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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.01.2024

Niedliche Slow Burn Romanze für zwischendurch

See You Yesterday
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Worum geht’s?
Für Barrett kann das erste Semester am College gar nicht früh genug beginnen, damit sie endlich ihre Highschoolzeit hinter sich lassen kann. Als ihr erster Tag dann aber in einer vollkommenen ...

Worum geht’s?
Für Barrett kann das erste Semester am College gar nicht früh genug beginnen, damit sie endlich ihre Highschoolzeit hinter sich lassen kann. Als ihr erster Tag dann aber in einer vollkommenen Katastrophe endet, befürchtet sie schon das schlimmste – bis sie am nächsten Morgen einer weiteren Katastrophe ins Auge blicken und ihren furchtbaren ersten Tag noch einmal erleben muss. Und noch einmal. Und noch einmal. Und noch einmal.


Meine Meinung
Eigentlich bin ich ja schon seit längerer Zeit kein besonders großer Fan von Geschichten mit Zeitreise- oder Zeitschleifenthematik – aber bei diesem Buch wurde ich so positiv überrascht, dass ich diese Einstellung vermutlich noch einmal überdenken sollte.

Was mir sehr gut gefallen hat, war tatsächlich das langsame Tempo, in dem sich die Beziehung der beiden Protagonisten entwickelt hat. Barrett und Miles muss man einfach gernhaben, auch wenn sie auf den ersten Blick wirklich so gegensätzlich sind, dass man der Geschichte der beiden kaum ein Happy End zutrauen würde.

Auch die Atmosphäre mochte ich sehr gerne, denn der Klappentext trifft es mit der Beschreibung „perfekt für die cozy Jahreszeit“ wirklich ganz genau. Dadurch, dass das Gleichgewicht zwischen witzigen und dann auch wieder tiefgründigeren Szenen hier wirklich gut gehalten wurde, hatte ich beim Lesen nie das Gefühl, mich allzu sehr konzentrieren zu müssen, um nicht irgendetwas zu verpassen – was ich zur Abwechslung sehr angenehm fand. Darüber hinaus lernt man so natürlich auch die Charaktere wesentlich besser kennen, was aber ebenfalls nicht in einem Infodump endete und somit zu keinen unnötigen Längen geführt hat.

Sehr spannend war natürlich auch die Zeitschleife, deren Funktionsweise und Zusammenhänge sich mir aber ehrlich gesagt bis zum Schluss nicht so ganz erschlossen haben. Meinem Lesespaß hat das allerdings keinen Abbruch getan, denn die übrigen Teile der Handlung haben definitiv kleine Verständnisschwierigkeiten kompensiert und das Buch zu einem sehr angenehmen Leseerlebnis für mich gemacht.


Fazit
Auch wenn die Logistik hinter der Zeitschleife für mich noch immer nicht ganz klar ist, hat mir die Geschichte um Barrett und Miles wirklich gut gefallen. Die Figuren und die Atmosphäre machen das Buch wirklich zu einer perfekten Lektüre für gemütliche Lesestunden, die die Zeit wahnsinnig schnell verfliegen lassen.

Von mir gibt es dafür vier Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.01.2024

Interessantes Konzept mit etwas schwammiger Umsetzung

Familie am Tisch
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Meine Meinung
Sich mit dem Thema Esskultur auseinanderzusetzten wäre mir selbst tatsächlich gar nicht aktiv eingefallen, weshalb ich sehr gespannt darauf war, was dieses Buch eigentlich vermitteln wollte. ...

Meine Meinung
Sich mit dem Thema Esskultur auseinanderzusetzten wäre mir selbst tatsächlich gar nicht aktiv eingefallen, weshalb ich sehr gespannt darauf war, was dieses Buch eigentlich vermitteln wollte. Von der Umsetzung bin ich jetzt im Nachhinein leider nicht ganz so überzeugt, interessante Ansätze, die zum Nachdenken anregen gab es allerdings trotzdem zur Genüge.

Die grobe Struktur des Buches unterteilt sich in lediglich drei Abschnitte, was in meinen Augen irgendwie etwas zu weit gefasst war. Generell hatte ich den Eindruck, dass das Buch nicht alle Gedankengänge zu Ende geführt hat, sondern eher als Teaser für die Kurse der Autorin dienen sollte – was als Werbemittel an sich zwar legitim ist, mir persönlich aber inhaltlich etwas zu unkonkret war.

Gut gefallen haben mir die Denkanstöße an sich aber trotzdem, denn zumindest das Überdenken eigener Verhaltensmuster, die man ansonsten gar nicht hinterfragt hätte halte ich persönlich für wichtig. Ein paar mehr praktische Handlungsvorschläge und Beispiele wären meiner Meinung nach allerdings wünschenswert gewesen, um dem Buch etwas mehr Substanz und eine weniger vage Umsetzung zu geben.


Fazit
Auch wenn ich die Umsetzung nicht zu einhundert Prozent überzeugend fand, waren die Anregungen und Denkanstöße durchaus interessant und dazu geeignet, um eigene Verhaltensmuster zu reflektieren. Da Familien aber ohnehin sehr individuell sind, ist es meiner Meinung nach sinnvoller, diesen Ratgeber als Ausgangspunkt zu nehmen und eigene Lösungen zu entwickeln und nicht zu versuchen, sich eins zu eins an den Empfehlungen der Autorin entlang zu hangeln.

Von mir gibt es dafür knappe vier Bücherstapel.

Veröffentlicht am 21.01.2024

Netter Regionalkrimi mit viel Südfrankreichflair und einigen Längen

Die Marseille-Morde - Der Tote von Port Pin
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Worum geht’s?
Als in einer Bucht der Calanques eine Leiche auftaucht, ruft das das Ermittlungsteam um Kommissarin Nadia Aubertin auf den Plan. Schnell wird klar, dass der Tote ein umstrittener Journalist ...

Worum geht’s?
Als in einer Bucht der Calanques eine Leiche auftaucht, ruft das das Ermittlungsteam um Kommissarin Nadia Aubertin auf den Plan. Schnell wird klar, dass der Tote ein umstrittener Journalist war – und das zu allem Übel auch noch seine Freundin verschwunden ist, was die Ermittlungen alles andere als einfach gestaltet.


Meine Meinung
Als großer Frankreich-Fan stand es für mich natürlich völlig außer Frage, dass dieses Buch auf meine Leseliste wandern musste. Dass sich die Geschichte außerdem mit einer ganzen Menge aktueller Themen beschäftigt hat, war für mich auf jeden Fall ein weiterer Anreiz zum Lesen.

Was mir zunächst einmal gut gefallen hat, war die Verknüpfung der zahlreichen Themen, die in diesem Buch aufgegriffen wurden. Insbesondere die wirklich malerische Kulisse als Kontrast zu den Problemen von (französischen) Großstädten fand ich interessant gemacht, da die Geschichte für mich so nicht zu einem völlig klischeehaften Regionalkrimi wurde.

Nicht ganz so begeistert war ich dann leider von den Figuren, die in meinen Augen einfach etwas zu viel und etwas zu flach gestaltet waren. Die Menge an auftretenden Charakteren war meiner Orientierung wirklich nicht besonders zuträglich, und da sich auf persönliche Belange ebenso fokussiert wurde, wie auf den eigentlichen Fall, hat sich die Handlung meiner Meinung nach besonders ab dem zweiten Viertel des Buches einfach viel zu schleppend entwickelt.

Auch charakterlich fand ich die Ausarbeitung des Ermittlungsteams eher schwach, da das rein weibliche Team scheinbar keine anderen Eigenschaften zugeschrieben bekommen hat, als weiblich zu sein. So eine Darstellung finde ich irgendwie immer sehr schwierig, vor allem weil man gerade bei einem Krimi einfach einen völlig anderen Fokus hätte legen können, der den Fall etwas konsequenter behandelt und die unnötigen Längen vermieden hätte.


Fazit
Das Setting dieser Geschichte hat mir auf jeden Fall so gut gefallen, dass ich trotz meiner Schwierigkeiten mit der Entwicklung des Spannungsbogens und der Figuren in diesem Buch Spaß beim Lesen hatte. Wer Frankreich-Krimis mit ganz viel Landschaft und interessanten Ansätzen mag, dem wird dieses Buch sicherlich gefallen – auch wenn hier meiner Meinung nach einiges an Potenzial verschenkt wurde.

Von mir gibt es dafür dreieinhalb Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.01.2024

Persönlichkeitsentwicklung mit kleinen Schwächen

Der Weg zum BESTEN ICH
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Meine Meinung
Dass man in Zeiten von allgegenwärtiger Selbstoptimierung nie sein volles Potenzial auszuschöpfen scheint, ist mittlerweile ja nichts Neues mehr. Was ich an diesem Buch aber trotzdem spannend ...

Meine Meinung
Dass man in Zeiten von allgegenwärtiger Selbstoptimierung nie sein volles Potenzial auszuschöpfen scheint, ist mittlerweile ja nichts Neues mehr. Was ich an diesem Buch aber trotzdem spannend fand, waren die angepriesenen zehn Schritte, die zu deutlich mehr Erfolg verhelfen sollen.

Interessant gemacht war auf jeden Fall der Charisma-Test, den man als Bestandsaufnahme vor der Lektüre des Buches machen sollte. Hier gibt es keine Verständnisschwierigkeiten oder unnötige Komplikationen, was die Handhabung sehr einfach gemacht hat.

Auch die Struktur des Buches fand ich schön übersichtlich und klar, sodass man sich an den einzelnen Kapiteln entlang hangeln konnte, ohne irgendwo hängen zu bleiben. Die immer wieder eingestreuten Beispiele haben die Textteile aufgelockert und die angesprochenen Punkte verdeutlicht, was dem Erkenntnisgewinn in meinen Augen immer sehr zuträglich ist.

Ein wenig kritisch sehe aber tatsächlich auch ich die Punkte, die das eigene Aussehen mit Erfolg verknüpfen. Bezüglich des eigenen Auftretens würde ich den Argumentationen der Autorin zwar folgen, Attraktivität als Strategie zu predigen hat meiner Meinung nach aber nur einen sehr eingeschränkten Empfehlungswert und darüber hinaus auch wenig mit Persönlichkeitsentwicklung zu tun, was ja das eigentliche Thema des Buches ist.


Fazit
Auch wenn ich nicht allen Argumentationen der Autorin zu einhundert Prozent folgen würde, finde ich die Struktur und die Ansätze dieses Buches durchaus gelungen. Ein besonders hilfreiches Tool war hierbei auf jeden Fall der Test zu Beginn der Lektüre, der meiner Meinung nach ein guter Startpunkt ist, um sich nach diesem Buch noch weiter mit der Thematik zu befassen.

Von mir gibt es dafür knappe vier Bücherstapel.

Veröffentlicht am 19.01.2024

Spannendes Lesefutter für kleine Mythologie-Fans

Die Magie der 7 Göttinnen (Band 1) – Yuna und der letzte gefallene Stern (Rick Riordan präsentiert)
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Worum geht’s?
Obwohl ihre Adoptivfamilie sie über alles liebt, fühlt sich Yuna immer wie eine Außenseiterin, denn als einzige verfügt sie über keine magischen Fähigkeiten. Als ihre Schwester Hattie in ...

Worum geht’s?
Obwohl ihre Adoptivfamilie sie über alles liebt, fühlt sich Yuna immer wie eine Außenseiterin, denn als einzige verfügt sie über keine magischen Fähigkeiten. Als ihre Schwester Hattie in den Clan der Gom aufgenommen wird, will sie Yuna einen Teil ihrer Magie übertragen – und damit treten die beiden dummerweise eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes los.


Meine Meinung
Dass die asiatische bzw. in diesem Fall speziell die koreanische Mythologie in meinem Bücherregal wirklich wenig vertreten ist, finde ich spätestens seit dieser Geschichte sehr schade. Da ich mich thematisch überhaupt nicht auskenne, war das Setting für mich völlig neu – was ich aber als Erfahrung unglaublich spannend fand.

Yuna mochte ich als Protagonistin sehr gerne, vor allem weil man ihr Gefühl von Einsamkeit und Andersartigkeit wirklich greifen kann und sie das zu einer sehr authentischen Figur macht. Sie bei ihrem Abenteuer zu begleiten hat mir definitiv Spaß gemacht, vor allem weil sie durch ihre magische Adoptivfamilie eigentlich das genaue Gegenteil aller Klischees in diesem Genre erfüllt.

Zu Beginn der Geschichte fiel es mir ein bisschen schwer, die mythologischen Gestalten zu erfassen, was aber einfach daran lag, dass die koreanische Mythologie noch absolutes Neuland für mich war. Dass Glossar am Ende des Buches hat es mir daher deutlich leichter gemacht, mich in der Geschichte zu orientieren und darüber hinaus Ansatzpunkte für weiterführende Lektüren geliefert.

Der Handlungsbogen an sich hatte ein sehr hohes Erzähltempo, was beim Lesen definitiv keine Langeweile hat aufkommen lassen. Durch die vielen Ereignisse hatte ich fast ein wenig Angst, dass für Band zwei der Reihe schon fast kein Inhalt mehr übrig bleiben würde, da die Geschichte in diesem Buch aber an sich abgeschlossen ist, brauche ich mir da auf jeden Fall keine Sorgen machen. Da man so auch nicht durch einen fiesen Cliffhanger zwischen den Bänden hängen gelassen wird, freue ich mich jetzt schon sehr auf die Fortsetzung und auf die Abenteuer, die Yuna und ihre Schwester noch so alle erleben werden.


Fazit
Wer bisher noch keine Geschichten zur koreanischen Mythologie gelesen hat, sollte das dringend nachholen – und dafür eignet sich dieses Buch auf jeden Fall. Die Handlung macht nicht nur kleinen Leseratten wirklich viel Spaß, sondern lässt auch größere Leser schon gespannt darauf warten, was in der Fortsetzung noch so alles passieren wird.

Dafür gibt es fünf Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere