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Veröffentlicht am 29.06.2022

Spannendes Verfolgungsdrama mit leichtem Figurenchaos

Escape Plan / Escape Plan - How far would you go to survive
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Worum geht’s?
Als Myras kleiner Sohn Toby entführt wird, ist sie am Boden zerstört und bereit, alles zu tun um ihn zu finden. Toby ist längst nicht das einzige Kind, das in Connecticut spurlos verschwunden ...

Worum geht’s?
Als Myras kleiner Sohn Toby entführt wird, ist sie am Boden zerstört und bereit, alles zu tun um ihn zu finden. Toby ist längst nicht das einzige Kind, das in Connecticut spurlos verschwunden ist, doch nach einem missglückten Anschlag auf ihr Leben ist sich Myra sicher, dass ihr Kind nicht einfach Opfer einer Kette von gewöhnlichen Entführungen geworden ist. Hilfe findet sie bei ihrem undurchsichtigen Nachbarn Steven, der als ehemaliger DEA-Agent selbst einen ganzen Haufen an Geheimnissen mit sich herumschleppt – und Gefühle in ihr weckt, die in ihrer Situation eigentlich gar nicht erst entstehen dürften.


Meine Meinung
Wenn es an dieser Geschichte einen Punkt gibt, der besonders positiv hervorsticht, dann ist das eindeutig der Spannungsbogen. Als Leser wird man direkt ins Geschehen geworfen, was ich grundsätzlich immer ganz gut finde, und genau dieser Dynamik zieht sich auch durch den weiteren Verlauf der Handlung.

Die Figuren waren für mich teils nicht ganz leicht greifbar, da mir insbesondere Myra zu Anfang irgendwie ein wenig zu blass war. Eventuell lag das am hohen Tempo der Geschichte, denn mit der Zeit fand ich die Darstellung ihrer Emotionen dann auch deutlich gelungener. Steven habe ich dann als ziemlich komplexe Figur wahrgenommen, dessen Hintergrundgeschichte auf jeden Fall eine Menge Potenzial geboten hat. Das Protagonistenduo kann ich mir durchaus sehr gut in einer Fortsetzung vorstellen, denn ganz abgeschlossen wurden definitiv nicht alle Handlungsstränge.

Für meinen Geschmack wurde die Geschichte an dem Punkt dann leider irgendwann etwas zu unübersichtlich, da die Menge an Charakteren, Motiven und Entwicklungen beim Lesen viel Aufmerksamkeit und Konzentration von mir gefordert haben. Die Figurenübersicht hat da zwar etwas geholfen, ein paar Wendungen oder Intrigen weniger hätten der Qualität des Buches meiner Meinung nach aber ebenfalls keinen Abbruch getan und vielleicht mehr Stoff für weitere Teile geboten.


Fazit
Die Mischung aus Spannung, jeder Menge Kriminalität und praktisch unendlichen Wendungen liest sich auf jeden Fall unglaublich schnell weg, denn auch wenn bei mir mitunter ordentlich Verwirrung aufgekommen ist, wurde die Geschichte definitiv nie langweilig. Eine Fortsetzung kann ich mir definitiv vorstellen, auch wenn es für meinen Geschmack dann gerne ein oder zwei doppelgleisig fahrende Figuren weniger geben dürfte.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.06.2022

Unterhaltsames Kreativbuch für Groß und Klein

Kreaturenkritzelbuch - Wilde Waldwesen
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Meine Meinung
Auch, oder vielleicht gerade wenn man der Meinung ist, über so gut wie keine Zeichenkünste zu verfügen bietet dieses Buch sowohl für kleine, als auch für große Künstler tolle Schritt-für-Schritt-Anleitungen, ...

Meine Meinung
Auch, oder vielleicht gerade wenn man der Meinung ist, über so gut wie keine Zeichenkünste zu verfügen bietet dieses Buch sowohl für kleine, als auch für große Künstler tolle Schritt-für-Schritt-Anleitungen, um wirklich kreativ zu werden.

Begleitet von einer spannenden Rahmenhandlung findet man in diesem Buch nicht nur Zwerge, Trolle oder Riesen, sondern auch ausgesprochen verrückte Pflanzen und Tiere, die zum Leben erweckt werden wollen. Die Gestaltung ist dabei für alle Altersgruppen ansprechend und macht nicht nur das Zeichnen an sich unterhaltsam, sondern auch das Verfolgen der kleinen Abenteuer, die sich durch das gesamte Buch ziehen.

Ganz besonders gelungen fand ich hierbei, dass nicht nur der eigenen Kreativität keine Grenzen gesetzt, sondern Unterstützung an die Hand gegeben wurde. Die unterschiedlichen Aufgaben und Anleitungen haben nicht nur den Kindern Spaß gemacht, sondern die ganze Familie zu künstlerischen Versuchen inspiriert – mit wirklich witzigen Ergebnissen, die aber eben auch beweisen, wie vielfältig und umfassend sowohl die Kunst an sich, als auch dieses Buch eigentlich sind.


Fazit
Mit diesem Buch werden sowohl kleine, als auch große Künstler eine Menge Freude haben. Die durchaus spannende Rahmenhandlung in Kombination mit den Zeichenaufgaben haben eine tolle Mischung ergeben, die definitiv auf weiter Bücher dieser Art hoffen lässt.

Dafür gibt es verdiente fünf Bücherstapel.

Veröffentlicht am 29.06.2022

Sympathische Charaktermischung vor tollem Setting

Firefly Creek
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Worum geht’s?
Als Tierärztin Kat die alte Praxis in Firefly Creek übernehmen kann, lässt sie nicht nur ihr altes Leben und ihre schwierige Vergangenheit hinter sich, sondern kann sich gleichzeitig auch ...

Worum geht’s?
Als Tierärztin Kat die alte Praxis in Firefly Creek übernehmen kann, lässt sie nicht nur ihr altes Leben und ihre schwierige Vergangenheit hinter sich, sondern kann sich gleichzeitig auch noch einen ihrer größten Träume erfüllen. Über den frischen Wind, den sie in die kleine Ortschaft bringt, freut nicht jeden der Anwohner – doch neben langsam wachsender Anerkennung und neuen Freundschaften findet Kat ganz nebenbei auch noch den zurückhaltenden Jim, zu dem sie sich immer stärker hingezogen fühlt.


Meine Meinung
Australien ist ein wirklich ausgesprochen schönes Setting, das die Geschichte in meinen Augen immens bereichert hat. Mit persönlich macht es beim Lesen einfach immer ganz besonders viel Spaß, mir die Handlung in einer ansprechenden Umgebung vorzustellen und bin daher wirklich froh über die gelungenen Beschreibungen in diesem Buch gewesen.

Vor so einem Hintergrund war es dann natürlich umso schöner, auf sehr sympathische Charaktere zu treffen. Protagonistin Kat bringt eine Menge frischen Wind in die Handlung und das Leben der übrigen Figuren, was nicht nur nett, sondern auch äußerst unterhaltsam zu lesen war. Ihre Art mochte ich dabei sehr gerne, auch wenn ich mir stellenweise einfach gewünscht hätte, dass sie sich selbst etwas weniger im Weg stehen würde.

Auch die Familie Bennett war für mich einer der Pluspunkte dieser Geschichte, denn die sympathische Mischung aus so unterschiedlichen Figuren trägt definitiv zu einer sehr angenehmen Atmosphäre beim Lesen bei.

Schön hätte ich es in Bezug auf den Spannungsbogen noch gefunden, wenn sich Drama und Romantik vielleicht ein kleines bisschen besser verteilt hätten. Zwischen der anfänglichen Etablierung der Charaktere und dem etwas dramalastigen späten Teil der Handlung hätte in meinen Augen etwas mehr Gleichgewicht herrschen können, was der Atmosphäre und meinem Lesespaß aber keinen Abbruch getan hat.


Fazit
Wer Lust auf eine wirklich unterhaltsame Protagonistin, ein wundervolles Setting und eine ordentliche Portion Drama hat, dem kann ich dieses Buch definitiv ans Herz legen. Perfekt gelöst sind vielleicht nicht alle Handlungsstränge, innerhalb eines Nachmittags kann man dieses Buch aber auf jeden Fall trotzdem verschlingen.

Dafür vergebe ich viereinhalb Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.06.2022

Brutale Action mit übernatürlichem Protagonisten

BRZRKR 1
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Worum geht’s?
Als jahrtausendealter Halbgott hat B seine Existenz dem Kampf verschrieben, denn ohne das Töten kann er nicht leben. Das US-Militär verspricht ihm im Gegenzug für seine Unterstützung bei ...

Worum geht’s?
Als jahrtausendealter Halbgott hat B seine Existenz dem Kampf verschrieben, denn ohne das Töten kann er nicht leben. Das US-Militär verspricht ihm im Gegenzug für seine Unterstützung bei ihren Einsätzen einen Weg zu finden, wie er endlich sterben kann – und das zwingt ihn dazu, tiefer in seinen Erinnerungen zu graben, als jemals zuvor.


Meine Meinung
Eigentlich bin ich ja kein allzu großer Fan von grafischen Gewaltdarstellungen und blutigen Bildern in Geschichten, für diese Comic-Reihe bin ich aber tatsächlich dazu geneigt, eine kleine Ausnahme zu machen.

Auf den ersten Blick vermutet man nicht unbedingt viel Tiefgang hinter der Handlung, es geht von Anfang an unglaublich blutrünstig und brutal zu, und dass der Protagonist optisch stark an Keanu Reeves erinnert, ist noch ein ganz netter Nebeneffekt.

Was mich dann aber ziemlich schnell überzeugen konnte, war zum einen die Hintergrundgeschichte von Protagonist B, zum anderen aber auch der überraschende Tiefgang, mit dem er als sich entwickelnder Charakter ausgestattet wurde. Als Figur mit mehr als 80.000 Jahren Lebenserfahrung ist B definitiv kein gewöhnlicher Protagonist, was ihn per se ja schon interessant macht. Die langsame Hinführung zur Geschichte seiner Geburt und den ersten Lebensjahren mit seiner Familie fand ich aber mindestens genauso spannend, da insbesondere dort noch eine Menge Potenzial für nachfolgende Bände der Reihe liegt.

Sehr positiv überrascht hat mich dann tatsächlich die Tatsache, dass neben jeder Menge Blut auch sehr viel Selbstreflexion des Protagonisten in der Geschichte Platz gefunden hat. Das ein Comic überhaupt in der Lage ist, neben so viel Gewalt auch noch Themen wie Selbst- und Fremdbestimmung, Schuld und Familiendynamiken in die Handlung einzubauen, hat mich daher definitiv von dieser Reihe überzeugen können.


Fazit
Auch wenn diese Comic-Reihe wirklich ausgesprochen blutig ist, hat mich die Geschichte des Protagonisten doch überzeugen können, auch den nächsten Band lesen zu wollen. Comic- und Fantasy-Fans werden sicherlich ihre Freude an diesem Buch haben – aber Achtung, der Cliffhanger am Ende dieses Bandes ist wirklich gemein.

Von mir gibt es dafür fünf Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.06.2022

Jede Menge Irland-Feeling

Das kleine Cottage in Irland
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Worum geht’s?
Hannah ist zwar erfolgreiche Anwältin in Manchester, wenn es ums Kochen geht, versteht sie lediglich Bahnhof. Kurzentschlossen meldet sie sich zu einem Kochkurs in Irland an – ohne dabei ...

Worum geht’s?
Hannah ist zwar erfolgreiche Anwältin in Manchester, wenn es ums Kochen geht, versteht sie lediglich Bahnhof. Kurzentschlossen meldet sie sich zu einem Kochkurs in Irland an – ohne dabei auch nur im Entferntesten zu ahnen, wie sehr sich ihr Leben in nur drei Monaten auf den Kopf stellen lassen wird.


Meine Meinung
Als großer Irland-Fan kann ich an Büchern mit diesem Setting natürlich nicht einfach vorbeigehen – und auch bei diesem Buch hat sich das definitiv nicht als falsch erwiesen.

Was mir ja bisher an allen Bänden dieser Reihe so gut gefallen hat, ist die Gemütlichkeit, mit der die Geschichten erzählt werden. Auch hier kam nicht nur jede Menge Irland-Feeling auf, sondern eben auch eine richtige Wohlfühlatmosphäre, die es mir leicht gemacht hat, so richtig in die Handlung und die Charaktere einzutauchen.

Die Protagonistin fand ich dabei wirklich nett, wobei mir auch der bunte Haufen an Nebencharakteren wirklich gut gefallen hat. Was ich dabei ganz besonders sympathisch fand, war die Vielfältigkeit, mit der die einzelnen Figuren ausgewählt und in die Handlung eingebunden wurden. Man hatte glücklicherweise auch bei deren Anzahl nicht das Gefühl, dass sie bloß Platzhalter darstellen sollten, sondern konnte sie tatsächlich als authentische Charaktere ernst nehmen.

Der einzige Punkt, der mich hier tatsächlich ein kleines bisschen gestört hat, waren zum einen die mitunter etwas arg konstruierten Situationen, die vielleicht etwas natürlicher hätten gestaltet werden können. Selbstverständlich ist mir klar, dass die Konstruktion einer solchen Geschichte bestimmte Ziele verfolgt, bei dem tollen Setting hätte es ein kleines bisschen weniger aber vielleicht auch getan. Was dann außerdem noch ein kleines bisschen unglücklich gelöst wurde, war der Klappentext. Der verdreht die Ausgangslage der Geschichte ein wenig, was das Buch an sich zwar nicht schlechter macht, aber eventuell Erwartungen weckt, die dann nicht ganz in die richtige Richtung gehen.


Fazit
Wer auf der Suche nach einer wirklich gemütlichen Geschichte mit netten Figuren und jeder Menge Irland-Feeling ist, dem kann ich dieses Buch nur ans Herz legen. Die Atmosphäre und der Schreibstil machen diese Lektüre zu einem wirklich kurzweiligen Zeitvertreib, der definitiv Lust auf die übrigen Bände der Reihe macht.

Dafür gibt es viereinhalb Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere