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Veröffentlicht am 29.10.2023

Ein vergleichsweise schwacher Teil

Pirlo - Gefährlicher Freispruch
1

Worum geht’s?
Eigentlich hat Anton Pirlo schon genug damit zu tun, sein eigenes Leben auf die Reihe zu bekommen. Als er dann aber auch noch Zeuge einer Brandstiftung wird und ausgerechnet den Hauptverdächtigen ...

Worum geht’s?
Eigentlich hat Anton Pirlo schon genug damit zu tun, sein eigenes Leben auf die Reihe zu bekommen. Als er dann aber auch noch Zeuge einer Brandstiftung wird und ausgerechnet den Hauptverdächtigen verteidigen soll, wird ihm eines klar – sein chaotisches Privatleben ist definitiv sein kleinstes Problem.


Meine Meinung
Auch wenn ich als Vielleserin im Jahr eine ganze Menge Geschichten verschlinge, steigt mein SuB stetig an, vor allem angesichts der zahlreichen Neuerscheinungen, die immer wieder auf meine Wunschliste wandern. Dass ich alle drei Bände dieser Reihe verhältnismäßig nah am Erscheinungstermin gelesen habe, spricht in meinen Augen daher so ziemlich für sich – insbesondere weil ich mir nicht ganz sicher war, ob ich so kurz nach Corona schon wieder etwas über Corona lesen wollte.

Was mir an der Reihe insgesamt besonders gut gefällt, ist der ziemlich eigenwillige Protagonist. Anton Pirlo liegt als Figur sicherlich nicht jedem, ich persönlich begleite ihn und Sophie Mahler aber immer wirklich gerne bei ihren mitunter etwas unkonventionellen Ermittlungen.

Dem dritten Fall des Duos war ich aufgrund der Thematik zwar zunächst ein wenig skeptisch gegenüber, im Nachhinein betrachtet hatte die Geschichte aber auf jeden Fall eine Menge Spannungspotenzial. Was mir an der Umsetzung diesmal aber leider vergleichsweise stark auf die Nerven gegangen ist, waren die vielen Nebensächlichkeiten, in denen sich die Handlung zwischenzeitlich verstrickt hat. Da dieses Buch auch fast 500 Seiten umfasst, sind mir die etwas schleppenden Stellen leider deutlich negativer aufgefallen, als das bei einem höheren Erzähltempo vielleicht der Fall gewesen wäre.

Im Vergleich zu den vorherigen beiden Bänden der Reihe fand ich diesen daher deutlich schwächer, auch wenn die Geschichte an sich Potenzial hatte und ich die Figuren trotz der teils etwas eskalierenden Monologe gerne begleitet habe.


Fazit
Die Reihe um Anton Pirlo gefällt mir definitiv noch immer gut, auch wenn der dritte Band für meinen Geschmack deutlich zu viel Potenzial durch schleppende Szenen verschenkt hat. Thematisch findet dieses Buch außerdem vermutlich nicht nur Freunde, was mich darauf hoffen lässt, dass weitere Teile der Reihe eine etwas andere Richtung einschlagen werden.

Von mir gibt es dafür drei Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.10.2023

Viel Tempo, wenig Klaheit

A Reason to Wait
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Worum geht’s?
In Donovans Leben läuft eigentlich alles gerade so richtig gut. Er liebt seinen Job als jüngster Oberarzt im Klinikum von Deepwater, und mit seiner Nachbarin Courtney könnte er endlich die ...

Worum geht’s?
In Donovans Leben läuft eigentlich alles gerade so richtig gut. Er liebt seinen Job als jüngster Oberarzt im Klinikum von Deepwater, und mit seiner Nachbarin Courtney könnte er endlich die Frau fürs Leben gefunden haben. Als Courtney dann aber völlig überstürzt die Stadt verlässt, steht Donovan vor einem Rätsel – und setzt alles daran, seine Beziehung vor dem Zerbrechen zu retten.


Meine Meinung
Auf diese Geschichte habe ich mich schon wahnsinnig gefreut, seit ich Donovan und Courtney im ersten Teil der Reihe als Nebenfiguren kennengelernt habe. Die beiden hatte zwar keinen unglaublich großen Auftritt, sympathisch fand ich die beiden als Paar aber auf jeden Fall.

Was mir an diesem Buch wieder sehr gut gefallen hat, war der flotte und ausgesprochen angenehm zu lesende Schreibstil. Das hohe Erzähltempo hat die Geschichte wirklich kurzweilig gestaltet, was mir grundsätzlich gut gefallen hat.

Wie auch im ersten Band der Reihe fand ich es dann aber auch hier eher schade, wie hastig die Handlung und vor allem die emotional wichtigen Stellen abgearbeitet wurden. Verwirrend fand ich zudem, dass Band eins die Beziehung der Protagonisten etwas gefestigter dargestellt hat, als das in Band zwei der Fall war. Die Zeitleiste hat für mich insbesondere in Hinblick auf die Entwicklung der Beziehung nicht so richtig Sinn ergeben, was mich beim Lesen eher irritiert hat.

Auch in Hinblick auf die Emotionen in dieser Geschichte bin ich ein wenig zwiegespalten. Die dramatischen Aspekte hatten eigentlich jede Menge Spannungspotenzial, ich hatte aber leider schlussendlich das Gefühl, dass alle kritischen Punkte irgendwie nur so nebenbei abgearbeitet wurden. Im Fokus stand nämlich auch hier leider wieder viel zu sehr der körperliche Aspekt der Beziehung der beiden, was in meinen Augen von Anfang an leider zu viel Raum eingenommen und daher leider zu viel Potenzial in Hinblick auf eine authentische und berührende Liebesgeschichte verschenkt hat.


Fazit
Auch wenn ich nach dem Lesen von Band eins damit hätte rechnen können, dass Band zwei eine ähnliche Erzählweise hat, waren meine Erwartungen insbesondere an die emotionale Komponente dieser Geschichte etwas zu hoch. Beim Lesen kommt zwar keine Langeweile auf, ich hätte mir hier aber einfach noch ein bisschen mehr Zeit gewünscht, um die Beziehung der beiden Protagonisten etwas weniger hektisch zu gestalten.

Von mir gibt es dafür dreieinhalb Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.09.2023

Marvel für die Kleinsten

Marvel: Das große Geschichtenbuch
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Meine Meinung
Als großer Marvel-Fan kommt man an diesem Buch einfach nicht vorbei, auch wenn das Prinzip der einzelnen Geschichten hier praktisch identisch ist. Die Zielgruppe dieses Buches dürfte zwar ...

Meine Meinung
Als großer Marvel-Fan kommt man an diesem Buch einfach nicht vorbei, auch wenn das Prinzip der einzelnen Geschichten hier praktisch identisch ist. Die Zielgruppe dieses Buches dürfte zwar weder die Filme, noch die Hintergrundgeschichten der Figuren kennen, relevant für den Lesespaß an sich ist das aber definitiv nicht.

Durch den fehlenden Kontext finde ich manche Geschichten zwar nicht immer ganz verständlich, das Konzept an sich ist in meinen Augen aber trotzdem sehr gelungen. Gerade bei beliebten Figuren geht es nicht immer darum, ausschließlich mit Logik und detaillierten Hintergrundgeschichten zu arbeiten, denn der Spaß und die Identifikation mit den eigenen Helden ist deutlich wichtiger dabei.

Die insgesamt vierzig Geschichten in diesem Buch ziehen sich einmal quer durch das Marvel-Universum, was jede Menge Charaktere abdeckt und somit für jeden Leser etwas bereithält. Die einzelnen Geschichten sind dabei zwar nicht besonders lang, zum Vorlesen oder als Gute Nacht Geschichte eignen sie sich in meinen Augen daher aber besonders gut.


Fazit
Auch wenn die eigentliche Zielgruppe die Geschichten und Filme rund um die Figuren noch nicht kennen dürfte, finde ich das Format sehr gelungen. Kleine und große Superhelden-Fans kommen hier definitiv auf ihre Kosten, was beim gemeinsamen Lesen viel Spaß macht.

Dafür vergebe ich viereinhalb Bücherstapel.

Veröffentlicht am 27.08.2023

Niedlicher Gestaltenwandler

Animal Jack - Der verwunschene Berg
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Worum geht’s?
Nachdem Jacks Mutter ihren Job verloren hat, wird das Geld der Familie immer knapper. Gemeinsam mit seiner Freundin Gladys macht sich Jack daher auf den Weg, um einen verschollenen Schatz ...

Worum geht’s?
Nachdem Jacks Mutter ihren Job verloren hat, wird das Geld der Familie immer knapper. Gemeinsam mit seiner Freundin Gladys macht sich Jack daher auf den Weg, um einen verschollenen Schatz zu finden. Dabei ahnen die beiden allerdings nicht, dass sie nicht allein auf der Suche sind – denn an ihre Fersen hat sich schon bald jemand geheftet, der nicht nur an dem Schatz interessiert ist und alles dafür tut, um die beiden nicht aus den Augen zu verlieren.


Meine Meinung
Bevor ich dieses Buch gelesen habe, war mir tatsächlich gar nicht bewusst, dass die Reihe um Jack und seine Freundin Gladys im Original bisher sieben Bände umfasst und ich daher definitiv mit Band eins hätte anfangen sollen. Vorkenntnisse waren zwar beim Lesen nicht zwingend notwendig, die ein oder andere meiner Frage hätte sich so aber vermutlich gar nicht erst gestellt.

Der Illustrationsstil hat mir sehr gut gefallen, die bunte Gestaltung ist definitiv ansprechend und insbesondere die Tiere und ihre Eigenschaften sind meiner Meinung nach wirklich gut zur Geltung gekommen.

Ich persönlich konnte mir aber insbesondere zu Beginn der Geschichte nicht ganz erklären, ob Jack tatsächlich nicht sprechen kann oder es einfach nicht tut, ob die Welt in der er lebt an Magie und Gestaltenwandler gewöhnt ist oder ob es logische Erklärungen für diese Fragen gibt. Den ersten Teil zu kennen hätte mir sicherlich geholfen, diese Geschichte etwas besser einordnen zu können, wobei ich beim Lesen trotzdem gut unterhalten wurde.

Im Verlauf des Comics wurden dann schlussendlich doch noch einige Fragen geklärt, ganz altersgerecht fand ich dabei aber ehrlich gesagt nicht alle Szenen, was insgesamt zwar kein Weltuntergang ist, mich die Reihe aber trotzdem fürs Erste eher passiv verfolgen lässt.


Fazit
Auch wenn die Geschichte noch ein paar Fragen offen lässt und die Umsetzung vielleicht eher etwas für ein wenig ältere Kinder ist, hat mir die Idee an sich sehr gut gefallen. Für weitere Bände der Reihe sehe ich daher durchaus Potenzial und bin schon gespannt darauf, was Jack und Gladys noch so alles erleben werden.

Von mir gibt es dafür vier Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.08.2023

Der Irrfahrt erster Teil

Die schlimmste Reise der Welt - Die Graphic Novel
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Meine Meinung
Da ich Graphic Novels tatsächlich erst in diesem Jahr für mich entdeckt habe, lasse ich mich immer noch gerne von neuen Konzepten überraschen. Den Reisebericht zu Scotts Terra-Nova-Expedition ...

Meine Meinung
Da ich Graphic Novels tatsächlich erst in diesem Jahr für mich entdeckt habe, lasse ich mich immer noch gerne von neuen Konzepten überraschen. Den Reisebericht zu Scotts Terra-Nova-Expedition als Comic zu adaptieren fand ich daher sehr interessant, und auch wenn die Fortsetzung noch lange auf sich warten lässt, bin ich jetzt schon sehr gespannt auf Teil zwei dieser Geschichte.

Was mir direkt sehr positiv aufgefallen ist, war der Illustrationsstil von Sarah Airriess. Ich persönlich habe ihren Bezug zu Disney durchaus erkennen können, was aber trotz aller thematischen Unterschiede irgendwie auch schon wieder zu dieser Geschichte gepasst hat.

Wirklich gelungen fand ich auch, dass es hier einen Anhang mit Erläuterungen zur Geschichte und den Illustrationen sowie ein Personenregister gab. Schon aus wissenschaftlichem Interesse mag ich sowas immer sehr gerne, und ganz besonders hier hat mir diese kleine Stütze dabei geholfen, mich zumindest ein bisschen im Figurendschungel zurecht zu finden.

Schwierigkeiten hatte ich bei diesem Buch nämlich tatsächlich nur mit den Figuren, die leider nicht wirklich gut zur Geltung gekommen sind. Bei der Menge an Charakteren und Namen habe ich einfach irgendwann den Überblick verloren, vor allem weil irgendwie niemand besonders viel emotionale Tiefe verliehen bekommen hat. In einer Graphic Novel lässt die Umsetzung das zwar nicht in dem Maß zu, wie es in einem klassischen Buch der Fall sein kann, wenn aber weder die besonders schönen, noch die besonders schweren Situationen innerhalb der Figurengruppe greifbar erzählt werden, mindert das meine Begeisterung beim Lesen schon ein wenig.


Fazit
Wer sich für neue Ideen und eine interessante Umsetzung eines der bekanntesten Reiseberichte interessiert, dem kann ich dieses Buch definitiv ans Herz legen. Die Illustrationen sind wirklich gelungen, und auch wenn die Charaktere mich nicht unbedingt vom Hocker gerissen haben, freue ich mich doch auf das noch in weiter Ferne liegende Erscheinen von Band zwei.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere