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Veröffentlicht am 23.07.2022

Brutaler Thriller mit deutlichen Schwächen

Weißer Flieder
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Worum geht’s?
Als im Stadtpark von Lund die Leiche eines grausam ermordeten Mädchens gefunden wird, sind nicht nur Polizei und Presse in heller Aufregung. Als wäre eine Tote nicht schon schlimm genug, ...

Worum geht’s?
Als im Stadtpark von Lund die Leiche eines grausam ermordeten Mädchens gefunden wird, sind nicht nur Polizei und Presse in heller Aufregung. Als wäre eine Tote nicht schon schlimm genug, schlittert Kommissarin Sara Vallén aber mitten hinein in einen Albtraum – denn der Hauptverdächtige in diesem Fall ist ausgerechnet ihr Sohn Johannes, und dessen Unschuld muss sie mit ihren privaten Ermittlungen schnellstens beweisen.


Meine Meinung
Skandinavische Thriller finde ich normalerweise immer richtig spannend, so wirklich überzeugen konnte mich dieses Debüt aber leider trotz des erfolgversprechenden Settings eher nicht.

Meine Probleme mit diesem Buch fingen leider schon mit den ersten Minuten des Hörbuchs an. Die Vortragsweise der Sprecherin hat auf mich ehrlich gesagt sehr seltsam und gezwungen gewirkt, was mit der irgendwie abstrus wirkenden Aussprache von Namen angefangen und mit teils einfach identisch klingenden Figuren geendet hat. Beim Zuhören ist es mir daher leider immer wieder sehr schwer gefallen, mich überhaupt auf die Handlung zu konzentrieren und die Charaktere auseinanderzuhalten.

Die Menge an auftretenden Figuren hat da auch nicht unbedingt positiv gewirkt, denn leider blieben so ziemlich alle für die Handlung wichtigen Charaktere eher blass und deutlich zu flach für meinen Geschmack. Insbesondere mit Protagonistin Sara konnte ich mich irgendwie nicht anfreunden, denn die für einen Reihenauftakt so typischen dunklen Geheimnisse ihrer Vergangenheit werden einfach nicht ausreichend behandelt, um sie überhaupt wirklich interessant für mich zu machen.

Der Fall an sich hätte in meinen Augen durchaus Potenzial gehabt, die Umsetzung hat mich persönlich dann aber einfach nicht so wirklich überzeugen können. Brutalität und Schrecken als Stilmittel können in Thrillern durchaus funktionieren, dafür braucht es meiner Meinung nach aber auch ein gelungenes Grundgerüst mit authentischen Figuren und einem vernünftigen Spannungsbogen, die der Handlung mehr Dimensionen als bloß die von Mord, Totschlag und Missbrauch verleihen.


Fazit
Auch wenn ich die Geschichte an sich nicht furchtbar umgesetzt fand, werde ich die Reihe wohl eher nicht weiter verfolgen. Sowohl die Charaktere, als auch die Handlung haben mich persönlich einfach nicht begeistern können, und dass das Hörbuch darüber hinaus auch noch etwas seltsam vorgetragen wurde, hat es mir insgesamt leider wirklich nicht leicht gemacht, die Geschichte überhaupt bis zum Schluss zu verfolgen.

Dafür gibt es knappe zwei Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.07.2022

Trauerbewältigung vor eindrucksvoller Kulisse

Das kleine Atelier am Fjord
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Worum geht’s?
Nach dem Verlust ihrer Familie ist für Livi nichts mehr so, wie es einmal war. Ein Ortswechsel soll ihrem Leben endlich eine neue Richtung geben, doch als sie in Bergen ankommt, scheint ihre ...

Worum geht’s?
Nach dem Verlust ihrer Familie ist für Livi nichts mehr so, wie es einmal war. Ein Ortswechsel soll ihrem Leben endlich eine neue Richtung geben, doch als sie in Bergen ankommt, scheint ihre Trauer nur noch schwerer auf ihr zu lasten. Erst als sie auf den Künstler Mattis trifft, findet sie ein wenig Ablenkung – denn Mattis wird nicht nur ihr Mitbewohner und Geschäftspartner, sondern vielleicht auch der Neuanfang, den sie sich so verzweifelt wünscht.


Meine Meinung
Ich liebe so traumhafte Settings wie die Umgebung von Bergen hier, denn meistens gehen mit tollen Kulissen auch wirklich gute Geschichten einher. Prinzipiell war das auch hier der Fall, wobei es trotzdem ein paar Kleinigkeiten gab, die mich beim Lesen auf die Dauer doch ein bisschen gestört haben.

Gut gefallen hat mir zunächst einmal der Schreibstil, der sich wirklich flüssig liest und der Geschichte ein sehr gemütliches Tempo verpasst hat. Auch wenn das Thema grundsätzlich eher bedrückend ist, hat sich bei mir doch recht schnell eine Wohlfühlatmosphäre eingestellt, die so auch bis zum Ende aufrechterhalten werden konnte.

Die Umsetzung der Themen Verlust und Trauerbewältigung fand ich grundsätzlich zwar wichtig und in der Kombination mit einem Neuanfang für Protagonistin Livi auch wirklich interessant, für meinen Geschmack ist ihre emotionale Entwicklung dabei aber leider ein wenig zu kurz gekommen. Insbesondere der Sprung vom Anfang zum Ende der Handlung wäre mir wesentlich authentischer vorgekommen, wenn Livis Trauerbewältigung schrittweise und nicht so plötzlich erfolgt wäre.

Livi und Mattis waren dabei allerdings zwei wirklich sympathische Charaktere, die ich wirklich gerne zusammen gesehen habe. Das Hin und Her sowie die Unentschlossenheit zwischen den beiden konnte mich dann aber leider eher weniger überzeugen, denn um die sich entwickelnde Beziehung der zwei wirklich als authentisch wahrnehmen zu können, haben mir an der Stelle einfach noch ein paar Emotionen und tiefer gehende Beschäftigungen mit ihren jeweiligen Gefühlen und Belastungen gefehlt.


Fazit
Dieses Buch bringt definitiv ein tolles Setting mit sympathischen Charakteren und jeder Menge Kunst zusammen. Auf emotionaler Ebene wurde hier leider nicht das gesamte Potenzial der Geschichte ausgeschöpft, die Wohlfühlatmosphäre hat es mir aber trotzdem ermöglicht, so richtig in die Handlung einzutauchen und einige schöne Lesestunden zu genießen.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.07.2022

Gelungene Neuauflage

Wen der Rabe ruft
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Worum geht’s?
Seit sie denken kann, wird Blue vor ihrem Schicksal gewarnt. Während ihre gesamte Familie über magische Fähigkeiten verfügt, kann Blue eigentlich bloß eines mit Sicherheit – den Tod ihrer ...

Worum geht’s?
Seit sie denken kann, wird Blue vor ihrem Schicksal gewarnt. Während ihre gesamte Familie über magische Fähigkeiten verfügt, kann Blue eigentlich bloß eines mit Sicherheit – den Tod ihrer wahren Liebe herbeiführen. Um eben diesem Schicksal zu entgehen, hält sie sich nicht nur von der örtlichen Privatschule und ihren Schülern, sondern auch von Jungs im Allgemeinen fern. Als sie dann aber die Bekanntschaft der Raven-Boys macht, fällt es ihr zunehmend schwerer, sich an diese Vorsätze zu halten – und das katapultiert sie mitten hinein in eines der größten Abenteuer ihres Lebens.


Meine Meinung
Maggie Stiefvater zählt schon lange zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen, und auch von der Reihe um die Ravenboys habe ich daher natürlich schon gehört. Da ich es bisher aber noch nicht geschafft habe, die Bücher zu lesen, kam diese Neuauflage für mich wie gerufen – und ich bin wirklich froh darüber, endlich einsteigen zu können.

Der Schreibstil hat sich dabei sehr angenehm lesen lassen, was insbesondere bei diesem Einstieg eine wirkliche Erleichterung war. Zu Beginn der Geschichte war mir der Aufbau des Handlungsbogens stellenweise einfach etwas zu chaotisch, um den vollen Überblick zu behalten. Grundsätzlich konnte ich der Erzählung zwar gespannt folgen, ganz klar waren mir die einzelnen Zusammenhänge dabei aber meistens eher nicht.

Die recht häufigen Perspektivwechsel haben mir dann jedoch tatsächlich geholfen, mich etwas besser in der Geschichte zurecht zu finden, denn auch wenn so keine wirkliche Ruhe in die Erzählung gekommen ist, fand ich es doch hilfreich, die einzelnen Charaktere und ihre Beziehungen zueinander aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten zu können. So war es für mich dann auch keine besonders große Überraschung, dass ich die Protagonisten mit zunehmender Zeit immer sympathischer und in ihrer Konstellation authentisch fand.

Der Spannungsbogen hat es dann mit dem Cliffhanger zum Schluss auch tatsächlich geschafft, dass ich nicht bloß frustriert war, sondern unglaublich gerne weiterlesen wollte. Anstrengende Buchanfänge und Cliffhanger sind bei mir eigentlich keine besonders gute Kombination, die Geschichte ist aber so vielversprechend, dass mir sicherlich auch die übrigen Bände der Reihe wirklich und vielleicht sogar noch deutlich besser als dieser Auftaktband gefallen werden.


Fazit
Auch wenn man sich am Anfang vielleicht ein wenig in die Geschichte hineinfinden muss, hat mir die Umsetzung insgesamt wirklich gut gefallen. Die Figuren und ihre komplexen Beziehungsgeflechte machen das Buch auf jeden Fall zu einer spannenden Lektüre, die Lust auf die ganze Reihe macht.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.07.2022

Spannende Entdeckungsreise im Zoo

Wo ist bloß …? - Mein Zoo-Buch zum Sachen suchen
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Meine Meinung
Bei dieser Mischung aus Wimmelbuch und Vorlesegeschichte kann man sich sicher sein, dass nicht nur die kleinen Mitleser jede Menge Spaß beim Suchen und Entdecken in diesem Buch hatten.

Die ...

Meine Meinung
Bei dieser Mischung aus Wimmelbuch und Vorlesegeschichte kann man sich sicher sein, dass nicht nur die kleinen Mitleser jede Menge Spaß beim Suchen und Entdecken in diesem Buch hatten.

Die Gestaltung ist wirklich ansprechend und hat direkt bei beiden Kindern großes Interesse geweckt. Dass das Material dabei ziemlich robust gehalten wurde, ist insbesondere bei der ziemlich intuitiven Bedienweise der Suchbilder definitiv ein Pluspunkt, denn bei so viel Begeisterung kommt die Vorsicht dann doch eher etwas zu kurz.


Fazit
Uns hat es auf jeden Fall eine Menge Spaß gemacht, diese kleine Entdeckungstour in den Zoo unternehmen zu können. Das Format konnte definitiv überzeugen, und auch die weiteren Bücher dieser kleinen Reihe werden sicherlich in naher Zukunft in unser Bücherregal einziehen dürfen.

Dafür gibt es alle fünf Bücherstapel.

Veröffentlicht am 29.06.2022

Spannendes Verfolgungsdrama mit leichtem Figurenchaos

Escape Plan / Escape Plan - How far would you go to survive
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Worum geht’s?
Als Myras kleiner Sohn Toby entführt wird, ist sie am Boden zerstört und bereit, alles zu tun um ihn zu finden. Toby ist längst nicht das einzige Kind, das in Connecticut spurlos verschwunden ...

Worum geht’s?
Als Myras kleiner Sohn Toby entführt wird, ist sie am Boden zerstört und bereit, alles zu tun um ihn zu finden. Toby ist längst nicht das einzige Kind, das in Connecticut spurlos verschwunden ist, doch nach einem missglückten Anschlag auf ihr Leben ist sich Myra sicher, dass ihr Kind nicht einfach Opfer einer Kette von gewöhnlichen Entführungen geworden ist. Hilfe findet sie bei ihrem undurchsichtigen Nachbarn Steven, der als ehemaliger DEA-Agent selbst einen ganzen Haufen an Geheimnissen mit sich herumschleppt – und Gefühle in ihr weckt, die in ihrer Situation eigentlich gar nicht erst entstehen dürften.


Meine Meinung
Wenn es an dieser Geschichte einen Punkt gibt, der besonders positiv hervorsticht, dann ist das eindeutig der Spannungsbogen. Als Leser wird man direkt ins Geschehen geworfen, was ich grundsätzlich immer ganz gut finde, und genau dieser Dynamik zieht sich auch durch den weiteren Verlauf der Handlung.

Die Figuren waren für mich teils nicht ganz leicht greifbar, da mir insbesondere Myra zu Anfang irgendwie ein wenig zu blass war. Eventuell lag das am hohen Tempo der Geschichte, denn mit der Zeit fand ich die Darstellung ihrer Emotionen dann auch deutlich gelungener. Steven habe ich dann als ziemlich komplexe Figur wahrgenommen, dessen Hintergrundgeschichte auf jeden Fall eine Menge Potenzial geboten hat. Das Protagonistenduo kann ich mir durchaus sehr gut in einer Fortsetzung vorstellen, denn ganz abgeschlossen wurden definitiv nicht alle Handlungsstränge.

Für meinen Geschmack wurde die Geschichte an dem Punkt dann leider irgendwann etwas zu unübersichtlich, da die Menge an Charakteren, Motiven und Entwicklungen beim Lesen viel Aufmerksamkeit und Konzentration von mir gefordert haben. Die Figurenübersicht hat da zwar etwas geholfen, ein paar Wendungen oder Intrigen weniger hätten der Qualität des Buches meiner Meinung nach aber ebenfalls keinen Abbruch getan und vielleicht mehr Stoff für weitere Teile geboten.


Fazit
Die Mischung aus Spannung, jeder Menge Kriminalität und praktisch unendlichen Wendungen liest sich auf jeden Fall unglaublich schnell weg, denn auch wenn bei mir mitunter ordentlich Verwirrung aufgekommen ist, wurde die Geschichte definitiv nie langweilig. Eine Fortsetzung kann ich mir definitiv vorstellen, auch wenn es für meinen Geschmack dann gerne ein oder zwei doppelgleisig fahrende Figuren weniger geben dürfte.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.

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