Spannung auf dem schottischen West Highland Way
Dreivierteltot
Die 19-jährige Kim läuft mir ihrem Freund den schottischen West Highland Way, einen Fernwanderweg über mehrere Etappen. Genau das war der Grund warum ich dieses Buch haben wollte. Ich freute mich auf ...
Die 19-jährige Kim läuft mir ihrem Freund den schottischen West Highland Way, einen Fernwanderweg über mehrere Etappen. Genau das war der Grund warum ich dieses Buch haben wollte. Ich freute mich auf die Schauplätze und auf das Mitwandern. Außerdem versprach der Thriller eine spannende Handlung.
Der Pärchenurlaub nach dem bestandenen Abi gestaltet sich für Kim anders als geplant. Jon verhält sich auf einmal sehr komisch. Romantisch ist anders. Er rennt immer vor ihr her, lässt sie einfach stehen und Kim, die nicht so sportlich wie ihr Freund ist, zockelt alleine hinterher. Dann erhält sie plötzlich komische WhatsApp-Nachrichten von ihrer besten Freundin Emma, mit denen sie nichts anfangen kann. Es geschehen Dinge, die sehr mysteriös sind. Kim reagiert verängstigt. Und als sie auf der einen Etappe, des West Highland Way Emma tot auf einem Stein vorfinden, ist der Alptraum komplett.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht zu lesen. Es sind kurze englische Dialoge in die Geschichte eingestreut. Die Handlung ist durchweg spannend. Die Protagonisten waren gut, jedoch sehr undurchsichtig gezeichnet. Jon und sein Verhalten waren für mich schwer greifbar, und auch Kim wurde mir mit der Zeit immer undurchsichtiger. Ungefähr ab der Hälfte des Buches hatte ich das Gefühl mit ihr stimmt was nicht. Sympathisch hingegen war mir Sky mit seinem Hund. Gut beschrieben war die Atmosphäre auf diesem Fernwanderweg. Schottland und die Landschaft begeisterten mich. Genauso stelle ich es mir vor. Leider wurde die Handlung immer chaotischer und auch vorhersehbarer, so dass ich zum Schluss die Auflösung herbeisehnte.
Fazit: Ein spannender Jugendthriller mit kleinen Schwächen, aber durchaus empfehlenswert.