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Veröffentlicht am 27.08.2022

Beklemmende Atmosphäre

Der Aufstieg – In eisiger Höhe wartet der Tod
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Worum geht’s?
Journalistin Cecily ist der Geschichte ihres Lebens zum Greifen nahe. Um ein exklusives Interview mit dem Bergsteiger Charles McVeighn zu ergattern, muss sie jedoch mit ihm gemeinsam den ...

Worum geht’s?
Journalistin Cecily ist der Geschichte ihres Lebens zum Greifen nahe. Um ein exklusives Interview mit dem Bergsteiger Charles McVeighn zu ergattern, muss sie jedoch mit ihm gemeinsam den Manaslu in Nepal besteigen. Bereits vor Beginn der Expedition kommt es jedoch zu einem tragischen Unfall mit einem Toten – und der soll nicht der letzte auf dem Weg zum Gipfel bleiben.


Meine Meinung
Vom Bergsteigen habe ich zwar absolut keine Ahnung, abgelegene Settings, Schnee und Kälte sind aber definitiv immer Zutaten, die einen wirklich gut gemachten Thriller versprechen.

Was mich an dieser Geschichte ganz besonders fasziniert hat, war die Atmosphäre. Bereits der Klappentext stimmt ein wenig auf die Ereignisse im Buch ein, was mir beim Lesen immer wieder einen Schauer den Rücken hinunter gejagt hat.

Protagonistin Cecily fand ich beim Lesen überwiegend sympathisch, was insbesondere an ihren greifbaren und dabei authentisch dargestellten Emotionen gelegen hat. Beim Lesen habe ich wirklich mit ihr mitgefiebert, und auch wenn ich die übrigen Figuren einige Zeit lang kaum auseinanderhalten konnte, mochte ich doch immerhin die Protagonistin.

Was für mich nicht unbedingt hätte sein müssen, waren die Ausführungen zum Bergsteigen. Das Buch an sich war schon recht lang, da ich mit den Fachbegriffen aber überwiegend nichts anzufangen wusste, hat mein Interesse irgendwann einfach ein wenig gelitten, was mein Leseerlebnis nicht unbedingt positiv beeinflusst und in der Handlung für einige unnötige Längen gesorgt hat.

Ein wenig schade fand ich außerdem, dass das Buch erst nach knapp zwei Dritteln überhaupt so richtig an Fahrt aufnimmt. Eine bedrohliche Atmosphäre herrscht zwar vorher schon immer irgendwie, wenn auch teils nur unterschwellig, der richtige Spannungsbogen legt aber für meinen Geschmack und insbesondere für die Länge des Buches insgesamt einfach zu spät los, um die Geschichte wirklich vernünftig abzurunden.


Fazit
Leider war dieser Thriller nicht ganz die Sensation für mich, mit der der Klappentext geworben hat. Wer Interesse am Bergsteigen hat und Geschichten mag, in denen auch Fachbegriffe fliegen, dem wird dieses Buch vielleicht eher liegen als mir, auch wenn Idee, Atmosphäre und Protagonistin in meinen Augen durchaus gelungen waren.

Dafür gibt es dreieinhalb Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.08.2022

Jugendfantasy mit interessantem Setting

Prison Healer (Band 1) - Die Schattenheilerin
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Worum geht’s?
Bereits seit ihrem siebten Lebensjahr lebt Kiva in Zalindov, dem härtesten Gefängnis ihres Landes. Als Heilerin behandelt sie alles, was ihr unter die Hände kommt – bis sie auf ihre neueste ...

Worum geht’s?
Bereits seit ihrem siebten Lebensjahr lebt Kiva in Zalindov, dem härtesten Gefängnis ihres Landes. Als Heilerin behandelt sie alles, was ihr unter die Hände kommt – bis sie auf ihre neueste Patientin trifft. Rebellenkönigin Tilda leidet nicht nur an einer mysteriösen Krankheit, Kiva muss sie auch noch in einer magischen Prüfung vertreten, deren Ausgang nicht nur über ihr eigenes Leben entscheiden wird.


Meine Meinung
Ein Gefängnis als Setting findet sich nun wirklich nicht so häufig in meinem Bücherregal, insbesondere dann nicht, wenn es um Jugendfantasy geht. Die Grundidee dieser Geschichte fand ich daher wirklich ausgesprochen spannend, wobei ich gleichzeitig ein wenig skeptisch war, inwiefern sich die Charaktere in so einem Umfeld wirklich authentisch entwickeln können würden.

Der Einstieg hat mir zunächst einmal gut gefallen, da das Setting frisch und die Spannung hoch war. Im Grunde passiert eine ganze Menge, was mich so früh in einer Geschichte normalerweise ein wenig in der Orientierung stört, hier aber tatsächlich durchgehend interessant zu lesen war.

Was mich dann jedoch ein wenig gestört hat, war die Protagonistin, mit der ich leider nicht so wirklich warm geworden bin. Als personale Erzählerin habe ich sie zwar grundsätzlich mit Interesse verfolgt, so wirklich authentisch kam sie mir aber nicht immer vor. Was mich ganz massiv gestört hat, war der schlussendliche Plottwist, der durch diese Erzählweise in meinen Augen leider eher kaputt gemacht wurde. Kiva verschweigt als Protagonistin und Erzählerin wichtige Informationen, was für mich beim Lesen aber einfach zu konstruiert war, um wirklich überraschend und nicht wie ein unüberlegter, aber notwendiger Schachzug zu wirken.

Obwohl das Ende für meinen Geschmack etwas zu sehr geschwächelt hat, bin ich doch irgendwie auf die Fortsetzung gespannt. Den Hype im englischsprachigen Raum kann ich zwar nicht mittragen, grundsätzlich interessant finde ich die Reihe aber definitiv trotzdem.


Fazit
Der Anfang war für mich tatsächlich vielversprechender, als der Rest der Geschichte. Die Umsetzung hat den Hype meiner Meinung nach nicht so ganz verdient, auch wenn das Setting und das grundsätzliche Worldbuilding durchaus gute Ansätze haben, die sich mit etwas mehr Überarbeitung sicherlich in eine richtig gute Richtung hätten entwickeln können.

Von mir gibt es dafür drei Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.08.2022

Cinderella und der Künstler

Bridgerton – Wie verführt man einen Lord?
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Worum geht’s?
Als uneheliches Kind eines Lords hat Sophie keinen Platz in der Gesellschaft der Reichen und Schönen und muss als Dienstbotin im Haushalt ihrer Stiefmutter schuften. Mithilfe ihrer einzigen ...

Worum geht’s?
Als uneheliches Kind eines Lords hat Sophie keinen Platz in der Gesellschaft der Reichen und Schönen und muss als Dienstbotin im Haushalt ihrer Stiefmutter schuften. Mithilfe ihrer einzigen Freunde unter den anderen Angestellten schleicht sie sich auf den Maskenball der Bridgertons – und läuft dort ausgerechnet Benedict Bridgerton in die Arme. Die Faszination zwischen den beiden ist greifbar, doch als Sophie noch vor der Demaskierung wieder nach Hause muss, scheinen sich die beiden für immer aus den Augen zu verlieren drohen.


Meine Meinung
Die Ähnlichkeit zwischen dieser Geschichte und der allseits bekannten von Cinderella ist wirklich groß, aber da ich sowohl die Disneyversion, als auch die Bridgertons mag, fand ich die Kombination eigentlich sogar sehr spannend gemacht.

Sophie war definitiv eine sehr erfrischende Protagonistin, deren Geschichte zwar grundsätzlich extrem an Cinderella erinnert, die mich aber gleichzeitig definitiv mit ihrer Art begeistern konnte. Kein Mitglied der High Society zu sein grenzte ja schon fast an ein Verbrechen, und als abwechslungsreicher Konflikt fand ich diese Konstellation sehr gelungen gewählt. In ihrer Art war mir Sophie außerdem direkt sympathisch, wobei mir insbesondere ihrer Prinzipientreue wirklich positiv aufgefallen ist.

Benedict auf der anderen Seite war für meinen Geschmack zeitweise leider einfach ein kleines bisschen zu theatralisch, was vermutlich seinem Dasein als missverstandenem Künstler geschuldet war, mir irgendwann aber leider so ein kleines bisschen auf die Nerven gegangen ist. Sein Verhalten Sophie gegenüber war außerdem so unter aller Würde, dass ich mich wirklich gefragt habe, ob er das einzige missratene Kind der Familie darstellen sollte, oder ob sein Charakter einfach unsympathischer als alle anderen angelegt wurde.

Bis zum Ende des Maskenballs konnte ich ja noch irgendwo verstehen, was die beiden aneinander gefunden haben, danach hatte ich aber leider einfach das Gefühl, dass sich Sophie an eine idealisierte Version eines Prinzen klammert, während Benedict nur so halb zu wissen scheint, was er eigentlich überhaupt will und welchen Prinzipien er im Leben folgen möchte. So richtig schön fand ich das insgesamt einfach nicht, und da mir die vorherigen Bände der Reihe deutlich besser gefallen haben, hat mich diese Umsetzung leider schon ein kleines bisschen enttäuscht.


Fazit
So gerne wie ich Sophie ja auch mochte, im Vergleich zu allen anderen Bänden der Reihe finde ich diesen Teil leider eher weniger gut gelungen. Der Protagonist war insbesondere durch sein Verhalten einfach nicht mein Fall, und auch wenn ich die Ansätze der Cinderella-Storyline wirklich gerne mochte, haben mir die anderen Teile dann doch irgendwie besser gefallen.

Dafür gibt es knappe drei Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.08.2022

Witziger als erwartet

Bridgerton – Wie bezaubert man einen Viscount?
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Worum geht’s?
Seit dem Tod seines Vaters geht Anthony Bridgerton nicht davon aus, es im Leben irgendwie weiter zu bringen als er. Als Familienoberhaupt will er zwar den Namen der Bridgertons fortbestehen ...

Worum geht’s?
Seit dem Tod seines Vaters geht Anthony Bridgerton nicht davon aus, es im Leben irgendwie weiter zu bringen als er. Als Familienoberhaupt will er zwar den Namen der Bridgertons fortbestehen lassen, mit einem langen Leben oder einer glücklichen Ehe rechnet er allerdings nicht. Als er sich langsam für eine potenzielle Ehefrau entscheiden muss, fällt seine Wahl auf die aussichtsreichste Debütantin der Saison, Edwina Sheffield. Blöd nur, dass er sich ausgerechnet mit ihrer älteren Schwester so viel besser versteht – und die ihm nicht nur Kontra gibt, sondern auch fest entschlossen ist, ihre Schwester auf keinen Fall mit Anthony verheiratet sehen zu wollen.


Meine Meinung
Da der Hype um die Bridgerton Serie noch immer ungebrochen ist, kommt man um das Fandom um Kathony ja fast schon gar nicht mehr herum. Ich selbst habe auch schon einige Szenen der beiden gesehen und war dementsprechend gespannt darauf, ob die literarische Vorlage die Chemie zwischen den beiden ebenso transportiert, wie das in meinen Augen in den Serienausschnitten der Fall war.

Was mir an Protagonist Anthony in diesem Buch wirklich gut gefallen hat, war die deutliche Entwicklung, die er zwangsläufig durchmachen musste. Das Trauma, mit dem er ganz offensichtlich aufgewachsen ist, war sicherlich nur schwer zu ertragen und hatte ganz eindeutig Einfluss auf seinen Charakter, was mir beim Lesen wirklich leid tat. Umso beruhigender fand ich es dann, dass er sich im Laufe der Geschichte weiterentwickelt hat und man diesen Wandel schrittweise miterleben konnte, was ihn insgesamt zu einem authentischeren Protagonisten gemacht hat.

Kate ist für meinen Geschmack zu lange eher blass geblieben, was allerdings in den Sticheleien zwischen ihr und Anthony so ein wenig untergegangen ist. Dass sie eine starke Figur ist, hätte meiner Meinung nach definitiv durchgehend deutlich werden dürfen, nicht zuletzt auch, um einen insgesamt beständigeren Charakter zu bilden.

Die Kombination beider Protagonisten hat mich trotz ihrer persönlichen Schwierigkeiten und der Menge an Selbstzweifeln und Trauer wirklich positiv mit ihrem Humor überrascht. Die Wechsel zwischen Ernsthaftigkeit und witzigen Sticheleien hat der Geschichte insgesamt auf jeden Fall gut getan und das Buch für mich zu einer wirklich angenehmen Lektüre gemacht, zu der ich gerne wieder greife.


Fazit
Für mich waren Kate und Anthony definitiv mein bisher liebstes Paar aus der Reihe um die Bridgertons, die trotz einer ganzen Menge persönlicher Schwierigkeiten gleichzeitig auch unglaublich unterhaltsam zu begleiten waren.

Von mir gibt es dafür alle fünf Bücherstapel.

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Veröffentlicht am 27.08.2022

Größtenteils gelungener Auftakt der Familiensaga

Bridgerton – Der Duke und ich
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Worum geht’s?
Für Daphne Bridgerton ist es endlich soweit – ihre Mutter hat sich in den Kopf gesetzt, sie noch in dieser Saison zu verheiraten. Um unliebsamen Kandidaten zu entgehen, verbündet sie sich ...

Worum geht’s?
Für Daphne Bridgerton ist es endlich soweit – ihre Mutter hat sich in den Kopf gesetzt, sie noch in dieser Saison zu verheiraten. Um unliebsamen Kandidaten zu entgehen, verbündet sie sich mit dem Duke of Hastings, der sich eigentlich geschworen hat, niemals zu heiraten. Gemeinsam wollen die beiden die ihnen zukommende Aufmerksamkeit zu ihrem Vorteil nutzen – bis sie auf einmal gemeinsam vor dem Altar landen und sich mit ihren Gefühlen füreinander auseinander setzen müssen.


Meine Meinung
Da ich in diese Reihe tatsächlich nicht mit Band eins, sondern mit Band vier eingestiegen bin, wollte ich natürlich irgendwo gerne wissen, wie die Geschichte um die Großfamilie der Bridgertons eigentlich überhaupt angefangen hat.

Den Schreibstil von Julia Quinn mag ich wirklich gerne, und auch die kurzen Unterbrechungen der Handlung für einen Einschub aus Lady Whistledowns Gesellschaftsjournals haben mich beim Lesen nicht aus dem Lesefluss gerissen, sondern sich toll in das Geschehen der Handlung eingefügt. Die erste Hälfte der Geschichte ist so praktisch an mir vorbei geflogen, und ich hatte zeitweise fast schon ein wenig Angst davor, zu schnell zum Ende des Buches zu kommen.

Simon und Daphne waren insgesamt ein wirklich tolles Protagonistenpaar, das ich gerne auf ihrem Weg begleitet habe. Der Großteil ihrer Begegnungen war sehr unterhaltsam zu lesen und hat mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht, wobei natürlich auch ein wenig Spannung und Romantik nicht allzu kurz gekommen sind. In Anbetracht der weiteren Entwicklung ihrer Beziehung hat mir die Zeit vor ihrer Hochzeit daher tatsächlich fast am besten gefallen, denn spätestens nach dem vermeintlichen Happy End der beiden fingen für mich die eigentlichen Probleme mit beiden Charakteren an.

So sympathisch wie ich Simon ja auch fand, Kommunikation schien, wenn auch traumabedingt, eher nicht so sein Ding zu sein. Ideal fand ich das zwar insgesamt nicht, wesentlich weniger einverstanden war ich dann aber auf jeden Fall mit Daphnes Umgang mit der Situation. Anstatt Simons Grenzen zu akzeptieren und vielleicht nach Alternativen zu suchen, setzt sie sich völlig über ihn hinweg, um zu bekommen, was sie will. Wären die Rollen vertauscht gewesen, hätte es an dieser Stelle sicherlich einen größeren Aufschrei ob des ganz offensichtlich übergriffigen Verhaltens gegeben, weniger schlimm macht das Daphnes Verhalten in meinen Augen aber definitiv nicht.


Fazit
Nicht nur als Fan von Jane Austen wird man an dieser Geschichte sicherlich viel Freude haben. Mit dem Verhalten der Protagonistin in Bezug auf das Thema Familienplanung bin ich zwar absolut nicht einverstanden, abgesehen davon hat mir der Rest der Geschichte aber wirklich gut gefallen.

Dafür gibt es knappe vier Bücherstapel von mir.

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  • Charaktere