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Veröffentlicht am 21.06.2025

Leider keine überzeugende Geschichte

Vienna 1: Blinding Lights
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Worum geht’s?
Als Tochter des Wiener Bürgermeisters lebt Livia ein Leben, von dem die meisten Menschen nur träumen können. Livia hat jedoch das Gefühl, in einem goldenen Käfig gefangen zu sein, besonders, ...

Worum geht’s?
Als Tochter des Wiener Bürgermeisters lebt Livia ein Leben, von dem die meisten Menschen nur träumen können. Livia hat jedoch das Gefühl, in einem goldenen Käfig gefangen zu sein, besonders, als ihre neue Stiefmutter mit ihrem verhassten Sohn plötzlich in ihr Leben platzt. Zwischen Nicolas und Livia fliegen schnell die Fetzen – und auch die Funken, selbst wenn Livia genau das eigentlich vermeiden will.


Meine Meinung
Ein High-Society-Setting ist eigentlich immer ein Garant für jede Menge Drama, weshalb ich solche Bücher definitiv nicht regelmäßig lesen kann. In diesem Fall hatte ich aber tatsächlich mal wieder Lust auf die schillernde Welt der Reichen und Schönen, wurde dann aber leider ziemlich herbe enttäuscht und bin daher was Band zwei der Reihe angeht noch wirklich unentschlossen.

Der Einstieg in die Geschichte hat mir auch tatsächlich noch relativ gut gefallen, da ich durchaus neugierig auf die Figuren war und das Setting eigentlich ganz spannend fand. Auch der Schreibstil hat mir zunächst keine Schwierigkeiten bereitet, was ich erst einmal als gutes Zeichen gewertet habe.

Was mir dann allerdings die meisten Probleme beim Lesen bereitet hat, war tatsächlich die Protagonistin und ihr Umgang mit Gefühlen. In den meisten dieser Geschichten wäre die Konstellation der Figuren eigentlich umgekehrt, weshalb ich mich eigentlich auf Livia gefreut hatte, ihre Art hat es mir aber leider recht schnell schwer gemacht, mich überhaupt auf sie einlassen zu wollen. Ganz besonders gestört hat mich ihr massives Selbstmitleid, das mit einem unglaublichen Unwillen zur Veränderung gepaart ist, wodurch sie sich einfach nicht weiterentwickeln kann. Auch der ständige Alkohol- und Drogenmissbrauch war für mich viel zu viel des Guten, um angenehm zu lesen oder nachvollziehbar zu sein.

Selbst die Anziehung zwischen Livia und Nicolas war für mich absolut nicht nachvollziehbar dargestellt, da es den Großteil der Geschichte über nicht mal um die beiden als Paar ging und ich selbst mit viel gutem Willen nicht sehen konnte, wie eine Beziehung zwischen den beiden überhaupt die Chance auf eine gesunde Entwicklung hätte haben sollen.

Beim Lesen hat mir das leider absolut keinen Spaß gemacht, auch wenn der Plottwist am Ende noch einmal eine ganz spannende Wendung war. Wenn es um die realistische Darstellung von psychischen Problemen geht, würde ich daher ganz ehrlich eher zu einem anderen Buch greifen, auch wenn dieses hier durchaus vielversprechende Ansätze hatte.


Fazit
Auch wenn die Geschichte an sich einiges an Potenzial hatte, konnte mich die Umsetzung nicht wirklich überzeugen. Die Figuren, ihr Verhalten und die hier dargestellten Beziehungen fand ich weder sympathisch, noch authentisch, was mir das Lesen leider eher schwer gemacht hat.

Von mir gibt es daher nur zweieinhalb Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.06.2025

Eine etwas anderes Abenteuer

Wolfszone
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Worum geht’s?
Privatermittler Joe Denzinger ist alles andere als in seinem Element, als er die Berliner Großstadt gegen die brandenburgische Provinz eintauschen muss, um die verschwundenen Tochter einer ...

Worum geht’s?
Privatermittler Joe Denzinger ist alles andere als in seinem Element, als er die Berliner Großstadt gegen die brandenburgische Provinz eintauschen muss, um die verschwundenen Tochter einer der reichsten Rüstungsunternehmerinnen zu finden. Als wäre das nicht schon heikel genug, steht Joe vor einer ganz besonderen Herausforderung – denn in dem Gebiet gibt es nicht nur unendliche Wälder, sondern auch modifizierte Wölfe, die die Suche nach der Vermissten alles andere als ungefährlich gestalten.


Meine Meinung
Eigentlich bin ich in schöner Regelmäßigkeit überzeugt davon, dass meine aktuelle Leseliste ein wenig Abwechslung von meinen üblichen Genres gebrauchen kann und bin dann relativ häufig auch recht positiv überrascht von diesen Geschichten. In diesem Fall war das Konzept für mich aber leider nicht ganz so überzeugend, auch wenn ich beim Lesen dennoch seltsam unterhalten war.

Die Idee von Cyborg-Wölfen war ja irgendwie auf fast groteske Weise unterhaltsam, gleichzeitig aber irgendwie auch ziemlich komisch umgesetzt. Selbst zum Worldbuilding kann ich jetzt im Nachhinein nicht einmal mehr besonders viel sagen, was für mich nach dem Lesen eines Buches eigentlich nie ein besonders gutes Zeichen darstellt. Interessant zu lesen fand ich allerdings, wie sich Parallelen zu gesellschaftlichen Entwicklungen unserer Zeit ziehen lassen, auch wenn die Ausgangsszenarien völlig unterschiedliche sind.

Auch mit den Figuren konnte ich mich nicht so wirklich identifizieren, was bei Cyborg-Wesen allerdings auch nicht die allergrößte Überraschung darstellen dürfte. Nichtsdestotrotz war mir schon die Menge der auftretenden Charaktere, ihre Interessen und Konflikte etwas zu viel des Guten, da ich vor allem zu Beginn der Geschichte den Eindruck hatte, als wäre der Klappentext bzw. die darin beschriebenen Ereignisse gar nicht besonders wichtig für die eigentliche Handlung, was das durchaus fulminante Ende für meinen Geschmack leider nicht wieder herausreißen konnte.

Insgesamt war die Idee auf jeden Fall sehr speziell, was sicherlich Fans findet, mich aber nur kurzzeitig unterhalten und eher nicht restlos vom Hocker reißen konnte.


Fazit
Auch wenn ich von dem Konzept dieser Geschichte nicht so wirklich überzeugt bin, war die Idee auf jeden Fall eine interessante Abwechslung auf meiner Leseliste. Als Thriller-Fan wird mein nächstes Buch dann allerdings doch eher ein anderes, da ich vermutlich nicht ideal in die Zielgruppe dieser Geschichte passe.

Dafür gibt es dreieinhalb Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.06.2025

Phänologisches Gärtnern für alle

Die Slow Gardening-Revolution
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Meine Meinung
Auch wenn ich selber einen ganzen Haufen Pflanzen in meinem Leben habe, war mir das phänologische Gärtnern bisher kein wirklicher Begriff. Das Konzept klang für mich aber durchaus ansprechend, ...

Meine Meinung
Auch wenn ich selber einen ganzen Haufen Pflanzen in meinem Leben habe, war mir das phänologische Gärtnern bisher kein wirklicher Begriff. Das Konzept klang für mich aber durchaus ansprechend, da es nun mal einen ganz ordentlicher Unterschied ist, ob ich eine Zimmerpflanze am Leben erhalte, oder einen lebendigen Garten bewirtschafte.

Gut gefallen hat mir daher auf jeden Fall die übersichtliche Gestaltung und die klare Struktur, wodurch ich mich sehr zielsicher durch die einzelnen Jahreszeiten blättern konnte und mich gut orientiert gefühlt habe.

Die Informationen selbst reichen von Pflanztipps über kleine Rezepte und Anregungen bis hin zu Info-Kästchen zu verschiedenen Tierarten und sind auf jeden Fall breit gefächert. Die Informationsdichte war daher meiner Meinung nach ziemlich hoch, was auf einen Schlag vielleicht etwas überwältigend erscheinen mag, ich persönlich würde das Buch allerdings auch eher immer wieder, dann aber mit dem passenden Abschnitt zur entsprechenden Jahreszeit zu Rate ziehen, anstatt direkt eine Komplettlektüre daraus machen zu wollen.


Fazit
Wenn man, wie ich, noch nie vom phänologischen Gärtnern gehört hat, bietet dieses Buch auf jeden Fall den passenden Einstieg in die Thematik. Die ansprechende und übersichtliche Gestaltung macht es dabei leicht, sich zu orientieren und lädt gleichzeitig dazu ein, unabhängig von der zur Verfügung stehenden Fläche direkt selbst loszulegen.

Dafür gibt es alle fünf Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 12.06.2025

Ein spannendes Versteckspiel

SPURLOS
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Worum geht’s?
Robin Graf lässt hauptberuflich Menschen verschwinden, und das sogar effektiver als jedes Zeugenschutzprogramm. Als dann jedoch zwei ihrer ehemaligen Klienten vor ihren Augen ermordet werden, ...

Worum geht’s?
Robin Graf lässt hauptberuflich Menschen verschwinden, und das sogar effektiver als jedes Zeugenschutzprogramm. Als dann jedoch zwei ihrer ehemaligen Klienten vor ihren Augen ermordet werden, spürt sie selbst die Angst im Nacken – und weiß sich nicht anders zu helfen, als selbst unterzutauchen und die Mörder auf eigene Faust zu jagen.


Meine Meinung
Die Idee einer Agentur, deren Hauptaufgabe das Verschwindenlassen von Menschen ist, fand ich wirklich spannend, weshalb ich mich schon sehr auf diese Geschichte gefreut hatte. Beim Lesen hätte ich mir dann ehrlich gesagt noch ein wenig mehr Spannung erwartet, als schlussendlich geliefert wurde, gelangweilt habe ich mich allerdings trotzdem nicht.

Von den Figuren an sich war ich ehrlich gesagt nicht zu einhundert Prozent überzeugt, da ich persönlich zumindest bei Protagonistin Robin nicht das Gefühl hatte, sie wirklich kennen lernen zu können. Grundsätzlich fand ich sie zwar sehr interessant, eine gewisse Distanz zu ihr blieb für mich aber bis zum Schluss trotzdem bestehen. Meiner Meinung nach lag das vor allem daran, dass die Personen verhältnismäßig wenig Raum in der Geschichte einnehmen konnten, da dafür einfach etwas zu viel passiert ist.

Auch die Ermittlungen sind daher für meinen Geschmack ein wenig zu kurz gekommen, was ich tatsächlich ein wenig zwiegespalten sehe. Einerseits kam so definitiv keine Langeweile auf, da praktisch ständig ein neues Ereignis um die Ecke kam, andererseits waren diese Ereignisse nicht zu überzogen dargestellt, sodass ich mir nicht wie in einem schlechten Actionfilm vorkam. Nichtsdestotrotz hätte ich mir eine Hinführung zum Schlussakt gewünscht, die weniger auf Glück und Zufall basiert, sondern auch für mich beim Lesen logisch nachvollziehbar gewesen wäre, zumal doch der ein oder andere Zeitsprung nötig war, um überhaupt alle Ereignisse in die Geschichte pressen zu können.

Gut gefallen hat mir beim Lesen trotzdem, dass ich anhand der realen Vorlage zwar erahnen konnte, welche Parallelen hier dargestellt werden sollten, gleichzeitig aber nicht wusste, welcher Plottwist am Ende noch wartet. Daher fand ich es tatsächlich auch gar nicht so schlimm, dass die Geschichte eigentlich noch Luft nach oben gehabt hätte, denn gut unterhalten wurde ich auch mit kleineren Schwächen im Handlungsbogen und der Charakterentwicklung.


Fazit
Auch wenn ich mir unter einem Thriller noch eine etwas andere Geschichte vorgestellt hätte, fand ich die Umsetzung dieses Buches insgesamt sehr spannend. Die Figuren hätten gerne noch ein wenig mehr Raum haben dürfen, ebenso die Ermittlungen an sich, abgesehen davon habe ich mich beim Lesen aber trotzdem sehr gut unterhalten gefühlt.

Dafür gibt es viereinhalb Bücherstapel von mir.

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Veröffentlicht am 27.03.2025

Explosive Spannung mit kleinen Schwächen

Echokammer
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Worum geht’s?
Als kurz vor der norwegischen Parlamentswahl bekannt wird, dass die Anschlagspläne einer inländischen Terrorgruppierung nur mit Müh und Not vereitelt werden konnten, ist die Panik in der ...

Worum geht’s?
Als kurz vor der norwegischen Parlamentswahl bekannt wird, dass die Anschlagspläne einer inländischen Terrorgruppierung nur mit Müh und Not vereitelt werden konnten, ist die Panik in der Bevölkerung groß. Wirklich schlimm wird es jedoch erst, als weitere Anschlagspläne bekannt werden – denn auch wenn einige Terroristen unschädlich gemacht wurden, hat die Suche nach dem Drahtzieher gerade erst begonnen.


Meine Meinung
Auf diese Reihe habe ich mich definitiv schon sehr gefreut, was vor allem daran gelegen hat, dass Norwegen als mein nächstes Urlaubsland aktuell auch bei den Settings meiner Bücher ganz weit oben auf meiner Leseliste steht. Von der Umsetzung war ich im Großen und Ganzen auch wirklich begeistert, auch wenn es durchaus den ein oder anderen Aspekt gab, den man in meinen Augen auch bei einem Trilogieauftakt deutlich besser hätte umsetzen können.

Ganz grundsätzlich bin ich sehr gut in die Geschichte rein gekommen, auch wenn mir Setting und Zusammenhänge zu Beginn noch absolut nicht schlüssig erschienen. Der Spannungsbogen hat sich im Laufe der Handlung kontinuierlich gesteigert, weshalb ich mich beim Lesen definitiv nicht gelangweilt habe, die wirklich spannenden Szenen waren für einen Thriller meiner Meinung nach aber trotzdem ein wenig zu rar gesät.

Was die Kombination aus Politik und Ermittlung angeht, bin ich ehrlich gesagt ein wenig zwiegespalten. Das Konzept der beiden Handlungsbögen fand ich zwar wirklich spannend zu verfolgen, insbesondere weil ich die Zusammenführung sehr gelungen fand, was die Gewichtung innerhalb der Geschichte angeht, hatte ich nach dem Lesen des Klappentextes allerdings andere Erwartungen. Da die Ermittlungen eigentlich kaum zur Sprache kamen, hatte ich manchmal nicht den Eindruck, überhaupt einen Thriller zu lesen, auch wenn es durchaus brenzlige Szenen gab.

Auch die Gewichtung der auftretenden Figuren hat mich etwas überrascht, da es für meinen Geschmack etwas zu sehr um den Politiker Jens und im Vergleich dazu zu wenig um die titelgebenden Figuren der Reihe ging. Protagonist Martin hatte darüber hinaus erst relativ spät seinen ersten Auftritt, wodurch man allerdings auch nicht wesentlich mehr über ihn oder Liselott erfahren hat. Für einen Reihenauftakt fand ich das nicht besonders elegant gemacht, auch wenn ich die Figuren eigentlich als recht sympathisch angelegt wahrgenommen habe.


Fazit
Durch den wirklich interessant klingenden Cliffhanger am Ende des Buches bin ich jetzt schon wirklich gespannt auf den nächsten Teil der Reihe, auch wenn ich diesen Auftaktband nicht in allen Aspekten gut gemacht fand. Nichtsdestotrotz war die Konstruktion der Geschichte insgesamt spannend und erschreckend glaubhaft gestaltet, weshalb ich mich beim Lesen definitiv nicht gelangweilt habe.

Von mir gibt es dafür knappe vier Bücherstapel.

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  • Erzählstil
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  • Charaktere