle, die gerne miträtseln und außergewöhnliche Protagonistinnen schätzen!

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Veröffentlicht am 21.02.2025

gute Idee, weniger gute Umsetzung

Death in Brachstedt
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Die Idee hinter Death in Brachstedt klang vielversprechend: Zwei Jungs drehen einen Film, während einer von ihnen mit dem Verschwinden seines kranken Vaters konfrontiert wird. Doch genau hier liegt mein ...

Die Idee hinter Death in Brachstedt klang vielversprechend: Zwei Jungs drehen einen Film, während einer von ihnen mit dem Verschwinden seines kranken Vaters konfrontiert wird. Doch genau hier liegt mein größtes Problem mit dem Buch – das Verschwinden des Vaters wird kaum thematisiert. Selbst als pubertierender Jugendlicher würde man sich doch mehr Sorgen machen, wenn der eigene Vater, noch dazu mit einer schweren alzheimerähnlichen Erkrankung, einfach weg ist. Stattdessen stehen Filmprojekte und eine Party im Mittelpunkt, als wäre das alles nicht weiter schlimm.

Durch die geringe Seitenanzahl bleiben viele Fragen offen, und gerade die wichtigen Themen werden nur oberflächlich behandelt. Die Geschichte wirkt oft unglaubwürdig, weil sie Elemente aus verschiedenen Jugendgenerationen vermischt – man merkt, dass der Autor seine eigene Jugend in einer anderen Zeit verbracht hat. Dadurch fühlte es sich für mich nicht authentisch an.

Das Ende kommt dann auch viel zu plötzlich und lässt die Charaktere ohne echte Reflexion zurück. Eine Einsicht nach dem Motto „Das war vielleicht nicht unser bestes Verhalten“ hätte dem Roman gutgetan. Leider kann ich Death in Brachstedt daher nicht für die jugendliche Zielgruppe empfehlen – zu viele ernste Themen bleiben auf der Strecke, und anstatt mitfühlend mit der Situation umzugehen, feiern die Jungs lieber ihr „Sturmfrei“. Wirklich schade!

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Veröffentlicht am 16.02.2025

Erwartungen leider nicht erfüllt

52 wilde Fermente
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Ich hatte mich auf ein inspirierendes Buch mit alltagstauglichen Rezepten zum Fermentieren gefreut, doch 52 Wilde Fermente hat mich leider enttäuscht. Der Fokus liegt hier stark auf Theorie und wilden ...

Ich hatte mich auf ein inspirierendes Buch mit alltagstauglichen Rezepten zum Fermentieren gefreut, doch 52 Wilde Fermente hat mich leider enttäuscht. Der Fokus liegt hier stark auf Theorie und wilden Kräutern – was grundsätzlich interessant ist, aber kaum praxistauglich für den Alltag.

Wer bitte legt freiwillig Tannennadeln ein? Die Auswahl der Pflanzen wirkte auf mich sehr speziell und wenig lebensnah. Selbst nach der Lektüre würde ich mich nicht trauen, die wilden Kräuter sicher zu erkennen oder zu verarbeiten. Der Theorie-Teil ist durchaus spannend und gut recherchiert, aber der Rezept-Teil hat mich als Hobbykoch überhaupt nicht überzeugt.

Positiv hervorzuheben ist die hochwertige Verarbeitung des Buches, aber empfehlen kann ich es nur absoluten Wildkräuter-Profis – für den normalen Küchenalltag ist es leider wenig hilfreich.

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