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Veröffentlicht am 02.02.2020

Achtung Highlight!!!

Das rote Adressbuch
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Inhalt:



Doris wächst in einfachen Verhältnissen im Stockholm der 1920er Jahre auf. Als sie zehn Jahre alt wird, macht ihr Vater ihr ein besonderes Geschenk: ein rotes Adressbuch, in dem sie all die ...

Inhalt:



Doris wächst in einfachen Verhältnissen im Stockholm der 1920er Jahre auf. Als sie zehn Jahre alt wird, macht ihr Vater ihr ein besonderes Geschenk: ein rotes Adressbuch, in dem sie all die Menschen verewigen soll, die ihr etwas bedeuten. Jahrzehnte später hütet Doris das kleine Buch noch immer wie einen Schatz. Und eines Tages beschließt sie, anhand der Einträge ihre Geschichte niederzuschreiben. So reist sie zurück in ihr bewegtes Leben, quer über Ozeane und Kontinente, vom mondänen Paris der Dreißigerjahre nach New York und England – zurück nach Schweden und zu dem Mann, den sie einst verlor, aber nie vergessen konnte.



Gelesen von Beate Himmelstoß und Susanne Schroeder.



Meine Meinung:

Was für eine reizende Idee, ein Adressbuch zum Auslöser dieses herrlichen Romans zu machen.

Doris hat ein aufregendes Leben geführt. Jetzt im Alter, inzwischen ist Doris 96 Jahre alt, erinnert sie sich an die einzelnen Stationen ihres Lebens. Sie ist gebrechlich geworden und kommt nicht mehr raus aus ihren vier Wänden. Ein Tag ist wie der andere. Ein Pflegedienst kümmert sich um die alte Dame. Trotzdem ist ihr Leben noch reich. Sie lebt von den Erinnerungen. Sie schreibt nun anhand ihres Adressbuches ihre Geschichte für ihre Großnichte Jenny auf, mit der sie über Skype Kontakt hält, da diese in Amerika lebt.

Mich hat Doris Geschichte emotional sehr berührt. Ich habe mit ihr gelebt, geliebt und gelitten. Ich mochte die junge Doris, aber auch die alte Doris fand ich wundervoll. Das Hörbuch ist voller Wärme, nicht zuletzt wegen der beiden Sprecherinnen, die hier einen exzellenten Job gemacht haben.

Über viele Stelle habe ich nachgedacht, mache Sätze habe ich für mich im Herzen bewegt. Mir überläuft jetzt noch eine Gänsehaut, über den Segen, den Doris Mutter ihr mit auf dem Weg gab und den Doris an ihre Jenny weiterreichte:

„Ich wünsche dir von allem genug. Genug Sonne, die Licht in deine Tage bringt, genug Regen, damit du die Sonne schätzen kannst, genug Glück, dass deine Seele stärkt, genug Schmerz, damit du auch die kleinen Freuden des Lebens genießen kannst, und genug Begegnungen, damit du die Abschiede besser verkraftest. Sei stark!“

Fazit: Ein absolutes Highlight!!!

Veröffentlicht am 02.02.2020

Ein Bärendienst

Ein besoffener Bär im Bergwerkswald
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Inhalt:

Es stampft, es schnauft, es schwankt – und ganz Schweden rätselt mit: Ist es ein Elch, ein Bär oder ein Elefantenbaby? Nur Schatten sind auf dem verwackelten Handyvideo zu erkennen, dass der Sohn ...

Inhalt:

Es stampft, es schnauft, es schwankt – und ganz Schweden rätselt mit: Ist es ein Elch, ein Bär oder ein Elefantenbaby? Nur Schatten sind auf dem verwackelten Handyvideo zu erkennen, dass der Sohn des Bürgermeisters aufgezeichnet hat. Doch schon bald lockt das mysteriöse Waldwesen Tausende Touristen in das verschlafene Provinzkaff. Endlich können die abgehängten Einheimischen auf den ersehnten Aufschwung hoffen! Jetzt muss Bürgermeister Per Danielsson nur um jeden Preis verhindern, dass die Wahrheit ans Licht kommt.

Meine Meinung:

Petteri Nuottimäki legt mit seinem Roman eine Gesellschaftssatire vor. Aufs Korn genommen werden Verschwörungstheoretiker, Öko-Aktivisten, Veganer, Esoteriker, Geschäftsleute und Politiker. Was für ein glücklicher Zufall. Einen betrunkenen Bären bräuchten viele kleine Gemeinden in unserem Land, die am Rumkrebsen sind. Der Schreibstil ist gut lesbar und amüsant. Ich möchte den ironischen Humor. Per Danielsson, der Bürgermeister wirkt sympathisch. Er steht den neuen Medien etwas hilflos gegenübersteht und wird von der Welle, die das YouTube-Video seines Sohnes ausgelöst hat, schier überrollt. Auch seine Familie kommt authentisch rüber. Köstlich fand ich, wie er seine pubertierende Tochter immer wieder mit neuen ausgefallen und liebevollen Namen bedachte. Emil, der Sohn, ist ein cleverer Bursche, der das Eisen zu schmieden weiß, solange es heiß ist. Klar, dass alle am Boom teilhaben wollen, und alles unternehmen, um aus der Situation so lange wie möglich Nutzen zu ziehen.

Die Idee des Buches fand ich gut, trotzdem konnte mich das Buch nicht so begeistern, wie ich anfangs dachte. Der Humor nutzt sich ab. Versöhnt hat mich der Schluss. Alles in allem, eine unterhaltsame Lektüre.

Veröffentlicht am 02.02.2020

Die Vergangenheit schlägt zu

Der Schmetterling
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Inhalt:

Heiligabend in Hudiksvall, Nordschweden: Henna öffnet dem Weihnachtsmann die Tür, der ihre beiden Kinder überraschen soll. Doch es ist nicht ihr Ehemann in Verkleidung, sondern ihr Mörder. Er ...

Inhalt:

Heiligabend in Hudiksvall, Nordschweden: Henna öffnet dem Weihnachtsmann die Tür, der ihre beiden Kinder überraschen soll. Doch es ist nicht ihr Ehemann in Verkleidung, sondern ihr Mörder. Er drängt sie ins Haus und streckt sie mit mehreren Schüssen nieder. Sie stirbt vor den Augen ihrer Kinder.
Kommissar Johan Rokka ist nach zwanzig Jahren in Stockholm gerade erst in seine alte Heimatstadt zurückgekehrt und wird die Mordermittlung übernehmen. Es ist ein schwerer Start, denn Henna war die Frau seines alten Schulfreunds Måns. Im Kreis der Verdächtigen sind Freunde von früher. Dann geschieht ein zweiter Mord. Kennt Rokka den Mörder bereits? Ist er der Nächste auf seiner Liste?



Meine Meinung:



Ich liebe Schwedenkrimis, sie haben eine ganz eigene Atmosphäre und Dichte. Gabriella Ullberg Westin hat mit ihrem Krimi „Der Schmetterling“ einen superspannenden, und gut lesbaren Krimi vorgelegt. Mir hat die Geschichte Gänsehaut verursacht. Bis zum Schluss habe ich gerätselt, wie die Zusammenhänge sind. Sehr knifflig. „Der Schmetterling“ startet als erster Teil einer Krimireihe. Die Figuren sind gut gezeichnet. Kommissar Johan Rokka gefällt mir als Typ. Er ist ein Mann mit Ecken und Kanten und kommt bei seiner Chefin nicht unbedingt gut an. Außerdem knabbert er an einem Trauma aus der Vergangenheit: Vor über zwanzig Jahren verschwand seine damalige Freundin Fanny.



Eine weitere interessante Figur in Rokkas Team ist für mich die Ermittlerin Janna. Sie bietet viel Potential für weitere Krimis. Rokka und sein Team fragen sich, war mit dem Mord wirklich Henna gemeint oder hatte der Mörder eine Rechnung mit ihrem Mann offen. Es gibt viele Verstrickungen und offen Fäden, Hennas Kindheit in einer Kommune, ihre Jugend in Italien und der Bruder, den sie schon über Jahre nicht mehr gesehen hat. Aber auch Mans Leben liefert viele offene Fragen.



Mich hat die Autorin mit diesem Krimi überzeugt. Der Spannungsbogen war von Anfang bis zum Ende vorhanden. Als Leser wurde mir Einblick in die Denkweise und Psyche der einzelnen Personen gewährt. Das finde ich immer besonders spannend, zu erfahren, wie die Protagonisten so ticken. Ich freue mich jedenfalls schon jetzt darauf, bald mehr von Johan Rokka zu lesen.

Veröffentlicht am 02.02.2020

Der Hochzeitsmörder

Rachgier
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Inhalt:

Fall Nr. 10 für Val McDermids berühmtes Ermittler-Duo: Detective Chief Inspector Carol Jordan und Profiler Tony Hill jagen den "Wedding Killer"
Eine verkohlte Leiche in einem ausgebrannten Auto ...


Inhalt:

Fall Nr. 10 für Val McDermids berühmtes Ermittler-Duo: Detective Chief Inspector Carol Jordan und Profiler Tony Hill jagen den "Wedding Killer"
Eine verkohlte Leiche in einem ausgebrannten Auto – das ist alles, was von der unauffälligen Büroangestellten Kathryn McCormick übrig ist. Erst vor kurzem hatte sie auf einer Hochzeit einen attraktiven Mann kennengelernt und auf neues Glück nach einer herben Enttäuschung gehofft. DCI Carol Jordan und Profiler Tony Hill versuchen den Mann ausfindig zu machen, müssen aber feststellen, dass keiner der anderen Hochzeitsgäste ihn kannte. Eine weitere Frauenleiche bestätigt Carols furchtbaren Verdacht: Ein ebenso raffinierter wie perfider Serienkiller macht sich die Einsamkeit seiner Opfer zunutze.

Meine Meinung:

Mich hat das Hörbuch auf meinen täglichen Laufrunden begleitet. Ich habe der Stimme des Sprechers Wolfgang Berger gerne gelauscht. Er ließ die Handlung und die Personen deutlich vor meinem inneren Auge erstehen und löste nicht nur Spannung und Gänsehaut aus, sondern auch Trauer, Bestürzung und Mitgefühl aus. Der Hörer wird Teil des Ermittlungsteams. Aber auch in die Gedankenwelt des Täters erhält der Hörer Einblick, er erfährt die Beweggründe, warum unschuldige Frauen sterben müssen. Echt gruselig.

Von den Protagonisten hat mich besonders die IT-Expertin Stacy fasziniert. Sie geht mit einer Leidenschaft und Hartnäckigkeit an ihren Job herangeht, einfach super. Detective Chief Inspector Carol hat einige Probleme, die sie stark belasten. Tony Hill, der Profiler, versucht ihr zu helfen. Ihn empfand ich als einen wunderbaren einfühlsamen Freund. Ja, ich mag Tony und seine außergewöhnlichen Fähigkeiten. Durch Selbstgespräche versetzt er sich in die Lage des Täters … Überhaupt empfand ich die Ermittlungsarbeit des Teams als authentisch.

Insgesamt hat mich das Hörbuch gut gefallen. Es geht neben Mord und Serienmorden, auch um Selbstjustiz. Ebenso werden aktuelle Themen wie Cyberkriminalität und Identitätsdiebstahl aufgegriffen. Alles in allem, ein Top-Krimi. Daumen hoch.

Veröffentlicht am 02.02.2020

Der ganz normale Wahnsinn einer Frau

Ich hab's auch nicht immer leicht mit mir
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Inhalt:

Man kann am täglichen Spagat zwischen perfekt und defekt verzweifeln – oder ihm mit Selbstironie und Gelassenheit begegnen. Anne Vogd hat sich für letzteres entschieden. Nach dem Motto 'Vernünftig, ...

Inhalt:

Man kann am täglichen Spagat zwischen perfekt und defekt verzweifeln – oder ihm mit Selbstironie und Gelassenheit begegnen. Anne Vogd hat sich für letzteres entschieden. Nach dem Motto 'Vernünftig, das ist wie tot, nur früher' bekämpft sie die kleinen und großen Krisen des Alltags mit einer guten Portion Humor, Gelassenheit und Improvisationstalent. Denn wer immer scheitert, ist auch zuverlässig.

Meine Meinung:

Die Kabarettistin Anne Vogd erzählt aus ihrem Leben. Eben der ganz normale Wahnsinn einer Frau. Anfangs hat mich ihre Art zu sprechen irritiert, sie neigt dazu, übertrieben zu betonen, aber nach einer Weile hatte ich mich an ihre Sprechweise gewöhnt und konnte das Hörbuch wie ein Gläschen Prosecco genießen. Sie nimmt sich selbst auf die Schippe und lässt auch das Alter und die damit verbundenen Probleme nicht aus. Besonders köstlich fand ich die Erlebnisse mit ihrer Katze. Da musste ich während einer Busfahrt so laut lachen, dass mich alle Mitfahrenden entgeistert angesehen haben.

Fazit: Ich habe mich köstlich amüsiert