Leider keine überzeugende Geschichte
Vienna 1: Blinding LightsWorum geht’s?
Als Tochter des Wiener Bürgermeisters lebt Livia ein Leben, von dem die meisten Menschen nur träumen können. Livia hat jedoch das Gefühl, in einem goldenen Käfig gefangen zu sein, besonders, ...
Worum geht’s?
Als Tochter des Wiener Bürgermeisters lebt Livia ein Leben, von dem die meisten Menschen nur träumen können. Livia hat jedoch das Gefühl, in einem goldenen Käfig gefangen zu sein, besonders, als ihre neue Stiefmutter mit ihrem verhassten Sohn plötzlich in ihr Leben platzt. Zwischen Nicolas und Livia fliegen schnell die Fetzen – und auch die Funken, selbst wenn Livia genau das eigentlich vermeiden will.
Meine Meinung
Ein High-Society-Setting ist eigentlich immer ein Garant für jede Menge Drama, weshalb ich solche Bücher definitiv nicht regelmäßig lesen kann. In diesem Fall hatte ich aber tatsächlich mal wieder Lust auf die schillernde Welt der Reichen und Schönen, wurde dann aber leider ziemlich herbe enttäuscht und bin daher was Band zwei der Reihe angeht noch wirklich unentschlossen.
Der Einstieg in die Geschichte hat mir auch tatsächlich noch relativ gut gefallen, da ich durchaus neugierig auf die Figuren war und das Setting eigentlich ganz spannend fand. Auch der Schreibstil hat mir zunächst keine Schwierigkeiten bereitet, was ich erst einmal als gutes Zeichen gewertet habe.
Was mir dann allerdings die meisten Probleme beim Lesen bereitet hat, war tatsächlich die Protagonistin und ihr Umgang mit Gefühlen. In den meisten dieser Geschichten wäre die Konstellation der Figuren eigentlich umgekehrt, weshalb ich mich eigentlich auf Livia gefreut hatte, ihre Art hat es mir aber leider recht schnell schwer gemacht, mich überhaupt auf sie einlassen zu wollen. Ganz besonders gestört hat mich ihr massives Selbstmitleid, das mit einem unglaublichen Unwillen zur Veränderung gepaart ist, wodurch sie sich einfach nicht weiterentwickeln kann. Auch der ständige Alkohol- und Drogenmissbrauch war für mich viel zu viel des Guten, um angenehm zu lesen oder nachvollziehbar zu sein.
Selbst die Anziehung zwischen Livia und Nicolas war für mich absolut nicht nachvollziehbar dargestellt, da es den Großteil der Geschichte über nicht mal um die beiden als Paar ging und ich selbst mit viel gutem Willen nicht sehen konnte, wie eine Beziehung zwischen den beiden überhaupt die Chance auf eine gesunde Entwicklung hätte haben sollen.
Beim Lesen hat mir das leider absolut keinen Spaß gemacht, auch wenn der Plottwist am Ende noch einmal eine ganz spannende Wendung war. Wenn es um die realistische Darstellung von psychischen Problemen geht, würde ich daher ganz ehrlich eher zu einem anderen Buch greifen, auch wenn dieses hier durchaus vielversprechende Ansätze hatte.
Fazit
Auch wenn die Geschichte an sich einiges an Potenzial hatte, konnte mich die Umsetzung nicht wirklich überzeugen. Die Figuren, ihr Verhalten und die hier dargestellten Beziehungen fand ich weder sympathisch, noch authentisch, was mir das Lesen leider eher schwer gemacht hat.
Von mir gibt es daher nur zweieinhalb Bücherstapel.