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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.09.2021

Bis ans Ende aller Fragen

Bis ans Ende aller Fragen
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Das Cover ist schlicht und klar, hat mE aber wenig Bezug zur Geschichte. Worum gehts? Maxi ist in den 40ern und anders, als sie es sich als Kind immer wünschte, ist sie Single, kinderlos und Besitzerin ...

Das Cover ist schlicht und klar, hat mE aber wenig Bezug zur Geschichte. Worum gehts? Maxi ist in den 40ern und anders, als sie es sich als Kind immer wünschte, ist sie Single, kinderlos und Besitzerin eines Cafés. Ihre Familie übernimmt gern Kuppelversuche und letztenendes hat sie es ihrer Nichte Summer zu verdanken, dass sie sich als "trauernde Witwe" in einer Trauergruppe wiederfindet, um dort Mr Right zu treffen. Ein kleines Lügengespinst, dass allerlei Verwirrung nach sich zieht.

Maxi ist total authentisch. Sie lässt den Leser an ihren Gedanken teilhaben. Schön finde ich es, dass die Geschichte auf ihre Tagebucheinträge Bezug nimmt. Gelegentlich lösen alte Tagebuchseiten die einzelnen Kapitel - da erkennt der Leser auch, was sie sich wünschte, für wen sie schwärmte und was sie sich für die Zukunft vorgestellt hatte.

Veröffentlicht am 04.09.2021

Interessante Einblicke

Flucht nach Patagonien
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Eugenia Errázuriz hat ein sehr ambitioniertes Ziel - in den südamerikanischen Anden will sie ein Grandhotel eröffnen. Sie befindet sich auf dem Schiff nach Amerika - auf ihrer Reise um ihr ...

Eugenia Errázuriz hat ein sehr ambitioniertes Ziel - in den südamerikanischen Anden will sie ein Grandhotel eröffnen. Sie befindet sich auf dem Schiff nach Amerika - auf ihrer Reise um ihr Ziel zu erreichen.

Der Schreibstil ist sehr poetisch - insbesondere das Leben/der Abschnitt in Paris wurde sehr philosophisch beschrieben und lädt zum Träumen ein.
Die Geschichte wird sehr detailliert beschrieben - auf Kunstwerke und generell das Thema Kunst wird immer wieder besonders eingegangen, man merkt hier das Interesse der Autorin. Man sollte sich dessen bewusst sein - da das nicht unbedingt ein Thema für jedermann ist.

Ich fand das Buch sehr interessant - über das Leben aus dieser Zeit in Europa und Südamerika zu erfahren und Eugenia auf ihrer Reise um ihr Ziel zu erreichen zu begleiten. Einmal etwas anderes, eine richtig intuitive Geschichte.

Veröffentlicht am 04.09.2021

Eindrucksvolles Familienextrem

Shuggie Bain
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Shuggie Bain wurde in den 1970-ern in so eine richtige Patch-Work Familie hineingeboren - die extreme spielsüchtig, alkoholisch und untreue sind da mit dabei. Shuggie ist aber anders - irgendwie ...

Shuggie Bain wurde in den 1970-ern in so eine richtige Patch-Work Familie hineingeboren - die extreme spielsüchtig, alkoholisch und untreue sind da mit dabei. Shuggie ist aber anders - irgendwie hat man am Anfang gleich das Gefühl, er passt nicht so ganz dazu. Er tanzt gerne und spielt lieber mit Puppen als mit den anderen Jungen Fußball.
Das Buch ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle - von schmerzhaft, tragisch, berührend bis hoffnungsvoll ist alles mit dabei. Ein Hin und Her Zwischen Freundschaft und Ausgrenzung. Auch in der Familie geht es turbulent her - der Vater verlässt die Familie.
Der Alkoholismus hat in diesem Buch eine ganz besondere Rolle - man liest von wirklich grauenhaften Facetten, das lässt einem nicht kalt.
Mir hat das Buch sehr gefallen, und es hat mich auf emotionale Weise richtig mitgenommen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das Buch für jeden etwas ist, auf Grund seines doch recht eigenen Stils.

Veröffentlicht am 27.08.2021

Nachbarskinder

Greta und Jannis
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Toll gestaltetes Cover - schön anzuschauen.
Greta und Jannis waren früher Nachbarskinder, die eigentlich wie Geschwister aufgewachsen sind. Daher hatten die Beiden ein besonderes Verhältnis ...

Toll gestaltetes Cover - schön anzuschauen.
Greta und Jannis waren früher Nachbarskinder, die eigentlich wie Geschwister aufgewachsen sind. Daher hatten die Beiden ein besonderes Verhältnis zueinander. Sie kamen sich näher - ein Paar durften sie aber nicht werden. Jannis zog es in die Stadt - Greta in die Berge - so kam es, dass die beiden auf einmal auch räumlich getrennt waren.
Eine interessante Geschichte - bzw. Idee für die Geschichte.
Leider bin ich persönlich mit dem Stil des Buches bzw. dem Aufbau des Autors nicht warm geworden. Die Geschichte konnte mich nicht gefangen nehmen, und der Schreibstil war mir viel zu poetisch - für mich kam der Kern einfach nicht durch. Ich mag normalerweise schon ein gewisses Grad an poetischen Schreibstilen bzw. an Poesie im Buch - hier war es mir dann für meinen Geschmack doch zu viel an Poesie.

Veröffentlicht am 27.08.2021

die Problematik der Rassentrennung gut porträtiert

Harlem Shuffle
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Das Cover, eine belebte/typisch amerikanische Straßenkreuzung, ist ganz im Stil der 60-er Jahre - es führt auch schon etwas an das Thema heran, überall Müll und nur Bewohner mit dunklerer Hautfarbe ...

Das Cover, eine belebte/typisch amerikanische Straßenkreuzung, ist ganz im Stil der 60-er Jahre - es führt auch schon etwas an das Thema heran, überall Müll und nur Bewohner mit dunklerer Hautfarbe im Bildausschnitt.
Gleich zu Beginn des Buches wird die Problematik deutlich gemacht: hier herrscht Rassentrennung vor. Es gibt Geschäfte für "Weiße" und es gibt Geschäfte für "Schwarze". Ein absolut wichtiges Thema, deswegen erachte ich das Buch insbesondere von der Thematik mit einem großen Mehrwert.
Das Buch zeigt auch die zeitliche Entwicklung mit auf bis hin zum heutigen Stand - wie ist das Leben in New York heutzutage, eben insbesondere für Menschen mit dunklerer Hautfarbe.
Die Charaktere und Protagonisten wurden für dieses Buch ausgesprochen gut skizziert - sie wirken sehr authentisch und haben Ecken und Kanten.
Schreibstil und Herangehensweise des Autors sind für diesen Roman gut passen.
Ein sehr interessantes Buch, welches ich jedem ans Herzen legen kann. Wichtig für unsere Gesellschaft und für die Entwicklung unserer Gesellschaft.