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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.07.2020

Unsere erste Begegnung mit dem Steinkauz

Expedition Natur: WILD! Der Steinkauz
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Ich habe das Buch für meinen Enkel besorgt und finde, dass der BUND in Zusammenarbeit mit dem Moses Verlag und dem Autorenteam Stütze und Vorbach ganze Arbeit geleistet haben.
Schon vom Cover sticht das ...

Ich habe das Buch für meinen Enkel besorgt und finde, dass der BUND in Zusammenarbeit mit dem Moses Verlag und dem Autorenteam Stütze und Vorbach ganze Arbeit geleistet haben.
Schon vom Cover sticht das Buch direkt ins Auge, der Steinkauz sieht einfach toll aus mit seinen glänzenden Augen. Die Illustrationen sind auf dem Buch verteilt in schwarz weiß. Da wäre mir vielleicht etwas Farbe lieber gewesen, aber die beeindruckenden Fotos entschädigen einen dann doch.
Neben der Geschichte, die wirklich sehr rührend und lehrreich war, fand ich die Informationen ab Seite 38 toll, man könnte alles über den Körper des Vogels, die Körperhaltungen, seine Verwandschaft und vieles mehr lesen. Am Ende verfolgte man den tollen Vogel einen ganzen Tag lang und erfuhr so maches über das Fliegen, die Nahrungssuche, die Jagd, die Jungtiere und wie sehr er in den letzten Jahren bedroht wird.
Eine sehr interessantes, wissenreiches Sachbuch. Gerne mehr von der Reihe!

Veröffentlicht am 03.07.2020

Berlin der 20er Jahre

Fräulein Gold: Schatten und Licht
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Wir schreiben das Jahr 1922. Die 26-jährige Hebamme Hulda Gold hilft armen Frauen bei der Geburt, auch entgeldlos. Als ihre Nachbarin, eine Prostituierte tot im Landwehrkanal aufgefunden wird, glaubt sie ...

Wir schreiben das Jahr 1922. Die 26-jährige Hebamme Hulda Gold hilft armen Frauen bei der Geburt, auch entgeldlos. Als ihre Nachbarin, eine Prostituierte tot im Landwehrkanal aufgefunden wird, glaubt sie nicht an einem Unfall und beginnt Nachforschungen zu stellen. Kriminalkommissar Karl North ermittelt gleichzeitig und sympatisiert nicht sofort mit der unerschrockenen Hebamme, doch Hulda begibt sich in großer Gefahr.
Authentisch und äußerst bildhaft schildert die Autorin die Atmosphäre dieser goldenen 20er Jahre in Berlin und vor allem die schwächeren Gesellschaftsschichten werden in den Vordergrund gerückt. Mir hat die Geschichte seht gut gefallen, sowohl von der Handlung als auch von der Schreibweise. Gerne werde ich auch den nächsten Band in Augenschein nehmen

Veröffentlicht am 31.05.2020

Eine Vater Sohn Beziehung unterm Mikroskop

Pandatage
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Nach dem Unfalltod seiner Mutter leidet der kleine Will an selektiven Mutismus und spricht nicht mehr. Seine zu Bruch gegangene Beziehung zu seinem Vater leidet darunter und Letzterer versucht zudem die ...

Nach dem Unfalltod seiner Mutter leidet der kleine Will an selektiven Mutismus und spricht nicht mehr. Seine zu Bruch gegangene Beziehung zu seinem Vater leidet darunter und Letzterer versucht zudem die Kleinfamilie über Wasser zu halten. Als das fas unmöglich erscheint und die Kosten sich häufen, beschließt dieser sich ein Pandakostüm auszuleihen und damit auf der Straße als eine Art Künstler und tanzender Bär aufzutreten um irgendwie die Mietschulden zu begleichen.
Will beginnt mit dem tanzenden Panda zu sprechen, nichtsahnend dass sich sein Vater hinter dem Köstüm verbirgt. Dabei verrät er dem Vater so allerlei, was ihm tief traurig stimmt als er merkt was sein Sohn durchmacht.
Die Erzählungen fand ich auch von meiner Seite her sehr bedrückend, ich habe mit Will mitgefühlt und konnte die Beleidigungen die er sich anhört nicht weiter ertragen. Von dem Humor, den das Buch versucht gleichzeitig rüberzubringen war ich persönlich nicht so angetan, es entsprach nicht meinem Humor.
Ich war leider von dem Buch nicht so berauscht wie es von den Kritiken gelobt würde, vielleicht lag es daran dass ich falsche Vorstellungen hatte oder aber das Thema hat mich aus irgendeinem Grund nicht so sehr interessiert wie es sollte. Deshalb vergebe ich nur 3 Sterne.

Veröffentlicht am 31.05.2020

Der freie Hund in Venedig

Der freie Hund
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Commissario Antonio Morello genannt „Der freie Hund“ hat sich in seinem Heimatort Sizilien mit der Mafia angelegt. Nun wird er zu seinen eigenen Schutz nach Venedig versetzt, eine Stadt die für viele atemberaubend ...

Commissario Antonio Morello genannt „Der freie Hund“ hat sich in seinem Heimatort Sizilien mit der Mafia angelegt. Nun wird er zu seinen eigenen Schutz nach Venedig versetzt, eine Stadt die für viele atemberaubend schön ist, für den Commissario aber ein Dorn im Auge. Aber auch die Einheimischen sind von dem Süditaliener nicht epicht. Als ein Student aus reichem Haus erstochen aufgefunden wird, muss Morello sich aufrappeln und sich gegen seine Mitarbeiter behaupten, die nur darauf warten ihn wieder nach Sizilien zurückreisen zu sehen.
Die klassische Polizeiermittlungen beginnen und obwohl man auf einen aufsteigenden Spannungsbogen wartet und aus ist, kommt dieser in dem ganzen Buch nicht zum Vorschein. Einzig die aufgegriffenen Themen wie Umweltverschmutzung und Touristenkorruption machen einen interessanten Schmöker aus dem Buch, was dann aber wieder mal aus dem Genre Krimi wegfällt.
Eher ein schwaches Buch des Autors.

Veröffentlicht am 31.05.2020

Nicht so packend wie erhofft

Die Königin von Berlin
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Von der Autorin Charlotte Roth habe ich schon so einiges gelesen, deshalb muss ich vorab betonen, dass dies nicht das beste Buch von ihr ist, meiner Meinung nach.
Ein wenig zum Inhalt: die begehrte Femme ...

Von der Autorin Charlotte Roth habe ich schon so einiges gelesen, deshalb muss ich vorab betonen, dass dies nicht das beste Buch von ihr ist, meiner Meinung nach.
Ein wenig zum Inhalt: die begehrte Femme fatale Carola Neher gilt als eine der attraktivsten Schauspielerinnen der Weimarer Rebuplik und überrascht alle als sie trotz ihres exentrischen Lebensstils den introventierten und zurückhaltenden Dichter Klabund heiratet. Doch Carola hat ein weitaus durchaus spannenderes Leben und ist kein Mauerblümchen hinter dem Herd.
Die erzählte Person hat wirklich gelebt und war auch weitaus bekannt in der Schauspielwelt der damaligen Zeit. Von daher war es interessant das Leben dieser Rebellin zu beobachten. Anderseits aber hatte das Buch viele Längen, was es durchaus schwierig machte der Handlung mit Spannung zu folgen.
Ich bin also einfach nicht warm geworden mit diesem Buch und hoffe darauf, dass sich Charlotte Roth zukünftig mit ihrem gewohnten Schreibstil wieder der fiktiven Welt zuwendet.