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Veröffentlicht am 24.03.2024

Vertauschte Rollen und jede Menge Rachedurst

Blutnacht
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Worum geht’s?
Nach dem Tod seiner Tochter sitzt Alexander Blix für den Mord an ihrem Mörder im Gefängnis. Mit seiner neuen Lebenssituation hat er sich noch kaum richtig arrangiert, als sein ehemaliger ...

Worum geht’s?
Nach dem Tod seiner Tochter sitzt Alexander Blix für den Mord an ihrem Mörder im Gefängnis. Mit seiner neuen Lebenssituation hat er sich noch kaum richtig arrangiert, als sein ehemaliger Chef mit einem Auftrag an ihn herantritt – denn aus einem deutschen Gefängnis ist ein Häftling ausgebrochen, und alles deutet darauf hin, dass er auf dem Weg zu einem Mitgefangenen von Blix ist, der schon bald entlassen werden soll.


Meine Meinung
Für mich war es beim Lesen wirklich seltsam, Protagonist Blix auf einmal nicht mehr als Kommissar, sondern als Häftling wahrzunehmen. Da ich die Reihe bisher aber wirklich gerne gelesen habe, konnte ich praktisch gar nicht anders, als mich auch auf diese Geschichte einzulassen – und das hat sich meiner Meinung nach auch definitiv gelohnt.

Nach den Ereignissen im letzten Band hätte es hier gerne ein wenig ruhiger zugehen dürfen, denn sowohl Blix, als auch Emma hätten es verdient, zumindest ein wenig durchatmen zu können. Dass dem natürlich nicht so ist, hätte ich mir zwar denken können, denn dem Spannungsbogen kam das auf jeden Fall zugute.

Interessant gemacht fand ich vor allem die zahlreichen Perspektivwechsel, die zwar auch in den Vorgängerbänden vorkamen, hier aber zusätzlich noch durch Rückblenden ergänzt wurden, die im Laufe der Geschichte die Hintergründe und Zusammenhänge der Verbrechen erklärt haben.

Daran, dass Emma in diesem Buch diejenige ist, die den aktiveren Part in den Ermittlungen übernehmen muss, musste ich mich beim Lesen auf jeden Fall erst einmal gewöhnen, zumal ich bei ihrem Vorgehen und den Ereignissen aus den Vorgängerbänden immer irgendwie die Befürchtung habe, dass sie mal wieder zur Geisel wird. Ihre Ermittlungen habe ich trotzdem gerne verfolgt, da man so diesmal die Möglichkeit hatte, auch abseits der eigentlichen Polizeiarbeit zu erfahren, wo die Zusammenhänge der Verbrechen begründet lagen und was in der Gegenwart überhaupt passiert ist, was ich sehr erfrischend zu lesen fand.

Die Szenen mit Blix im Gefängnis waren daher auf jeden Fall ungewohnt, gleichzeitig aber treffenderweise auch sehr bedrückend beschrieben, was ich in gewissen Weise ziemlich gut gelungen fand. Der Kontrast zu den bisherigen Bänden ist zwar stark und war für mich relativ gewöhnungsbedürftig, mittlerweile finde ich den Gedanken aber durchaus interessant, der Reihe eine Neuausrichtung zu geben und herauszufinden, wie es mit den beiden Protagonisten in ihren neuen Rollen weitergeht.


Fazit
Da mich die Reihe bisher wirklich begeistert hat, musste ich mich mit diesem Band und der Neuausrichtung der Figurenkonstellation auf jeden Fall erst einmal anfreunden. Insgesamt hatte ich beim Lesen aber trotzdem viel Freude an dem Buch, weshalb ich schon sehr gespannt auf die Fortsetzung und die sehr wahrscheinlich neue Richtung der Reihe bin.

Dafür gibt es viereinhalb Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.03.2024

Paradies und Hölle liegen dicht beieinander

Die dunkle Spur
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Worum geht’s?
Als ihre Schwester Holly nach dem Tod ihrer Mutter eine Auszeit auf Martha's Vineyard nehmen will, ist Claire alles andere als begeistert. Holly tritt ihren neuen Sommerjob trotzdem an und ...

Worum geht’s?
Als ihre Schwester Holly nach dem Tod ihrer Mutter eine Auszeit auf Martha's Vineyard nehmen will, ist Claire alles andere als begeistert. Holly tritt ihren neuen Sommerjob trotzdem an und könnte glücklicher nicht sein – bis sie plötzlich spurlos verschwindet. Von Schuldgefühlen geplagt reist Claire ihrer Schwester hinterher und setzt alles daran, ihr Verschwinden aufzuklären – wobei sie in einen Sumpf aus Privilegien und Reichtum stolpert, in dem die Reichen und Schönen von Martha's Vineyard ihre Geheimnisse verschwinden lassen.


Meine Meinung
Die Grundidee dieser Geschichte fand ich auf jeden Fall spannend, was vor allem daran lag, dass ich nur sehr selten Krimis lese, in denen die Charaktere keinen Bezug zum Sicherheitssektor haben, sondern einfach ganz normale Figuren sind.

Claire als Protagonistin fand ich daher sehr interessant gestaltet, da sie nicht nur eine ganze Menge an Problemen, Trauer und Schuldgefühlen mit sich herumschleppt, sondern auch menschlich irgendwie ziemlich kaputt auf mich gewirkt hat. Dadurch hatte ich einerseits wirklich Mitleid mit ihr, andererseits kam es mir stellenweise aber auch so vor, als sollte ihre Figur absichtlich ein wenig unsympathisch wirken, was ich nicht wirklich verstanden habe.

Der Spannungsbogen hatte in meinen Augen viel Potenzial, und da man als Leser trotz der Perspektivwechsel zwischen Claire und Holly nie einen besonders großen Wissensvorsprung hatte, konnte ich auch definitiv bis zum Schluss mit rätseln, welche der auftretenden Figuren als Mordverdächtiger in Frage kam. Die Spannung an sich habe ich dabei allerdings als eher unterschwellig wahrgenommen, weshalb ich mir ehrlich gesagt nicht ganz sicher bin, ob ich die Bezeichnung Thriller für diese Geschichte tatsächlich passend finde.

Abgesehen davon hat mich der Handlungsbogen ein wenig zwiegespalten zurückgelassen, denn obwohl ich mich bis zum Schluss nicht mit Sicherheit auf einen Tatverdächtigen festlegen konnte, basierte die Auflösung für meinen Geschmack einfach auf zu vielen Zufällen, was die Konstruktion der Geschichte dann rückblickend irgendwie ein wenig geschwächt hat.


Fazit
Auch wenn ich persönlich nicht ganz glücklich mit dem Schlussteil dieses Buches war, hatte ich trotzdem ein spannendes Leseerlebnis, bei dem ich mich nicht gelangweilt habe. Bei der Konstruktion des Handlungsbogens hat die Autorin zwar meiner Meinung nach deutlich an Potenzial verschenkt, ihre Art zu erzählen finde ich aber trotz meiner Kritikpunkte wirklich lesenswert.

Dafür gibt es dreieinhalb Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.03.2024

Der wirklich Wilde Westen

Wild West. Band 2
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Worum geht’s?
Nachdem sich Martha an ihren Peinigern gerächt hat, geht sie als Martin Jane verkleidet zur Armee, um dort das Kämpfen zu lernen. Als ihre Patrouille eines Tages von den Lakota angegriffen ...

Worum geht’s?
Nachdem sich Martha an ihren Peinigern gerächt hat, geht sie als Martin Jane verkleidet zur Armee, um dort das Kämpfen zu lernen. Als ihre Patrouille eines Tages von den Lakota angegriffen wird, wird sie gefangen genommen – und lernt ein Leben kennen, das ganz anders ist als alles, was sie bisher gekannt hat.


Meine Meinung
Am Ende des ersten Bandes war ich wirklich ein wenig überrascht davon, dass Martha zur Armee gegangen ist, auch wenn der Schritt in Hinblick auf ihren Rachedurst sicherlich nicht ganz unlogisch war. Dass sie dabei allerdings tatsächlich unentdeckt geblieben ist, hätte ich auf jeden Fall nicht erwartet.

Die Gestaltung kam mir im Vergleich zum Vorgängerband ein wenig heller und freundlicher vor, was sicherlich mit den verhältnismäßig leichteren Themen zusammenhing, um die es diesmal ging. Gewalt ist zwar auch hier wieder ein umfangreiches Thema, Protagonistin Martha hat es aber wenigstens zeitweise etwas leichter, als das zuvor der Fall war.

Was ich an dieser Geschichte ganz besonders spannend fand, waren die Szenen bei den Lakota, da mich dieser Aspekt auch aus historischer Perspektive sehr interessiert hat. Wie authentisch die Gestaltung dabei allerdings war, kann ich leider nicht beurteilen, man merkt aber glücklicherweise, dass zumindest Recherchearbeit in dieses Buch geflossen ist, was mich sehr gefreut hat.

Gut gemacht fand ich auch, wie die Handlungsstränge von Martha und Wild Bill hier erneut aufeinander treffen, auch wenn das bloß einen kleinen Teil der Geschichte ausmacht. Dass die Reihe bisher nicht besonders viele wiederkehrende Charaktere hervorgebracht hat, liegt sicherlich irgendwo in der Natur des Settings, über das kurze Wiedersehen habe ich mich aber deshalb umso mehr gefreut.


Fazit
Dieser Band der Reihe hat mich auf jeden Fall überraschen können und neugierig darauf gemacht, was Protagonistin Martha als nächstes erleben wird. Dass man ihre Lebensgeschichte als Rahmenhandlung nur häppchenweise verfolgen kann, erhöht definitiv die Spannung – auch wenn meine Ungeduld auf die Fortsetzung dadurch nicht weniger wird.

Dafür gibt es alle fünf Bücherstapel von mir.

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  • Erzählstil
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.03.2024

In den Tiefen des Wilden Westens

Wild West. Band 1
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Worum geht’s?
Nach dem Tod ihrer Familie muss sich die sechzehnjährige Martha alleine durchschlagen und sich trotz ihres Widerwillen prostituieren. Als sie durch Zufall auf den berüchtigten Kopfgeldjäger ...

Worum geht’s?
Nach dem Tod ihrer Familie muss sich die sechzehnjährige Martha alleine durchschlagen und sich trotz ihres Widerwillen prostituieren. Als sie durch Zufall auf den berüchtigten Kopfgeldjäger Wild Bill trifft, will der ihr Mut machen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen – und ahnt dabei nicht, dass er ganz nebenbei eine Frau erschafft, die nicht nur ihr Leben, sondern auch ihre Rache selbst in die Hand nimmt.


Meine Meinung
Die Prämisse dieser Geschichte dürfte keine allzu große Überraschung sein, vor allem dann nicht, wenn man in seinem Leben schon einmal einen Western gesehen hat. Interessant fand ich hier aber nicht nur die Umsetzung als Graphic Novel, sondern vor allem die Tatsache, dass Protagonistin Martha bzw. ihr Alter Ego Calamity Jane tatsächlich existiert hat und sie als Frau zu ihrer Zeit daher eine sehr ungewöhnliche Rolle eingenommen hat.

Die Gestaltung fand ich auf den ersten Blick recht düster, was allerdings perfekt zur Geschichte und der Zeit, in der sie spielt, gepasst hat. Da Gewalt und Verzweiflung hier eine ziemlich große Rolle spielen, wären mehr Farben eher fehl am Platz gewesen, beim Lesen haben mich die Zeichnungen aber trotzdem irgendwie an ein Computerspiel erinnert.

Was mir in Hinblick auf die Figuren sehr gut gefallen hat, war die Ausdrucksstärke der Gesichter. Da in einer Graphic Novel zu wenig Platz für ausschweifende Texte mit Hintergrundinformationen ist, finde ich vor allem die Gestaltung der Gesichter besonders wichtig, und die ist in meinen Augen hier durchaus gut gelungen.

Da man auch über die Emotionen und Gedanken der Figuren durch den wenigen Text nicht besonders viel erfährt und sich das meiste aus dem Kontext zusammenreimen muss, war ich auch auf den Spannungsbogen sehr neugierig. Durch die reale Vorlage, die ich aber tatsächlich nicht kannte, gibt es zumindest ein paar Rahmenpunkte, an denen sich die Geschichte orientieren kann, der Vorgeschichte von Martha hier aber genug Raum zu geben, um sich zu entwickeln, fand ich gleichermaßen gut gemacht wie mitleiderregend.


Fazit
Auch wenn diese Geschichte wirklich brutale Elemente hat und weder das Setting, noch die Charaktere unbedingt etwas für schwache Nerven sind, fand ich die Umsetzung definitiv interessant gemacht. Der realen Figur der Calamity Jane eine Vorgeschichte zu geben, macht auf jeden Fall neugierig auf die Gestaltung ihres weiteren Lebenswegs, weshalb ich ich schon sehr gespannt auf die Fortsetzung dieser Reihe bin.

Von mir gibt es dafür vier Bücherstapel.

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Veröffentlicht am 16.03.2024

Leider ein Reinfall für mich

Two Million Secrets
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Worum geht’s?
Für Chandler Walsh sind Worte wie Freizeit oder Privatleben absolute Fremdwörter, denn sein Leben spielt sich ausschließlich in seiner Firma ab. Als er dann bei einer Gala einer umwerfenden ...

Worum geht’s?
Für Chandler Walsh sind Worte wie Freizeit oder Privatleben absolute Fremdwörter, denn sein Leben spielt sich ausschließlich in seiner Firma ab. Als er dann bei einer Gala einer umwerfenden Frau begegnet, ist er hin und weg – nichtsahnend, dass sie die einzige ist, die er definitiv nicht haben kann.


Meine Meinung
So leid wie es mir auch immer um die Mühe und den Aufwand der Autoren tut wenn ich einer Geschichte absolut nichts abgewinnen kann, aber in diesem Fall war ich wirklich froh, dass das Buch nicht allzu lang war.

Die Idee klang eigentlich noch ziemlich vielversprechend, da verbotene Liebe durchaus ein Trope ist, den ich recht gerne lese. Beim Lesen habe ich dann aber leider schon früh gemerkt, dass der Schreibstil etwas seltsam auf mich gewirkt hat und ich mich einigermaßen schwer damit getan habe, überhaupt in einen richtigen Lesefluss zu kommen.

Auch mit den Figuren konnte ich leider nichts anfangen, was mit bei Protagonist Chandler fast schon sofort klar war, mich bei Grace aber tatsächlich ein bisschen enttäuscht hat. Chandler war mir von Anfang an einfach unsympathisch, was nicht nur an seinem Verhalten lag, sondern tatsächlich auch an seiner Selbstwahrnehmung. Für mich persönlich gibt es nichts schlimmeres als eine Figur, die sich selbst als emotionslos beschreibt oder von sich behauptet, keine Angst zu kennen (was darüber hinaus in der Geschichte selbst widerlegt wird – immerhin ein positiver Punkt, der mir aufgefallen ist). Solche Beschreibungen finde ich aber leider trotzdem einfach zum fremdschämen, zumal die Kombination mit Chandlers Verhalten anderen Menschen und vor allem seiner Schwester gegenüber einfach kein gutes Licht auf ihn wirft.

Grace hatte in meinen Augen durchaus Potenzial, ihre Umsetzung blieb dann aber leider auch hinter meinen Erwartungen zurück. Bei allem Verständnis für ihre wirklich bemitleidenswerte Lage kann ich weder verstehen, was sie so an Chandler angezogen hat, noch, warum sie der Dynamik zwischen ihnen so schnell so viel Vertrauen entgegen bringt und sich von einer Beziehung direkt in die nächste mit einem Mann begibt, der sich (natürlich bei jedem außer ihr) eigentlich kaum von ihrem Ex unterscheidet.

Schade fand ich auch, wie wenig eigentliche Handlung es außerhalb des Bettes gab. Dass die beiden Protagonisten kaum etwas anderes tun, als übereinander herzufallen, ist die eine Sache, da es dann aber auch noch Zeitsprünge zwischen diesen Szenen gab, die kaum mit tatsächlichem Inhalt gefüllt waren und irgendwie halbherzig in die Geschichte gequetscht gewirkt haben, habe ich mich beim Lesen zwischenzeitlich immer mal wieder irritiert gefühlt.


Fazit
Leider war dieses Buch absolut nichts für mich, was mir für die Arbeit der Autorin wirklich leid tut. Mir persönlich sind aber nun mal ein tatsächlicher Handlungsbogen und eine realistische Entwicklung der Figuren wichtig, was diese Geschichte mit ihren Sprüngen zwischen Sex und plötzlichem Drama einfach nicht bieten konnte.

Dafür gibt es von mir zwei Bücherstapel, aber leider keine Leseempfehlung.

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