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Veröffentlicht am 12.02.2025

Ein etwas enttäuschendes Motiv

Stummer Schrei
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Worum geht’s?
Als in Schweden ein fanatischer Klimaaktivist Amok zu laufen scheint, werden Eva Nymann und ihre Sonderermittlungseinheit auf die Mordfälle angesetzt. Die Suche nach einem Tatverdächtigen ...

Worum geht’s?
Als in Schweden ein fanatischer Klimaaktivist Amok zu laufen scheint, werden Eva Nymann und ihre Sonderermittlungseinheit auf die Mordfälle angesetzt. Die Suche nach einem Tatverdächtigen gestaltet sich eher schwierig, was die Bevölkerung in helle Aufregung versetzt – bis Eva mysteriöse Briefe erhält, deren Inhalt auf einen Täter hinweisen, der ausgerechnet einmal Evas Mentor und großes Vorbild war.


Meine Meinung
Mit Arne Dahl kann man eigentlich kaum etwas falsch machen, vor allem dann nicht, wenn man ohnehin schon bekennender Schweden-Krimi-Fan ist. Auch in diesem Fall fand ich die Idee der Geschichte unglaublich spannend, weshalb ich trotz eigentlich anders lautenden Vorsätzen mal wieder in eine neue Reihe eingestiegen bin.

Gut gefallen haben mir auf jeden Fall das Setting und der Erzählstil, da man beim Lesen einfach direkt im Geschehen landet und in Erwartung weiterer Mordanschläge ganz automatisch ins Mitfiebern kommt. Der Spannungsbogen lässt bis zum Schluss auch wirkilch keinen Hänger zu, weshalb eigentlich konstant irgendetwas passiert und man definitiv ein wenig aufpassen muss, um nicht von der Dynamik der Handlung überrollt zu werden.

Womit ich mich dann allerdings tatsächlich ein wenig schwer getan habe, waren leider die Figuren, da ich bis weit in die zweite Hälfte der Geschichte teils nicht zuordnen konnte, wer eigentlich wer ist. Da ich mich sowohl am Buch, als auch am Hörbuch versucht habe und das Problem bei beiden Formaten hatte, ist mir das leider auch im Nachhinein noch recht deutlich in Erinnerung geblieben.

Auch die Auflösung fand ich ein wenig enttäuschend, da sämtliche Ereignisse zuvor eigentlich auf einen Täter mit einer festen Ideologie, einem Plan und einem deutlichen Ziel hinweisen, was für mich auch thematisch zur Idee der Geschichte gepasst hat. Schlussendlich läuft es dann allerdings auf ein eher substanzloses Motiv und jede Menge verletzte Gefühle hinaus, was ich leider recht klischeehaft, platt und daher eher enttäuschend fand.


Fazit
Auch wenn mich die Charaktere und vor allem das Motiv des Täters schlussendlich nicht wirklich überzeugen konnten, fand ich das Buch an sich doch sehr spannend zu lesen. Thematisch bewegt sich die Geschichte dabei meiner Meinung nach wirklich am Zahn der Zeit, was die eher enttäuschenden Elemente des Buches für mich tatsächlich größtenteils kompensieren konnte.

Dafür gibt es knappe vier Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.02.2025

Spannender Reihenauftakt mit Realitätsbezug

Tode, die wir sterben
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Worum geht’s?
Im Süden Malmös fällt ein 13-Jähriger einer Schießerei zum Opfer – die Vermutungen reichen von Terror bis zur Bandenkriminalität, doch für die Öffentlichkeit steht schnell fest, dass in jedem ...

Worum geht’s?
Im Süden Malmös fällt ein 13-Jähriger einer Schießerei zum Opfer – die Vermutungen reichen von Terror bis zur Bandenkriminalität, doch für die Öffentlichkeit steht schnell fest, dass in jedem Fall Drogen schuld am Abwärtsstrudel des Brennpunktviertels und damit auch am Tod des Jungen sein müssen. Für das eilig zusammengewürfelte Ermittlerteam Karhuu und Nordh ist dieser Fall sicherlich kein Geschenk, doch als dann ein weiterer Mord geschieht, müssen sich nicht nur die beiden zusammenraufen, um das Verbrechen aufzuklären.


Meine Meinung
Schweden gehört wirklich zu meinen absoluten Lieblingssettings für Krimis und Thriller, von daher stand es für mich ohnehin völlig außer Frage, dass dieses Buch früher oder später auf meiner Leseliste landen musste. Auch als Reihenauftakt konnte mich die Geschichte dabei überzeugen, weshalb ich schon jetzt auf das Erscheinen der Fortsetzung hinfiebere.

Abgesehen vom Setting fand ich unabhängig von der Handlung an sich auch sehr spannend, wie aktuell das Thema Bandenkriminalität für Schweden ist. Je nach dem wie aufmerksam man die internationale Berichterstattung verfolgt, ist das zwar immer mal wieder Thema, in einem Buch verarbeitet habe ich das so ausführlich dargestellt allerdings noch nicht gesehen.

So traurig wie dieser Hintergrund natürlich ist, fand ich den Spannungsbogen unglaublich gut gelungen. Die beiden Protagonisten haben jeweils ein ganz ordentliches Päckchen zu tragen, was auch immer wieder thematisiert wird, im Verhältnis zu den Ermittlungen und den Entwicklungen im Bandenmilieu kam bei mir deswegen aber keine Langeweile oder Ungeduld auf. Darüber hinaus wollte ich insbesondere über Svea noch deutlich mehr herausfinden, was mein Interesse an der Geschichte hoch gehalten und die Spannung auf Band zwei der Reihe noch einmal verstärkt hat.

Über die Gestaltung der Charaktere lässt sich sicherlich streiten, was meiner Meinung nach vor allem daran lag, dass mitunter einige recht unangenehme Klischees bedient wurden. An dieser Stelle hätte man einige Dinge definitiv anders lösen können, da ich aber definitiv noch mehr über die Protagonisten und ihre jeweiligen Problemstellen erfahren möchte, hoffe ich in Band zwei auf eine etwas andere Umsetzung – denn der Rest der Geschichte hat mir ausgesprochen gut gefallen.


Fazit
Wer sich von Krimis mit sozialpolitischen Inhalten nicht abschrecken lässt, findet in diesem Buch definitiv eine spannende Mischung aus polizeilichen Ermittlungen, Protagonisten mit jeder Menge persönlichem Ballast und einem Einblick in die gesellschaftlichen Probleme Schwedens, die mich durch den gut entwickelten Handlungsbogen auf jeden Fall neugierig auf den nächsten Teil der Reihe gemacht hat.

Dafür gibt es alle fünf Bücherstapel von mir.

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Veröffentlicht am 10.02.2025

Eine wirklich enttäuschende Auflösung

4 Nächte - Fürchte die Dunkelheit
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Worum geht’s?
Anwalt Marc ist mehr als nur überrascht, als er gemeinsam mit seinem älteren Bruder und einigen Kollegen zu einem Survival-Camp mitten im Wald geschickt wird. Zwischen Teambuilding und Burn-Out-Prävention ...

Worum geht’s?
Anwalt Marc ist mehr als nur überrascht, als er gemeinsam mit seinem älteren Bruder und einigen Kollegen zu einem Survival-Camp mitten im Wald geschickt wird. Zwischen Teambuilding und Burn-Out-Prävention kommt es jedoch schnell zu mysteriösen Vorfällen – und als die erste Leiche gefunden wird, muss sich nicht nur Marc fragen, wer da eventuell noch so alles im Wald unterwegs ist.


Meine Meinung
An dieses Buch hatte ich tatsächlich relativ hohe Erwartungen, was nicht nur daran lag, dass die Geschichte sehr spannend klang, sondern auch daran, dass meine von Büchern nur eher schwer zu begeisternde Schwester den Autor wirklich gut fand. Die Umsetzung hat mich dann aber leider enttäuscht, auch wenn ich beim Lesen definitiv keine Langeweile hatte.

Das Setting an sich fand ich zunächst sehr spannend, da ich Geschichten mit „zivilisationsfernen“ Handlungsorten und den damit einhergehenden besonderen Gegebenheiten in letzter Zeit unglaublich gerne lese.

Bereits von den Figuren war ich dann leider schon nicht mehr überzeugt, was ich allerdings beim Lesen tatsächlich überraschend gut ausblenden konnte. Leider waren weder Protagonist Marc, noch sein Bruder Jens für mich irgendwie greifbar, da ihnen meiner Meinung nach konkrete Charaktereigenschaften gefehlt haben und ich ihr Handeln auch vor den Hintergründen der Geschichte mitunter einfach nicht nachvollziehen konnte. Darüber hinaus haben beide dezent manisch auf mich gewirkt, was man bei Marc ja noch halbwegs nachvollziehen konnte, das Verhalten von Jens konnte ich aber bis zum Schluss einfach nicht logisch erklären.

Der Spannungsbogen und die eingesetzten Effekte haben bei mir interessanterweise trotzdem ihr Ziel erreicht, denn beim Lesen kam bei mir trotz der teils unlogisch handelnden und seltsam wirkenden Figuren keine Langeweile auf und ich hatte auch nicht das Bedürfnis, das Buch abzubrechen. Insbesondere vor diesem Hintergrund kann ich daher über das Ende leider nur den Kopf schütteln, da ich die Zusammenhänge als ziemlich an den Haaren herbeigezogen empfunden habe und definitiv nicht den Eindruck hatte, dass diese Auflösung der aufgebauten Spannung gerecht werden konnte.


Fazit
Meine Erwartungen an diese Geschichte konnten leider nicht erfüllt werden, wobei mir das Ende als besonders enttäuschend in Erinnerung geblieben ist. Während des Lesens wollte ich zwar immer wissen, wer oder was hinter den Ereignissen im Wald steckt, da ich über die Auflösung dann allerdings nur den Kopf schütteln konnte, wende ich mich in Zukunft lieber anderen Büchern zu.

Dafür gibt es knappe drei Bücherstapel von mir.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.02.2025

Spannende Fantasy mit tollem Setting

We hunt the Flame
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Worum geht’s?
Als Arzjäger von Demenhur genießt Zafira nicht nur Ansehen, sondern auch die Freiheiten, die ihr als Frau in ihrer Provinz verwehrt bleiben. Seit die Magie verschwunden ist, werden Frauen ...

Worum geht’s?
Als Arzjäger von Demenhur genießt Zafira nicht nur Ansehen, sondern auch die Freiheiten, die ihr als Frau in ihrer Provinz verwehrt bleiben. Seit die Magie verschwunden ist, werden Frauen systematisch unterdrückt, auch wenn Zafira die einzige ist, die der sagenumwobene Arz ungehindert jagen lässt. Als sie eines Tages eine geheimnisvolle Einladung erhält, ist Zafira zunächst skeptisch, ob sie dieser folgen soll – doch die Aussicht, die Magie zurück nach Demenhur zu bringen ist einfach zu verlockend, um es nicht wenigstens zu versuchen.


Meine Meinung
Auf dieses Buch habe ich mich tatsächlich schon gefreut, seit ich vor einiger Zeit auf Instagram über die Autorin gestolpert bin. Die Idee klang unglaublich spannend, aber jeder mit einem etwas größeren SuB kennt die Problematik der zu langen Wunschlisten, weshalb ich erst mit der deutschen Veröffentlichung dazu gekommen bin, die Geschichte dann auch tatsächlich zu lesen.

Das arabisch inspirierte Setting fand ich dabei besonders spannend, da diese bisher leider eher Mangelware in meinen Geschichten waren. Die starken Kontraste von Gesellschaft und Landschaft in Arawiya hat mich auf jeden Fall neugierig auf das Worldbuilding gemacht, über das man zwar im Laufe der Geschichte einiges erfährt, was in Band zwei der Reihe aber gerne noch ein wenig weiter ausgeführt werden darf.

Das erste Drittel der Handlung fand ich ehrlich gesagt noch ein wenig schleppend, da man zwar viel Zeit mit der Protagonistin verbringt, dabei allerdings nicht besonders viel über sie erfährt und eigentlich primär darauf wartet, dass die mysteriöse Reise beginnt. Mit der Einladung der Silbernen Hexe war dann aber tatsächlich jeglicher Anflug von Langeweile vorbei, weshalb ich das Buch ab diesem Zeitpunkt gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.

Auch die Charaktere waren definitiv interessant, da man zumindest zu den beiden Protagonisten nach und nach mehr Einblicke in ihre Gedanken, Gefühle und Hintergrundgeschichten erhält. Das Maß zwischen diesen Elementen und der fortlaufenden Handlung fand ich dabei sehr ausgeglichen, da man so auch eher fragwürdiges Verhalten der Figuren irgendwie erklären und vor allem innere Konflikte in gewisser Weise nachvollziehen konnte.

Ein kleines Manko habe ich daher lediglich bei der späten Einführung zweier wichtiger Charaktere für die Gruppe um Zafira gesehen, da meiner Meinung nach zumindest eine der beiden Figuren viel zu wenig Beachtung gefunden hat und eher wie eine blasse Ergänzung gewirkt hat, was ich im Vergleich zur übrigen Geschichte schon ein wenig schade fand.


Fazit
Für mich ist dieses Buch trotz des etwas schleppenden Starts auf dem besten Weg, eines meiner Jahres-Highlights zu werden. Der Spannungsbogen konnte mich von Beginn der Reise an fesseln, und spätestens die sich charakterlich mehr und mehr ausdifferenzierenden Figuren haben es dann geschafft, mich nachhaltig zu begeistern und meine Vorfreude auf die Fortsetzung hoch zu halten.

Dafür gibt es alle fünf Bücherstapel von mir.

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Veröffentlicht am 07.02.2025

Monumentale Geschichte, die etwas aus der Zeit gefallen ist

Shogun
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Worum geht’s?
Nachdem der englische Navigator John Blackthorne und seine Crew an der Küste Japans gestrandet sind, sehen sie sich nicht nur mit einer fremden Sprache, sondern auch mit einer vollkommen ...

Worum geht’s?
Nachdem der englische Navigator John Blackthorne und seine Crew an der Küste Japans gestrandet sind, sehen sie sich nicht nur mit einer fremden Sprache, sondern auch mit einer vollkommen fremden Kultur und Menschen konfrontiert, die das Leben so ganz anders sehen als sie selbst. Mit seinen Fähigkeiten auf dem Gebiet der Navigation zieht John schon bald Aufmerksamkeit auf sich – aber das verlangt ihm nicht nur eine Menge Geschick, sondern auch unerwartet viele diplomatische Fähigkeiten ab.


Meine Meinung
Japan ist definitiv kein Setting, das in meinem Bücherregal überdurchschnittlich stark vertreten wäre, aber da mir die Werbung zur Buchverfilmung so häufig begegnet ist, musste ich natürlich zunächst einmal die Vorlage lesen.

Aufgrund der wirklich überwältigenden Länge der Geschichte konnte ich das Buch tatsächlich nicht an einem Stück lesen, da ich sonst definitiv keine andere Beschäftigung mehr hätte haben dürfen. Auch wenn das mitunter wirklich überwältigend und durchaus auch ziemlich anstrengend war, kann ich grundsätzlich verstehen, warum dieses Buch als Klassiker unter den Historischen Romanen gilt.

Das Setting fand ich natürlich interessant beschrieben, nicht nur weil ich historisch interessiert bin, sondern eben auch, weil Japan wie gesagt keine besonders häufige Kulisse in meinem Lesestoff ist. Insbesondere mit der beschriebenen Zeit und auch der Tatsache, dass dieses Buch selbst nun nicht mehr ganz jung ist geht allerdings auch einher, dass der Sprachgebrauch in dieser Geschichte Ausdrücke beinhaltet, die aufgrund ihres abwertenden Inhaltes heute (hoffentlich) niemand mehr gebrauchen würde. Bei einer Neuauflage hätte man auch über eine Überarbeitung nachdenken können, die ohne diskriminierende Formulierungen auskommt – offensichtlich war das hier aber leider kein Anliegen.

Abgesehen von diesem Kritikpunkt hatte ich beim Lesen aber trotzdem immer wieder Phasen, in denen ich wirklich Spaß hatte und die Geschichte kaum aus der Hand legen wollte, da ich unbedingt wissen wollte, wie es mit John, Mariko und den übrigen Figuren weitergeht. Insgesamt gesehen hat sich das Buch für mich daher doch gelohnt, vor allem da jetzt als nächstes die Serienadaption für mich auf dem Programm steht und ich auch darauf schon sehr gespannt bin.


Fazit
Auch wenn diese Geschichte durchaus in die Jahre gekommen ist, fand ich es doch spannend, John Blackthorne bei seinen Abenteuern in Japan zu begleiten. Die monumentale Gestaltung war dabei definitiv ein Erlebnis, das zwar irgendwann ein wenig anstrengend zu lesen war, mir schlussendlich aber doch viele spannende Lesestunden beschert hat.

Dafür verteile ich knappe vier Bücherstapel.

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