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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.06.2019

Nicht, was ich erwartet habe, aber dennoch spannend

Auris
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Im Mittelpunkt dieser Geschichte steht Jula, Radiosprecherin und Podcast Verfasserin, die nach einer Vergewaltigung mit den Folgen zu kämpfen hat. Weil sie nicht glaubt, dass der Schuldige gefasst wurde, ...

Im Mittelpunkt dieser Geschichte steht Jula, Radiosprecherin und Podcast Verfasserin, die nach einer Vergewaltigung mit den Folgen zu kämpfen hat. Weil sie nicht glaubt, dass der Schuldige gefasst wurde, befasst sie sich mit den unschuldig Verurteilten. Einer von Ihnen, so jedenfalls glaubt Jula ist Matthias Hegel, ein forensischer Phonetiker. Er schafft es nur anhand des Klangs einer Stimme zu erkennen, ob der Sprecher lügt oder die Wahrheit spricht. Damit konnte er oft der Polizei behilflich sein, Verbrechen aufzuklären. Seit Kurzem aber sitzt er merkwürdigerweise selbst im Gefängnis. Laut eigenen Angaben soll er nämlich eine obdachlose Frau brutal erstochen haben.
Jula jedoch glaubt sein Geständnis nicht und versucht herauszufinden ob mehr hinter dem Ganzen steckt.
Der Thriller beginnt zwar spannend, flacht aber schnell ab und ist am Ende nicht überzeugend, da viele Fragen offen bleiben. Die forensische Phonetik wird nicht weiter analysiert, was schade war, denn ich wollte etwas mehr erfahren. Nichtsdestotrotz war Auris wirklich lesenswert und ich werde dem Nachfolgeband auch bestimmt eine Chance geben.

Veröffentlicht am 21.06.2019

Katharina die Grosse

Die Zarin und der Philosoph (Sankt-Petersburg-Roman 2)
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„Die Zarin und der Philosoph“ von Martina Sahler ist ein Roman über Katharina die Große und die Blütezeit von St. Petersburg. Die Stadt ist noch jung, existiert gerade mal 60 Jahre und ist schon zur Metropole ...

„Die Zarin und der Philosoph“ von Martina Sahler ist ein Roman über Katharina die Große und die Blütezeit von St. Petersburg. Die Stadt ist noch jung, existiert gerade mal 60 Jahre und ist schon zur Metropole geworden. Nach dem Tod von Zar Peter III. krönt sich Katharina im Jahre 1762 selber zur Zarin. Sie will die Stadt zum Zentrum der Kultur, der Moderne und der Kunst machen und sie möchte , dass alle von St. Petersburg beeindruckt sind. Denn so will sie sich den Respekt und die Freundschaft Preußens, Österreichs und der anderen wichtigen Länder Europas sichern.
Friedrich II hingegen schickt seinen Philosophen Stephan Mervier als Spion an den Zarenhof weil bekannt ist, dass Katharina die Gesellschaft intelligenter Männer sehr schätzt. Doch viele finden diesen monarchischen Herrschaftsstil der Zarin streng und hoffen auf eine demokratischere Regierung. Die Revolution ist am entflachen. Trotz einiger fiktiver Darsteller liegt der Fokus des Buches doch auch auf den tatsächlichen geschichtlich belegten Fakten. Diese sind manchmal etwas zu politisch und machen aus dem Roman eine schwierige Lektüre. Vielleicht wäre ein bischen mehr Intrige, Liebe und Fantasie interessanter gewesen. Doch die historischen Fakten sind gut recherchiert und alles in allem ist es ein solider recht angenehm zu lesender Roman.

Veröffentlicht am 21.06.2019

Überzeugende Familiegeschichte

Das Versprechen der Islandschwestern
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Die junge Pia ist sehr überrascht, als ihre Oma Margarete sie bittet mit ihr nach Island zu fahren um den 90. Geburtstag ihrer Schwester Helga zu feiern, die sie seit 1949 nicht gesehen hat. Pia kommt ...

Die junge Pia ist sehr überrascht, als ihre Oma Margarete sie bittet mit ihr nach Island zu fahren um den 90. Geburtstag ihrer Schwester Helga zu feiern, die sie seit 1949 nicht gesehen hat. Pia kommt das gerade recht weil sie sowieso um eine Auszeit ihren nervenden Exmann bitten wollte, und deshalb willigt sie kurzentschlossen ein. Zusammen mit ihrer Tochter Leonie machen sie sich auf die lange Reise mit vielen Geheimnissen. Wieso sich die Schwestern seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen haben entblöst Margarete nicht. Immer wieder weicht sie geschickt allen diesbezüglichen Fragen aus. Sie weiß nur, dass die Schwestern nach dem Krieg aus dem hungernden Deutschland nach Island gezogen sind, da hier Landarbeiterinnen gesucht wurden. Das Leben scheint nicht einfach gewesen zu sein aber an Arbeit hat es nicht gemangelt.
Der Roman Das Versprechen der Islandschwestern konnte sie mich voll und ganz überzeugen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und die wechselnden Handlungssträngen zwischen früher und heute machen aus der Geschichte eine spannende Story. Mir hat das Buch einige unterhaltsame Stunden beschert und ich vergebe gerne vier Sterne dafür.

Veröffentlicht am 21.06.2019

Ziemlich überzeugend

Das Verschwinden der Stephanie Mailer
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Kurz zum Inhalt: es sind noch wenige Tage vor dem großen Theaterfestival der Stadt, welches das jährliche Highlight und eine nicht unwichtige Einnahmequelle der Stadt ausmacht. Das Verschwinden der Journalistin ...

Kurz zum Inhalt: es sind noch wenige Tage vor dem großen Theaterfestival der Stadt, welches das jährliche Highlight und eine nicht unwichtige Einnahmequelle der Stadt ausmacht. Das Verschwinden der Journalistin Stephanie Mailer aus New York, die in das beschauliche Örtchen Ophelia in den Hamptons gezogen ist, sowie der Mehrfachmord von vor 20 Jahren, sind die Haupthandlung des Krimis. Obwohl der Täter des damaligen Mordes erfasst würde, ist Stephanie überzeugt man habe den Falschen erwischt und will den Fall aufklären. Deshalb informiert sie die damaligen Polizeibeamten, die nach anfämglichen Zögern einwiligen der Sache auf den Grund zu gehen. Einerseits verfolgt man daher die Ermittlungen in der Gegenwart 2014 und andererseits in Rückblenden die Ermittlungen 1994.
Die Charaktere der Geschichte sind authentisch und lebensnah, auch wenn sich die Handlungstränge irgendwie in manchen Stellen verwoben haben. Angenehm zu lesen aber definit nicht das beste Buch von Joël Dicker.

Veröffentlicht am 17.06.2019

Geschwisterliebe

Das Leuchten jenes Sommers
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Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen, im Jahr 1939 sowie im Jahr 2009.
Am Vorabend des Zweiten Weltkriegs wartet die sechzehn Jahre junge Waise Madeleine, genannt Maddy auf dem heimischen Gut Summerhill ...

Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen, im Jahr 1939 sowie im Jahr 2009.
Am Vorabend des Zweiten Weltkriegs wartet die sechzehn Jahre junge Waise Madeleine, genannt Maddy auf dem heimischen Gut Summerhill auf die Rückkehr ihrer älteren Schwester Georgiana. Sie ist emotional sehr von ihrer Schwester abhängig, das diese ihr einziges Familienmitglied ist. Doch als Georgiana einige Freunde von ihrer Europareise mitbringt, darunter Victor, der offenbar Georgianas Liebhaber sein soll, ist Maddy verstimmt. Sie findet Victor auf Anhieb unsympatisch obwohl er charmant und gesprächig ist. Ist es ein ernstzunehmendes Gefühl oder übertreibt Maddy aus Eifersucht?
70 Jahre später endeckt der Leser Cloe McAllister, eine junge Fotografin. Sie ist schwanger, doch sie verheimlicht es ihrem Mann Aiden denn sie hat Angst, dass das Baby die gleiche Erbkrankheit haben könnte wie ihr Bruder Danny, für den sie sich all die Jahre opfernt gekümmert hat. Als sie einen Auftrag bekommt, die Kinderautorin Madeleine Hamilton und ihr neues Kinderbuch zu fotografieren, nimmt sie den Auftrag trotz des Verbots ihres Mannes an und kommt einer unglaublichen Entdeckung anf die Spur.
Das Buch handelt von Freundschaft, Verrat, Leid und ist sehr emotional und mit grossem Tiefgang geschrieben. Die Autorin Nikola Scott schildert sehr dramatische, generationsübergreifende und erschreckende Schicksale, die mich mitfiebern ließen.
Dieses Buch wird sicherlich nicht das letzte gewesen sein, welches ich von der Autorin gelesen habe.