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Veröffentlicht am 31.03.2017

Hohe Erwartungen.... erfüllt!

Das Herz der verlorenen Dinge
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Mit "Das Geheimnis der Großen Schwerter" hatte Tad Williams ein fantastisches und faszinierendes Epos geschaffen - so galt er danach zu Recht als "Tolkien des 21. Jahrhunderts".

20 Jahre später finden ...

Mit "Das Geheimnis der Großen Schwerter" hatte Tad Williams ein fantastisches und faszinierendes Epos geschaffen - so galt er danach zu Recht als "Tolkien des 21. Jahrhunderts".

20 Jahre später finden wir nun Anschluß zum Ende des letzten Bandes von "Das Geheimnis der Großen Schwerter" und T. Williams eröffnet mit "Das Herz der verlorenen Dinge" einen neuen Zyklus tödlicher Abgründe, Gefahren und Intrigen 30 Jahre in der Zukunft.

Cover:
Es ist sehr mystisch gehalten und paßt damit sehr gut zum Stil des Fantasy-Genres.
Die Cover der Vorgänger gefielen mir jedoch besser.

Inhalt:
Osten Ard steht erneut am Scheideweg. Die Nornen, alte Feinde, die lange still gehalten hatten, bereiten sich darauf vor, das Land, das ihnen einst gehörte, zurückzuholen. König Simons und Herzog Isgrimnurs Kriegern gelingt es, das Elbenvolk zurück in ihre Hochburg in den Bergen zu drängen. Der Krieg scheint vorbei, aber das Töten dauert an. Die Sterblichen begnügen sich nicht mit ihrem Sieg, sie trachten danach, das Volk der Nornen gänzlich auszulöschen. Da verbreitet sich die Kunde, dass die uralte Nornenkönigin Utuk’ku gar nicht tot ist sondern in einem todesähnlichen Schlaf liegt, von dem sie zurückkehren wird.

Wie Williams hier neue Sichtweisen- vor allem auf das Leben und die Gesellschaft der Nornen- erschafft ist einerseits überraschend und dennoch sehr spannend.
Interessant, daß er nun alles aus der Sicht der Nornen darstellt, die ja vorher eher negativ besetzt waren und als unheimlich, unnahbar und angsteinflößend erschienen. Hier nun jedoch eine fast mitfühlende und schüchterne (menschen-ähnliche) Seite zeigen.
Dennoch liegt das Hauptthema auf dem langjährigen Kriegsgeschehen zwischen den Nornen und Menschen- einem Thema so alt wie die Menschheit selbst.
Die Geschichte wird spannend erzählt und der Schreibstil ist sehr flüssig, alle Charaktere sehr detailliert gezeichnet.

Fazit:
Tad Williams ist ein grandioser Autor und seine Romane der Osten-Ard-Reihe sind allesamt Meisterwerke. Williams' Rückkehr nach Osten Ard ist ebenso fesselnd und tiefgründig wie die erste Trilogie.
"Das Herz der verlorenen Dinge" bietet hiermit für alle treuen (aber auch neuen) Leser den Einstieg in die Welt von Osten Ard.

Veröffentlicht am 31.03.2017

Götter-Alarm

Die Chaos-Götter 1: Die Götter sind los
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Nach der LP, die ich hier verschlungen hatte, konnte ich es kaum abwarten, daß ich das Buch in Empfang nehmen und loslesen konnte. Es hat sich gelohnt, ich las es in einem Rutsch.

Die Inhaltsgabe wurde ...

Nach der LP, die ich hier verschlungen hatte, konnte ich es kaum abwarten, daß ich das Buch in Empfang nehmen und loslesen konnte. Es hat sich gelohnt, ich las es in einem Rutsch.

Die Inhaltsgabe wurde bereits vielfach ausgeführt, findet sich auch auf dem Klappentext oder unter Beschreibung :)

Es handelt sich um ein Kinder- und Jugendbuch.
Das Cover ist im Comicstil gehalten- auffällig in orange und dunkelblau.
Bis auf die Kapitelüberschriften gibt es keine weiteren Illustrationen, diese passen jedoch gut zur Zielgruppe und dem Inhalt.

Der Erzählstil ist flott und z.T. auch in Jugendsprache gehalten.
Zu Beginn des Buches gibt es eine zeitliche Einordnung, sodaß man sofort in die Geschichte einsteigen und sich gut zurechtfinden kann.
Die Kapitel sind recht kurz, was auch gut zur Zielgruppe paßt.

Mir persönlich machte es nichts aus, daß die Sternbilder ihre lateinischen Namen trugen, wie in der Mythologie ja auch, jedoch werden 10-16jährige und alle anderen ohne Latein hier eventuell stolpern und dadurch vll. die Lust an der Geschichte verlieren, wodurch ihnen viel entgehen würde.

Das Buch ist unterhaltsam, spannend und lehrreich geschrieben und wartet mit einigen Überraschungen auf, die es nicht nur für Kinder und Jugendliche empfehlenswert werden läßt.

Auch, daß dies' der 1. Teil einer Reihe ist, schmälerte das Lesevergnügen nicht- im Gegenteil- ich freue mich schon darauf, welche Abenteuer Elliot, Zeus, Virgo, Hermes und die üblichen Verdächtigen (~ Götter) dann durchleben müssen.

Veröffentlicht am 31.03.2017

zynischer Polizist ermittelt

Rain Dogs
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Dies´ war nicht der 1. Kriminalroman, den ich von Adrian McKinty gelesen habe und es wird sicher auch nicht der letzte sein. Denn hier stimmt einfach alles!

Das Cover ist ansprechend und bzgl. des Genres ...

Dies´ war nicht der 1. Kriminalroman, den ich von Adrian McKinty gelesen habe und es wird sicher auch nicht der letzte sein. Denn hier stimmt einfach alles!

Das Cover ist ansprechend und bzgl. des Genres etwas düster und mysteriös gehalten. Ein Wolf blickt zwischen kahlen Waldbäumen zu uns, der weiße Grund deutet Schnee/ Winter an.

Der Schreibstil gefiel mir sehr gut und auch die Handlung dieses tollen Buches, die fast bis zum Schluß ausreichend Optionen zum Miträtseln gab.
Die Geschichte wird aus der Perspektive von Sean Duffy erzählt, der als katholischer Polizist in Carrickfergus/ Nordirland lebt.

Dieser war mir mit seinem Humor, Zynismus und Hartnäckigkeit von Beginn an mehr als sympathisch. Neben der offensichtlichen Krimistory erfahren wir auch Persönliches von Duffy... die Gefahr durch die stetig lauernden Sprengsätze, der ungemütliche Nieselregen, der allen auf´s Gemüt schlägt, seine jüngere Freundin, die ihn gerade verläßt.

Ort und Zeit der Handlung: Nordirland in den 80ern: auch dies´ein Stilelement, das jedoch wunderbar passend daher kommt.
Was u.U. an den zeitgenössischen Anspielungen liegt- (damaliges) aktuelles Album von U2 oder der Besuch von Muhammad Ali in Belfast.

Dieses Buch ist in jedem Fall absolut empfehlenswert : rätselhaft, spannend, aber auch zum Schmunzeln, sodaß man das Buch gar nicht aus der Hand legen möchte.
Ein absolutes Lesevergnügen!

Veröffentlicht am 31.03.2017

mysteriöse Spannung durch (falsche?) Erinnerungen

Das Buch der Spiegel
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Ein atemberaubendes Cover, das bereits einen düsteren Eindruck vermittelte und mich angezog. Umso begeisterter war ich, daß nach der LP auch das gesamte Werk seinem ersten Eindruck in nichts nachstand. ...

Ein atemberaubendes Cover, das bereits einen düsteren Eindruck vermittelte und mich angezog. Umso begeisterter war ich, daß nach der LP auch das gesamte Werk seinem ersten Eindruck in nichts nachstand.

Die Geschichte selbst zieht den Leser sofort in ihren Bann. Der Schreibstil ist extrem flüssig, die Figuren offenbar mit Absicht zum Teil etwas farblos gehalten- für das Überraschungsmoment ;)

Zum Buch:
Als der Literaturagent Peter Katz ein Manuskript des Autors Richard Flynn erhält, ist er sofort fasziniert. Flynn (be-)schreibt nicht nur seine Biographie, sondern auch über die Ermordung des Professors Joseph Wieder in Princeton. Der Fall wurde nie aufgeklärt, und Katz vermutet, dass der unheilbar kranke Flynn den Mord gestehen oder den Täter enthüllen wird. Doch Flynns Text endet abrupt. Als Katz den Autor kontaktieren will, ist dieser bereits verstorben. Besessen davon, das Ende der Geschichte zu erfahren, versucht Katz, Laura Baines ausfindig zu machen, die als Studentin auf undurchsichtige Weise mit Wieder verbunden war. Doch je tiefer Katz in den Fall eindringt, desto mehr scheint er sich von der Lösung zu entfernen.

Jeder der Beteiligten scheint zu lügen oder sich zu irren, was seine Erinnerungen bezüglich der damaligen Ereignisse betrifft.
Wem kann man glauben?

Ohne das Ende vorwegzunehmen:
"Alle hatten sich geirrt und durch die Fenster, in die sie zu spähen versuchten und die sich am Ende alle als Spiegel herausstellten, nur immer sich selbst und ihre eigenen Obsessionen gesehen."

So endet dieses unglaubliche Buch, das ich uneingeschränkt empfehlen kann, mit einem Résumé in Anlehnung eines Zitats:
'Erinnerung an Vergangenes ist nicht unbedingt Erinnerung an wirklich Geschehenes.'

Veröffentlicht am 31.03.2017

Das pure Chaos

Esst euer Eis auf, sonst gibt's keine Pommes
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Das Cover hat mich als Teilzeit-Alleinerziehende sofort angesprochen. Passend zum Inhalt jongliert eine Mutter-Krake mit allem, was in ihre "Arme" paßt. Dennoch ist durch Stil und Farbigkeit zu erkennen, ...

Das Cover hat mich als Teilzeit-Alleinerziehende sofort angesprochen. Passend zum Inhalt jongliert eine Mutter-Krake mit allem, was in ihre "Arme" paßt. Dennoch ist durch Stil und Farbigkeit zu erkennen, daß auch der Humor nicht zu kurz kommen wird.

Die Autorin Katja Zimmermann teilt mit diesem Werk ihre eigenen absurd-komischen Erlebnisse, die sie erlebte, als sie mit Anfang 30, vom Kindsvater getrennt, auch noch Zwillinge erwartet.
Nach 12 aufregenden Jahren schrieb sie nun dieses Buch.

Neben ihrer kleinen Familie, bestehend aus ihr, Nele und Luis- empfiehlt sie als Alleinerziehende anderen "Leidensgenossen" ein Netzwerk aus Familie, Freunden und Bekannten. Und Babysittern, sofern sie finanziell tragbar sind, um zu überleben.

Die Autorin stellt hier überraschend eine recht entspannte Lösung für ein Zusammenleben mit Kindern vor, wenn man alleinige Verantwortung für sie trägt.

Trotz einiger Unterstützung läuft kaum etwas nach Plan. So scheut sie sich nicht, von Augenringen, bangen Nächten und chaotischen Küchen zu berichten- weil es eben doch eine Mammutaufgabe ist. Die Liebe zu ihren Kindern und sich selbst lassen sie jedoch dennoch fast alles schaffen und stolz auf sich sein- zu recht!

Das Buch ist weit mehr als ein humorvoller Lebensbericht der Autorin. Neben der Schilderung der Ausgangssituation, ihrer Bedürfnisse und die der Kinder erfahren wir auch von Nachbarinnen, Bekannten- die mit anderen Lebensmodellen zurechtkommen müssen- nicht zwangsläufig besser als Fr. Zimmermann.
Und ob die Väter nun an der Erziehung teilhaben, sich vll. sogar zu sehr engagieren oder sogar wie Katja's (Ex-) Jonas auf einem anderen Kontinent weilen, jede Leserin wird sich in der einen oder anderen Figur wiedererkennen.

Fazit: ein sehr amüsanter Erfahrungsbericht, der richtig viel Spaß beim Lesen machte. Trotz des guten Humors vergißt die Autorin auch nicht, Ernsthaftigkeit in ihre Geschichte miteinfließen zu lassen.
Und am Ende teilt sie ihre Erkenntnis (mit uns) : "erlaubt ist, was funktioniert"